(Minghui.org) Ich habe drei Geschwister, eine jüngere Schwester und zwei jüngere Brüder. Von uns vier Geschwistern praktizieren nur mein jüngster Bruder und ich Falun Dafa. Wir haben in Japan mit der Kultivierung begonnen.
Hindernisse, als ich meinem Bruder die wahren Umstände erklärte
Nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa versuchte ich auf verschiedene Weise, meinen Familienangehörigen in China die wahren Umstände zu erklären. Die meisten meiner Verwandten traten aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aus. Rückblickend kann ich sagen, dass ich bei meinem jüngeren Bruder Cai in diesem Punkt die größten Schwierigkeiten hatte.
Als ich Cai zum ersten Mal anrief, um mit ihm über diese Sache zu sprechen und ihn zum Austritt aus der KPCh zu bewegen, reagierte er schroff und leistete starken Widerstand. Um ihn davon abzuhalten, üble Verleumdungen gegen Dafa zu wiederholen und dadurch Karma zu erzeugen, beendete ich schnell das Gespräch. Der erste Versuch war für mich ein großer Misserfolg. Ich war empört darüber, dass so viele Menschen von den Lügen und der Propaganda der KPCh einer Gehirnwäsche unterzogen und vergiftet worden waren.
Von da an wurde Cai jedes Mal ungeduldig, sobald ich Falun Dafa erwähnte. Er wollte nicht zuhören und legte sofort auf. Auch er war von den Lügen tief vergiftet worden.
Deshalb machte ich mir Sorgen um ihn. Oft dachte ich: „Mein Bruder wurde in China geboren, und da er in diesem Leben ein Familienangehöriger eines Dafa-Praktizierenden ist, muss es einen bestimmten Grund dafür geben. Vielleicht ist die Welt, die er repräsentiert, sehr groß und die Verantwortung, die er trägt, sehr schwer. Manchmal habe ich das Gefühl, als ob er all seine Hoffnung auf mich setzt.“
Hindernisse überwinden, um Shen Yun zu sehen
Im Jahr 2018 beschloss ich, meine Eltern, meinen jüngeren Bruder, meine Schwägerin und ihr Kind zu einer Darbietung von Shen Yun nach Japan einzuladen. Ich bereitete mich monatelang darauf vor und besorgte ihre Einreisevisa und die Flugtickets. Als alles vorbereitet war, erlitt mein Vater eine Woche vor der geplanten Reise einen Herzinfarkt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er schwebte in Lebensgefahr.
Da meine Eltern Shen Yun schon einmal in Japan gesehen hatten und Dafa gegenüber positiv eingestellt waren, dachte ich, dass die plötzliche Erkrankung meines Vaters eine Störung aus anderen Räumen war, die sich in Wirklichkeit gegen meinen jüngeren Bruder richtete. Wir sagten meinem Vater, er solle „Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ rezitieren. Gleichzeitig sendete ich starke aufrichtige Gedanken aus, um die Störung, die sich gegen Cai richtete, zu beseitigen.
Drei Tage später hatte mein Vater die Krise überstanden. Die Ärzte sagten, dass er keine Bypass-Operation mehr benötige. Am Abend vor unserer geplanten Abreise bestätigte der Arzt, dass mein Vater das Krankenhaus verlassen könne. Da er für eine Flugreise zu schwach war, und ich nicht wollte, dass mein Bruder Shen Yun verpasst, schlug ich vor: „Lass Mama und Papa zu Hause und kommt zu dritt.“ Auf meine Ermutigung hin machten sich mein Bruder, seine Frau und ihr Kind schließlich auf den Weg nach Japan.
Wie geplant fuhr ich mit Cai, seiner Frau, ihrem Kind und meiner Schwiegermutter mehrere hundert Kilometer bis zum Veranstaltungsort in Fukuoka. Kurz bevor die Vorstellung begann, sagte mein Bruder: „Ich möchte nicht hineingehen und lieber draußen warten, während ihr euch die Vorstellung anschaut.“ Ich sendete sofort starke aufrichtige Gedanken aus, sodass er schließlich doch hineinging.
Auf der Rückfahrt nach der Vorstellung fragte ich Cai: „Wie hat dir die Vorstellung gefallen?“ Sofort antwortete er verärgert: „Wir sind einen so weiten Weg gefahren, und die Karten waren auch nicht billig. Wir haben sogar unser Kind mitgebracht. Was kann unser Kind davon überhaupt verstehen?“
In diesem Moment betrachtete ich meinen Bruder einfach als ein Lebewesen und antwortete ruhig: „So etwas kannst du in China nicht sehen. Es ist die Reise wert.“ Danach tat er so, als wäre nichts geschehen, und begann fröhlich mit uns zu plaudern.
Einige Tage später kamen wir noch einmal auf Shen Yun zu sprechen. Diesmal war mein Bruder nicht mehr ablehnend. Während seines kurzen Aufenthalts in Japan drängte ich ihn jedoch nicht weiter, weil ich ihn nicht verärgern wollte.
Der Austritt aus der Partei brachte meinem Bruder Schutz vor COVID-19
Eines Tages im Dezember 2022 erhielt ich plötzlich die erschütternde Nachricht, dass mein jüngerer Bruder an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden sei und sich in Lebensgefahr befinde. Nach der Arbeit rief ich sofort meine Familie an, um herauszufinden, was geschehen war. Ich erfuhr, dass nahezu das ganze Land von COVID-19 heimgesucht wurde. Jeden Tag hörte man, dass Menschen aufgrund einer schweren Lungenentzündung zusammenbrachen. In den Krankenhäusern starben die Patienten einer nach dem anderen.
Alle meine Familienangehörigen hatten Fieber, Husten und andere Symptome. Glücklicherweise erholten sie sich innerhalb weniger Tage. Nur Cais Zustand wurde immer kritischer. Er bekam kaum Luft und litt unter starkem Herzrasen. Die Ärzte schienen ratlos zu sein. Sie sprachen sogar mit meiner Familie darüber, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.
Ich dachte: „Jetzt muss ich ihm unbedingt die wahren Umstände erklären, ganz gleich was passiert.“ Ich sagte meiner Familie, dass das Rezitieren von „Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ sie bestimmt beschützen würde. Dann wartete ich auf eine passende Gelegenheit, in der mein jüngerer Bruder bereit war zuzuhören, und begann ganz behutsam, mit ihm zu sprechen.
Da er nicht die Kraft hatte, lange zuzuhören, rief ich ihn nur einmal am Tag an und sprach jedes Mal nur einige Minuten mit ihm. Auf diese Weise ermutigte ich Cai und erzählte ihm nach und nach alles, was ich über Dafa wusste.
Eines Tages sagte ich dann: „Schau, alle in unserer Familie sind bereits aus der Partei ausgetreten und es geht ihnen gut. Nur du bist noch nicht ausgetreten.“
Mein Bruder antwortete sofort: „Ich stimme zu, ich trete aus.“ Als ich das hörte, fiel mir ein großer Stein vom Herzen.
Aufgrund der schweren Symptome war Cai etwa sechs Monate lang ans Bett gefesselt. Er konnte nichts heben. Kurz vor seiner endgültigen Genesung, infizierte er sich erneut und hatte tagelang schweren Durchfall. Da sich sein Zustand nicht besserte, musste er – wie noch nie zuvor in seinem Leben − viel Leid ertragen.
Nach meinem Verständnis war es ein Prozess, in dem der Meister ihn errettete und reinigte. Nach etwa 18 Monaten war er vollständig genesen. Aus der Sicht eines gewöhnlichen Menschen war seine Genesung natürlich das Ergebnis der Einnahme von Medikamenten.
Meine Erkenntnisse
Der Satz „Der Austritt aus der KPCh gewährleistet die eigene Sicherheit“ ist absolut wahr und überaus wertvoll.
Ganz gleich, wie stur ein Mensch auch erscheinen mag, er ist in diese Welt gekommen, um errettet zu werden. Der Meister schätzt jedes einzelne Leben.
Die Anstrengungen eines Dafa-Praktizierenden, ein Lebewesen zu erretten, sind niemals vergeblich. Wenn ich meinen Bruder vor dem Ausbruch des KPCh-Virus nicht mit zu Shen Yun mitgenommen hätte, wären die Folgen wahrscheinlich verheerend gewesen.
Letztendlich verstand ich, dass es bei der Errettung unserer Familienangehörigen auf unseren Kultivierungszustand ankommt. Wenn wir die wahren Umstände erklären, dürfen wir nicht zulassen, dass persönliche Gefühle wie die Anhaftung der Liebe zu den Familienangehörigen, menschliche Anschauungen, Ärger oder andere Emotionen uns beeinflussen. Wenn unser Herz nicht rein ist, wird es nichts bewirken, ganz gleich, wie gut oder wie viel wir auch erklären. Nur wenn wir uns selbst von innen heraus erhöhen und unseren Kultivierungszustand verbessern, können wir andere wirklich erretten.
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