(Minghui.org) Seien Sie gegrüßt, verehrter Meister! Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!
Durch Kultivierung das Ego ablegen
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, in meiner Kultivierung ernsthaft an meinem Charakter zu arbeiten. Sobald das Shen-Yun-Wochenendtreffen im letzten Sommer zu Ende war, kamen einige von uns Praktizierenden, die Zeit hatten, zusammen und begannen, jeden Morgen um fünf Uhr zusammen das Fa zu lernen. Das haben wir seitdem beibehalten und auch während der Tour nicht unterbrochen. Das Fa-Lernen hat mir sehr geholfen. Am frühen Morgen stört mich niemand und meine Gedanken können zur Ruhe kommen. Wenn tagsüber Zeit ist, kann ich noch ein wenig mehr lesen. Während der diesjährigen Tournee hat mir das Fa-Lernen enorm geholfen. Es hat mich dazu gebracht, bereitwilliger nach innen zu schauen, und es fiel mir leichter, Abstand zu äußeren Angelegenheiten zu halten, damit sie mich nicht beeinflussen konnten. Ich achtete darauf, welche Anhaftungen ich hatte, und versuchte, einen klaren Kopf zu bewahren. Dass ich sowohl den Umfang als auch die Qualität meines Fa-Lernens steigern konnte, spielte für mich eine sehr wichtige Rolle und im Vergleich zum Vorjahr konnte ich deutlich erkennen, wo ich mich erhöhte.
Von Natur aus bin ich unverblümt, ungestüm und stur, wenn es darum geht, Recht zu haben. Manchmal wirkt sich das positiv aus, aber es gibt auch vieles daran, das beseitigt werden muss. Unter dem Einfluss des Egos bin ich manchmal nicht bescheiden genug und kann manchmal meine Emotionen nicht kontrollieren, sodass ich zum Beispiel wütend werde oder Angst bekomme. Ich neige auch dazu, mich zu bestätigen, und werde arrogant, sodass ich, wenn ich standhaft sein sollte, stattdessen starr werde. Im Laufe dieser Jahre und insbesondere durch die Teilnahme an der Tour habe ich nach und nach eines verstanden: Ob ein Mensch Fähigkeiten hat, ist an sich nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob diese Fähigkeiten in den Projekten eingesetzt werden, die Lebewesen erretten. Ist dies nicht der Fall, können sie unter dem Einfluss des Egos sehr leicht Schaden anrichten. Da ich dies verstanden habe, erinnere ich mich ständig daran, so ruhig und so gütig wie möglich gegenüber anderen zu sein.
Natürlich können sich gewöhnliche Menschen nicht im Geringsten vorstellen, wie detailliert und präzise die Gottheiten bei der Vorbereitung dieser Prüfungen vorgehen. Was mich betrifft, so bin ich den ganzen Weg über gestolpert. Manchmal bestehe ich eine Prüfung mühelos und manchmal lastet eine Prüfung so schwer auf mir, dass ich kaum noch atmen kann – immer und immer wieder. Ich habe viele Kultivierungsgeschichten über Kultivierende und Weise gehört und gelesen, die, egal was ihnen begegnete, in der Lage waren, standhaft zu bleiben – mit einem ruhigen und reinen Herzen und in vollkommener Aufrichtigkeit, wenn sie an andere dachten. Ich hoffe wirklich, dass ich immer so sein kann. Das erinnert mich an die Zeit, als ich gerade mit der Kultivierung begonnen hatte. Jedes Mal, wenn ich in der französischen Ausgabe des Zhuan Falun die Passage las, in der Han Xin zwischen den Beinen eines Mannes hindurchkriecht, dachte ich bei mir: „Diesmal wird er doch sicher nicht hindurchkriechen …“ Und doch kroch Han Xin jedes einzelne Mal hindurch. So viele Jahre sind vergangen und wenn ich zurückblicke, war dieser Weg für mich von Anfang an beschwerlich.
Interessant ist, dass ich, wenn ich jemandem begegne, der offensichtlich unfreundlich ist, ruhig bleiben kann. Als mir beispielsweise eine Journalistin eines Fernsehsenders eine Reihe von aggressiven, kritischen Fragen schickte, musste ich nur meine Gedanken ein wenig ordnen und konnte ihr dann ruhig und ausgeglichen begegnen. Mein Herz war voller Barmherzigkeit. Ein weiteres Beispiel: Ich traf mich mit der für Minderjährige zuständigen Behörde. Sie befragten mich zu Themen rund um Minderjährige, verdrehten ständig meine Worte und setzten mich 2,5 Stunden lang massiv unter Druck. Ich kam mit rasenden Kopfschmerzen heraus, doch in diesem Moment war ich ruhig und mein Denken klar. Ich war weder wütend noch aufgeregt und hegte nicht den geringsten Groll. In einer anderen Situation hätte mich mein Temperament im Handumdrehen überwältigt.
Einmal führte ich ein Telefonat mit der Verantwortlichen für den Ticketverkauf in einem Theater. Zuvor hatte sie mir eine scharf formulierte E-Mail geschickt, in der sie forderte, ich solle ihr die Freikarten gemäß den Vertragsbedingungen zusenden, obwohl ich dies bereits im November des vorausgegangenen Jahres erledigt hatte. Ich hatte zuvor noch nie mit ihr gesprochen oder korrespondiert. Ich konnte nur feststellen, dass sie sehr aggressiv auftrat und darauf bestand, dass ich die Karten sofort schicken sollte, während sie meinte, das sei wirklich unerhört … Zunächst blieb ich standhaft (solche Prüfungen kommen selten einzeln und wenn hundert Schwierigkeiten auf einmal hereinbrechen, verkrampft man sich sofort) und war sogar insgeheim stolz auf mich, weil ich dachte, dass ich in der Vergangenheit niemals so reagiert hätte …
Ich ahnte nicht, dass ich diesen kleinen Anflug von Freude schon einen Moment später bereuen würde. So wie ich es sah, handelte es sich wahrscheinlich um ein Missverständnis: Sie war unhöflich und unangenehm gewesen, also sollte ich sie anrufen und die Sache klären. Doch der Anruf verlief noch schlimmer als die E-Mail. Mein Temperament flammte sofort auf und am Ende legte ich einfach auf. Danach war ich wütend und auch verärgert über mich selbst, weil ich es versäumt hatte, in dieser Prüfung meine Xinxing zu bewahren. Am nächsten Tag sagte der Verantwortliche des Falun Dafa Vereins zu mir: „Ich habe mit der Ansprechpartnerin des Theaters gesprochen und sie erzählte mir, du hättest aufgelegt. Ich sagte ihr, dass das doch sicher nicht sein könne und dass die Verbindung wahrscheinlich nur wegen eines schlechten Empfangs abgebrochen sei.“ Aber ich bestätigte: „Nein, es stimmt. Ich habe wirklich aufgelegt.“ Er lächelte leicht, wahrscheinlich war er meinetwegen etwas verlegen.
Meine eigenen starren Vorstellungen durchbrechen: Das Akzeptieren und die Vorbereitung darauf, Entbehrungen zu ertragen
Diese verschiedenen Emotionen Stück für Stück abzutragen, ist alles andere als einfach. Der Zorn in mir ist wie eine Reihe von Abwehrmechanismen, die vor langer Zeit angelegt wurden, um mich vor Leid zu schützen, davor, zusehen zu müssen, wie ich leide, und davor, gedemütigt zu werden, damit ich mein Gesicht wahren kann. Mit der Angst verhält es sich genauso. In dieser Welt der Täuschung ist Angst wie eine kugelsichere Weste, die mich vor größerem Schmerz abschirmt. Doch letztendlich ist Angst selbst eine Form des Schmerzes. Denn das, was diese Emotionen schützen und dem sie dienen, ist nichts anderes als das Ego in all seinen wechselnden Erscheinungsformen. Ich habe verstanden, dass „Qing“ in Wahrheit eine Ansammlung falscher Vorstellungen ist, die das Ego nähren und es immer größer werden lassen. Wenn ein Mensch bereit ist, diese Emotionen (die Anhaftung an Angst, Wut, Zuneigung und Abneigung) nicht mehr zu seinem Schutz einzusetzen, dann ist er frei und unzerstörbar wie ein Diamant, denn er hat jene große Leichtigkeit und Freiheit wiedererlangt, die aus der Verbindung mit dem Göttlichen entsteht.
Ich spüre, dass ich den Mut aufbringen muss, den Schmerz zu fühlen und mich ihm zu stellen, der tief in meinem Inneren vergraben ist und durch die Realität geweckt wurde, ebenso wie den Schmerz, der mit meinen eigenen Lebenserfahrungen verbunden ist. Emotionen sind in Wahrheit eine Ausrede, die für das „Ego“ spricht und es dem „Ego“ ermöglicht, sich festzusetzen und sich zu weigern zu gehen. Einfach ausgedrückt bedeutet es, nur an sich selbst zu denken. Im Alltag gibt es überall Prüfungen, die mit dem „Ego“ zu tun haben, und sie sehen sehr ähnlich aus wie die Dinge, die gewöhnliche Menschen durchleben.
Was wirklich zählt, ist, was wir denken, wenn wir ihnen begegnen. Hier ein Beispiel. Einmal gab es ein Problem mit der Eintrittskarte einer Dame: Ihr Sitzplatz war doppelt vergeben worden und wir hatten sie mehr als zehn Tage vorher darüber informiert. Alle Mitarbeiter des Ticketverkaufs, die sie angerufen oder per E-Mail kontaktiert hatten, berichteten mir, dass sie sehr aggressiv gewesen sei, Drohungen ausgesprochen und gesagt hätte, sie werde bei ihrer Ankunft eine persönliche Erklärung verlangen. Sie war nicht bereit, sich auf Änderungen, Gespräche oder Erklärungen einzulassen. Sie kam ganz offensichtlich, um Streit zu suchen. Als der Tag näher rückte, an dem ich sie am Ticketschalter treffen sollte, bereitete mir der Gedanke daran ziemliches Unbehagen. Ich sprach mit meinem Mann darüber und er bot mir an, mich zu begleiten, aber ich lehnte ab. Bevor ich ging, schob ich den Ärger und die Abwehrhaltung in meinem Inneren beiseite. Um ehrlich zu sein, lief es im Grunde darauf hinaus, dass ich Angst hatte, in der Öffentlichkeit das Gesicht zu verlieren, und Angst, dass ich das nicht ertragen könnte. Tatsächlich verlief das Treffen dann völlig reibungslos. Es war zwar nur eine Kleinigkeit, aber ich hatte das Gefühl, diese Prüfung bestanden zu haben: nicht nur, weil alles gut gelaufen war, sondern vor allem, weil ich mich dieses Mal nicht auf Dinge stützen wollte, die mit dem Ego zu tun haben, wie Selbstbestätigung, Wutausbrüche, Angst und Abwehrhaltung, um mich zu schützen.
Eine weitere Erfahrung hat mit der fünften Übung zu tun. Ich habe den vollen Lotussitz schon immer gemocht und mich darin niederzulassen, fühlt sich an wie nach Hause zu kommen. Aber die letzten zehn Minuten sind normalerweise sehr schwer zu überstehen und sehr schmerzhaft. Meistens habe ich sie überstanden, indem ich die Zähne zusammengebissen und mich gezwungen habe durchzuhalten. Als einmal die Wellen scharfer Schmerzen in meinen Beinen gerade erst begonnen hatten, verkrampfte ich mich wie üblich und wappnete mich, um sie zu ertragen. Doch genau in diesem Augenblick wurde mir plötzlich klar: Wenn es eine Schuld gibt, sollte sie anerkannt und beglichen werden und ich musste diesen Schmerz ertragen. In dem Moment, als sich mein ganzer Körper entspannte, sah ich einen Schatten vorbeihuschen. Er hatte die Gestalt eines Menschen und als er vorbeizog, traf er mich. Ich dachte bei mir: „Ich bin bereit, meine Schuld zu begleichen. Auch das ist es, was der Meister für mich vorgesehen hat, was auf dem Weg der Kultivierung beglichen werden muss.“
Plötzlich vermehrten sich die Gestalten und verpassten mir eine heftige Tracht Prügel. Ich beobachtete mich selbst von der Seite und es waren so viele Schatten um mich herum, dass mein Körper nicht mehr zu sehen war. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, doch plötzlich lösten sich die Schatten auf und mein Körper schien zusammenzusacken und sich aufzulösen. Ich dachte, dass es sich wahrscheinlich um einen Körper aus Karma handelte und dass auf dieser Ebene die Schuld endlich beglichen war. Von diesem Tag an verspürte ich mehrere Monate lang keine Schmerzen mehr, wenn ich in der Meditation saß. Ich spürte nur, wie meine beiden Beine fest gebunden waren, als würde ein Seil sie nach innen ziehen. Ich hänge nicht daran, ob es Schmerzen gibt oder nicht. Ich denke, dies ist einfach eine Stufe im Kultivierungsprozess, ähnlich wie die Frage, ob man Fleisch isst oder nicht: Wenn die Zeit gekommen ist, dass die Dinge auf eine bestimmte Weise sind, werden sie ganz natürlich so sein. Ich beschloss, es seinen Lauf nehmen zu lassen, weil ich mir dessen sicher war. Das bedeutete mir sehr viel. Dadurch lernte ich, Leiden zu akzeptieren und meinem eigenen Leiden direkt ins Auge zu sehen, und ich verstand die wahre Bedeutung des Leidens.
Der Meister sagt:
„Schwierigkeiten und Leiden zu ertragen ist eine große und gute Gelegenheit, Karma zu beseitigen, Sünden zu beseitigen, den menschlichen Körper zu reinigen, den geistigen Horizont zu erhöhen und auf eine höhere Ebene zu kommen. Das ist eine sehr gute Sache und gehört zu den rechtschaffenen Grundsätzen. Aber in der Praxis der Kultivierung, wenn es Leiden gibt, wenn die Konflikte ans Herz gehen, besonders wenn die festen Anschauungen berührt werden, kann man den Pass trotzdem nur sehr schwer überwinden. Man weiß sogar, dass das eindeutig eine Prüfung ist, und kann trotzdem den Eigensinn nicht loslassen.“ (Je näher dem Ende, desto fleißiger vorankommen, 08.10.2005, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)
Die Unterscheidung zwischen „Dinge tun“ und „das Herz kultivieren“
Mir ist aufgefallen, dass sich mein Temperament tatsächlich etwas verbessert hat. Diese Veränderung kam zustande, weil ich gelernt habe, andere in meinem Herzen zu tragen und mich aufrichtig in die Lage des anderen zu versetzen, zuerst an die anderen zu denken und zu lernen, „das Herz zu kultivieren“, bevor ich dazu übergehe, „Dinge zu tun“.
In den Theatern begegnen wir manchmal Menschen mit einer schlechten Einstellung und manchmal berechnen sie uns Gebühren, die nie im Voraus vereinbart wurden – Praktiken, die mir weder fair noch angemessen noch vertragsgemäß erscheinen. Angesichts dieser Vorkommnisse versuche ich mein Bestes, die Fassung zu bewahren und meine E-Mails noch höflicher und herzlicher zu formulieren. Zunächst hatte ich das Gefühl, dass ich mich dabei etwas verstellte, so dass es mir nicht ganz natürlich erschien. Doch dann wurde mir klar, dass ich wirklich ein besserer Mensch sein möchte, ein freundlicher und aufrichtiger Mensch. Das ist es, was ich mir von ganzem Herzen wünsche. Also machte ich damit weiter und schon bald stellte ich fest, dass unser Umgang mit diesen Menschen weitaus harmonischer und höflicher wurde – selbst mit Menschen, mit denen ich zuvor nur schwer zurechtgekommen war.
In diesem Jahr kamen zahlreiche neue Anforderungen in den Bereichen Logistik, Verwaltung und Finanzen hinzu und ich musste während der Tour die Teamkoordinatoren mit mehr Angelegenheiten belasten als in den Vorjahren: mit Bankkarten, der Erstattung für Reise- und Unterkunftskosten, Verwaltungssitzungen, Terminplanung, Informationsaustausch, Nachverfolgung mit den einzelnen Teams, Materialbeschaffung und Logistik und so weiter. Zunächst stürzte ich mich voll und ganz in das Projekt und dachte nur daran, alles in Ordnung zu bringen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Doch bei mehreren Gelegenheiten sah ich das innere Licht einiger Mitpraktizierender und war oft zu Tränen gerührt. Es waren keine großen Dinge und doch haben sie mich tief bewegt.
Ich bat zum Beispiel jeden Koordinator, für sein eigenes Team ein Formular auszufüllen, in dem die Formeln zur Berechnung der Reise- und Unterkunftskosten bereits eingerichtet waren. Mir erschien die Methode einfach und sie ermöglichte es, alles auf einen Blick zu erfassen. Doch schon bald stellte ich fest, dass niemand das Formular benutzte. Ich ging einfach davon aus, dass es vielleicht nicht praktisch war, damit zu arbeiten. Ich wusste auch, dass Verwaltungsaufgaben für manche Koordinatoren nicht gerade ihre Stärke sind. Doch als ich sah, wie sich jeder von ihnen mit diesem Berg an Dokumenten und Rechnungen abmühte und die Unterlagen am Ende auf seine eigene Weise ordnete und mir übergab (Unterlagen, die, wie sich herausstellte, vollkommen brauchbar waren), wurde mir klar, wie viel Herzblut und Mühe dahintersteckten. Eine Koordinatorin hatte sogar ein weinendes Gesicht in ihre Unterlagen gemalt, um zu zeigen, auf wie viele Schwierigkeiten sie gestoßen war … Solche Dinge haben mich tief bewegt.
Es gibt noch eine weitere Mitpraktizierende, die bei ihrer Arbeit außergewöhnlich gewissenhaft, beständig und verantwortungsbewusst ist. Ich höre sie oft sagen, dass ihre Arbeitsbelastung hoch sei. Daran besteht kein Zweifel. Sie arbeitet im Homeoffice und war nicht mit uns auf Tour. Eines Tages erfuhr ich, dass sie vor jeder Aufführung ein Räucherstäbchen anzündete, um uns Gesellschaft zu leisten und jedem von uns ein wenig näher zu sein. Diese einfache, stille Geste hat mich tief bewegt. Darin spürte ich ihre Aufrichtigkeit, ihre Reinheit und diese wortlose Verbundenheit. Was mich an dieser Fürsorge besonders berührte, war, dass ich die Aufrichtigkeit und Zärtlichkeit in ihr sah und nicht nur ihre Arbeit an sich.
Der Erfolg eines Projekts und die Erhöhung der Xinxing
Persönliche Kultivierung und die Errettung von Lebewesen sind untrennbar miteinander verbunden, doch ich erinnere mich dennoch ständig daran, dass die Erhöhung der eigenen Xinxing und der Erfolg eines Projekts zwei verschiedene Dinge sind. Sie stehen zwar in Wechselbeziehung zueinander, sind aber nicht dasselbe. Entscheidend ist, ob wir verstehen, wer all dies im Grunde genommen erschafft.
Der Unterschied zwischen beiden ist sehr subtil. Mir wurde klar, dass, egal wie gut die Ergebnisse eines Projekts oder einer Veranstaltung sind und egal wie gut sie durchgeführt werden, dies nicht gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Xinxing ist. Beides ist voneinander getrennt. Es ist nicht so, dass sich meine Xinxing erhöht, wenn eine Veranstaltung gut verläuft, oder dass sich meine Xinxing nicht erhöht, wenn sie nicht gut verläuft. Wir müssen „Dinge tun“ von „das Herz kultivieren“ unterscheiden. Der Erfolg von Shen Yun ist ein Arrangement des Meisters und der Gottheiten und er wird auch durch den Mut und die selbstlose Hingabe geschaffen, die jeder Teilnehmer einbringt, damit Shen Yun verwirklicht und aufgeführt werden kann.
Schluss
Ich weiß, dass ich noch weit hinter dem Maßstab einer wahren Dafa-Praktizierenden zurückbleibe. Und doch – da ich eine Dafa-Praktizierende werden durfte und das Glücklichste in diesem Leben gefunden habe – bin ich von einer Dankbarkeit und Freude erfüllt, die ich nicht in Worte fassen kann. Ich werde weiter daran arbeiten und weiterhin all die Dinge, die zur Anhaftung an das Ego gehören, wegkultivieren. Um es ganz klar zu sagen: Diese Dinge sind nur eine Illusion in meinem Leben. Ich werde mich weiter bemühen, meine eigene Freiheit und Selbstbestimmung wiederzuerlangen und mich ganz Dafa hinzugeben.
Danke, Meister.
Danke, Mitpraktizierende.
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