(Minghui.org) Ich möchte euch von meinen Erfahrungen berichten, wie ich mich bemüht habe, meine Xinxing zu erhöhen und dem Meister dabei zu helfen, Lebewesen zu erretten und in der heutigen chaotischen Welt über die wahren Umstände der Verfolgung aufzuklären.

Als ich geboren wurde, waren die Falun-Dafa-Praktizierenden bereits seit fünf Jahren auf dem Weg, die Verfolgung aufzudecken und das Fa zu bestätigen. Seit meiner frühesten Kindheit lernte und praktizierte ich gemeinsam mit meiner Familie. Das Lernen des Fa war ein Teil meines Lebens – es war so natürlich wie das Atmen. Doch es war keine aktive und bewusste Entscheidung von mir.

Als ich jedoch älter wurde und den starken Kontrast zwischen mir und den anderen Menschen in der Gesellschaft wahrnahm, begann ich, mich zu hinterfragen: „Wer bin ich? Warum bin ich hier? Woran soll ich glauben?“ Das Leben verlangte von mir, eine Entscheidung zu treffen, ob ich wirklich den Weg der Kultivierung einschlagen wollte. Erst allmählich begann ich, wirklich selbstständig zu denken und mich bewusst und ernsthaft zu kultivieren.

Wir wissen, dass der Meister, um noch mehr Lebewesen zu erretten, den Zeitpunkt, an dem die Fa-Berichtigung enden sollte, immer wieder hinausgeschoben hat. In dieser begrenzten Zeit, die uns der Meister aus seiner Barmherzigkeit heraus gewährt hat, müssen wir uns so schnell wie möglich erhöhen und nach den Menschen suchen, die noch errettet werden können.

Doch die Realität, mit der wir konfrontiert sind, sieht so aus: Die gesellschaftlichen Sitten verfallen immer mehr, die Moral sinkt rapide und der Atheismus ist weit verbreitet. Das Gespenst des Kommunismus hat sich als Retter der Menschheit getarnt, wodurch viele gutherzige Menschen getäuscht werden. Gleichzeitig hat der technologische Fortschritt zwar den Komfort vergrößert, aber auch die Versuchungen der realen Welt verstärkt, sodass es für die Menschen noch schwieriger geworden ist, zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden.

In einem Vortrag, den der Meister vor 15 Jahren hielt, lehrt er uns:

„In dem Prozess des Kosmos ‚Entstehen, Bestehen, Verderben und Vernichten‘ erscheinen die Dafa-Jünger gerade in der Endphase. Das heißt, zu einer Zeit, in der sowohl Lebewesen als auch Materie bis zum allerletzten Schritt gekommen und am schlechtesten geworden sind, ihre Erscheinungen am kompliziertesten und Gut und Böse, Aufrichtiges und Bösartiges am schwierigsten zu unterscheiden sind.“ (Was ist ein Dafa-Jünger, Fa-Erklärung in New York 2011, 29.08.2011)

Heute ist die Welt noch chaotischer geworden. Unsere Generation junger Menschen lebt in der allerletzten Endzeit der Fa-Berichtigung und nur noch sehr wenige Menschen haben einen wirklichen Glauben. Viele wurden durch den Atheismus einer Gehirnwäsche unterzogen und die wenigen noch verbliebenen moralischen Werte halten die Gesellschaft notdürftig zusammen. Das soziale Leben vieler junger Menschen ist auf Tastatur und Kurzvideos beschränkt. In der Gesellschaft sind unterschiedlichste Gedankenströmungen verbreitet, Unruhen treten häufig auf und die Gedankenwelt der Menschen wird immer weiter verdorben.

In einem solchen Umfeld verpacken extreme Ideologien ihre Theorien als „großartig“ und „edel“ und nehmen damit für sich die moralische Überlegenheit in Anspruch. Umgekehrt werden Menschen, die an traditionellen Werten festhalten und an Gott glauben, aus Angst zum Schweigen gebracht, weil sie fürchten, als Außenseiter zu gelten.

Der Meister erklärt:

„Was die heutige Menschheit angeht und wäre es nicht für die Fa-Berichtigung, so wäre sie schon längst vernichtet. Der Maßstab der menschlichen Gedanken ist schon unterhalb der Hölle.“ (Die Fa-Erklärung 2003 im Westen der USA in der Zeit des chinesischen Laternenfestes, 15.02.2003)

Wie kann ein Dafa-Jünger inmitten dieser chaotischen Zustände Menschen erretten? Ich selbst habe dabei einen Prozess von Orientierungslosigkeit hin zur praktischen Umsetzung durchlaufen. Im Umgang mit jungen Menschen aus dem Westen stellte ich fest, dass sich viele sofort verschließen, wenn man gleich zu Beginn über Gott oder das Übernatürliche spricht. Manche machen sich sogar über das Gesagte lustig.

Der Meister sagte einmal:

„Auch wenn wir keine wahren Umstände erklären würden, könnten die Menschen allmählich erkennen, dass die bösartige KP Chinas etwas Dämonisches ist. Aber die Menschen, die in jener Kultur aufgewachsen sind, können den Atheismus an sich nicht erkennen. Das ist wirklich sehr schwer.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA 2015, 16.10.2015)

Wie können Dafa-Jünger also in einer nicht-religiösen Gesellschaft ihre Gedanken überzeugend zum Ausdruck bringen? Wie können wir an die Anhaftungen gewöhnlicher Menschen anknüpfen, um ihnen die wahren Umstände zu erklären?

Nachdem ich zahlreiche politische Kommentare und Sendungen gesehen hatte, versuchte ich zunächst, in Diskussionen das „Göttliche“ von der „Vernunft“ zu trennen und meine Gedanken in einer weltlichen Sprache auszudrücken, die gewöhnliche Menschen verstehen konnten. Dabei versuchte ich auch, mich selbst davon zu überzeugen, dass sich der Glaube Schritt für Schritt entwickeln könne.

Was mir damals jedoch nicht bewusst war: Indem ich so vorging, ließ ich mich unbewusst von den Kommentatoren beeinflussen, denen ich zuvor vertraut hatte. Meine Ansichten wurden unmerklich geprägt und gelenkt. Während ich die bösartigen kommunistischen Theorien analysierte, wollte ich unbedingt einen moralischen Rahmen oder eine Ideologie finden, mit der sich alles erklären ließ. Bei der Analyse der kommunistischen Theorien versuchte ich, die Perspektive des Glaubens beiseitezulassen und stattdessen alles mithilfe eines moralischen Rahmens oder einer Ideologie zu erklären.

Noch schlimmer war, dass ich zunehmend daran festhielt zu beweisen, dass ich „recht“ hatte, und anderen zu beweisen, dass sie „unrecht“ hatten. Ganz gleich, ob es um ein aktuelles Trendthema oder die täglichen Nachrichten ging – ich hatte Freude daran, die Gegenposition einzunehmen und Kritik zu üben. Jede logische Lücke in der Argumentation meines Gegenübers wurde für mich zu einer Gelegenheit, in einer Debatte Punkte zu sammeln und mein Selbstwertgefühl zu stärken. Nach und nach versank ich darin, in politischen Ansichten nach einem Gefühl von Wert zu suchen und mich dadurch selbst zu bestätigen.

Nur der Glaube an Dafa kann wirklich alles in der Welt erklären

Nach zahlreichen Diskussionen erkannte ich schließlich: Nur der Glaube an Dafa kann wirklich alles in der Welt erklären. Ohne den Glauben an Gott ist jede Theorie unter den gewöhnlichen Menschen wie ein Baum ohne Wurzeln und wie Wasser ohne Quelle – sie kann einer wirklichen Prüfung nicht standhalten. Als ich das verstand, wurde meine Haltung in den Gesprächen mit den gewöhnlichen Menschen viel leichter und reiner.

Im Juni dieses Jahres war ich auf einer Konferenz für den Stand der englischsprachigen Epoch Times verantwortlich. Dort begegnete ich vielen unterschiedlichen Menschen mit ganz verschiedenen Beweggründen und Wertvorstellungen, die alle großes Interesse an der Zeitung zeigten.

Ein deutscher Herr kam begeistert auf uns zu. Auf der Veranstaltung hatte er überall nach Menschen gesucht, mit denen er diskutieren konnte, und versucht, andere mit seinen eigenen philosophischen Gedanken zu überzeugen. Nachdem er einen Schweizer erfolgreich „besiegt“ hatte, kam er zu unserem Stand.

Er hörte sich meine kurze Vorstellung der Zeitung an; dann stellte er aus Höflichkeit ein paar Fragen und begann anschließend ausführlich über seine eigene Philosophie zu sprechen: über das Wesen der Existenz, über Vollständigkeit und Leere, den Sinn des Lebens und alles, was dazwischenliegt. Ich stand lächelnd da und hörte ihm nur halbherzig zu. Dabei dachte ich, dass dieser Mensch offensichtlich wenig Rücksicht auf die Gefühle anderer nahm. Er war viel zu sehr auf sich selbst konzentriert und machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, ob sein Gegenüber sich für seine Ausführungen interessierte.

In diesem Moment wurde ich plötzlich wachgerüttelt: Verhielt ich mich in den Augen anderer nicht genauso? Dieser Herr vor mir war geradezu ein Spiegel, der meine eigene kämpferische Haltung und meine Neigung, mich zur Schau zu stellen, widerspiegelte.

Nachdem er seinen langen Vortrag beendet hatte, stellte er mir seine „entscheidende“ Frage: „Glaubst du an eine objektive Realität?“ Ich wusste genau, dass er eine komplexe philosophische Antwort erwartete. Da musste ich an die Lehre des Meisters denken.

Der Meister erklärt im „Zhuan Falun“:

„Derjenige, der sich zu einer bestimmten Ebene kultiviert hat, sieht nur die Erscheinungen auf dieser Ebene. Die Wirklichkeit, die über diese Ebene hinausgeht, sieht er nicht und glaubt auch nicht daran. Deshalb hält er nur das für richtig, was er auf seiner Ebene sieht. Bevor er eine höhere Kultivierungsebene erreicht, hält er diese Dinge für nicht existent und unglaubhaft. Das ist durch seine Kultivierungsebene bedingt, und so können seine Gedanken nicht veredelt werden.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 59)

Daher antwortete ich ihm mit meinem eigenen, durch das Fa gewonnenen Verständnis: „Ja, eine objektive Realität existiert, aber sie ist durch unser Erkenntnisniveau und den Umfang unseres Wissens begrenzt. Wenn Sie mir gegenübersitzen, kann ich sehen, dass Sie und das Sofa zwei voneinander unabhängige Dinge sind – eines bewegt sich, das andere steht still. Wenn ich jedoch die noch mikroskopischere molekulare Struktur sehen könnte, würde sich vielleicht das Sofa bewegen, während Sie stillstehen. Vielleicht existieren beide Wahrnehmungen gleichzeitig.“

Er war von meiner Antwort äußerst überrascht und erfreut. Anschließend erwähnte er, dass viele Deutsche stark von östlichen Gedankenströmungen wie dem Buddhismus beeinflusst seien. Da wurde mir bewusst, dass viele aufgeschlossene Menschen tatsächlich auf Dafa warten und sich danach sehnen. Nachdem er mir zugehört hatte, zeigte dieser Herr großes Interesse an Falun Dafa. Er zog eine Visitenkarte aus seiner Jacke und hielt sie hoch wie eine Trophäe – als wäre sie die kostbare Belohnung, die er nach seiner langen spirituellen Suche erhalten hatte.

Diese zufällige Begegnung brachte mich dazu, über meine kämpferische Haltung nachzudenken und darüber, wie ich mit Menschen umgehen kann, die von unterschiedlichen Gedankenströmungen geprägt sind, und wie ich die vom Dafa verliehene Weisheit nutzen kann, wenn ich mit anderen über Falun Dafa spreche.

Auf dieser Konferenz kamen außerdem zwei junge Christen auf mich zu, um mit mir zu sprechen. Sie vertraten die Ansicht, dass Großbritannien seine christliche Kultur wiederherstellen sollte.

Hier möchte ich einen Hintergrund ergänzen: Mit „kulturellen Christen“ sind Menschen gemeint, die in einer christlich geprägten Gesellschaft leben und Traditionen wie Weihnachten und Ostern begehen, aber im Inneren nicht wirklich an Christus glauben und ihren Glauben nicht wirklich praktizieren.

Ich fragte sie: „Wenn die Menschen nicht von Grund auf an Christus glauben, reicht es dann für die britische Gesellschaft wirklich aus, die christliche Kultur lediglich auf kultureller Ebene aufrechtzuerhalten? Wird der Baum des Lebens nicht langsam verwelken, wenn seine göttlichen Wurzeln abgeschnitten sind?“

Einer der jungen Männer dachte einen Moment nach und antwortete: „Wenn es nur um ‚kulturelle Christen‘ geht, können sie tatsächlich keine Erlösung durch Gott erlangen. Wenn es jedoch lediglich darum geht, eine gesunde moralische Ordnung in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten, könnte das vielleicht ausreichen.“

Ich antwortete ihm: „Wenn die Menschheit grundsätzlich nicht an Gott glaubt, wird auch die mit Gott verbundene Kultur letztlich zu einer bloßen Formalität werden und das Moralsystem wird unweigerlich zusammenbrechen. Wenn der Mensch nur für sich selbst und seine eigenen Wünsche lebt, kann der Weg der Menschheit letztlich nur in die Vernichtung führen.“ Ich konnte erkennen, dass diese Worte ihn sehr beschäftigten und zum Nachdenken brachten.

Interviews mit Shen-Yun-Zuschauern  

In diesem Jahr hatte ich außerdem die Ehre, an Interviews mit Zuschauern von Shen Yun mitzuwirken. Shen Yun präsentiert eine reine traditionelle Kultur und die Liedtexte weisen direkt auf die schädlichen Auswirkungen des Atheismus und der Evolutionstheorie hin. Diese tief bewegenden und aufrüttelnden Inhalte berühren unmittelbar die Seele der Zuschauer und reinigen sie.

Viele der Shen-Yun-Künstler sind junge Menschen in meinem Alter. Ihr Mut und ihre Hingabe haben mich tief bewegt und inspiriert. Obwohl meine Aufgabe darin bestand, die Zuschauer zu interviewen, hatte ich in diesem reinen Energiefeld das Gefühl, dass auch ich selbst gereinigt wurde.

Durch die praktische Erfahrung bei den Interviews habe ich noch stärker verstanden, wie wichtig es ist, „sich selbst loszulassen“. Wenn man sich selbst zu wichtig nimmt und mit dem Wunsch an die Sache herangeht, sich selbst zu bestätigen, ist es sehr schwer, ein Interview zu führen, das die Menschen wirklich berührt. Nur wenn man sich selbst wirklich loslässt, sich vollständig in die Lage des anderen versetzt und mit Barmherzigkeit zuhört, kann man das Herz eines Menschen wirklich öffnen und ihm ermöglichen, seine innersten Gedanken auszusprechen und seine Dankbarkeit gegenüber Dafa zum Ausdruck zu bringen.

Auf meinem zukünftigen Weg der Kultivierung werde ich die Zeit noch besser nutzen, das Fa fleißiger zu lernen, meine kämpferische Haltung und meine Selbstbezogenheit abzulegen und die Weisheit, die ich aus dem Dafa herauskultiviert habe, einzusetzen, um noch mehr Lebewesen zu erretten.

Danke, Meister! Danke euch allen!