(Minghui.org) Im Juli 2010 habe ich das Fa erhalten. Zuvor war ich voller Groll über mein Schicksal gewesen und hatte keine Freude mehr am Leben gehabt. Dafa löste dann meinen geistig vernebelten Zustand auf. Ich erkannte den Sinn des Lebens und gewann wieder Hoffnung.
Die Verfolgung meiner Mutter überschattete mein Leben
Als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung von Dafa begann, ging meine Mutter, eine Falun-Dafa-Praktizierende, nach Peking zum Tiananmen-Platz. Sie wollte sich für Dafa einsetzen. Von da an wurde sie von der örtlichen Regierung und der Polizeidienststelle immer wieder unrechtmäßig festgehalten und verfolgt. Innerhalb von drei Jahren wurde sie dreimal eingesperrt.
Da meine Eltern geschieden waren, war ich während der unrechtmäßigen Inhaftierung meiner Mutter bei anderen Menschen untergebracht und auf fremde Hilfe angewiesen. Damals wurde auch ich durch die verleumderischen Lügen der KPCh, die Dafa diffamierten, getäuscht. Deshalb ging ich sogar mehrmals gemeinsam mit den für die Inhaftierung Verantwortlichen zu meiner Mutter. Wir wollten sie überreden, die Kultivierung aufzugeben. Doch jedes Mal verließen wir sie erfolglos. Erst später wurde mir klar, dass dies eine bösartige Taktik der KPCh war. Sie wollten gezielt eine Trennung zwischen mir und meiner Mutter erreichen und Hass zwischen uns säen.
In den folgenden Jahren wollte ich überhaupt nicht über meine Mutter sprechen – ich wagte es einfach nicht, denn ich hatte Angst, dass andere erfahren würden, dass sie eine Falun-Dafa-Praktizierende war. Ich schob all mein Leid darauf, dass sie Falun Dafa praktizierte. Mehr als zehn Jahre lang hatte ich dieses verzerrte Verständnis.
In dieser langen Zeit konnte ich selbst erleben, wie gütig Dafa-Praktizierende sind, da sie uns in dieser besonders schwierigen Zeit mit ihrer Hilfe barmherzig unterstützten. Dennoch konnte ich mich nicht von dem Schatten, den die Verfolgung auf mich warf, befreien. Denn meine Mutter war vor meinen Augen abgeführt worden.
Die wahren Umstände lösten meinen Groll auf
Eines Tages sah ich mir die DVD „Die Tage mit dem Meister“ an. Dafa-Jünger erinnern sich darin an ihre Erlebnisse zu Beginn der Verbreitung von Falun Dafa. Einiges, was ich all die Jahre missverstanden hatte, konnte ich dadurch objektiver betrachten und zunehmend besser verstehen.
Von da an suchte ich ununterbrochen nach Informationen darüber, was damals wirklich geschehen war: Was war mit dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz am 4. Juni 1989 und was mit der inszenierten Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz, durch die Falun Dafa verleumdet wurde? Wie verhielt es sich mit der Verbreitung des Dafa auf der ganzen Welt und dem Organraub an Falun-Dafa-Praktizierenden? Wie verlief die friedliche Petition der Dafa-Praktizierenden am 25. April 1999 vor Zhongnanhai und wie sah die brutale Verfolgung durch die KPCh aus? Das Ausmaß der gesamten Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh erschütterte mich zutiefst.
Dabei hatte ich selbst gemischte Gefühle: Ich empfand gleichzeitig Reue und Schuld. Schließlich war ich zehn Jahre lang im Unrecht gewesen. Die Lügen der Partei hatten auch mich getäuscht! Ich hatte Dafa falsch verstanden und meiner Mutter Unrecht getan! Das bedauerte ich sehr und weinte oft. Innerlich sagte ich meiner Mutter immer wieder: „Es tut mir so leid …“
Als ich die Zusammenhänge verstand, verschwand mein früherer Groll gegen meine Mutter vollständig. Aus meinem tiefsten Innern kam ein starker Gedanke: „Wenn ich damals an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte ich mich genau so verhalten wie sie.“ Für meinen Glauben wäre ich entschlossen und standhaft zum Tiananmen-Platz gegangen und hätte Gerechtigkeit eingefordert! Ich verstand nun: Meine Mutter hatte vollkommen richtig gehandelt!
Erhöhung bei einer Rettungsaktion
Die wahren Fakten hatte ich nun erfahren und kannte den Grund meines zehnjährigen Leidens. Lange Zeit war ich aufgewühlt und konnte mich nicht beruhigen. Einen Monat lang verließ ich nur selten das Haus und las alle Dafa-Bücher. Schließlich fand ich sogar die Antwort auf meine Frage nach dem Sinn des Lebens. So lange hatte ich nach ihr gesucht. Ich hatte so ein unbeschreibliches Glück und freute mich, diesen kostbaren Schatz gefunden zu haben. Noch nie hatte ich solch ein Glück und diese innere Sicherheit empfunden.
Kurz nach Beginn meiner Kultivierung erfuhr ich, dass Dafa Menschen errettet. Ich dachte: „Ich habe das Fa so spät erhalten, jetzt muss ich mich beeilen und Menschen erretten!“
Ich stürzte mich auf die Arbeit und gründete eine Materialproduktionsstätte. Zudem lernte ich, verschiedene Informationsmaterialien zur Erklärung der wahren Umstände herzustellen. Zusammen mit anderen Praktizierenden verteilte ich sie.
Später wurde die Materialproduktionsstätte von der KPCh zerstört. Die zuständige Mitpraktizierende wurde festgenommen und in eine Haftanstalt gesperrt. Ich hatte mehr als zwei Jahre mit ihr zusammengearbeitet. Tag und Nacht hatte sie Materialien hergestellt. Feiertage kannte sie praktisch nicht; selbst während des chinesischen Neujahrs legte sie keine Pause ein. Sie versorgte nicht nur die örtlichen Praktizierenden mit den Materialien, die sie benötigten, sondern auch diejenigen aus der Region. Damals bewunderte ich sie von ganzem Herzen. Als niemand von sich aus die Koordination der Rettungsaktion übernahm, bat ich den Meister, mich die Koordination übernehmen zu lassen. Später unterstützte mich eine Mitpraktizierende dabei. Ich wusste ganz klar, dass ich eine Dafa-Kultivierende war und was ich tun sollte und hatte ein starkes Verantwortungsgefühl für meine Mission.
Denn der Meister sagt:
„Seine Sache ist eben deine Sache […]“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Washington, D.C., 22.07.2002)
Damals war ich gerade nach der Geburt meines Kindes wieder arbeiten gegangen. Bedingt durch die Arbeit und meine Familie hatte ich kaum freie Zeit. Trotzdem stand ich mit dem Anwalt in Kontakt und brachte die Familienangehörigen der Mitpraktizierende dazu, ihre Freilassung zu unterstützen. Denn anfänglich kooperierten sie nicht. Hinzu kam, dass wir Praktizierende unterschiedliche Ansichten hatten und etwas Zeit brauchten, um eine gemeinsame Auffassung zu finden. Ich musste den Anwalt zudem über die mangelnde Sicherheit des Mobiltelefons informieren. Wenn der Anwalt unsere inhaftierte Mitpraktizierende besuchte, sandten wir aufrichtige Gedanken aus und wirkten als ein Körper zusammen. Damals stand ich unter enormem Druck. Bei jedem einzelnen Schritt hatte ich das Gefühl, vor Angst zu zittern. Jedes Mal, wenn die Angst hochkam, rief ich innerlich: „Meister, bitte stärken Sie Ihre Jünger!“
Um aufrichtig denken und handeln zu können, lernte ich jeden Morgen vor der Arbeit einen Abschnitt aus dem Zhuan Falun auswendig und machte alle fünf Übungen. Schließlich gelang es mir, gemeinsam mit den Dafa-Jüngern am morgendlichen weltweiten Üben teilzunehmen. Das morgendliche Üben war nämlich seit Beginn meiner Kultivierung mein größtes Problem gewesen. Ich hatte es bis dahin nie geschafft, diese Hürde zu überwinden. Das bedrückte mich sehr. Schon oft hatte ich mir Mühe gegeben, war jedoch immer wieder gescheitert. Während der Rettungsaktion für die Mitpraktizierende konzentrierte ich mich überhaupt nicht mehr darauf, diese Hürde zu überwinden. Ganz von selbst wachte ich jeden Tag gegen drei Uhr morgens auf. Ich musste nicht wie sonst üblich mit mir ringen und verspürte keinerlei Unwohlsein beim Aufstehen. Auf eine ganz natürliche Weise machte ich alle fünf Übungen hintereinander.
Der Meister beschützt uns in gefährlichen Situationen
Einmal erklärte ich einem jungen Mann die wahren Umstände. Er fragte mich, ob ich Informationsmaterialien dabeihätte. Ich bejahte, holte sie aus meiner Tasche und wollte sie ihm gerade überreichen. Da packte er mich unerwartet an der Hand und drohte: „Mal sehen, wohin du jetzt noch laufen kannst!“
Sofort spürte ich die Angst bis zum Hals. Zum ersten Mal hielt mich jemand gewaltsam fest. Ich geriet in Panik. Er drohte, mich zur Polizeidienststelle zu bringen, und sagte, er sei Soldat und sehr patriotisch. Sein Gesichtsausdruck wirkte „gerecht und streng“. Als ich ihm ins Gesicht schaute, meinte ich, mein früheres Ich zu erblicken. Da verspürte ich Barmherzigkeit für ihn. Ich wollte nicht, dass ein junger Mensch, der genau wie ich damals tief von den Lügen vergiftet war, weiterhin getäuscht wurde. Deshalb erzählte ich ihm, wie sich meine Einstellung gegenüber Falun Dafa um 180 Grad verändert habe. Da es meine eigene Erfahrung war, war ich beim Erzählen unweigerlich bewegt.
Während er mir zuhörte, sah ich, wie der kalte Ausdruck aus seinem Gesicht allmählich verschwand. Als ich ihn überzeugte, ließ er meine Hand los und meinte: „Sie können gehen.“ Dann fragte er mich noch nach meinem Beruf. Er sagte, ich sähe wie eine Lehrerin aus. Ich dachte, dass der Beruf des Lehrers bei den meisten Menschen noch immer Respekt genießt. Leider hatte ich so viel Angst und verpasste dadurch die Gelegenheit, ihm zum Austritt aus den Organisationen der KPCh zu bewegen.
Ein anderes Mal fuhr ich abends mit mehreren Mitpraktizierenden in einen benachbarten Landkreis. Wir wollten Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilen. Wir gingen jeweils zu zweit eine Straße entlang. Da bei den ebenerdigen Häusern auf dem Land die Vorder- und Hintertür jeweils einander gegenüberliegen, verteilte eine das Material an den Vordertüren, die andere an den Hintertüren.
Gerade als ich bei einem Haus fertig war und mich auf den Weg zum nächsten machte, bog ein Polizeiwagen aus einer Gasse auf unsere Straße. Ich erschrak unweigerlich, doch mein Verstand sagte, dass ich unbedingt ruhig bleiben musste. Deshalb ging ich so weiter, als wäre nichts geschehen. Zwei Polizisten stiegen aus. Einer ging in Richtung der Mitpraktizierenden, der andere kam auf mich zu.
Der Polizist, der auf mich zukam, rief: „Stehen bleiben! Ihr wurdet angezeigt! Zeigen Sie Ihren Personalausweis!“ Ich antwortete: „Ich bin nur zu Besuch hier. Wer nimmt schon seinen Personalausweis mit, wenn er jemanden besucht?“ Ich trug eine große Tasche bei mir, in der sich ungefähr hundert Informationsmaterialien befanden. Daher machte ich mir große Sorgen, dass sie meine Tasche durchsuchen würden. Ich wagte gar nicht, daran zu denken, was dann passieren könnte. Mein Herz pochte vor Angst bis zum Hals.
Doch ich zwang mich, ruhig zu bleiben. In Gedanken bat ich den Meister: „Meister, bitte retten Sie mich! Meister, bitte retten Sie mich! Lösen Sie meine Angst auf. Die Angst bin nicht ich!“
Da kam mir plötzlich ein Satz aus dem Fa in den Sinn:
„Unter keinen Umständen dürft ihr euch auf die Forderungen oder Befehle des Bösen einlassen oder auf Dinge, die es anstiftet.“ (Die aufrichtigen Gedanken der Dafa-Jünger sind mächtig, 24.04.2001, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)
Ich unterdrückte das Zittern in meiner Stimme und sagte mit fester Stimme: „Ich sage Ihnen, fassen Sie mich nicht an. Wenn Sie es wagen, auch nur einen Finger an mich zu legen, werde ich Sie anzeigen! Sie sagen, Sie seien Polizist. Zeigen Sie mir Ihren Dienstausweis.“ Als der Polizist hörte, dass ich seinen Ausweis sehen wollte, wurde er sofort kleinlaut. Seine Haltung veränderte sich vollständig. Es stellte sich heraus, dass er Hilfspolizist war. Damals wusste ich noch nicht, dass ein Hilfspolizist über keinen Polizeidienstausweis und keine polizeilichen Befugnisse verfügt. Als ich ihn aufforderte, seinen Dienstausweis zu zeigen, wurde seine Haltung sofort entgegenkommender.
Der andere Hilfspolizist, der zu meiner Mitpraktizierenden gegangen war, kam ebenfalls herüber und stellte mir dieselbe Frage. Auch ihn forderte ich auf, seinen Dienstausweis vorzuzeigen, und auch er wurde sofort viel freundlicher. Nachdem sie einige Worte miteinander gewechselt hatten, sagten sie zu mir: „Sie können gehen.“ Ich dachte zunächst, ich hätte mich verhört. Schon so schnell sollte ich gehen dürfen? Ich konnte es kaum glauben. Nach einem kurzen Moment drehte ich mich um und ging schnell zur Kreuzung.
Als ich am Polizeiauto vorbeikam, sah ich, dass die Mitpraktizierende, die mit mir unterwegs gewesen war, in dem Wagen saß. Ich erschrak und dachte: „Warum kooperierst du mit ihnen?“ Ich stand noch völlig verblüfft beim Auto, als der Polizist von hinten rief: „Warten Sie!“ Er zeigte auf die Mitpraktizierende im Wagen und fragte: „Kennen Sie diese Person?“ Meine Gefühle hatten sich noch nicht beruhigt und nun wurde ich mit dieser Frage konfrontiert! Ich hatte Angst und empfand die Situation als äußerst schwierig. Wenn ich zugab, sie zu kennen, wäre dann nicht alles, was ich zuvor erreicht hatte, umsonst gewesen? Ohne nachzudenken, sagte ich: „Ich kenne sie nicht.“ Daraufhin ließ mich der Polizist gehen. Doch in dem Moment, als ich den ersten Schritt machte, fühlte ich mich furchtbar und machte mir Vorwürfe. „Warum konnte ich nicht offen und aufrichtig die Wahrheit sagen? So ging ich mit einer Lüge, die meinem eigenen Schutz diente, von meiner Mitpraktizierenden weg. Bis heute empfinde ich große Schuldgefühle gegenüber meiner Mitpraktizierenden und gegenüber dem Meister. Ich hatte es nicht geschafft, mein Ego vollständig loszulassen und alles ruhig und offen zu behandeln.
Den ursprünglichen Wunsch zur Kultivierung wiederfinden und dem Meister folgen
In den ersten drei Jahren meiner Kultivierung trafen mich mehrere schwere Schläge. Die Rettungsaktion für eine Mitpraktizierende verlief erfolglos und meine Schwiegereltern und meine Mutter verstarben unerwartet. Lange Zeit konnte ich den plötzlichen Tod meiner Mutter nicht überwinden.
Gegenüber meiner Mutter fühlte ich mich schuldig und empfand viel Reue. Ich bedauerte am meisten, dass ich ihr nicht wirklich geholfen hatte, diese Prüfung zu überwinden. In dieser Zeit hätte sie meine Hilfe am dringendsten benötigt. Sie zu verlieren, war für mich, wie eine Weggefährtin zu verlieren. Seite an Seite hatten wir uns für Dafa eingesetzt. Es tat mir wirklich sehr weh. Wir hatten bei den Projekten zur Menschenerrettung sehr harmonisch zusammengearbeitet. Erst lange Zeit später konnte ich die emotionale Bindung an meine Mutter loslassen.
Nachdem ich eine eigene Familie gegründet hatte, richtete ich erneut eine kleine Materialproduktionsstätte ein. Mit Hilfe und Unterstützung eines technisch versierten Mitpraktizierenden konnte ich meinen Kultivierungsweg weiterhin stabil gehen. Mit dem Fortschreiten der Fa-Berichtigung ging ich außerdem mit den Mitpraktizierenden auf die umliegenden Märkte. Dort erklärten wir den Menschen persönlich die wahren Umstände und verteilten Informationsmaterialien.
Es schien, als würde ich die drei Dinge tun, zu denen uns der Meister auffordert. Dennoch konnte ich den ursprünglichen Zustand meiner Kultivierung nicht wiederfinden.
Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, meine ich, ständig nur Aufgaben erledigt zu haben. Die Grundlage meiner persönlichen Kultivierung empfand ich als sehr schwach. Die Bestätigung des Fa und die Errettung der Menschen waren deshalb nicht so wirkungsvoll, wie sie hätte sein können. Besonders schlecht bewältigte ich die familiären Prüfungen. Gegenüber meinem Mann, der ebenfalls praktiziert, nahm ich oft eine überhebliche Haltung ein und sah auf ihn herab. Ich fand, dass er sich nicht genug anstrengte und sich nicht fleißig genug kultivierte. Ich kritisierte ihn ständig und beschwerte mich dazu noch. Ich maß ihn mit meinen eigenen Maßstäben und zwang ihm meine Vorstellungen auf. Lange Zeit hielt ich an seinem Kultivierungszustand fest.
Die Parteikultur zeigte sich ganz deutlich: Yin und Yang waren verdreht; ich war aggressiv und beharrte auf meinem Recht, ohne im Geringsten nachsichtig zu sein. Bei Problemen schaute ich meistens im Außen und konnte die Prüfungen deshalb nicht bestehen. Danach bereute ich mein Verhalten, blieb aber in meiner Kultivierung stecken. So schwankte mein Kultivierungszustand ständig.
Je intensiver ich das Fa lernte, desto mehr erkannte ich, dass ich bereits zu Beginn meiner Kultivierung mit einem starken Streben nach Äußerlichkeiten das Fa gelernt hatte. Durch den Austausch mit Mitpraktizierenden erkannte ich, wie gut andere es machten. Auch ich wollte diesen guten Zustand erreichen oder strebte sogar danach, fleißig voranzukommen, allerdings nach einem von mir selbst definierten Zustand. Doch darin steckte nicht nur Streben, sondern auch Konkurrenzdenken und Neid. Ich hatte völlig vergessen, dass jeder Praktizierende seinen eigenen Kultivierungsweg hat und dass es weder Verhaltensmuster noch Vorbilder gibt.
Ich meinte, das Fa spät erhalten zu haben, und hielt an der Zeit fest, und zwar seit Beginn meiner Kultivierung. Ständig machte ich mir Sorgen: Was soll ich tun, wenn ich es nicht gut mache? Was soll ich tun, wenn ich meine Mission nicht erfüllen kann? So trug ich eine schwere seelische Last mit mir. Erst nach vielen Jahren der Kultivierung erkannte ich, dass genau diese Last ein starkes Hindernis für meine Erhöhung darstellte.
Nun möchte ich alle Lasten loslassen und mit Leichtigkeit auf meinem Weg voranschreiten. In dieser letzten und entscheidenden Zeit möchte ich den ursprünglichen Zustand meiner Kultivierung wiederfinden!
Danke, Meister! Danke, Dafa! Worte können nicht ausdrücken, wie dankbar ich dem verehrten Meister bin!
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