(Minghui.org) Ein 51-jähriger Mann in der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, starb Ende August 2026, nachdem er jahrelange Verfolgung ertragen musste, weil er an seinem Glauben an Falun Gong festhielt.

Tian Jinxin

Tian Jinxin war einst ein problematischer junger Mann, der für Rauchen, Trinken, Glücksspiel und Schlägereien in Gang-Milieus bekannt war. Nachdem er 1995 mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen hatte, wandelte er sich grundlegend zu einem völlig anderen Menschen. Seine Mutter sagte voller Dankbarkeit zu ihm: „Ich habe es nicht geschafft, dich gut zu erziehen, aber Falun Gong hat dich vollkommen verändert. Dein Meister ist großartig.“

Als die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Gong einleitete, hielt Tian Jinxin unbeirrt an seinem Glauben fest. In den folgenden mehr als zwei Jahrzehnten wurde er wiederholt festgenommen und verbüßte zwei Haftstrafen (August 2000 bis August 2004 sowie Mai 2014 bis Mai 2018). Einzelheiten zu seiner früheren Verfolgung sind in den entsprechenden unten verlinkten Berichten nachzulesen.

Zusätzliche Informationen zur zweiten Haftstrafe sowie zu den Schikanen, denen er ausgesetzt war.

Nach seiner Festnahme am 17. Mai 2014 musste sich Tian am 16. April 2015 vor dem Bezirksgericht Shenhe verantworten. Er gab zu Protokoll, dass die Polizei ihn durch Folter zu „Geständnissen“ gezwungen habe. Der Staatsanwalt Liu Zheng tat diese Aussage ab und fragte: „Ihre Festnahme liegt nun fast ein Jahr zurück. Haben Sie irgendwelche sichtbaren Verletzungen, die Sie uns zeigen könnten?“

Tians Anwalt argumentierte, dass die von der Polizei vorgelegten Beweismittel im Prozess nicht verwertbar seien, und forderte Freispruch. Dennoch verurteilte der Richter Tian im Juli 2015 zu vier Jahren Haft.

Tians Familie legte in seinem Namen beim Mittleren Volksgericht der Stadt Shenyang Berufung ein. Richter Cao Shijun verweigerte dem Verteidiger Einsicht in die Prozessakten und bestätigte – vermutlich um den 3. November 2015 herum – das ursprüngliche Urteil, ohne den Anwalt darüber zu informieren.

Tian wurde am 23. März 2016 in das Gefängnis Pingluo aufgenommen. Seine Familie erfuhr erst bei einem Besuch im Untersuchungsgefängnis der Stadt Shenyang am 6. April 2016 von seiner Verlegung, als ihnen mitgeteilt wurde, dass er sich nicht mehr dort befinde. Sie eilten daraufhin zum Gefängnis Pingluo und erfuhren, dass er in der Abteilung für neu aufgenommene Häftlinge untergebracht war. Besuche wurden ihnen jedoch verweigert, da er „unter strenger Aufsicht“ stand.

Nach seiner Freilassung im Mai 2018 war Tian ständiger Schikane durch die Polizei ausgesetzt. Am 19. April 2021 durchsuchten Beamte der Eisenbahnpolizei der Stadt Harbin seine Wohnung und beschlagnahmten seinen Computer sowie sein Mobiltelefon. Sie hielten ihn 15 Tage lang an einem unbekannten Ort fest, bevor sie ihn wieder freiließen.

In der zweiten Jahreshälfte 2024 wurde Tian mehrfach von Beamten der Polizeistation der Tongtian-Straße telefonisch schikaniert. Die Polizei erklärte, es gehöre zu ihren Aufgaben, bei ihm nachzuprüfen, ob er weiterhin Falun Gong praktiziere. Die unerbitterliche Verfolgung forderte schließlich Ende August 2026 das Leben von Tian.

Tian hinterlässt seine Ehefrau und seinen Sohn. Sein Sohn kam im Jahr 2000 am chinesischen Neujahrstag (dem 5. Februar) zur Welt. Tian befand sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund seines Glaubens in Haft und konnte sein neugeborenes Kind erst sechs Wochen später kennenlernen – nachdem seine Familie gezwungen worden war, 17.500 Yuan (etwa 2.329 Euro) für seine Freilassung zu zahlen.

Frühere Berichte:

Junger Mann findet Hoffnung in Falun Gong - das kommunistische Regime foltert ihn aufgrund seines Glaubens (Foto)

Stadt Shenyang: Praktizierende verhaftet, weil sie Rechtsanwälte engagierten (Foto)

Details über die Verhaftung von drei Falun Gong-Praktizierenden

Shenyang Police Arrest Three Harbin Practitioners, Lawyers and Families Repeatedly Denied Visitation