(Minghui.org) Seit 11 Jahren rufe ich über die RTC-Plattform in China an, um mit den Chinesen über die Verfolgung zu sprechen. In dieser Zeit sind mir am Telefon die unterschiedlichsten Menschen begegnet. Manche haben mich beschimpft, andere haben mich nach Geld gefragt oder einfach nur herumgealbert, während einige wirklich dankbar waren oder sich mitfühlend zeigten. Da unser aller Zeit begrenzt ist, will ich an dieser Stelle nur auf einige, besonders bemerkenswerte Gespräche, die ich über die RTC-Plattform führte, näher eingehen.

Früher spielte ich vorbereitete Aufnahmen über den von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) staatlich organisierten Organraub ab. Die Anrufe galten insbesondere Ärzten und Krankenpflegern im Gesundheitswesen, die in den Organraub an lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden verwickelt waren. Hörte sich jemand die Aufnahme länger als drei Minuten an, klinkte ich mich ein und bot ein persönliches Gespräch an. Später wechselte ich zu der RTC-Plattform, die sich überwiegend an Mitarbeiter der Polizeibehörden, der Staatsanwaltschaften, der Gerichte und des Büro 610 richtet, um diesen die Hintergründe der Verfolgung nahezubringen und sie zum Austritt aus der KPCh und ihrer Jugendorganisationen zu ermutigen.

Bei den ersten Anrufen war ich sehr nervös. Während ich die Nummern anwählte, bekam ich feuchte Hände und mein Puls beschleunigte sich. Ich war mir unschlüssig, wie ich das Gespräch beginnen sollte. Als ich noch in China lebte, war ich verhaftet worden und hatte mit den Polizisten direkt über die Verfolgung gesprochen, wobei mir nie die Worte ausgegangen waren. Aber so am Telefon hatte ich noch nie die wahren Umstände erklärt. Was ich besonders herausfordernd fand, war, eine friedliche und rationale Haltung zu bewahren, wenn ich während eines Telefonats beschimpft wurde. In solchen Situationen wurde ich von negativen Emotionen, wie Wut und Groll oder dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, übermannt. Mein Kopf war wie leergefegt und ich wusste nicht, wie ich das Gespräch fortsetzen sollte.

Mehrfach las ich die folgende Passage aus dem Artikel des Meisters „Das wesentliche Ziel der Erklärung der wahren Umstände“:

„Mit anderen Worten, egal wie bösartig die Verfolgung ist, die Dafa-Jünger gehen inmitten der bösartigen Prüfungen auf die Vollendung zu, während sich die Menschen, denen die Lügen der bösartigen Partei eingetrichtert worden sind, wirklich in Gefahr befinden. Die Kommunistische Partei ist entstanden, um die Menschen zu veranlassen, Buddhas und Gottheiten zu hassen; um das Gedankengut des Atheismus zu verbreiten und um den Menschen die Kampfphilosophie überzustülpen. Das wahre Ziel der KP Chinas ist, die Menschheit zu vernichten. Und das ist der Grund, warum Dafa-Jünger die wahren Umstände erklären sollen. Das Ziel ist, die bösartigen Lügen aufzulösen, die Menschen das wahre Gesicht der Kommunistischen Partei erkennen zu lassen, die Sünden der Menschen gegen Gottheiten und Buddhas zu bereinigen und dadurch die Menschen auf der Welt zu erretten.“ (06.02.2012)

Nach und nach gewann ich an innerer Ruhe und fand einen Weg, wie ich damit umgehen konnte. Sobald ich Telefonnummern erhielt, bei denen es um eine direkte Beteiligung an der Verfolgung ging, war ich nicht mehr darauf aus, sofort anzurufen. Stattdessen suchte ich erst im Internet, ob es Nachrichten zu der betroffenen Einrichtung oder Institution, die Praktizierende verfolgte, gab. Ich sammelte Beispiele von Bediensteten dieser Einrichtung, denen entweder für ihre Beteiligung an der Verfolgung karmische Vergeltung begegnet war oder die, dafür dass sie Praktizierende schützten, Segnungen im Leben erfahren hatten. Dann erzählte ich den Menschen, die ich anrief, von den konkreten Beispielen aus ihrem Umfeld, wie Gutes mit Gutem und Böses mit Bösem vergolten wird.

So erzählte ich in Anrufen bei einem Gericht, der Staatsanwaltschaft und weiteren Behörden in Shenyang von E Anfu, einem Richter aus dem hiesigen Stadtbezirk Shenbei. Dieser hatte 2001 gegen fünf Praktizierende in Schauprozessen Fehlurteile gesprochen und sie zu Haftstrafen von drei bis acht Jahren verurteilt. Zehn Jahre später ist er an einer Hirnblutung gestorben. Kurz vor seinem Tod flehte er seine Angehörigen an: „Geht und findet mir jemanden, der Falun Dafa praktiziert!“ Außerdem hatte er seine Reue über seine schlechten Taten geäußert.

Ein weiteres Beispiel, das ich ihnen nannte, handelt von einem Mann namens Han Guangsheng, der Präsident der Justizbehörde Shenyang war. Angesichts der willkürlichen Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh war er völlig verzweifelt und sorgte dafür, dass mehr als 100 Falun-Dafa-Praktizierende freigelassen wurden. Später suchte er in Kanada Asyl, wobei Praktizierende im Ausland die Angaben in seinem Asylantrag bestätigten. Als ich später erneut anrief, sagte mir die Person am anderen Ende der Leitung, dass sie über all das besser als ich im Bilde sei und auch wisse, was zu tun sei.

Ich erinnere mich auch an zwei Gespräche mit einem Abteilungsleiter in einem Arbeitslager in der Provinz Liaoning. Bei dem ersten Anruf sagte ich: „Hallo! Sollten bei Ihnen Falun-Dafa-Praktizierende festgehalten werden, hoffe ich, dass Sie sie gut behandeln.“ Ich erzählte ihm viel über Falun Dafa und er hörte einfach nur zu, ohne etwas zu sagen. Schließlich beendete ich den Anruf mit den Worten: „Ich hoffe, dass Sie Ihrer Familie das weitergeben können, was ich Ihnen heute gesagt habe, damit Ihre Angehörigen auch nachvollziehen können, wie bösartig die Kommunistische Partei ist. Ich werde Sie zum Chinesischen Neujahrsfest erneut anrufen, um von Ihnen zu hören. Ich hoffe, dass Sie und Ihre Familie aus dieser verbrecherischen Kommunistischen Partei und ihren Jugendorganisationen austreten. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen dabei behilflich sein.“

An Neujahr löste ich mein Versprechen ein und rief den Abteilungsleiter ein zweites Mal an. Er wusste sofort, dass ich es war, und sagte schnell: „Meine ganze Familie ist inzwischen aus der Partei ausgetreten!“ Ich war sehr glücklich und konnte spüren, dass auch er sich von Herzen freute. Die Mission, ihm die Tatsachen über die Verfolgung nahe zu bringen und sein Gewissen zu erwecken, war erfolgreich. „Da Sie alle schon ausgetreten sind“, fuhr ich fort, „werde ich Ihnen ein Lied vorspielen, das ‚Sehnsucht nach der alten Heimat‘ heißt und von Falun-Dafa-Praktizierenden komponiert wurde. Damit wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein Frohes Neues Jahr!“ Der Abteilungsleiter meinte: „Ja gut, aber mein Handy hat fast keinen Strom mehr. Sie können es abspielen, ich werde so lange zuhören, wie es geht.“ Mit Hilfe des Meisters konnte der Abteilungsleiter das Lied ganz zu Ende hören, wobei er zwischendurch immer wieder sagte: „Es ist wunderschön, tausend Dank! Passen Sie auf sich auf!“

Ein andermal, es muss der 13. Februar 2024 gewesen sein, tätigte ich Anrufe für das Projekt in der Provinz Jilin und sprach mit einem Polizeibeamten der Kriminalabteilung einer Stadt. Es dauerte keine zwei Minuten, bis er unter seinem richtigen Namen seinen Parteiaustritt erklärte. Nachdem er abgehoben hatte, sprach ich zuerst über die Situation in China und im Ausland; fuhr dann fort, über die bösartige Natur der KPCh zu reden und dass gute Taten vom Leben belohnt und schlechte Taten bestraft werden; erklärte die von der Partei inszenierte Selbstverbrennung und die 1400 gefälschten Todesfälle; sprach über die weltweite Verbreitung von Falun Dafa; den von der Partei staatlich betriebenen Organraub und die Bewegung zum Parteiaustritt aus der KPCh. Er sagte, dass er das alles wisse. Ich fragte ihn: „Wollen Sie aus der Partei austreten?“ Er stimmte zu. Ich fragte, ob seine Familie ebenfalls austreten wolle und er erklärte: „Sie sind bereits alle ausgetreten, nur ich hatte bislang noch nicht die Chance dazu. Jetzt habe ich das nachgeholt.“ Ich meinte, dass ich seinen richtigen Namen für seinen Austritt verwenden würde und er stimmte erneut zu. Ich fuhr fort: „Ich gratuliere zu Ihrer Entscheidung, die Ihnen himmlischen Segen und eine gute Zukunft bringen wird!“

In beiden Fällen hatte die ganze Familie ihren Austritt aus der KPCh und deren Jugendorganisationen erklärt, nachdem sie die wahren Umstände verstanden hatten. Tatsächlich waren die Wegbereiter dieses Ergebnisses die wiederholten Anrufe und Bemühungen meiner Mitpraktizierenden gewesen, die bereits zuvor mit Ihnen gesprochen hatten.

Das waren die guten Begegnungen. Ich sprach auch mit Menschen, die von der Partei einer solchen Gehirnwäsche unterzogen wurden, dass sie weder für andere Sichtweisen noch für Fakten erreichbar waren. Da war beispielsweise ein Mitglied des Parteikomitees an einem Gericht im Kreis Juxian der Stadt Rizhao in der Provinz Shandong. Ich sprach elf Minuten mit ihm, aber er wollte einfach nur der Partei bis zum bitteren Ende Folge leisten und nichts anderes glauben oder hören. Er tat mir wirklich leid und ich hoffe sehr, dass bei einer nächsten Begegnung ein anderer Praktizierender vielleicht einen Weg findet, sein Herz zu erreichen und ihm hilft, sich dafür zu entscheiden, das Richtige zu tun.

Es gab auch Menschen, die mir alles Gute, insbesondere Gesundheit, wünschten, wie ein Polizeibeamter der Staatssicherheit in der Stadt Yiyang der Provinz Hunan. Ich telefonierte mit ihm 17 Minuten und er hörte die ganze Zeit lang zu. Ich las ihm den vollständigen Artikel des Meisters „Warum gibt es die Menschheit?“ vor und wollte wissen, ob er Fragen habe. Er fing an, sich mit mir zu unterhalten und fragte, von wo ich anrufe und ob ich Chinesin sei. Ich brachte wiederholt meine Hoffnung zum Ausdruck, dass er eine helfende Hand zur Rettung eines Falun-Dafa-Praktizierenden namens Herrn Xiao sein und diesem mit Weisheit helfen könne, worauf er erwiderte: „Vielen Dank für den Hinweis. Bleiben Sie gesund.“ Dann legte er auf. Auch wenn er am Telefon nichts konkretes sagte, glaube ich, dass ihm nach dem Gespräch klar war, wie er handeln sollte.

Im Laufe der Jahre, in denen ich mit Menschen in China telefonierte, hat sich meine Xinxing beständig erhöht. Insbesondere wenn ich sehe, wie die Menschen die Hintergründe der Verfolgung begreifen und errettet werden, verfliegt alle Mühe und Anstrengung wie Rauch. An dieser Stelle will ich ganz besonders dem Meister danken, dass er mir die Möglichkeit und die Weisheit gegeben hat, Menschen mit Schicksalsverbindung zu erretten! Ich bin auch den Praktizierenden dankbar, die mir in kürzester Zeit die Technik erklärten, sodass ich selbst etwaige Störungen bei den Anrufen beheben und den Menschen reibungslos die Nachricht und den Ratschlag, aus der KPCh auszutreten, übermitteln kann.

Das Obige sind meine bisherigen Erkenntnisse. Wenn etwas nicht dem Fa entspricht, weist mich bitte darauf hin.