(Minghui.org) Im Herbst 2014 fuhren eine andere Praktizierende und ich mit dem Motorrad in eine entlegene Gegend, um 600 Flyer über Falun Dafa und die Verfolgung zu verteilen. Auf halber Strecke roch es plötzlich nach Benzin und der Geruch wurde immer stärker. Meine Begleiterin sagte: „Vielleicht ist der Tank undicht.“ Deshalb beschlossen wir, die Flyer bei einer anderen Praktizierenden in der Gegend zu lassen.
Auf dem Rückweg rief meine Begleiterin dann: „Der Benzingeruch ist weg! Ich rieche gar nichts mehr!“ Ich fragte, ob wir umkehren und die Informationsmaterialien doch noch verteilen sollten. Sie hatte an diesem Nachmittag offenbar einen Konflikt mit ihrer Familie gehabt und war nicht in guter Verfassung. Und so beschlossen wir, die Aufgabe ein paar Tage später zu erledigen.
Ich dachte mir: „Die Bauern werden bald mit der Herbsternte beschäftigt sein. Wir müssen die Informationsmaterialien vor Beginn der Ernte verteilen, damit mehr Menschen die Gelegenheit haben, sie zu lesen.“ Am nächsten Tag sendete ich mittags aufrichtige Gedanken aus. Danach machte ich mich allein mit dem Fahrrad auf den Weg.
Eine beängstigende Fahrt und eine sichere Landung
Der Weg war weit und führte größtenteils bergauf. Außerdem war es äußerst heiß. Deshalb erreichte ich das Haus der Praktizierenden, bei der wir die Informationsmaterialien gelassen hatten, erst um 16:30 Uhr. Damit wir die Materialien leichter verteilen konnten, teilte ich sie je nach Zahl der Haushalte in jedem Dorf in unterschiedlich große Bündel auf. Die Bündel versteckte ich an den Dorfeingängen.
Nachdem ich alles verteilt hatte, kehrte ich zum Haus der Praktizierenden zurück, um das letzte Bündel zu holen. Es war bereits 2:30 Uhr morgens. Sie sagte zu mir: „In die Dörfer hier in der Nähe kommt man nur sehr schwer. Jeder Haushalt lässt seine Hunde frei herumlaufen. Sobald jemand ins Dorf kommt, jagen ihn die Hunde und versuchen ihn zu beißen. So kann man unmöglich etwas verteilen. Du kannst es versuchen, aber nimm einen anderen Weg und geh von dort ins Dorf. Die Informationsmaterialien verteilst du dann, wenn du das Dorf verlässt.“
Ich folgte ihrer Beschreibung. Der Weg führte bergauf und schon bald hatte ich Blasen an den Füßen. Ich konnte sie kaum noch belasten. Doch solange ich noch fahren konnte, stieg ich nicht ab.
Ich war noch nie in dieser Gegend gewesen und kannte die Straßenverhältnisse nicht. Während ich weiterfuhr, ging es plötzlich bergab – und die Bremsen funktionierten nicht. Das Fahrrad wurde immer schneller und ich konnte nichts tun, um es anzuhalten. Auf beiden Seiten lagen Äste und Laub auf dem Weg, sodass ich nicht weit nach vorne sehen konnte.
Je weiter es bergab ging, desto steiler und unebener wurde der Weg. Das Fahrrad raste den Hang hinunter und hob manchmal sogar vom Boden ab. Ich umklammerte den Lenker, so fest ich konnte. Die Bremshebel hatten sich um volle 180 Grad gedreht, doch sie waren nutzlos. Ich konnte nur noch denken: „Wie kann ich anhalten? Unter welchen Umständen werde ich anhalten können? Was passiert mit meinem ungeschützten Kopf? Was passiert mit meinem Körper?“ Weiter wagte ich nicht zu denken. Ich überließ alles dem Meister und machte mir keine Sorgen mehr.
Als ich fast am Fuß des Berges war, standen keine Bäume mehr am Weg und ich konnte endlich alles um mich herum sehen. Der Hang war äußerst steil. Plötzlich flog mein Fahrrad hoch in die Luft. Genau in diesem Moment hörte ich die Stimme des Meisters: „Lenk ein wenig nach rechts.“ Noch in der Luft lenkte ich nach rechts. Es war wie eine Zeitlupenszene in einem Film. Ich sah, wie das Fahrrad herunterkam, wieder hochsprang und dann im Gras neben dem Weg landete. Es rutschte ein kleines Stück weiter und kippte um.
Ich lag auf der Straße, setzte mich aber schnell auf und untersuchte mich von Kopf bis Fuß. Die einzige Verletzung war eine kleine Schürfwunde am linken Knie. Sonst spürte ich nirgends etwas. Es war, als wäre überhaupt nichts geschehen. Nicht einmal mein Bein tat weh. Ich war tief bewegt und sagte in Innern: „Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, Meister!“
Als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass es in der Gegend zwei Straßen gab. Ich war auf dem Weg gestürzt, der das westliche Ende der ersten Straße mit der zweiten Straße verbindet. Am westlichen Ende der zweiten Straße parkte ein großer Lastwagen, dessen Heck nach Westen zeigte. Hätte mir der Meister nicht gesagt, nach rechts zu lenken, wäre ich in das Heck dieses Lastwagens gerast. Was dann mit mir geschehen wäre, kann man sich leicht vorstellen.
Ich war dem Meister zutiefst dankbar, dass er mir das Leben gerettet hatte. Ich kann meine Dankbarkeit nicht in Worte kleiden. Mir liefen Tränen über das Gesicht, doch ich hatte nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Ich untersuchte das Fahrrad und stellte fest, dass es völlig in Ordnung war. Ich nahm das letzte Bündel Informationsmaterialien und fuhr zur zweiten Straße, um sie zu verteilen. Danach fuhr ich zurück zur ersten Straße. Ich hatte nur noch zwei Haushalte vor mir, als jemand sein Tor öffnete und an den Straßenrand trat.
Auf dem Heimweg dachte ich darüber nach, dass nichts ohne Grund geschieht. Hätten die Bremsen nicht versagt, hätte ich viel länger bis zum Dorf gebraucht. Bis dahin wären die Bewohner der beiden Straßen vielleicht schon aus dem Haus gegangen. Auf dem Land stehen die Menschen meist früh auf, um mehr Arbeit zu schaffen. Dann hätte ich vielleicht nicht so viele Informationsmaterialien verteilen können.
Sicher unterwegs in einem abgelegenen Berggebiet
Einmal fuhr ich mit meinem E-Bike in ein abgelegenes Berggebiet, um Informationsmaterialien zu verteilen. Weil der Weg so weit war, ließ ich das E-Bike zum Aufladen bei einem Praktizierenden. Mit dessen Fahrrad fuhr ich weiter, um die Informationsmaterialien zu verteilen.
Ich überquerte mehrere Berge und kam auf einem von ihnen an einem Friedhof vorbei. Es war gerade dunkel geworden, doch ich fuhr weiter den Hang hinunter und war bald unten. Als ich mit dem Verteilen fertig war und wieder denselben Berg hinaufkam, war es fast Mitternacht.
Bergab war es leicht gewesen, doch bergauf war es etwas ganz anderes. Ich schob das Fahrrad Schritt für Schritt langsam nach oben. Nach einem langen Anstieg erreichte ich endlich den Gipfel in der Nähe des Friedhofs. In diesem Moment fiel mir ein Bekannter ein, der vor Kurzem gestorben und auf diesem Friedhof begraben worden war. Ich bekam Angst. Genau da hörte ich die Stimme des Meisters neben mir: „Hab keine Angst. Der Meister ist da.“ Meine Angst verschwand sofort.
Nachdem ich am Friedhof vorbei war, kam ein starker Gegenwind auf. Als ich auf dem Bergkamm weiter nach Norden fuhr, sah ich nicht weit entfernt einen Waldbrand. Der Berghang leuchtete rot und stand in Flammen. Ich hörte, wie Feuerwehrautos aus verschiedenen Richtungen zum Brand eilten. Plötzlich bekam ich heftige Bauchschmerzen. Ich konnte weder Fahrrad fahren noch gehen. Ich dachte: „Auf diesem Bergkamm kann ich nicht weiter.“ Deshalb kehrte ich um und nahm einen anderen Weg den Berg hinunter. Sobald ich nicht mehr gegen den starken Wind ankämpfen musste, hörten die Bauchschmerzen auf.
Mir wurde klar, dass der Meister mich mit den Bauchschmerzen auf dem Bergkamm davon abhalten wollte, weiter nach Norden zu fahren. In dieser Richtung brannte es und es wäre gefährlich gewesen, mitten in der Nacht allein dort zu sein. Der Meister leitete mich an, stattdessen den Weg hinunter zum Fuß des Berges zu nehmen.
Auf dem Heimweg blickte ich zum Sternenhimmel hinauf. Der Meister war hoch oben, gab mir ständig Hinweise und beschützte mich. Ich war zutiefst dankbar. Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, Meister!
Der Meister arrangierte, dass ich ein neues E-Bike bekam
Ein anderes Mal fuhr ich wieder weit in ein abgelegenes Berggebiet, um Informationsmaterialien zu verteilen. Als ich ankam, war der Akku meines E-Bikes fast leer. Mir blieb nichts anderes übrig, als es zum Aufladen zu einem Praktizierenden in der Nähe zu schieben. Ich wartete aber nicht, bis der Akku voll war. Sobald es dunkel wurde, wollte ich unbedingt los und Informationsmaterialien verteilen.
Nachdem ich die Informationsmaterialien verteilt hatte, war ich auf dem Rückweg auf einem dunklen Straßenabschnitt unterwegs, als das E-Bike gegen eine Bodendelle prallte und in die Luft geschleudert wurde. Ich stürzte hart auf die Straße.
In diesem Augenblick nahm ich drei Dinge deutlich wahr. Erstens spürte ich, wie meine linke Wange über den Boden schrammte. Zweitens schlugen meine Knie auf den Asphalt, wobei mein linkes Bein den Großteil des Aufpralls abbekam. Drittens hatte ich das Gefühl, dass überall Teile herumflogen. Ich setzte mich auf den Boden und tastete mein Gesicht ab. Es blutete nicht, die Haut war unverletzt und es tat nicht weh. Dann untersuchte ich Arme und Beine. Alles war in Ordnung.
Ich fragte mich, was da herumgeflogen war. Ich tastete den Boden ab und merkte, dass alles aus dem Staufach des E-Bikes herausgeschleudert worden war. Sogar das Ladegerät und die Steckdosenleiste waren abgebrochen.
Ich ging hin und hob das E-Bike auf. Die Verkleidung war zertrümmert und überall hingen Kabel heraus. Es sprang nicht mehr an, und so musste ich es nach Hause schieben. Mein linkes Bein tat weh, deshalb ging ich langsam. Doch je weiter ich ging, desto weniger tat es weh. Nach kurzer Zeit fühlte es sich wieder normal an. Es tat überhaupt nicht mehr weh!
Als es hell wurde, sah ich mir meine Kleidung an. Sie war weder schmutzig noch zerrissen. Sogar die Knie meiner Hose sahen so sauber aus wie vorher. Es war wirklich ein Wunder! Ich wusste, dass an genau dieser Stelle früher jemand einen schweren Motorradunfall gehabt und sich die Rippen gebrochen hatte. Während ich mein beschädigtes E-Bike die Straße entlang schob, sagte ich im Stillen immer wieder: „Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, Meister!“
Kurz nach 8:00 Uhr morgens erreichte ich eine Fahrradwerkstatt. Ausgerechnet dort stand ein gebrauchtes E-Bike in sehr gutem Zustand zum Verkauf.
Der Werkstattbesitzer sah mich an und sagte: „Dieses E-Bike passt genau zu Ihnen.“ Also gab ich mein altes in Zahlung und zahlte ihm noch 400 Yuan (ca. 52 Euro) dazu.
Glücklich fuhr ich mit meinem neuen E-Bike nach Hause und dachte, dass der Meister all das arrangiert haben musste. Ich hatte genau das bekommen, was ich brauchte. Dafür hatte ich nur sehr wenig Geld ausgegeben.
Über die Jahre habe ich oft darüber nachgedacht, wie der Meister mich angeleitet und beschützt hat, wann immer ich in Schwierigkeiten oder Gefahr geriet. So lange habe ich nie die richtigen Worte gefunden, um ihm meine Dankbarkeit auszudrücken. Ich kann nur Tränen der Dankbarkeit fließen lassen und sagen: „Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, Meister!“
Ich muss die Zeit gut nutzen, die der Meister unter großem Leid und mit großen Opfern für uns verlängert hat. Ich werde jeden Moment wertschätzen, mich gut kultivieren und helfen, mehr Lebewesen zu erretten. Ich darf den Meister nicht enttäuschen.
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