(Minghui.org) Eine Frau aus dem Kreis Fenxi, Provinz Shanxi, wurde angeklagt, weil sie Falun Dafa praktiziert.

Die etwa 55-jährige Wang Xiumin wurde am 19. August 2026 in Taiyuan (der Hauptstadt von Shanxi) festgenommen, als sie sich für die Freilassung einer Falun-Dafa-Praktizierenden einsetzte. Die Beamten des Polizeireviers Xinghualing brachten Wang in die vierte Frauenhaftanstalt der Stadt Taiyuan. Mitte September 2026 wurde ihr Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Wangs Mutter, Li Hai’e, war von der Verhaftung ihrer Tochter zutiefst erschüttert und starb am 14. Oktober 2026. Wang Haiyou, der Mann der rund 80-Jährigen, war bereits im Jahr 2011 verstorben. Das Paar war über viele Jahre hinweg mehrfach wegen seines Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden.

Angefangen, Falun Dafa zu praktizieren

Mit etwa 17 Jahren hatte Wang Xiumin große gesundheitliche Probleme. Häufig hatte sie Kopf- und Bauchschmerzen und eine schwere Nasennebenhöhlenentzündung erschwerte ihr das Atmen. Da sie zudem Gelbsucht hatte, wurde ihre Haut sowie das Weiße in ihren Augen gelb. Sie hatte keinen Appetit mehr und litt unter Verstopfung. Sie war so schwach, dass sie zum Sprechen all ihre Kraft aufwenden musste.

Wangs Eltern konnten sich die medizinische Behandlung für ihre Tochter nicht leisten. 1994 begann das Paar Falun Dafa zu praktizieren und wurde bald darauf gesund. Wang und ihre ältere Schwester begannen ebenfalls, Falun Dafa zu praktizieren und erfreuten sich dann ebenfalls bester Gesundheit.

Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 hielt die Familie an ihrem Glauben fest und geriet wiederholt ins Visier der Behörden.

Verfolgung von Wang

Wang wurde mehrmals verhaftet und nach einer Festnahme im Jahr 2003 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Während ihrer Haft im Frauengefängnis der Provinz Shanxi wurde sie zwangsernährt, zu schwerer Arbeit gezwungen und brutal geschlagen, wobei sie nackt ausgezogen wurde. Die Wärter rasierten ihr außerdem den Kopf und beschmierten ihren Körper mit Fäkalien. Später wurde sie in Einzelhaft gesperrt und unter Drogen gesetzt.

Die Drogen sowie Folter fügten Wangs Gesundheit erheblichen Schaden zu. Sie verlor plötzlich ihr Gedächtnis, hatte starkes Herzrasen, sah nur noch verschwommen und hatte das Gefühl, dass ihre Gliedmaßen gelähmt waren. Da ihre Zähne sich lockerten, hatte sie Schwierigkeiten beim Essen.

Nach ihrer Freilassung war Wang schockiert, als sie im Spiegel eine komplett andere Person erblickte: Ihre Zähne waren schwarz und ihr Gesicht hatte sich blau verfärbt. In den folgenden zehn Jahren litt sie unter Taubheitsgefühlen und Schmerzen an verschiedenen Stellen im Rücken, starken vaginalen Blutungen und ständig kalten Gliedmaßen mit anhaltenden Krämpfen.

Wang, eine Gärtnerin bei der Landwirtschaftskommission des Kreises Fenxi, wurde nach ihrer Freilassung suspendiert und erhielt keinen Lohn mehr. Kein anderer Arbeitgeber wagte es, sie einzustellen. Ein Unternehmen erklärte ihr, man wolle sich keinesfalls durch die Einstellung einer Falun-Dafa-Praktizierenden Probleme einhandeln. Denn die Politik der KP war so, dass sie dann mit hineingezogen würden.

Wangs Mann und ihre Vermieter wurden wegen ihres Glaubens schikaniert. Schließlich ließ sie sich scheiden und erhielt das Sorgerecht für ihr Kind. Im Januar 2008 stellte sie bei der Landwirtschaftskommission des Kreises Fenxi Antrag auf Wiedereinstellung und Nachzahlung ihres Gehaltes. Das örtliche Büro 610 des Kreises Fenxi ordnete daraufhin ihre Überwachung an und verweigerte ihr die Ausstellung eines Ausweises.

Ohne Ausweis hatte Wang große Schwierigkeiten, Arbeit zu finden, in einem Hotel einzuchecken oder Fahrkarten zu kaufen.

Im September 2002 drangen drei Zivilbeamte in das Haus ihrer Mutter ein und befragten sie, ob sie wisse, wo ihre Tochter sei. Li geriet in Panik und drängte die Beamten aus dem Haus. Daraufhin rissen diese die Fensterdekoration mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“ herunter.

Am 3. Dezember 2025 erschienen ein Beamter und zwei Sozialarbeiter bei Wang und gaben vor, die Haushaltsregistrierung überprüfen zu wollen. Sie fotografierten sie ohne ihr Einverständnis. Am selben Tag wurde auch ihre Mutter zu Hause belästigt.

Am 19. August 2026 wurde Wang erneut verhaftet. Am selben Tag wurden vier weitere weibliche Falun-Dafa-Praktizierende und elf Familienangehörige ebenfalls festgenommen. Die Angehörigen wurden innerhalb eines Tages freigelassen, die fünf Praktizierenden hingegen in das vierte Frauengefängnis von Taiyuan gebracht. Gegen Wang wurde Anklage erhoben. Der Status der Verfahren gegen die anderen Praktizierenden – Wang Hongmei, Wang Yumei, Yan Jianqing und Zhang Xuelian – ist derzeit nicht bekannt.

Verfolgung von Familienangehörigen

Wangs Mutter, Li Hai’e, war in den ersten Jahren der Verfolgung mehrfach von Beamten der Polizei des Kreises Fenxi festgenommen worden. Etwa im Jahr 2002 wurde sie zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt, das sich um sechs Monate verlängerte, weil sie sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben. Nach ihrer Freilassung war Li ständigen Schikanen durch die Polizei ausgesetzt.

Auch Lis ältere Tochter war zwischen 1999 und 2005 mehrfach festgenommen und zweimal zu Zwangsarbeit verurteilt worden – insgesamt vier Jahre.

Wangs Vater, Wang Haiyou, war zwischen 1999 und 2003 mehrmals verhaftet worden. Einmal hatte ihm die Polizei den Kopf rasiert, ihm Handschellen angelegt und ihn auf der Straße herumgeführt, um ihn zu demütigen. Später wurde er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nach seiner Freilassung musste Wang Haiyou die familieneigene Mühle schließen, da diese während seiner Haftzeit erhebliche finanzielle Verluste erlitten hatte. Er kämpfte ums Überleben und verstarb 2011.

Sein Sohn, kein Falun-Dafa-Praktizierender, wurde aufgrund des Praktizierens seiner Eltern und Schwestern bei der Arbeit nicht befördert.

Früherer Bericht:

Partial Record of the Persecution of Falun Dafa Practitioners in the Linfen Area of Shanxi Province -- Ms. Yang Meiying Was Tortured to Death