(Minghui.org) Am 11. Oktober 2026 veranstalteten Falun-Dafa-Praktizierende in der Ukraine zum ersten Mal seit drei Jahren eine Konferenz zum Erfahrungsaustausch. Aufgrund des Krieges fand sie vor Ort als auch online statt. Praktizierende in Kiew, Odessa, Dnipro, Charkiw und anderen Städten kamen in ihrer jeweiligen Region zusammen und nahmen über die Online-Plattform an der Konferenz teil, um ihre Kultivierungserfahrungen zu teilen. Unter ihnen befanden sich auch aus dem Ausland zugewanderte ukrainische Praktizierende.

Praktizierende aus Kiew auf der ukrainischen Konferenz zum Erfahrungsaustausch am 11. Oktober (Minghui.org)

18 Praktizierende berichteten über ihre Kultivierungserfahrungen. Sie sprachen darüber, wie sie trotz der radikalen Veränderung der Umstände seit Beginn des Krieges vor über vier Jahren ihren Charakter weiter erhöht und zur Errettung der Lebewesen beigetragen haben. Auch wenn die Situation eine andere ist, halten sie das Prinzip, nach innen zu schauen, aufrecht.

An der Front einen stabilen Kultivierungszustand bewahren

Zwei neue Praktizierende in Kiew, die als Soldaten an der Front dienen, berichteten von ihren Erfahrungen. Der Militärdienst ist in der Ukraine derzeit Pflicht.

Oleksandr lernte Falun Dafa vor mehr als einem Jahr kennen. Zu Beginn seiner Kultivierung habe er sogleich positive Veränderungen verspürt. Nach und nach seien seine negativen Gedanken und Stimmungsschwankungen verschwunden und hätten einer positiven Geisteshaltung Platz gemacht. Er sei freundlicher geworden, und seine Beziehung zu Familie und Freunden hätte sich verbessert, wusste er zu berichten.

Früher war die Beziehung zu seiner Mutter nicht gut; er rief sie nur selten an. Mittlerweile veränderte er seine Einstellung und begegnet ihr mit Respekt und Güte. Auch seine Gesundheit hat sich verbessert: Seine Müdigkeit verschwand, sein Körper fühlt sich leicht an und seine chronische Hepatitis C ist allmählich abgeklungen.

Als Oleksandr zum Militär eingezogen wurde, konnte er zunächst nicht verstehen, wie er sich unter diesen Umständen kultivieren sollte, lernte jedoch weiterhin fleißig das Fa. Allmählich wurde ihm klar, dass Dinge, die für einen gewöhnlichen Menschen schlecht sind, für einen Praktizierenden eine gute Sache sind. Er begriff, dass er den Maßstäben eines Falun-Dafa-Praktizierenden gerecht werden und sich gut verhalten musste, da er als Praktizierender eine wichtige Verantwortung trägt. Als er das erkannte, änderte sich alles um ihn herum.

„Bei allem, was ich tue, bin ich jetzt rücksichtsvoll. Ich erledige meine Arbeit engagiert, und die Menschen spüren und sehen das. Sie sind überrascht von meiner Freundlichkeit, meiner Selbstlosigkeit [was für sie sehr ungewöhnlich ist] und meiner Haltung im Allgemeinem. Dann sage ich ihnen, dass all dies Falun Dafa zu verdanken ist“, so Oleksandr.

Oleksandr (Minghui.org)

Vyacheslav kam vor vier Jahren mit Falun Dafa in Berührung, als ihm eine Praktizierende einen Flyer gab. Später heiratete er sie. Seit zwei Jahren befindet sich Vyacheslav als Soldat in einem Kriegsgebiet.

Er erzählte, dass er zuvor nicht sehr fleißig praktiziert habe. Als er sich jedoch an der Front wiederfand, erkannte er, dass einzig Falun Dafa ihm die Kraft verleihen konnte, seine Gedanken und sein Herz rein zu halten und zu vermeiden, verbittert, gebrochen oder nachtragend zu sein. Er setzte das Fa-Lernen fort. Im Laufe der Zeit begannen auch viele seiner Kameraden, Falun Dafa zu praktizieren und wurden dadurch zu besseren Menschen. Er schilderte mehrere Situationen, in denen sie Wunder erlebten, als ihr Leben in unmittelbarer Gefahr war.

Den Ukrainern in Kriegszeiten Frieden und Ruhe schenken

Tatyana aus Charkiw – ein Ort, der 35 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt – erinnerte sich, wie sie zu Beginn des Krieges jeden Tag an belebte Orte ging, um den Menschen von Falun Dafa zu erzählen. Sie war davon überzeugt, dass dieses Wissen den Menschen helfen könnte, inmitten des Kriegschaos Ruhe zu bewahren.

Da zu dieser Zeit in der Stadt kein öffentlicher Nahverkehr betrieben wurde, bat sie eine Mitpraktizierende, die in einem anderen Stadtteil wohnte, sich mit ihr zu treffen und ihr Origami-Lotusblumen zu bringen, die sie an die Menschen verteilen wollte. Sie beschlossen, entlang der Straßenbahnschienen zu gehen, bis sie aufeinandertreffen würden.

Tatyana erzählte: „Während ich entlang der Gleise auf unseren Treffpunkt zuging – wo Panzerabwehrbarrieren aufgestellt worden waren –, rezitierte ich ‚Über Dafa‘ (Lunyu). Als wir uns trafen, konnten wir in der Ferne Explosionen hören. Sie brachte mir eine Tasche mit Lotusblumen, wofür ich ihr außerordentlich dankbar war.“

Sie berichtete, dass die Menschen sehr offen für Informationen über Falun Dafa seien. „Ein Mann erzählte mir, dass er sich der Territorialverteidigung anschließen wollte und 80 km von seinem Dorf aus gelaufen war. Man habe ihn jedoch nicht aufgenommen, weil er bereits 60 Jahre alt sei. Er sei den Tränen nahe gewesen. Aber nun habe sich sein Schicksal zum Guten gewendet, denn dank seiner Reise sei er auf Falun Dafa gestoßen.

Eine gesunde Beziehung zur Familie aufgebaut

Svitlana aus Netischyn erzählte, wie sie ihre emotionale Bindung an die Familie losgelassen hat. Sie hat drei Kinder. Ihre jüngste Tochter war seit jeher ihr Liebling gewesen, und als diese heiratete, verspürte Svitlana eine große Leere in sich.

Sie war nicht in der Lage, dieses Hindernis aus der Sicht der Kultivierung zu beurteilen und zu analysieren, und war deprimiert. Eines Tages erzählte sie einer Freundin, dass sie, da ihre Tochter nun fort sei, ihr Schicksal erfüllt habe und in dieser Welt sie nichts mehr festhalte.

Als sie einige Monate später spazieren ging, verspürte sie plötzlich einen stechenden Schmerz in der Brust. Sofort rezitierte sie „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“. Als sie wieder atmen konnte, rezitierte sie Über Dafa.

Svitlana erholte sich schnell und setzte ihren Weg fort. Danach litt sie jedoch unter Atembeschwerden und ihre Familie bestand darauf, dass sie ins Krankenhaus ging. Um sie zu beruhigen, willigte Svitlana ein, überzeugt, dass es nichts Ernstes war. Zu ihrer Überraschung teilte der Arzt ihr jedoch mit, dass sie einen Herzinfarkt gehabt habe und sich wundere, dass sie noch am Leben sei.

Sie schaute nach innen und erkannte, dass sie eine starke Anhaftung an ihre Familie hatte. „Jetzt verstehe ich, dass die Liebe zur Familie nicht zu einer Anhaftung werden darf und die Fürsorge für die Familie nicht der einzige Sinn des Lebens sein sollte“, so ihre Erkenntnis.