(Minghui.org) Ich hatte das Glück, 1997 Falun Dafa für mich zu entdecken. Damals begann ich, diesen wundervollen Weg der Selbstkultivierung zu beschreiten, dem ich bis heute, mit inzwischen 75 Jahren, folge. Bevor ich mit dem Praktizieren begann, war ich ein wandelnder Medizinschrank, da ich unter zahlreichen Krankheiten litt. Durch das Praktizieren hat sich meine Gesundheit grundlegend verbessert. Nicht nur sind all meine Krankheiten verschwunden, ich habe auch viel mehr Energie als früher und sehe deutlich jünger aus. Seit über 20 Jahren habe ich keine einzige Tablette mehr gebraucht. Meine Wandlung ist für mich ein Beweis für die wunderbare und außergewöhnliche Kraft von Falun Dafa, und ich bin für dieses Glück unendlich dankbar.
Eines Morgens – die Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) war schon lange im Gang – klopfte es um acht an meine Tür. Sie seien vom Nachbarschaftskomitee, hörte ich eine Stimme rufen. Meine Schwiegertochter machte auf, woraufhin zwei Männer und eine Frau eintraten. Nichts an ihrer Kleidung deutete darauf hin, dass sie in einer offiziellen Funktion unterwegs waren.
Sie sahen, wie ich eine Kiste mit Büchern Richtung Küche trug, verstellten mir den Weg und sagten: „Hören Sie auf, Sachen zu verstecken.“ Dabei versuchten sie dreimal, mir die Kiste aus den Händen zu reißen, aber ich zog sie immer wieder zurück und warnte sie entschieden: „Was Sie hier machen, verstößt gegen das Gesetz.“
Einer wollte meinen Namen wissen und zeigte mir dann ein Foto auf seinem Handy, wobei er fragte: „Sind das Sie?“ Das Bild zeigte eine Frau mit einem pinken Hut, die eine Maske trug und ein blaues Kleid mit schwarzen Schuhen anhatte. Ihr Gesicht war nicht zu erkennen. Ruhig entgegnete ich: „Ein solches Kleid besitze ich nicht. Aber wenn Sie ohne Erlaubnis wahllos Leute aufnehmen, dann ist das rechtswidrig.“
Sie gingen ungefragt in mein Schlafzimmer und begannen, nach dem blauen Kleid und dem pinken Hut zu suchen. Ich rief: „Halt! Das dürfen Sie nicht. Haben Sie einen Durchsuchungsbeschluss?“ Sie behaupteten, dass ihnen einer vorläge, zeigen wollten sie ihn aber nicht. Aber sie fanden auch nicht, wonach sie suchten und wollten dann wissen: „Sie waren schon im Gefängnis und im Arbeitslager. Weshalb?“
„Wegen meines Glaubens“, erwiderte ich. „Und das, obwohl das Praktizieren von Falun Dafa nicht gegen das Gesetz verstößt. Die Artikel 36 und 41 der Verfassung garantieren Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und den Schutz vor willkürlicher Verhaftung. Das sind drei wesentliche Grundrechte, die für alle gelten.“
Sie reagierten nicht darauf und so redete ich weiter: „Falun Dafa wird in über 100 Ländern und Regionen auf der ganzen Welt praktiziert. Gehören Hongkong, Macao und Taiwan nicht zu unserem Land? Falun Dafa wird dort ganz offen praktiziert und hat im Ausland über 5.000 Auszeichnungen erhalten. Das Zhuan Falun wurde in 50 Sprachen übersetzt.
Shen Yun Performing Arts tritt rund um den Globus auf und auch Sie wissen, dass Falun Dafa eine spirituelle Praxis ist, von der alle profitieren. Die Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind rechtschaffen und die Falun-Dafa-Praktizierenden sind gute Menschen. Jiang Zemin hat seine politische Verfolgungskampagne aus purem Neid vom Zaun gebrochen. Eines Tages wird sie zu Ende sein und dann werden Sie für Ihre Taten geradestehen müssen.
Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Falun Dafa gut ist; dass Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind. Lassen Sie sich während dieser Verfolgung nicht von der KPCh zum Sündenbock machen.“
Der eine lächelte: „Ich werde daran denken“, während der andere meinte: „Sie müssen mit uns kommen.“ „Nein“, entgegnete ich. „Ich werde nicht mitkommen. Dass ich praktiziere, ist legal.“
„Kommen Sie doch mit, dann können Sie uns mehr davon erzählen“, warf er ein. Ich hatte den Eindruck, dass sie wirklich mehr über Falun Dafa erfahren wollten, und stimmte ich zu. Wir stiegen ins Auto und ich sagte wiederholt: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Sie schwiegen.
Dann kehrten sie nochmal ohne mich in die Wohnung zurück und konfiszierten ein Zhuan Falun, einen Gedichtband Hong Yin II, ein handgeschriebenes Zhuan Falun, mehrere Artikel des Meisters, zwei MP3-Player, meine Gedichte, meinen Geldbeutel und zwei Hüte.
Nachdem wir auf der Polizeiwache angekommen waren, bedeuteten sie mir, auf einem Metallstuhl Platz zu nehmen. „Ich bin keine Kriminelle“, sagte ich und setzte mich stattdessen auf eine Couch. Sie fingen an, mich zu filmen, Notizen zu machen und Sachen auf dem Computer zu schreiben.
Ich rezitierte Gedichte aus Hong Yin und Über Dafa (Lunyu), sendete jede volle Stunde aufrichtige Gedanken aus und wiederholte immer wieder: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“
Sie stellten mir drei Fragen. Die erste lautete: „Was sagen Sie dazu, dass die Regierung Falun Dafa verboten hat?“ Ich antwortete: „Es ist falsch. Völlig falsch. Absolut falsch. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind universelle Werte, die wir alle brauchen. Wenn alle diese Werte schätzen würden, wäre die Gesellschaft eine bessere und eine stabilere.“ Sie wiederholten die Frage immer wieder und ich gab stets die gleiche Antwort.
Ihre zweite Frage lautete: „Was ist das Grundprinzip von Falun Dafa?“ Ich antwortete: „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.“
Die dritte Frage war: „Wenn Sie hier herauskommen, werden Sie dann weiterhin mit anderen darüber reden?“ Darauf sagte ich: „Meiner Familie, meinen Freunden und jedem, der mit mir über seine gesundheitlichen Probleme spricht, werde ich immer raten, an die glückverheißenden Worte ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘ zu denken, denn wir sind für das Wohl anderer da.“
Sie fragten nach meiner Handynummer und ich antwortete, dass ich mir die nicht merken könne. Sie fragten mich nach den Namen meines Sohnes und meiner Schwiegertochter und ich schwieg. Sie wollten, dass ich ihre Dokumente unterschreibe und ich entgegnete: „Das kann ich nicht. Würde ich das unterschreiben, wäre das ein Beweis gegen Sie, dass Sie sich an der Verfolgung Falun-Dafa-Praktizierender beteiligt haben.“
Einer von ihnen versicherte: „Wir haben keine Angst.“ „Dennoch kann ich Ihnen das nicht antun“, stellte ich klar. Daraufhin unterschrieb der Polizist das Dokument selbst in meinem Namen, wozu ich ihm sagte: „Sie dürfen das nicht einfach in meinem Namen unterschreiben. Alles, was Sie da selbst fabriziert haben, ist ungültig.“
Sie hielten meiner Tochter einen Stapel Papiere vor das Gesicht und verlangten, dass sie unterschreibe. „Ihre Mutter wird heute sonst nicht nach Hause gehen dürfen.“ Meine Tochter verweigerte ihre Unterschrift. Ich sagte meiner Tochter: „Du tust das Richtige. Ich war besorgt, dass du vielleicht unterschreiben würdest.“
Als der männliche Polizist aus dem Raum ging, blieb die weibliche Beamtin da, um mich zu überwachen. Ich wandte mich an sie: „Sind Sie ein Parteimitglied der KPCh?“ „Nein“, sagte sie, „aber ich bin damals dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren beigetreten.“
Ich erklärte ihr: „Dann treten Sie doch aus den Jugendorganisationen aus – es wird Ihnen inneren Frieden schenken.“ Sie stimmte dem Austritt zu und ich riet ihr noch: „Wenn Sie mal in Not geraten, dann denken Sie an die Worte ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘.“ In diesem Moment wurde mir klar, dass ich hier war, damit ich dieser Frau helfen konnte, ihr Gewissen zurückzuerlangen.
Damals wurden gerade über 30 Praktizierende in unserer Gegend verfolgt und ich war mir dieser Tatsache bewusst. Einige waren freigelassen worden und andere nicht.
Innerlich bat ich den Meister um Hilfe: „Meister, bitte helfen Sie mir, diese Schwierigkeit zu überwinden. Ich muss heute noch nach Hause zurück, es ist viel zu tun!“
Ich schaute auch auf meine eigenen Schwächen und entdeckte viele Anhaftungen, wie die emotionale Bindung an mein Enkelkind, den Wunsch nach Bequemlichkeit, Neid, Misstrauen, Konkurrenzdenken, Begierde, Prahlerei, die Gier nach gutem Essen, die Sehnsucht nach Komplimenten und so weiter. Ich war schockiert, so viele Anhaftungen und menschliche Gedanken in mir zu entdecken und lehnte sie innerlich alle ab. Ich wollte sie nicht haben und bat um Hilfe, dass ich sie vollständig ablegen kann.
Unter dem Schutz des Meisters brachte mich meine Tochter um 20 Uhr sicher nach Hause.
Als Praktizierende muss ich hohe Anforderungen an mich selbst stellen und darf nicht nachlässig sein. Ich werde das Fa gewissenhaft lernen, mich selbst gut kultivieren und die drei Dinge tun, um dem Meister zu helfen, mehr Lebewesen zu erretten.
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