(Minghui.org) Ich begann 1996, als ich 22 Jahre alt war, Falun Dafa zu praktizieren. Durch Zufall hatte ich zwei Mitschüler kennengelernt, die sich im Falun Dafa kultivierten. Sie erzählten mir, dass es etwas sehr Gutes sei, und luden mich ein, gemeinsam mit ihnen das Fa zu lernen.

Zu dieser Zeit hatte ich keinen Glauben und keine Vorstellung davon, was es bedeutete, eine Kultivierende zu sein. Ich wollte einfach nur hingehen und mehr darüber erfahren. Ich war verblüfft, als ich ihnen zum ersten Mal beim Vorlesen des Fa zuhörte. Dafa ist außergewöhnlich, und doch hatte ich noch nie davon gehört.

Falun Dafa veränderte meine Weltanschauung. Mir wurde klar, dass die Dinge, die ich zuvor bewundert und angestrebt hatte, negativ und falsch waren. Ich wollte ein guter Mensch werden – ein noch besserer Mensch, der sich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht verhält. Von diesem Zeitpunkt an schlug ich den Weg der Kultivierung ein.

Dafa durch mein Verhalten bestätigen

Eines Tages im Jahr 2003 ging ich zur Bank, um etwas Geld abzuheben. Ich hob mit meinem Sparbuch 8.000 Yuan (ca. 1.050 Euro) ab und kehrte nach Hause zurück. Als ich später mein Sparbuch überprüfte, stellte ich fest, dass der Kontostand unverändert war und die 8.000 Yuan nicht von meinem Konto abgezogen worden waren.

Ich ging also wieder zur Bank und schilderte der Kassiererin, was passiert war. Sie überprüfte ihren Computer und konnte keinen Eintrag zu der Abhebung finden. Sie dankte mir dafür, dass ich sie auf den Fehler hingewiesen hatte. Ich sagte ihr, dass ich Falun Dafa praktizieren und andere nicht ausnutzen würde. Ich habe das Prinzip „Ohne Verlust, kein Gewinn“ verstanden und bemühe mich, stets ein Mensch zu sein, der Rücksicht auf andere nimmt.

Einmal bestellte ich eine Waschmaschine der Einstiegsklasse, doch das Geschäft lieferte mir ein teures Spitzenmodell mit integriertem Trockner. Ich rief im Geschäft an, um die Situation zu erklären, doch der Verkäufer glaubte mir nicht und fragte nach der Modellnummer. Sie überprüften die Angaben und stellten fest, dass ihnen ein Fehler unterlaufen war. Sie waren sehr dankbar und bedankten sich am Telefon bei mir. Ich wagte nicht, am Telefon zu sagen, dass ich Falun Gong praktiziere.

Ein anderes Mal kaufte ich Geschenksets zum chinesischen Neujahrsfest und bemerkte, dass ein Geschenk zu viel dabei war. Ich brachte es sofort zum Geschäft zurück. Die Ladenbesitzer waren sehr überrascht, und ein Kunde in der Nähe konnte kaum glauben, dass es noch gute Menschen wie mich gab. Ich sagte den Ladenbesitzern, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende sei und andere nicht ausnutzen würde. Ich erklärte beiden Ladenbesitzern die wahren Umstände und half ihnen, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszutreten.

Vorfälle wie dieser passierten mir häufig und sind unter Dafa-Praktizierenden sehr verbreitet. In der heutigen Gesellschaft, in der die Moral immer weiter verfällt, ist es jedoch äußerst selten, dass jemand ein derart aufrichtiges Verhalten an den Tag legt.

Bewusst auf eigene Interessen verzichten

Ein paar Monate, nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, heiratete ich. Vor meiner Heirat war ich verwöhnt. Bei meinen Eltern musste ich nichts tun und war auch zu nichts fähig. Die Familie meiner Schwiegereltern besteht aus sehr fleißigen Menschen, die Restaurants und Frühstücksstände besitzen. Ich war weder gut in der Hausarbeit noch im Umgang mit Menschen, daher sahen meine Schwiegereltern auf mich herab. Ich gab mein Bestes, um den Prinzipien von Dafa zu folgen, aber ich hatte keine Berufserfahrung und konnte wirklich nichts richtig gut. Es war wirklich hart! Ich stand gegen 3 Uhr morgens auf, um bei der Zubereitung von Tofupudding zu helfen und verkaufte anschließend Frühstück von einem Wagen vor dem Restaurant. Meine Schwiegermutter war mit meiner Arbeit nicht zufrieden.

Ein paar Jahre später starb mein Schwiegervater an einem Schlaganfall, und dann erlitt auch meine Schwiegermutter einen Schlaganfall. Obwohl sie mich schlecht behandelt hatte, behielt ich die Geisteshaltung einer Praktizierenden bei und kümmerte mich bestmöglich um sie. Ich sprach mit ihr und kaufte ihr ihre Lieblingsspeisen und -snacks. Ich fragte sie auch, was ich tun könnte, um mich zu verbessern, und bemühte mich sehr, es besser zu machen, auch wenn meine Fortschritte langsam waren. Sie war sehr gerührt und hörte auf, mich zu verurteilen. Danach teilte sie alles mit mir und stand mir sogar noch näher als ihren eigenen Kindern. Meine Güte hatte endlich ihre Vorurteile mir gegenüber ausgeräumt. Stattdessen lobte sie mich, wann immer sie mit anderen Menschen sprach, und sagte: „Meine Schwiegertochter ist wunderbar. Sie behandelt mich so gut!“

Das Leben ist jedoch unvorhersehbar. Im Jahr 2011 verstarb mein Mann plötzlich an einem Herzinfarkt und ließ mich und meine Schwiegermutter zurück. An dem Tag, an dem mein Mann starb, kamen viele Verwandte von seiner Seite zu uns nach Hause und baten meine Schwiegermutter, bei ihrer Tochter zu wohnen. Meine Schwiegermutter wollte nicht weggehen und sagte ihnen, ich würde sie besser behandeln als ihre eigenen Kinder. Als sie das hörten, gingen alle Verwandten wieder, darunter auch ihr Schwager, der sagte: „Eine solche Schwiegertochter findet man so selten! Eine Schwiegermutter, die ihre Schwiegertochter ihrer eigenen Tochter vorzieht – so jemanden findet man hier in der Gegend sonst nirgendwo.“

Drei Tage nach dem Tod meines Mannes tauchten meine Schwägerin und ihr Mann mit einer Gruppe von Gangstern auf und forderten, dass ich das Familienvermögen übergebe. Ich blieb ganz ruhig, sagte, sie könnten nehmen, was sie wollten, und ich würde mich um meine Schwiegermutter kümmern, wenn sie nicht weggehen wolle. Sie waren sprachlos. Sie hatten einen heftigen Streit um die Aufteilung des Vermögens erwartet, aber ich ging so gelassen mit der Situation um, dass sie einfach alle wieder gingen. Später hörte ich die Gangster sagen, dass die Frau des Hauses Falun Gong praktiziere und sich weigere, um das Familienvermögen zu streiten. Diese Geschichte verbreitete sich in der ganzen Nachbarschaft, in der die Verwandten meines Mannes lebten.

Zum Familienvermögen gehörten zwei einstöckige Häuser und das Erdgeschoss eines weiteren Gebäudes. Ich wohnte in einem der einstöckigen Häuser. Es war damals nicht viel wert, deshalb wollten sie das Haus nicht haben. Das Erdgeschoss des Gebäudes war 300.000 bis 400.000 Yuan (39.300 Euro bis ca. 52.300 Euro) wert, also nahmen sie es. Ich gab ihnen sogar das Sparbuch über etwa 20.000 Yuan (ca. 2.600 Euro), die ich als Miete gezahlt hatte, was meine Schwägerin überraschte.

Meine Schwägerin war wütend, dass ihre eigene Mutter nicht zu ihr ziehen wollte. Sie wusste, dass es moralisch nicht zu rechtfertigen war, den gesamten Besitz an sich zu nehmen, während ihre Mutter nicht bei ihr wohnte, und dass dies zudem gegen nationales Recht verstieß. Es machte mich sehr traurig zu sehen, wie verzerrt die menschliche Natur wird, wenn es um Geld geht. Ich sagte ihr, sie solle ihre Mutter einfach bei mir wohnen lassen, aber sie bestand darauf, dass ihre Mutter mit ihr mitginge. Vielleicht hatte sie Angst, ich könnte meine Meinung ändern und das Eigentum zurückfordern!

Ich konnte es nicht ertragen, dieser Szene zuzusehen, deshalb ging ich für eine Weile nach draußen. Später hörte ich, wie meine Schwägerin ihre Mutter austrickste, indem sie sagte, ich würde im Auto auf sie warten, und so nahm sie ihre Mutter schließlich mit. Die arme alte Frau verstarb innerhalb eines halben Jahres.

Obwohl ich ein Gefühl der Ungerechtigkeit verspürte, besonders als das Geld knapp war, bin ich doch eine Dafa-Praktizierende, daher kann ich diese Angelegenheiten gelassen nehmen. Alles geschieht aus einem bestimmten Grund, und ich folge einfach dem natürlichen Lauf.

Später erfuhr ich, dass meine Schwiegermutter mich noch einmal hatte sehen wollen, bevor sie starb. Ich war traurig, als ich das hörte, da ich nicht wusste, dass sie krank war. Ich bin dem Meister sehr dankbar. Ich ließ mich nicht mehr von weltlichen Dingen belasten und führe nun ein unbeschwertes Leben. Ich schreibe dies, um die Großartigkeit von Dafa zu bezeugen.

Ein Wunder während einer Prüfung

Im Winter 2024 gingen eine Praktizierende und ich hinaus, um die wahren Begebenheiten zu erklären. Auf dem Rückweg stürzte ich schwer auf einer Eisfläche. Als mein Hinterkopf auf den Boden aufschlug, spürte ich ein Kribbeln. Als ich aufstand, fragte die Praktizierende, ob es mir gut ginge. Mein erster Gedanke war, dass es mir gut ginge. Die Praktizierende half mir auf und bot mir an, mich nach Hause zu bringen, aber ich bestand darauf, alleine zu gehen. Da ich anscheinend in Ordnung war, ging sie nach Hause.

Meine Beine fühlten sich jedoch an wie aus Watte und gehorchten mir nicht mehr. Irgendwie war ich in diesem Moment plötzlich zu Hause, während ich noch benommen war. Ich fragte meine Familie, wie ich nach Hause gekommen sei, und sie überprüften, ob mein Elektroroller da war. Dann erzählte ich ihnen, was passiert war.

Ich tastete meinen Hinterkopf ab und spürte eine große Beule. Ich fragte meine Familie immer wieder, wie ich nach Hause gekommen sei. Sie dachten, ich hätte nach dem Sturz den Verstand verloren. Dann wurde mir schnell klar, dass ein Wunder geschehen war und der Meister mich nach Hause gebracht hatte! Hätte ich mir als Nichtpraktizierende nicht eine Gehirnerschütterung zugezogen, als ich mit dem Kopf auf den vereisten Boden aufgeschlagen war? Meine Beine fühlten sich ganz wackelig an, sodass ich unmöglich mit dem Fahrrad nach Hause hätte fahren können. Der Meister brachte mich durch einen anderen Raum, und im Nu war ich zu Hause. Ich konnte es kaum glauben; es war unglaublich! Der Meister hat mich schon immer beschützt und gesegnet.