(Minghui.org) Ein Mann aus Donggang in der Provinz Liaoning stand am 16. Oktober 2026 wegen seines Glaubens an Falun Dafa vor Gericht.

Pan Qiang wurde am 25. Mai 2026 festgenommen, nachdem die Polizei entdeckt hatte, dass er Aufkleber mit Botschaften zu Falun Dafa an öffentlichen Wänden angebracht hatte. Auch seine Frau, die nicht Falun Dafa praktiziert, wurde festgenommen und eine Woche lang in Gewahrsam gehalten. Die Festnahmen wurden von der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Donggang angeordnet und von den Polizeiwachen Xiangyang und Huayuan durchgeführt.

Richterin Tian Xiaofei vom Bezirksgericht Zhen’an führte am 16. Oktober den Vorsitz im Prozess. Sie fragte Pan, ob er einen Antrag auf Befangenheitsausschluss stelle. Er erwiderte, dass sowohl sie als auch Staatsanwalt Wang Cong sich aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Chinas von dem Fall zurückziehen sollten.

Richterin Tian unterbrach die Verhandlung für kurze Zeit. Nach deren Fortsetzung verkündete sie, dass Pans Befangenheitsantrag abgelehnt worden sei. Daraufhin hob Pan die Hand, um über das Vorgehen der Polizeibeamten bei seiner Festnahme auszusagen. Diese hatten ihn mit auf dem Rücken gefesselten Händen mehr als zehn Meter weit über den Boden geschleift. Selbst fast fünf Monate später waren die Verletzungsspuren an seinen Handgelenken noch deutlich sichtbar.

Auch Pans 82-jährige Mutter, die ihn als Familienverteidigerin ohne juristische Ausbildung vertrat, erhob Vorwürfe gegen die Polizei. Die Beamten hatten sowohl ihr als auch dem von ihr beauftragten Anwalt verweigert, Pan in der Haftanstalt Dandong zu besuchen. Später beauftragte sie den Pekinger Anwalt Zhang, der erst nach mehreren Beschwerden die Erlaubnis erhielt, ihren Sohn aufzusuchen. Weitere Einzelheiten finden Sie im unten aufgeführten Bericht.

Während der Verhandlung befragte Rechtsanwalt Zhang Herrn Pan zu den Misshandlungen durch die Polizei bei seiner Festnahme. Pan erklärte, er habe Staatsanwalt Wang bereits davon berichtet, als dieser ihn in der Haftanstalt vernommen hatte. Daraufhin unterbrach Wang den Anwalt, ohne zuvor die Erlaubnis von Richterin Tian einzuholen.

Rechtsanwalt Zhang protestierte gegen diesen Verstoß gegen die Verfahrensordnung. Wang fiel ihm jedoch weiterhin wiederholt ins Wort.

Statt Staatsanwalt Wang wegen seines Verhaltens zur Ordnung zu rufen, brach Richterin Tian die Verhandlung ab, noch bevor der Anwalt seine Befragung abschließen konnte. Wann der Prozess fortgesetzt werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt unklar.

Früherer Bericht:

Wegen seines Glaubens angeklagt – Besuch von Anwalt und Mutter nicht gestattet