(Minghui.org) Seien Sie gegrüßt, verehrter Meister! Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!

Ich hatte das Glück, 1994 mit dem Praktizieren von Falun Dafa zu beginnen. Jetzt, mit 91 Jahren, habe ich mich über 30 Jahre friedlich unter der Obhut unseres großartigen Meisters kultiviert. Jedes Jahr, wenn Minghui.org einen Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die China Fahui herausgibt, bin ich besonders nervös – nervös, weil ich nicht schreiben kann; nicht weiß, wie ich schreiben soll, und weil ich nichts zu berichten habe. Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht gut genug kultiviert habe und die Dinge, die ich tue, einfach nur das sind, was Praktizierende tun sollen. Was kann ich dem Meister berichten? Deshalb habe ich es immer aufgegeben, Artikel einzureichen.

Als in diesem Jahr der Aufruf zur Einreichung von Beiträgen veröffentlicht worden war, ermutigte mich eine Mitpraktizierende, einen Artikel zu schreiben. Ich sagte: „Ich kann nicht schreiben; ich habe nichts, worüber ich schreiben könnte, und ich habe mich auch nicht gut genug kultiviert.“

Doch sie sagte: „Ich werde dir helfen.“ Mit ihrer Ermutigung und Hilfe teile ich nun endlich meine Kultivierungserfahrungen von über 30 Jahren. Sollte etwas nicht im Einklang mit dem Fa stehen, weist mich bitte gütig darauf hin.

Der Beginn meiner Kultivierung

Bevor ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begann, litt ich unter vielen Beschwerden, darunter Magengeschwüre, Nierenentzündung und Herzrasen. Als ich in einer Nacht im Jahr 1994 nicht schlafen konnte, stand ich morgens früh auf und ging in den Park. Dort sah ich ein Transparent an einem Baum hängen und einige Menschen, die Übungen machten. Ich fragte sie: „Was für Übungen macht ihr da? Was bringt das?“ Einer von ihnen sagte: „Falun Dafa. Es ist sehr gut und kann Krankheiten heilen und die Gesundheit verbessern.“

Ich freute mich sehr, das zu hören, da es perfekt zu meinen Bedürfnissen passte. Am nächsten Morgen ging ich wieder in den Park. Nachdem ich die Übungen gemacht hatte, dachte ich: „Ich muss gut üben. Die Bewegungen müssen korrekt sein.“

Zu dieser Zeit wusste ich wenig über Qigong und begann zu praktizieren in der Hoffnung, dadurch geheilt zu werden. Als ich anfing, machte ich jeden Morgen die Übungen und konzentrierte mich nur darauf, wie man praktiziert, nicht darauf, wie man sich kultiviert.

Obwohl ich ein Exemplar des kostbaren Buches Zhuan Falun erhielt, las ich es nicht, weil ich dachte, es sei genug, die Übungen richtig zu praktizieren. Erst als ich einer Fa-Lerngruppe beitrat, begann ich, das Buch wirklich zu lesen und das Fa zu lernen. Als ich das Buch aufschlug, erkannte ich, wie wunderbar es ist. Es lehrt die Menschen, gute Menschen zu sein und nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben. Es lehrt auch die Doppelkultivierung von Geist und Körper – wirklich ein seltenes und kostbares Buch!

Seit ich mich ernsthaft kultiviere, bin ich vollkommen frei von Krankheiten. In über 30 Jahren der Kultivierung musste ich keine einzige Tablette einnehmen. Obwohl ich dieses Jahr 91 Jahre alt werde, bin ich ganz gesund. Meine Haut ist strahlend und elastisch und weist nur wenige Falten auf. Mein Gehör ist gut, mein Sehvermögen ist gut und mein Geist ist klar und wach. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie alt ich bin. Wenn ich es ihnen verrate, sind sie überrascht, denn sie denken, ich sei höchstens 75 oder 76. All das verdanke ich dem Meister und Dafa.

Dafa verteidigen

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) begann am 20. Juli 1999 mit der Unterdrückung von Falun Dafa. Ich dachte mir: „Was ist nur mit der Partei los? Warum lassen sie die Menschen nicht eine so gute Praxis ausüben? Beamte haben sogar Praktizierende verhaftet und festgehalten – das ist einfach empörend!“ Ich war noch nicht im Ruhestand und die Manager an meinem Arbeitsplatz gingen zu den Häusern mehrerer Mitpraktizierender, die dort arbeiteten, und forderten jeden auf, eine Erklärung zu unterschreiben, dass sie mit der Praxis aufhören würden. Als sie mit mir sprachen, sagte ich: „Ich hatte früher so viele Krankheiten. Jetzt sind sie alle dank Falun Dafa verschwunden. Ich kann nicht aufhören zu praktizieren; ich werde nichts unterschreiben.“ Als sie das hörten, gingen sie weg.

Damals hatten einige Mitpraktizierende und ich vor, am nächsten Tag nach Peking zu fahren, um dort für Falun Dafa zu appellieren. Doch mein Arbeitgeber erfuhr von unserem Vorhaben und hinderte mich daran. Deshalb beschloss ich, stattdessen beim Parteikomitee der Provinz vorzusprechen. Unterwegs verloren wir jedoch den Kontakt zueinander, sodass ich allein weitergehen musste. Als ich am Eingang des Parteikomitees ankam, konnte ich keinen meiner Mitpraktizierenden entdecken. Sie waren bereits alle in die Sporthalle des Parteikomitees der Provinz gesperrt worden.

Ich ging zum Eingang der Sporthalle und sah dort viele Praktizierende. Der Pförtner sagte zu mir: „Komm rein!“ Ich dachte mir: „Na gut, dann gehe ich eben rein; wovor sollte ich schon Angst haben?“ Gerade als ich eintreten wollte, zog mich ein Praktizierender zurück und hielt mich davon ab. Ich dachte: „Das ist der Meister, der mich beschützt!“ Später wurde alle Praktizierenden, die sich in der Sporthalle befanden, mit großen Lastwagen abtransportiert.

Da ich die Sporthalle nicht betreten hatte, wurde ich nicht mitgenommen. Wir Praktizierenden, die draußen geblieben waren, lasen gemeinsam laut das Fa. Diejenigen, die abtransportiert wurden, riefen: „Falun Dafa ist gut!“ Die Praktizierenden außerhalb der Busse warfen Essen zu denen drinnen, damit sie etwas zu essen hatten. Es war eine sehr berührende Szene. Die Praktizierenden wurden an einen weit abgelegenen Ort gebracht und dort zurückgelassen.

Das Dafa bestätigen

Nach Beginn der Verfolgung setzte ich mich auf verschiedene Weise für Falun dafa ein. Anfangs hängte ich Plakate mit Informationen auf und verteilte Broschüren mit Informationen über Falun Dafa. Eines Tages gingen mein Mann und ich nach einem starken Schneefall noch vor Tagesanbruch hinaus, um Informationsmaterialien zu verteilen. Wir befestigten Plakate an Strommasten und kehrten nach Hause zurück, gerade als die Dämmerung anbrach. Später war ich jeden Tag in meiner Nachbarschaft unterwegs und verteilte Broschüren an jeden Haushalt. Mit der Zeit kamen weitere Materialien hinzu, darunter die Neun Kommentare zur Kommunistischen Partei.

Im Jahr 2015 reichte ich Strafanzeige gegen den ehemaligen KPCh-Vorsitzenden Jiang Zemin ein, weil er die Verfolgung von Falun Dafa eingeleitet hatte. Ich verfasste die Strafanzeige und ging gemeinsam mit mehreren Mitpraktizierenden zur Post, um sie abzuschicken. Unterwegs sandten wir aufrichtige Gedanken aus und alles verlief reibungslos. Danach wurde ich nicht mehr von den Behörden belästigt. Nach einiger Zeit begann ich, den Menschen persönlich die wahren Umstände der Verfolgung zu erklären und sie zu ermutigen, aus der KP Chinas und den ihr angegliederten Organisationen auszutreten.

Zuerst wagte ich nicht, den Mund aufzumachen, denn ich sprach nie mit Fremden, und das machte es für mich sehr schwierig. Aber ich dachte: „Ich bin ein Dafa-Schüler. Egal wie schwierig es ist, ich muss es tun – es ist meine Verantwortung.“ Als ich einen älteren Mann ansprach, der im Park saß, wurde er wütend und begann, mich zu beschimpfen. Da er nicht zuhören wollte, ging ich weg. Als ich mich noch einmal umdrehte, zeigte er immer noch auf mich und schimpfte weiter.

Ich war so niedergeschlagen, dass mir beinahe die Tränen kamen. Ich fragte mich: „Warum ist es so schwer, dem Meister dabei zu helfen, Menschen zu retten? Ich tue es doch zu seinem eigenen Besten! Warum will er nicht zuhören?“ Daraufhin ging ich jeden Tag hinaus, um mit den Menschen direkt über Falun Dafa zu sprechen. Ich hatte keine Angst, denn ich glaubte, dass der Meister an meiner Seite war. Im Laufe der Zeit begegnete ich den unterschiedlichsten Menschen und hörte die verschiedensten Äußerungen. Allmählich lernte ich, mich davon nicht mehr beirren zu lassen – es war, als würde ich ihre Worte gar nicht mehr hören.

Doch ich begegnete auch vielen, die wirklich zuhörten. In einem Geschäft sprach ich kürzlich mit einer Frau über Falun Dafa, als sie mich fragte: „Wie alt sind Sie?“ Ich antwortete, dass ich 91 Jahre alt sei. Überrascht fragte sie: „Wie schaffen Sie es, so jung auszusehen?“ Ich antwortete: „Sagen Sie einfach: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht ist gut‘ und Sie werden gesegnet sein.“ Die Frau antwortete: „Ihr Falun-Dafa-Praktizierenden sagt allen, denen ihr begegnet, sie sollen aus der Partei, dem Jugendverband und den Jungen Pionieren austreten. Ist das nicht gegen die Partei?“

Daraufhin erzählte ihr von den schrecklichen Taten der KP Chinas: „Unser Meister sagt, dass wir Kultivierende keine Feinde haben. Alle Menschen auf der Welt sind unsere Verwandten. Wenn ich Ihnen helfe, aus der KP Chinas auszutreten, geschieht das zu Ihrem eigenen Besten. Wenn Sie sagen: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘, werden Sie gesegnet sein.“ Das konnte sie nachvollziehen und trat aus der Partei und den ihr angegliederten Organisationen aus.

Ein anderes Mal sprach ich mit einer Frau im Bus, die mir erzählte, dass sie vom Land kam und in der Stadt arbeitete. Sie verdiente über 10.000 Yuan, gab aber alles für medizinische Behandlungen aus. Ich sagte ihr: „Ich habe ein gutes Heilmittel für Ihre Krankheit: Sagen Sie aufrichtig ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘. Dann gab ich ihr einen kleinen Medienplayer mit Informationen über Falun Dafa.

Als sie sich bei mir bedankte, sagte ich: „Wenn Sie jemandem danken möchten, dann danken Sie dem Meister. Er hat mich gelehrt, so zu handeln.“ Sie antwortete: „Ja, das mache ich gerne. Außerdem möchte ich aus der KP Chinas und ihren Organisationen austreten.“

Jetzt gehe ich bei jedem Wetter täglich hinaus, um mit Menschen zu sprechen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet – in Parks, im Bus, an Bushaltestellen und überall sonst –, erzähle ich die Fakten über Falun Dafa. Ich treffe Leute aus allen Gesellschaftsschichten: Parkwächter, Müllmänner, Landwirte, Studenten und pensionierte Mitglieder der KP Chinas. Ich kann ihnen helfen, aus der Partei auszutreten, und es fällt mir nicht mehr so schwer wie zu Anfang. Ich weiß, dass der Meister mir hilft, Menschen zu erretten. Manchmal, wenn ich sie nicht von einem Parteiaustritt überzeugen kann, schaue ich nach innen, um zu sehen, ob etwas mit mir nicht stimmt, das meine Bemühungen behindert.

Vom Meister beschützt

Ich habe immer fest daran geglaubt, dass der Meister an meiner Seite ist, mich beschützt und über mich wacht. Als ich 85 Jahre alt war, wurde ich auf dem Heimweg vom Park von einem Elektrofahrrad angefahren und zu Boden gestoßen. Ich war zunächst völlig benommen.

Da Fahrer hatte Angst und sagte: „Ich bin behindert.“ Als ich sah, wie nervös und verängstigt er war, stand ich langsam vom Boden auf und sagte: „Bitte haben Sie keine Angst. Ich werde Sie nicht um Geld erpressen, ich bin eine Falun Dafa-Praktizierende.“ Ich ermutigte ihn, aus der KP Chinas und den ihr angegliederten Organisationen auszutreten, um in Sicherheit zu sein, und er stimmte zu. Als ich nach Hause kam, war ich vollkommen in Ordnung. Ich wusste, dass der Meister mich beschützt hatte. Sonst hätte mir wer weiß was zustoßen können.

Vor dem Neujahrsfest putzte ich unsere Wohnung. Ich stellte mich auf einen kleinen Hocker, um den Fernseher abzustauben, war jedoch ewas unachtsam und stürzte deshalb zu Boden. Es dauerte eine Weile, bis ich wieder aufstehen konnte. Doch bis auf eine Schürfwunde an der Wade, von der eine Narbe zurückgeblieben ist, blieb ich unverletzt.

Ich sagte zu meinem Mann: „Eine über 90-jährige Frau stürzt von einem Hocker und verletzt sich kaum. Ein gewöhnlicher Mensch hätte sich doch sicher einen Knochen gebrochen, oder? Ich danke dem Meister von ganzem Herzen dafür, dass er mich beschützt hat, sonst wäre ich heute vielleicht nicht hier.“

Aufrichtige Gedanken

Ich sende viermal täglich aufrichtige Gedanken aus. Wenn ich es einmal versäume, hole ich es unbedingt nach. Das Gleiche tue ich jeden Tag, bevor ich hinausgehe, um mit den Menschen zu sprechen. Die Orte, an die ich gehe, liegen weit entfernt, etwa anderthalb Stunden mit dem Auto. Diese Zeit nutze ich, um „Über Dafa“ (Zhuan Falun, 2019, S. 1) auswendig zu lernen, und dann spreche ich mit den Menschen, denen ich begegne, über Falun Dafa.

Als ich 86 war, eilte ich gerade zum Bus, als mich jemand auf einem Motorrad anfuhr und zu Boden stieß. Da ich es eilig hatte, stand ich schnell wieder auf und stieg in den Bus ein. Der Busfahrer sah, was passiert war, und riet mir: „Meine Dame, Sie sollten ins Krankenhaus gehen.“ Ich antwortete: „Mir geht es gut. Danke.“

Ich sagte, es gehe mir gut, doch dann spürte ich, dass etwas nicht stimmte, und mir wurde übel. Ich dachte: „Mir geht es gut. Ich werde helfen, Menschen zu erretten. Es ist nicht richtig, dass die alten Mächte mich daran hindern, Menschen zu erretten.“ Mit diesem Gedanken ging es mir sofort besser. Als ich im Park ankam, ging es mir wieder vollkommen gut und der Vorfall hatte keinerlei Auswirkungen auf die Gespräche mit den Menschen. Das alles war dem Meister zu verdanken, der mich beschützt hat. Sonst wären die Folgen unvorstellbar gewesen.

Eines Morgens fühlte ich mich beim Aufwachen schwindelig und benommen. Ich dachte: „Auch wenn mir schwindelig ist, muss ich hinausgehen und dem Meister helfen, Menschen zu erretten!“ Doch als ich das Tor erreichte, wurde mir klar, dass ich nicht weitergehen konnte. Mir war zu schwindelig, sodass ich umkehrte und zurückging. Je mehr ich darüber nachdachte, desto unruhiger wurde ich. Wie konnte das passieren? Ich schaute nach innen und begann, das Fa zu lesen. 

Der Meister sagt:

„Da es nun einmal Kultivierung ist, gibt es auf dem Weg unserer Kultivierung nichts Zufälliges.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Neuseeland, 08.05.1999)

Ich suchte nach Bereichen, in denen ich es nicht gut gemacht hatte, in denen ich etwas übersehen hatte und in denen die alten Mächte möglicherweise eine Lücke ausgenutzt hatten.

Am nächsten Tag war ich immer noch benommen, doch ich dachte: „Auch wenn ich benommen bin, muss ich hinausgehen und mit den Menschen sprechen.“ Deshalb sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um die Störung zu beseitigen. Danach war es besser und ich ging wie gewohnt hinaus, um mit den Menschen zu sprechen.

Manchmal wird mir nach Gesprächen über Falun Dafa beim Aussteigen aus dem Bus schwindelig, meine Sicht verschwimmt und mein Herz beginnt zu rasen. Dann sende ich sofort aufrichtige Gedanken aus und bitte den Meister um Hilfe. Nach einer Weile geht es mir wieder gut und ich kann weitermachen.

Sich gut kultivieren

Durch das Lernen des Fa verstehe ich, dass es für einen Praktizierenden am wichtigsten ist, die drei Dinge gut zu tun. Nur wenn ich mich selbst gut kultiviere, kann ich meine Mission erfüllen und noch mehr Menschen erreichen. Jetzt stehe ich sehr früh am Morgen auf, mache alle fünf Übungen am Stück, lerne das Fa, sende aufrichtige Gedanken aus und gehe dann hinaus, um mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Außerdem lese ich nachmittags zu Hause eine Lektion im Zhuan Falun, lese dann andere Fa-Erklärungen des Meisters und die Minghui Weekly. Manchmal höre ich mir „Unser Lehrer“ an und setze das Fa-Lernen fort, wenn ich abends Zeit habe.

Ich hatte nie darüber nachgedacht, das Zhuan Falun auswendig zu lernen. Eines Tages schlug mir ein Mitpraktizierender gütig vor, es doch zu versuchen. Ich antwortete: „Ich bin so alt, warum sollte ich das Fa auswendig lernen? Ich vergesse leicht und es würde auch Zeit kosten, die ich zum Lesen des Fa nutzen könnte.“ Er ermutigte mich und erklärte mir die Vorteile des Auswendiglernens. Da er so gütig und fürsorglich war, beschloss ich, es auszuprobieren.

Einen Tag, nachdem ich das Fa gelesen hatte, versuchte ich, mir die erste Lektion aus dem Zhuan Falun einzuprägen. Es stellte sich heraus, dass es gar nicht so schwer war, wie ich gedacht hatte. Ich fragte mich: „Warum hielt ich das Auswendiglernen für schwierig?“ Die Antwort fand ich schnell: War es nicht die Angst vor dem Leiden? Kam es nicht von einer negativen Einstellung und einer gewissen Bequemlichkeit? Waren das nicht genau die Einstellungen, die Kultivierende loswerden müssen? Mir wurde klar, dass ich meine Denkweise ändern und jene Anhaftungen beseitigen musste, die mich blockierten. Danach erschien mir das Auswendiglernen des Fa leichter und von da an hatte ich das Vertrauen, dass ich es auswendig lernen konnte.

Später wurde mir klar, dass ich es nicht gründlich genug gelernt hatte. Ich hatte keine gute Ausbildung genossen und mein Verständnis des Fa war nicht tiefgründig. In mancher Hinsicht stellte ich fest, dass ich mich nicht wirklich im Fa kultivierte, sondern vielmehr etwas darin suchte. Was suchte ich? Als ich nach innen schaute, erkannte ich, dass ich nach einem bequemem Leben und körperlichem Wohlbefinden strebte.

Der Meister sagte:

„Das Fa mit Anhaftung zu lernen, ist keine wahre Kultivierung. Aber man kann im Laufe der Kultivierung nach und nach seine eigenen grundlegenden Anhaftungen erkennen, sie beseitigen und so den Maßstab eines Kultivierenden erreichen. Was sind also grundlegende Anhaftungen? Die Menschen bilden in dieser Welt viele Anschauungen und werden dann von diesen getrieben, das zu verfolgen, was sie sich ersehnen.“ (Der Vollendung entgegen, 16.06.2000)

Diese Passage hat mir klar gemacht, dass ich mich als Kultivierende gemäß Dafa korrigieren, mich streng nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht verhalten und mich gut kultivieren muss.

Ich weiß, dass ich mich nicht gut kultiviert habe und weit davon entfernt bin, den Maßstäben von Dafa zu entsprechen. Ich werde auf die Worte des Meisters hören, die Zeit nutzen, um das Fa gut zu lernen, mich gut zu kultivieren und dabei zu helfen, noch mehr Menschen zu retten. So kann ich meine Mission besser erfüllen, eine würdige Praktizierende sein und mit dem Meister nach Hause zurückkehren.

Danke, Meister! Danke, Mitpraktizierende!