(Minghui.org) Seien Sie gegrüßt, Meister! Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!

Ich war voller Begeisterung, als ich die Ankündigung „Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für das 23. China Fahui auf Minghui.org“ sah. Ich möchte euch erzählen, wie ich mit der Kultivierung begonnen habe und von meinen Erfahrungen berichten. Ich hoffe, von anderen Praktizierenden zu lernen, damit wir uns alle gemeinsam fleißig kultivieren können.

Mein Versprechen, mich zu kultivieren

Meine Großeltern, meine Mutter und die Familie meiner dritten Tante praktizieren alle Falun Dafa. Als Kind sah ich oft, wie sie das Fa lernten, die Übungen machten und gemeinsam aufrichtige Gedanken aussendeten. Meine Mutter nahm meine jüngere Schwester und mich oft mit auf einen Universitätscampus, wo sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Auf dem Weg zum Kindergarten rezitierte meine Mutter oft eine Passage aus den Schriften des Meisters:

Fa lernen, Fa erhalten,Das Lernen vergleichen, Kultivieren vergleichen,Jede Tat danach richten,Das erreichen ist kultivieren.(Solide kultivieren, in: Hong Yin I, 07.10.1994)

Meine Schwester und ich lernten es natürlich auch auswendig. Im Kindergarten sagte ich oft: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Meine Großeltern erzählten auch den Erzieherinnen im Kindergarten von Falun Dafa.

Als Kind spielte ich jedoch sehr gern und hatte viele schlechte Angewohnheiten. Ich war zum Beispiel ungeduldig und extrem ehrgeizig. Als ich zehn Jahre alt war, fuhr meine jüngste Tante meine zweite Tante, meinen Cousin und mich zu meinen Großeltern. Da mein Cousin normalerweise als Erster die Autotür öffnete, nachdem wir geparkt hatten, wollte ich ihm den Sieg nicht gönnen. Noch bevor das Auto ganz zum Stehen gekommen war, stürmte ich los, um die Tür zu öffnen. Meine jüngste Tante wurde sehr wütend. Sie schimpfte heftig mit mir und griff nach der Tür, um mich zurüchzuhalten. Ich fand ihre Strenge übertrieben und warf ihr wütend die Flasche mit dem Kräutertee an den Kopf.

Plötzlich bekam ich keine Luft mehr. Meine jüngste Tante, die jetzt noch wütender war, weil ich die Flasche nach ihr geworfen hatte, packte mich und zerrte mich zum Haus meiner Großeltern. Gerade als wir das Gebäude erreichten, sahen wir meine Mutter. Sie sah, wie elend es mir ging, und sagte: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“, und trug mich in die Wohnung meiner Großeltern. Die Erwachsenen waren alle besorgt über meinen Zustand, und meine jüngste Tante, nun verängstigt, schlug vor, mich ins Krankenhaus zu bringen.

Meine Großeltern baten den Meister, mich zu retten. Auf dem Weg ins Krankenhaus sagten meine Mutter und ich immer wieder: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ In diesem Moment kam mir ein Gedanke: „Bitte, Meister, retten Sie mich! Wenn ich wieder gesund werde, werde ich ganz bestimmt Falun Dafa praktizieren.“

Ich schlief ein. Als ich aufwachte, ging es mir wieder gut. Wir kamen am Krankenhauseingang an, gingen aber nicht hinein, sondern kehrten um und fuhren nach Hause.

Ich beginne zu praktizieren

Nach dieser Erfahrung beschloss ich, Falun Dafa wirklich zu praktizieren, und bat meine Mutter, mir die Übungen beizubringen. Als ich das erste Mal meditierte, hatte ich 59 Minuten lang starke Schmerzen im Lotussitz. Dann rutschte mein Bein ab. Ich war so frustriert, dass ich in Tränen ausbrach. Dasselbe passierte beim zweiten Mal, und ich weinte erneut. Beim dritten Mal gelang es mir endlich! Ich war überglücklich und beschloss, alle fünf Übungen täglich zu praktizieren.

Ich lernte von meinen Verwandten, die Falun Dafa praktizierten, und verglich mich mit ihnen. Meine dritte Tante – ebenfalls eine Praktizierende – ermutigte mich, Über Dafa (Lunyu) und Gedichte aus Hong Yin auswendig zu lernen, und half mir bei allen Schriftzeichen, die ich beim Lesen des Zhuan Falun nicht erkannte. Ich machte die drei Dinge mit meinen Großeltern, und lernte Gedichte mit meinem Cousin auswendig. Wir überprüften uns gegenseitig, wenn wir das Fa auswendig aufsagten. Mein Leben wurde glücklich und positiv.

Grundschulzeit

Nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, war das Erste, was ich nach der Schule jeden Tag tat, meine Hausaufgaben zu erledigen. Ich versuchte immer, meine Aufgaben schnell zu erledigen, damit ich mehr Zeit hatte, das Fa zu lernen und die Übungen zu machen. Ich achtete auch darauf, rechtzeitig aufrichtige Gedanken auszusenden. Wenn ein Lehrer Verspätung hatte und wir länger als geplant in der Schule blieben, eilte ich nach Hause, um die Zeit zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken nicht zu verpassen.

Jeden Morgen wache ich pünktlich um 6:00 Uhr auf, um aufrichtige Gedanken auszusenden. Ich brauche nicht einmal einen Wecker. Ich wache einfach genau in dem Moment auf, in dem es Zeit ist, damit anzufangen. Ich glaube, dass der Meister mir hilft und sicherstellt, dass ich pünktlich aufrichtige Gedanken aussenden kann. Danach mache ich die Übungen.

Wenn ich morgens in der Schule ankomme, gebe ich sofort meine Hausaufgaben ab. Während der Prüfungen halte ich mich an einen strengen Maßstab: Ich gucke niemals bei den anderen ab, sondern erledige die Aufgaben selbst, egal ob ich die Antworten kenne oder nicht. Ich bin auch sehr hilfsbereit geworden; so erkläre ich schwierige Matheaufgaben beispielsweise oft ganz von selbst den Mitschülern, die Schwierigkeiten damit haben. In der Schule bin ich immer zur Stelle, wenn ein Mitschüler Hilfe braucht, sei es bei den Hausaufgaben, beim Putzen oder bei anderen Dinge, die sie erledigen müssen. Der kleine Junge, der früher seine Hausaufgaben vernachlässigte, bei Tests schummelte und seinen Lehrern und Älteren gegenüber respektlos war, gehört endgültig der Vergangenheit an.

Hindernisse überwinden und Mitschülern die wahren Umstände erklären

Ich nutzte jede freie Minute für Falun Dafa. Ob auf dem Schulweg, in den Pausen oder auf dem Heimweg nach dem Unterricht, ich rezitierte still das Fa. Ich nahm auch jede Gelegenheit wahr, anderen zu helfen. Eines Tages hatte ein Mitschüler namens Albert Kopfschmerzen. Ich sagte zu ihm: „Sag: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘, dann wird es dir besser gehen.“ Er tat es, und seine Kopfschmerzen verschwanden tatsächlich; er war überglücklich. Ich sagte ihm auch: „Trag nicht das rote Tuch. Die Jungen Pioniere sind keine gute Organisation. Du solltest austreten.“ Er stimmte zu.

An diesem Nachmittag packte ich voller Freude ein Zhuan Falun und mehrere Amulette mit Informationen über Falun Dafa in meine Schultasche. In der Schule angekommen, verteilte ich die Amulette an meine Mitschüler. Meine Klassenlehrerin rief mich in ihr Büro. Ich hatte Angst und spürte, dass etwas Schlimmes passieren würde.

Sie fragte: „Praktiziert jemand in deiner Familie oder in deinem Bekanntenkreis Falun Dafa?“ Ich vertraute ihr und sagte ihr die Wahrheit. Damals fehlte mir die Erfahrung, die Fakten klarzustellen, und ich wusste nicht, dass man unter den Umständen der anhaltenden Verfolgung andere Praktizierende nicht bloßstellen sollte. Naiv wie ich war, glaubte ich, mit meiner Aussage die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie beschloss, meine Eltern zu kontaktieren. Mein Vater verbot mir aus Angst, Falun Dafa zu praktizieren. Die Lehrerin wandte sich an meinen Onkel. Als dieser davon erfuhr, erzählte er es meinem Vater, woraufhin der mir verbot, in der Schule über Dafa zu sprechen.

Mittelstufe

Als ich in die Mittelschule kam, ermahnte ich mich stets, dass es meine Aufgabe war, dem Meister bei der Rettung aller Lebewesen zu helfen. Ich beschloss, jeden Tag einen Menschen zu retten – das wären 365 Menschen im Laufe eines Jahres. Durch die Lektüre der Neun Kommentare über die Kommunistischen Partei und „Das endgültige Ziel des Kommunismus“ sowie verschiedener Informationsbroschüren sammelte ich nach und nach genügend Wissen, um anderen die Fakten über Falun Dafa und die Verfolgung zu erklären. In meinem ersten Jahr an der Mittelschule gelang es mir, einen Fünftklässler zum Austritt aus den Jungen Pionieren zu bewegen. Er bedankte sich voller Freude, und ich freute mich sehr.

Abends, nach meinen Hausaufgaben, ging ich manchmal auf einen öffentlichen Platz, um Menschen über die wahren Umstände aufzuklären. Auf dem Weg dorthin sendete ich aufrichtige Gedanken aus und bat den Meister, mir Menschen mit Schicksalsverbindung zuzuführen und alles Böse hinter ihnen zu beseitigen. Ich konzentrierte mich meist auf Schüler in meinem Alter. Wenn ich auf einem Platz niemanden fand, ging ich zum nächsten.

Ich kam beim Basketballspielen mit anderen ins Gespräch und lenkte die Unterhaltung dann auf Dafa. Zum Beispiel sagte ich ihnen: „Wenn ich in einer Prüfung auf eine Frage stoße, die ich nicht beantworten kann, sage ich einfach: Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut, und plötzlich weiß ich, was ich schreiben soll.“

Mir ist es leider nicht gelungen, jeden Tag einen Menschen zu retten. Aber ich habe mich von jemandem, der nicht wirklich wusste, wie man die Wahrheit vermittelt, zu jemandem entwickelt, der es nach und nach gelernt hat, und dabei viel Erfahrung gesammelt. Ich habe bedeutende Fortschritte bei der Rettung von Menschen gemacht, und es ist zutiefst befriedigend, die Dankbarkeit derer zu sehen, die die Wahrheit erkannt haben.

Eltern erneut in die Schule gerufen

Als ich mit dem Gymnasium begann, wurde ich zum Klassensprecher ernannt. Ich lernte fleißig und war Klassenbester bei den Prüfungen – eine Leistung, die mir die Bewunderung aller einbrachte.

Im zweiten Halbjahr meines ersten Schuljahres am Gymnasium sprach mein Politiklehrer das Thema Religion im Unterricht an und verleumdete Dafa. Ich hob die Hand, stand auf und sagte: „Die ganze Welt weiß, dass Falun Dafa gut ist.“ Ich entlarvte die Boshaftigkeit der Kommunistischen Partei Chinas – von Marx’ Verehrung Satans bis hin zu den Gräueltaten der KPCh seit ihrer Machtergreifung, darunter die Landreform, die politischen Kampagnen der „Drei-Antis“ und „Fünf-Antis“, die Anti-Rechts-Kampagne, die Kulturrevolution und das Massaker vom 4. Juni. Ich wies darauf hin, dass die Kommunistische Partei 80 Millionen Chinesen getötet hat und nun Falun Dafa verfolgt.

Wieder einmal wurden meine Eltern in die Schule bestellt. Ich bat meinen Vater, mir bei der Aufklärung der Lehrer zu helfen, aber er hatte Angst und kam nicht. So ging ich allein ins Sekretariat. Der stellvertretende Schulleiter und mehrere Abteilungsleiter warteten bereits. Der stellvertretende Schulleiter fragte: „Warum hast du dich nicht impfen lassen?“ und wollte wissen, ob meine Eltern und ich Falun Dafa praktizierten. Ich konnte die erste Frage mit einer Ausrede umgehen und weigerte mich, die zweite zu beantworten.

Ich fing an zu weinen und fragte: „Warum behandeln Sie mich wie einen schlechten Schüler oder einen Unruhestifter, der sich prügelt?“ Einer der Fachbereichsleiter beschuldigte mich, gegen das Nationale Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben, und der stellvertretende Schulleiter, der sichtlich wütend war, wäre beinahe handgreiflich geworden. Als ich ankündigte, von meinem Amt als Klassensprecher zurückzutreten, lobte mich der Lehrer sogar und würdigte meine Beiträge zum Unterricht. Ich bat darum, vom Politikunterricht befreit zu werden. Er lehnte ab, aber ich blieb dem Unterricht fern. Die ganze Angelegenheit verlief ohne größere Folgen. Ich wusste, dass der Meister mich wieder einmal beschützt hatte.

Später erkannte ich, dass meine Entscheidung, den Politikunterricht zu schwänzen, egoistisch gewesen war. Durch meine Abwesenheit hatte ich die Gelegenheit verpasst, den Lehrer daran zu hindern, Lügen zu verbreiten, und meine unschuldigen Mitschüler dieser Indoktrination ausgesetzt.

Danach mäßigten sich die Mitschüler, die zuvor in meiner Gegenwart schlecht über Dafa gesprochen hatten, und die negativen Einflüsse in meinem Umfeld nahmen deutlich ab. Weil ich mich für Dafa eingesetzt hatte und mit der Hilfe des Meisters, verbesserte sich meine Situation. Ich begann fleißiger zu praktizieren und gab jeden Tag mein Bestes, die drei Dinge gut zu machen. Ich empfand mein Leben als erfüllt und war guter Dinge. Als die Zeit für die Hochschulaufnahmeprüfung gekommen war, wurde ich an einer staatlichen Universität in meiner Nähe aufgenommen.

Arbeiten, um das Studium zu finanzieren

Ich war an einer Universität angenommen worden, aber mir fehlte das Geld für die Studiengebühren – 6.000 Yuan (etwa 720 Euro), eine erhebliche Belastung für meine Familie. Meine Eltern rieten mir vom Studium ab; sie wollten, dass ich arbeitete und Geld verdiente. Ich versuchte, die Gebühren mit einem Sommerjob zu decken; allein die Jobsuche dauerte mehrere Tage. Da wir keinen Elektroroller besitzen – Lieferjobs kamen also nicht in Frage – landete ich schließlich in der Küche einer Restaurantkette.

Weil ich zu langsam arbeitete und außerdem Probleme mit der Integrität des Unternehmens ansprach, wurde ich nach nur fünfzehn Tagen entlassen und hatte lediglich 1.000 Yuan (etwa 120 Euro). Ich versuchte mich im Telemarketing für ein Kreditunternehmen und verkaufte Reinigungsmittel, doch beide Versuche scheiterten aus verschiedenen Gründen. Ich verdiente nicht nur nicht genug für meine Studiengebühren, sondern verlor auch viel Zeit.

Mein Universitätsstudium war mühsam errungen; es wurde zu gleichen Teilen von meiner dritten Tante, meiner ältesten Tante und meiner Mutter finanziert. Meine Mutter deckte meine Lebenshaltungskosten mit Geld, das sie sich von ihren Kollegen geliehen hatte. Mein Laptop war ein Geschenk meines Cousins, der ebenfalls praktizierte. Ich bin dem Meister für seine barmherzige Unterstützung zutiefst dankbar und danke meinen Verwandten für ihre Opfer und ihre Hilfe.

Ich muss mich fleißiger kultivieren, um den Meister nicht zu enttäuschen. Ich kann es mir nicht leisten, an der Universität ziellos umherzuirren oder Zeit zu verschwenden. Ich muss alles, was mir gegeben wurde, wertschätzen und hart arbeiten, um meinen Verwandten in Zukunft etwas zurückzugeben.

Beharrlich die Übungen machen, das Fa lernen und Minghui lesen

Bevor ich an die Universität ging, machte ich mir Sorgen, dass ich die Übungen 1-4 nicht mehr praktizieren könnte. Ich weinte sogar, aus Angst, nicht mehr alle fünf Übungen täglich schaffen zu können. In meinem ersten Studienjahr wohnte ich 15 Kilometer vom Campus entfernt. Jeden Tag, nachdem ich eine Stunde lang in meinem Wohnheim meditiert hatte, fuhr ich mit einem Leih-E-Bike nach Hause, um die Übungen 1-4 zu machen, und kehrte dann ins Wohnheim zurück.

Ich verbrachte zwei Stunden mit dem Hin- und Herfahren, nur um sicherzustellen, dass ich alle fünf Übungen machen konnte. Anfangs beschwerte ich mich über die Langsamkeit des E-Bikes; als mir jedoch klar wurde, dass mein Cousin 40 bis 50 Minuten für die Fahrt von der Universität zu mir brauchte, verstand ich, dass das Bike eigentlich ziemlich schnell war.

Ich lernte das Fa fleißig und las täglich Dutzende von Seiten. Außerdem besuchte ich regelmäßig die Minghui-Website. Möglich machte dies mein Cousin, ebenfalls ein Praktizierender, der mir ein Tablet mit Dafa-E-Books und einen USB-Stick mit Software zur Umgehung der Internetzensur schenkte. Es war eine anstrengende Zeit, aber ich war wirklich glücklich.

Kurz darauf stellte ich fest, dass das Zimmer neben meinem frei war. Ich begann, diesen leeren Raum für die Übungen 1-4 zu nutzen und meditierte auf meinem Bett hinter einem Vorhang, den ich aufgehängt hatte. Das sparte mir viel Zeit und ermöglichte es mir, mehr Energie in mein Studium und die Dafa-Aktivitäten zu investieren. Ich weiß, dass der Meister alles so eingerichtet hat. Ich bin unserem großartigen Meister zutiefst dankbar!

Zweites Studienjahr

In meinem zweiten Studienjahr zogen wir auf einen anderen Campus. Ich konnte nicht mehr jeden Tag nach Hause fahren, und es gab kein freies Zimmer mehr im Studentenwohnheim, in dem ich die Übungen im Stehen hätte machen können. Ich meditierte jedoch weiterhin täglich. Im neuen Wohnheim lernte ich fleißig und war stets hilfsbereit – zum Beispiel half ich meinen Mitbewohnern mit ihrem Gepäck und brachte Gardinenstangen an ihren Betten an. Ich wachte jeden Tag kurz nach 4:00 Uhr morgens auf, meditierte, sendete aufrichtige Gedanken aus und begann dann mein Studium.

Ein Mitbewohner schrieb gerade einen Aufnahmeantrag für den Kommunistischen Jugendverband. Er war sichtlich erschöpft und fluchte beim Schreiben immer wieder. Es war nach Mitternacht – die Zeit für aufrichtige Gedanken war längst vorbei – und ich spürte, dass ich jemanden retten konnte. Ich sagte: „Ich rate dir, nicht dem Jugendverband beizutreten.“ Er fragte: „Warum?“

Ich erklärte: „Der Kommunistische Jugendverband ist eine Organisation der KPCh. Der Gründer der Kommunistischen Partei war Karl Marx, der Satan anbetete. Seit ihrer Machtergreifung hat die KP Kampagnen wie die Landreform, die Drei-Anti- und Fünf-Anti-Kampagnen, die Anti-Rechts-Kampagne, die Kulturrevolution und das Massaker vom 4. Juni auf dem Tiananmen-Platz durchgeführt. Die KP hat über 80 Millionen Chinesen getötet. Jetzt verfolgt sie Falun Dafa und lässt sogar lebenden Praktizierenden Organe entnehmen. Sie hat unzählige Gräueltaten begangen. Wenn du Mitglied dieser Organisation bist, wirst du ihr Schicksal teilen, wenn der Himmel die Partei vernichtet.“ Ich sprach auch über die Vorteile von Falun Dafa und ermutigte ihn, den Satz „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ in seinem Inneren zu bewahren, was ihm Frieden und Gesundheit bringen werde.

Während ich sprach, versammelten sich die anderen Mitbewohner um mich, um zuzuhören, und sagten, ich hätte ihnen eine ganz neue Welt eröffnet. Sie baten mich fortzufahren. Ich erklärte ihnen meine zwei Hauptziele: „Erstens möchte ich, dass ihr euch daran erinnert, dass ‚Falun Dafa gut ist‘ und ‚Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind‘. Zweitens, tretet bitte aus der Kommunistischen Partei, dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren aus.“ Sie waren verwirrt, warum sie austreten sollten, und fragten: „Wie sollen wir austreten? Woher weißt du das alles? Woher hast du diese Informationen? Wir sind doch keine schlechten Menschen, warum sollten wir austreten?“

Ich erklärte: „Ich habe diese Informationen durch Umgehen der Internet-Firewall erlangt und kann euch beim Austritt helfen. Gerade weil ihr keine schlechten Menschen seid, solltet ihr austreten.“ Wie man die Firewall umgeht, verriet ich ihnen nicht direkt; stattdessen ermutigte ich sie, selbst danach zu suchen. Meine Umgehungssoftware hatte mir mein Cousin installiert; damals wusste ich nicht, wie ich sie sicher mit anderen teilen konnte.

Eine Unterrichtsstunde über Maos Gedankengut

Kurz darauf, während einer Unterrichtsstunde über Mao Zedongs Gedankengut, sprach die Dozentin plötzlich Falun Dafa an. Mir fiel auf, dass ihre PowerPoint-Folien verleumderische Inhalte über Falun Dafa enthielten. Normalerweise sitze ich ganz hinten im Klassenzimmer, aber an diesem Tag saß ich zufällig vorne. Ich bat den Meister, meine aufrichtigen Gedanken zu stärken, und beschloss, die Wahrheit zu verdeutlichen. Ich hob die Hand, stand auf und sagte: „Frau Dozentin, Falun Dafa ist keine Sekte. Seine Kernprinzipien sind Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht; außerdem verbietet es strikt Töten und Selbstmord.“ Sie fragte: „Woher wissen Sie das?“ Ich antwortete: „Ich habe es auf zwei Wegen erfahren: durch Umgehen der Internet-Firewall und durch das Lesen von Botschaften in meinen Notizen.“

Ich brachte daraufhin einige rechtliche Punkte zur Sprache: In dem Dokument „Gong Tong Zi [2000] Nr. 39“ – gemeinsam herausgegeben vom Generalbüro des Zentralkomitees der KPCh, dem Generalbüro des Staatsrates und dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit – ist die Falun-Gong-Bewegung nicht unter den 14 als Sekten eingestuften Gruppen aufgeführt. Ich zitierte außerdem Artikel 36 der Verfassung, der die Glaubensfreiheit garantiert, und Artikel 98 des Gesetzgebungsgesetzes, der die Vorrangstellung der Verfassung festlegt und die Übereinstimmung aller lokalen Gesetze und Verordnungen mit ihr vorschreibt.

Die Dozentin beharrte jedoch darauf, die Lüge von der „Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz“ zu verbreiten. Beunruhigt und ratlos, was ich tun sollte, war ich erleichtert, als ein anderer Student die Hand hob, aufstand und sie herausforderte: „Woher weiß man, ob das, was man nach dem Umgehen der Internetzensur sehen kann, wahr oder falsch ist?“ Ich stand sofort auf und sagte: „Indem ich die Firewall umgangen habe, konnte ich das Zhuan Falun, das Hauptwerk von Falun Dafa, lesen. Darin wird immer wieder betont, dass man nicht töten darf; außerdem heißt es, dass jeder, der die Gebote von Falun Dafa nicht befolgt, nicht als wahrer Praktizierender gelten kann.“

Während die Dozentin weiter durch ihre Folien klickte und sich immer noch auf die „Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz“ konzentrierte, meldete ich mich zu Wort: „Sehen Sie – wenn es wirklich eine Selbstverbrennung gewesen wäre, warum sind die Haare der Menschen auf den Fotos dann völlig unversehrt? Und warum ist die Plastikflasche – die angeblich Benzin enthielt – durch das heftige Feuer nicht einmal verformt?“ Tatsächlich war auf den Folien keine Plastikflasche zu sehen, aber in meiner Eile sagte ich einfach, was ich wusste. Als sie keine Anstalten machte aufzuhören, stand ich erneut auf und sagte: „Frau Dozentin, wenn Sie weiterhin die Lügen der Kommunistischen Partei verbreiten, führen Sie dann nicht Ihre Studenten in die Irre?“ Sie hörte auf. Ich blieb stehen, und wenige Sekunden später war der Unterricht vorbei.

Nach dem Unterricht sprach mich die Lehrerin an und wollte herausfinden, ob mir ein Dafa-Anhänger diese Dinge erzählt hatte. Ich wies daraufhin auf die vielen verdächtigen Aspekte des inszenierten „Selbstverbrennungsanschlags auf dem Tiananmen-Platz“ hin: Wang Jindongs Körper war verkohlt, doch seine Haare blieben unversehrt; eine zwischen seinen Beinen eingeklemmte Plastikflasche zeigte keinerlei Anzeichen von Schmelzen oder Verformung; und die Polizei wartete, bis er seine Parolen ausgerufen hatte, bevor sie die Flammen mit einer Löschdecke löschte. Ich erwähnte auch, dass Liu Chunling tatsächlich von einem Gegenstand eines Polizisten getroffen und nicht durch das feuer getötet worden war.

Als ich fertig war, fragte sie, ob ich sie auch in Zukunft davon abhalten wolle, Dafa im Unterricht zu verleumden. Ich antwortete entschieden: „Ja. Sie dürfen solche falschen und irreführenden Informationen nicht verbreiten; damit führen Sie nur Ihre Studenten in die Irre.“

Von da an vermied die Lehrerin das Thema. Dies war das erste Mal, dass ich eine Lehrerin erfolgreich daran gehindert hatte, Dafa zu verleumden. Später erzählte mir ein Schüler aus einer Nachbarklasse, dass der Lehrer meinen Mut in einer ihrer Unterrichtsstunden gelobt hatte.

Von der Beraterin einbestellt

Dann stand ich vor einer neuen Herausforderung: Eine Beraterin bat mich zu einem Gespräch in ihr Büro. Ich fühlte mich etwas unwohl, aber ich hatte einen festen Gedanken: „Ich darf auf keinen Fall Informationen über meine Mitpraktizierenden preisgeben.“ Die Beraterin behauptete, sie wolle sich nur nach mir erkundigen und fragte nach meinem Studium und meinen persönlichen Interessen.

Dann fragte sie: „Haben Sie religiöse Überzeugungen?“ Ich antwortete: „Nein.“ Sie fuhr fort: „Ich habe gehört, Sie interessieren sich sehr für Falun Dafa. Praktizieren Sie es?“ Ich sagte: „Falun Dafa ist keine Religion!“ Sie lächelte und fragte: „Wie haben Sie von Falun Dafa erfahren? Gibt es in Ihrer Umgebung Falun-Dafa-Praktizierende?“ Ich antwortete: „Ich informiere mich, indem ich die Internet-Firewall umgehe.“ Ich erklärte ihr, dass Falun Dafa in China bei seiner Einführung 1992 sehr gut aufgenommen wurde, die KPCh aber 1999 begann, Falun Dafa zu verfolgen. Sie fragte: „Sind Sie Falun Dafa beigetreten?“ Ich fragte: „Was meinen Sie mit beigetreten?“ Sie sagte: „Das Umgehen der Firewall zählt als Beitritt.“ Ich schwieg.

Dann fragte sie: „Haben Sie enge Freunde?“ Da ich merkte, dass sie herausfinden wollte, ob ich andere Praktizierende kannte, fragte ich: „Was verstehen Sie unter einem engen Freund?“ Sie sagte: „Jemand, mit dem man lernt oder isst.“ Ich antwortete: „Nein, habe ich nicht.“ Sie fragte: „Was ist denn so gut an Falun Dafa?“ Ich antwortete: „Falun Dafa lehrt die Menschen, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben.“

Ich empfahl ihr, das Zhuan Falun zu lesen, woraufhin ihr Gesichtsausdruck plötzlich ernst wurde. Ich sagte: „Vor Beginn der Verfolgung 1999 war das Buch Zhuan Falun sehr bekannt – es zählte sogar zu den zehn meistverkauften Büchern in Peking. Nach Beginn der Verfolgung wurde es jedoch verboten. Man könnte heute kein Exemplar mehr kaufen, es sei denn, man umgeht die Internet-Firewall.“

Sie fragte, worum es im Zhuan Falun geht. Ich erklärte: „Es lehrt uns, was gut und was schlecht ist, was einen guten von einem schlechten Menschen unterscheidet und wie man die beiden auseinanderhalten kann.“ Neugierig meinte sie: „Einige meiner Schüler beschweren sich ständig, dass ich sie immer wieder zu Vorträgen einbestelle; deshalb halten sie mich für einen schlechten Menschen.“ Dann fragte sie: „Wie stellt man das fest?“ Ich antwortete: „im Zhuan Falun heißt es: ‚Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht (Zhen, Shan, Ren) sind der einzige Maßstab, zur Beurteilung von guten und schlechten Menschen. … Wenn ein Mensch den kosmischen Eigenschaften Zhen, Shan, Ren folgen kann, dann erst ist er ein guter Mensch. Wenn er diesen Eigenschaften zuwiderhandelt, ist er ein wirklich schlechter Mensch.‘“ Ich nannte drei Beispiele aus dem Zhuan Falun zur Verbesserung des Charakters und veranschaulichte so die positiven Veränderungen und Vorteile, die das Praktizieren von Falun Dafa mit sich bringt.

Während unseres Gesprächs schien sie nicht besonders an den Fakten interessiert zu sein, die ich über Falun Dafa erzählte; stattdessen wollte sie wissen, ob ich selbst Dafa praktizierte und ob ich andere kennte, die es praktizieren. Ich sagte ihr: „Es genügt, wenn Sie wissen, dass ich die Wahrheit über Dafa kenne; Sie müssen nicht wissen, ob ich es persönlich praktiziere oder nicht.“ Da sie merkte, dass sie keine weiteren Informationen erhalten würde, ließ sie mich gehen. Unter dem fürsorglichen Schutz des Meisters konnte ich mich in einer gefährlichen Situation erneut in Sicherheit bringen.

Das waren Einblicke in meinen Kultivierungsweg. Was die Rettung von Menschen betrifft, besteht im Vergleich zu anderen fleißigen Praktizierenden bei mir noch eine erhebliche Lücke. Ich bin noch nicht in der Lage, das Thema des Parteiaustritts konsequent und effektiv zu lenken, und ich habe auch noch nicht herausgefunden, wie man die Software zum Umgehen der Internet-Firewall sicher verbreitet. Ich muss höhere Ansprüche an mich selbst stellen, meine Xinxing (Herzensnatur) weiter erhöhen und in technischen Foren lernen, wie man Tools zum Umgehen der Firewall sicher teilt, um den Meister im Prozess der Fa-Berichtigung besser unterstützen zu können.

Fazit

Mein Leben ist durch Falun Dafa wunderbar geworden. Ich schätze mich glücklich, in eine Familie von Dafa-Praktizierenden hineingeboren worden zu sein; da der Meister mich geführt hat, habe ich den Weg der Kultivierung eingeschlagen. Seitdem habe ich Müßiggang und Unwissenheit hinter mir gelassen – ich treibe nicht länger ziellos umher wie gewöhnliche Menschen und verschwende meine Tage nicht mit Handyspielen und Videos.

Mein Leben ist durch Falun Dafa so unfassbar schön geworden. Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er mich in jedem Augenblick beschützt und geführt hat. Wann immer ich mich verloren, verwirrt oder voller Schmerz fühlte, haben mir die Prinzipien von Dafa die Richtung gezeigt; das hat es mir ermöglicht, bis heute standhaft auf diesem Weg zu bleiben. Durch diese Prinzipien konnte ich mich von einem ungezogenen Jungen zu einem verantwortungsbewussten, fähigen, mutigen und klugen jungen Mann entwickeln.

Ich zolle unserem barmherzigen und großen Meister meinen tiefsten Respekt!