(Minghui.org) Am 21. und 23. Januar 2026 standen drei Frauen aus der Stadt Longkou, Provinz Shandong, vor dem Gericht Longkou. Grund der Anklage: Sie praktizieren Falun Dafa.
Luan Yanping (über 50), Li Yufang (über 70) und Cui Xiuju (über 70) wurden am 17. Juli 2025 bei einer Polizeirazzia verhaftet und um 23 Uhr in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Yantai gebracht, wo sie sich seitdem befinden.
Als Cuis Anwalt seine Mandantin besuchte, erfuhr er, dass sie unter anhaltend hohem Blutdruck litt, begleitet von Schwindel und Gedächtnisverlust. Die Wärter schränkten die Zeit der Gefangenen für Mahlzeiten und Duschen stark ein. Da Cui sich nur langsam bewegte, wurde sie von den Gefangenen verhöhnt.
Der Polizeibeamte Guo Fudui der Polizeibehörde Longkou schloss die „Ermittlungen“ ab und übergab den Fall am 18. August 2025 der Staatsanwaltschaft Longkou. Als Li und Luans Angehörige die Staatsanwaltschaft aufsuchten, wurde ihnen mitgeteilt, dass die Fälle noch nicht eingegangen seien. Die Beamten weigerten sich zudem, den Namen des zuständigen Staatsanwalts preiszugeben. Zwei Tage später wurde den Angehörigen mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft die Fälle nun doch erhalten hatte. Sie beantragten daraufhin umgehend, zwei Angehörige als Familienverteidiger zu benennen und die Akte einzusehen. Ihnen wurde jedoch mitgeteilt, dass die Praktizierenden eigenhändig eine Vollmacht unterzeichnen müssten.
Am 22. August 2025 begaben sich die Angehörigen mit den Vollmachten zur Staatsanwaltschaft. Dort wurde ihnen gesagt, dass Staatsanwalt Lyu Shasha bereits Anklage gegen die Praktizierenden erhoben und die Fallakten an das Gericht Longkou weitergeleitet habe.
Unmittelbar danach reichten sie bei der Vorsitzenden Richterin Chi Ya’nan ihre Vollmachten sowie Anträge auf Akteneinsicht, auf Besuch ihrer Angehörigen und auf die Bereitstellung der Rechtsgrundlage für die Strafverfolgung ein. Chi war entweder nicht erreichbar oder stellte irrelevante Fragen. Einmal behauptete sie, der Fall sei „politisch und heikel“ und die Einsichtnahme der Familienvertreter in die Akte würde die Unparteilichkeit des Verfahrens gefährden.
Danach reagierten Staatsanwalt Lyu, Richterin Chi und Zhao Yu, Vorsitzender Richter des Strafgerichts, nicht mehr auf die Anrufe der Angehörigen.
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