(Minghui.org) Zwei Frauen aus der Stadt Xianyang, Provinz Shaanxi, befinden sich seit ihrer Festnahme im September 2024 in Haft. Sie müssen nun aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa mit Gefängnisstrafen rechnen.
An Caifeng, 77, und Ma Lingling, 65, waren am 4. September 2024 von Beamten der Polizeistation Fengdong Boulevard festgenommen worden. Ihre Wohnungen wurden durchsucht. An erlitt während ihrer Haft im Gefängnis Sanyaocun einen Schlaganfall und bekam hohen Blutdruck. Sie wurde in das Ankang-Krankenhaus, ein der Polizei angeschlossenes Krankenhaus, verlegt und befindet sich seitdem dort in Behandlung.
Das Bezirksgericht Weicheng führte am 8. April und 13. Mai 2025 zwei Anhörungen im Fall der beiden Frauen durch. Während der ersten Anhörung empfahl Staatsanwalt Liu Hongwei von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Weicheng eine Haftstrafe von 15 bis 18 Monaten für Ma. Eine Haft von 10 bis 12 Monaten für An, da bei beiden Frauen Falun-Dafa-Materialien in ihren Wohnungen beschlagnahmt worden waren.
Die Anwälte der Angeklagten plädierten auf nicht schuldig. Einer der Anwälte wies darauf hin, dass die Polizei bei den Hausdurchsuchungen weder Ausweise noch Durchsuchungsbefehle vorgelegt und nach der Beschlagnahmung von über 200.000 Yuan (ca. 24.000 Euro) in bar und Bankunterlagen keine Dokumentation ausgehändigt habe. Sie fügten hinzu, dass keines der Beweismittel der Staatsanwaltschaft das gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungsverfahren durchlaufen habe. Anstatt die Fragen der Anwälte zu beantworten, vertagte der Vorsitzende Richter Liu Yan die Verhandlung.
Bei der zweiten Anhörung am 13. Mai 2025 hielt Staatsanwalt Liu an den voher von ihm beantragten Haftstrafen für beide Frauen fest. Ans Anwältin berichtete, dass ihre Mandantin im Krankenhaus unter schweren gesundheitlichen Problemen leide, darunter Herzrasen und zitternde Hände. Sie habe außerdem Schwierigkeiten beim Essen und könne nicht selbstständig duschen. Der Arzt habe empfohlen, sie zur besseren Behandlung in ein anderes Krankenhaus zu verlegen. Dennoch lehnte der Richter den Antrag der Anwältin, An gegen Kaution freizulassen, ab.
Ans Anwältin besuchte ihre Mandantin am 28. Januar 2026 im Ankang-Krankenhaus und bemerkte, dass eine ihrer Hände ständig zitterte. Sie berichtete, dass sie aufgrund ihres instabilen Zustandes bereits fünfmal in ein anderes Krankenhaus verlegt worden sei.
Nach dem Besuch begaben sich Ans Anwältin und ihre Familienangehörigen zur Staatsanwaltschaft des Bezirks Weicheng, um Beschwerde gegen ihre willkürliche Inhaftierung einzulegen. Die Mitarbeiterin am Empfang weigerte sich jedoch, die Beschwerde entgegenzunehmen.
Frühere Verfolgung von An Caifeng
An ist Rentnerin der Bekleidungsfabrik der Stadt Xianyang. Anfang der 1990er-Jahre bekam sie die Diagnose Brustkrebs und hatte Gelenkveränderungen in beiden Ellbogen. Sie unterzog sich einer Chemotherapie und war danach arbeitsunfähig. Beeindruckt von den gesundheitlichen Vorteilen von Falun Dafa, begann sie am 1. April 1996 mit dem Praktizieren und erholte sich innerhalb eines Monats.
Seit die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa einleitete, wurde An wiederholt wegen ihres Glaubens ins Visier genommen. Am 8. November 2000 wurde sie von Beamten der Polizeistation der Xinxing Straße in ihrer Wohnung verhaftet. Ihre Wohnung wurde durchsucht. Die Polizei hielt sie drei Tage lang in einem örtlichen Hotel fest und zwang sie, Erklärungen zu unterschreiben, in denen sie Falun Dafa abschwören sollte.
An wurde am 11. November 2000 in das Drogenrehabilitationszentrum des Bezirks Weicheng verlegt. Vierzig Tage später wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Shaanxi gebracht, wo sie eine unbekannte Haftstrafe antreten musste. Wegen einer schweren Erkrankung, die sie während ihrer Haft bekam, wurde sie wenige Tage später entlassen.
Am 26. März 2021 wurde An erneut von Beamten der Polizeistation Caihong festgenommen. Sie wurde gegen Kaution freigelassen, nachdem die Haftanstalt des Bezirks Qindu sie aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes nicht aufnehmen wollte. Die Polizei leitete ihren Fall dennoch an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Qindu weiter. Im November 2021 wurde sie vom Bezirksgericht Qindu zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (ca. 240 Euro) verurteilt.
Frühere Verfolgung von Ma Lingling
Ma, eine Rentnerin der Fabrik 795, einem auf die Herstellung elektronischer Geräte spezialisierten Unternehmen, wurde ebenfalls mehrmals wegen des Praktizierens von Falun Dafa verhaftet.
Sie wurde am 11. März 2010 von Beamten der Polizeistation der Dongfeng Straße festgenommen. Ihre nächste Verhaftung erfolgte am 23. Juni 2013, weil sie mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Im September 2019 wurde sie erneut von Beamten der Polizeistation des Bezirks Huagong festgenommen und nach einer weiteren Verhaftung im Februar 2023 zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan verurteilt.
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