(Minghui.org) „Jeder nach seinen Bedürfnissen, jedem nach seinem Verdienst“ war einst die ideale Gesellschaftsvision, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Generationen von chinesischen Bürgern immer wieder eingeimpft hat. Genau diese Vision einer Zukunft, die durch „reichhaltige materielle Ressourcen und universelle Gleichheit“ gekennzeichnet war, motivierte viele, sich den Jungen Pionieren, dem Kommunistischen Jugendverband und sogar der Kommunistischen Partei Chinas selbst anzuschließen. Doch die Realität zeigte, wie sehr dieses Ideal durch Wellen politischer Kampagnen, Machtübernahmen und systemischer Gewalt völlig untergraben wurde.
Im Ausland müssen Patienten, die eine Organtransplantation benötigen, bei der Suche nach Organen mit Wartezeiten von mehreren Jahren rechnen. In China dagegen verkünden große Transplantationszentren auf ihren Websites öffentlich, dass die Wartezeiten für Organe nur wenige Tage oder Wochen betragen. Einige geben sogar an, es handele sich um „lebende Spender‘ und dass fehlgeschlagene Eingriffe wiederholt werden könnten. Dies stellt ein außergewöhnliches Phänomen im Bereich der menschlichen Organtransplantation dar. Die Werbung für vorhandene Organe für „offiziell nicht näher spezifizierte Empfänger“ lässt nur den Schluss auf einen staatlich von der Kommunistischen Partei Chinas betriebenen Organraub zu.
Wenn Leben systematisch abgewertet wird, wenn die Körper gewöhnlicher Bürger als Organressourcen behandelt werden, die „zugeteilt“ und „nach Bedarf angezapft“ werden, wenn „Verteilung nach Bedarf“ in der Praxis zu „Töten auf Abruf“ und „Lebendorganentnahme auf Abruf“ verkommt – erst dann wird den Menschen klar: Dieses sogenannte Paradies gehört vielleicht nur den wenigen Privilegierten, die sich in Fraktionskämpfen durchgesetzt haben, während die große Mehrheit der chinesischen Bevölkerung lediglich „menschliche Minen“ sind, die nach Belieben ausgebeutet werden können.
Häufiges Verschwinden von Studenten: Vertuschte Normalität oder unaussprechliche Wahrheit?
Um das Jahr 2014 herum kam es in vielen Regionen Festlandchinas gehäuft zu Fällen, in denen Studentinnen verschwanden, getötet wurden oder Opfer von Übergriffen waren. Die Betroffenen waren überwiegend junge Frauen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren. Die Umstände ihres Verschwindens ähnelten sich auffällig: Sie stiegen in fremde Fahrzeuge, verloren während Taxifahrten den Kontakt zu ihren Familien und Freunden, verschwanden nach Ferienjobs, auf Alleinreisen oder lösten sich sogar im Umfeld ihrer Hochschulen spurlos auf.
Im September 2017, kurz vor dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei, verbreiteten sich im Internet Nachrichten über das mysteriöse Verschwinden von mehr als 30 Studenten in Wuhan und lösten öffentliche Aufmerksamkeit aus. Der Internet-Nutzer, der diese Informationen veröffentlichte, wurde jedoch rasch für zehn Tage in Administrativhaft gesteckt. Auch sämtliche Diskussionen wurden umfassend unterdrückt.
Später bestätigten mehrere Eltern vermisster Studenten, dass das Verschwinden von Hochschulstudenten im Raum Wuhan kein Einzelfall sei. Viele dieser Fälle wurden nicht offiziell zur Anzeige gebracht oder über Jahre hinweg nicht weiter verfolgt.
Nach dem Jahr 2020 gab die Kommunistische Partei die ausdrückliche Anweisung, die „Propagierung der Organspende auf dem Campus“ zu verstärken. In der Folge organisierten zahlreiche Hochschulen landesweit entsprechende Schwur- und Registrierungsaktivitäten. Ein Teil der Studierenden trat – freiwillig oder unter Druck – sogenannten „Organspende-Freiwilligengruppen“ bei.
Parallel dazu nahm jedoch die Anzahl der verschwundenen Studenten weiter zu.
Im Jahr 2025 berichtete Zhang Yu, eine ehemalige Krankenschwester eines Krankenhauses der höchsten Versorgungsstufe in Wuhan, dass sich im Gebiet Wuhan-Optics-Valley 30–40 Hochschulen befänden. Dort kursiere seit Langem die Aussage: „Steigt ein Student in ein ,schwarzes‘ Fahrzeug, kommt er nie wieder zurück.“
Eltern, die bei den Hochschulen Gerechtigkeit einforderten, erhielten meist die Antwort, die Überwachungskameras würden zeigen, dass die Studenten das Campusgelände verlassen hätten. Auf diese Weise entzogen sich die Hochschulen ihrer Verantwortung. Zhang Yu erklärte, gerade diese Erfahrungen hätten bei ihr große Angst um die Sicherheit der Zukunft ihres eigenen Kindes ausgelöst.
Handelt es sich hierbei lediglich um Probleme der öffentlichen Sicherheit oder gibt es andere Hintergründe? Wenn es sich nur um vereinzelte kriminelle Fälle handelt, warum reagieren die Sicherheitsbehörden dann über Jahre hinweg so passiv? Wenn es sich um Zufälle handelt, warum konzentrieren sich die Fälle auf bestimmte Altersgruppen und bestimmte Regionen?
Rätselhafte Todesfälle auf dem Schulgelände – von Hu Xinyu bis zur „Qinghuayuan-Schule“
Im Jahr 2022 verschwand der Schüler Hu Xinyu in einer vollständig abgeschotteten Internatsschule in Shangrao, Provinz Jiangxi. Der Fall erregte anhaltende öffentliche Aufmerksamkeit. Niemand war in der Lage zu erklären, wie ein Schüler trotz dichter Überwachung innerhalb des Schulgeländes spurlos verschwinden konnte.
In sozialen Netzwerken äußerten zahlreiche Menschen erhebliche Zweifel an den offiziellen Darstellungen und vermuteten sogar einen Zusammenhang mit Organentnahmen. Gerüchten zufolge hatte Xinyu eine seltene Blutgruppe und sei möglicherweise bereits „vorab typisiert“ worden.
Der Fall wurde später von offizieller Seite rasch abgeschlossen, doch die Zweifel in der Öffentlichkeit hielten an.
Im Januar 2026 starb der 13-jährige Schüler Zhu der „Qinghuayuan-Oberschule“ in Xincai, Provinz Henan, plötzlich auf dem Schulgelände. Besonders umstritten war, dass die Schule den Leichnam ohne Anwesenheit der Angehörigen mit einem nicht regulär registrierten Krankenwagen abtransportieren ließ. Der Transport wurde unterwegs vom Onkel des Kindes gestoppt. Als die Familie den Leichnam sah, stellte sie Blutspuren an den Mundwinkeln sowie ein nadelgroßes Loch im linken Brustbereich fest.
Daraufhin versammelten sich zahlreiche Eltern und Anwohner vor dem Schuleingang und forderten Aufklärung. Die Behörden reagierten rasch mit dem Einsatz bewaffneter Polizei zur Unterdrückung der Proteste. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, der Tod sei auf einen „plötzlichen Herztod“ zurückzuführen. Das Loch in der Brust sei durch eine Blutentnahme durch einen Rechtsmediziner entstanden.
Diese Erklärung stieß in der Öffentlichkeit auf starke Zweifel. Warum war der Gerichtsmediziner bereits vor Ort, obwohl die Familie noch nicht eingetroffen war?
Mehrere Hinweisgeber erklärten, der Verstorbene habe die seltene Rh-negative Blutgruppe gehabt. Eine sogenannte Herzstich-Methode könne den Tod herbeiführen, während der Herzschlag noch mehrere Stunden aufrechterhalten werde, was eine lebendige Organentnahme erleichtere.
Unabhängig davon, ob diese Aussagen letztlich bestätigt werden, bleibt eine Tatsache unübersehbar: In einem streng abgeschotteten und vollständig überwachten Schulumfeld starb ein Minderjähriger; die Wahrheit wurde rasch blockiert, relevante Personen unter Kontrolle gestellt und juristische Untersuchungen behindert.
Nach dem Vorfall reisten viele Eltern aus anderen Regionen über Nacht an, um ihre Kinder von der Schule abzumelden oder künftig selbst zu begleiten. Einige entschieden sich sogar, ihre Kinder gar nicht mehr zur Schule zu schicken.
Von der Universität bis zum Kindergarten: Beängstigende Propaganda für Organspenden
Während Universitätsstudenten zumindest über ein gewisses Maß an Urteilsvermögen verfügen, überschreitet die Ausweitung der Organspende-Propaganda auf Grundschulen und sogar Kindergärten eindeutig eine psychische Grenze.
Im November 2025 berichtete ein Blogger aus Shanghai, dass sein Kind aus der Schule einen vom Seuchenkontrollzentrum verteilten Fragebogen nach Hause mitgebracht habe. Der Fragebogen betraf Erythrozyten-Proben, biologische Identifikation und Laboranalysen und erforderte die Unterschrift der Eltern. In den Kommentaren erklärten zahlreiche Eltern, dass sie die Zustimmung verweigern würden, und berichteten von ähnlichen Fällen heimlicher Blutentnahmen in Kindergärten und Grundschulen in verschiedenen Regionen.
Im Januar 2026 zeigten Online-Videos, wie Grundschüler in einer Region Chinas kollektiv einen Eid ablegten, einer mit der „Chinesischen Stiftung für die Entwicklung der Organtransplantation“ verbundenen Organisation beizutreten. Ein Screenshot einer naturwissenschaftlichen Prüfung der dritten Klasse zeigte mehrere Aufgaben, die sich direkt mit Organtransplantationen befassten, was bei Eltern große Besorgnis auslöste.
An einer Grundschule in der Provinz Jiangxi wurde während einer Veranstaltung zum „Internationalen Kindertag“ unter dem Motto „Kleine Helden der Organspende“ Unterricht für Schüler der ersten bis dritten Klasse durchgeführt. Die Kinder wurden aufgefordert, ihre „Ansichten zur Organspende“ aufzuschreiben.
In einem Umfeld, in dem umfassende Mechanismen zur Einholung der Einwilligung nach Aufklärung und zur ethischen Überprüfung noch unterentwickelt sind, stellt sich die Frage: Handelt es sich bei einer solchen systematischen Anleitung zur Organspende bei unter 18-Jährigen um Lebenserziehung oder eher um eine frühzeitige Konditionierung zur Angst?
Zeugenaussagen aus dem Gesundheitswesen: Eine blutige Kette von Ereignissen, die „stillschweigend akzeptiert“ wurden
Enthüllungen aus dem Gesundheitswesen machen es schwieriger, diese Fragen leichtfertig abzutun.
Die Krankenschwester Zhang Yu erklärte, dass in großen Krankenhäusern das Einsenden von Blutproben zur Typisierung längst ein offenes Geheimnis sei. Sobald eine Übereinstimmung festgestellt werde, setze sich eine komplette Interessens- und Profitkette in Gang.
Sie berichtete unverblümt, dass in großen medizinischen Einrichtungen wie dem Xiangya-Krankenhaus nicht nur einzelne Ärzte involviert seien, sondern ein systematisches Mitwirken von der Krankenhausleitung bis zu den Ausführenden bestehe. Für den schnellen Transport von Organen würden sogar Hubschrauber eingesetzt.
Der Assistenzarzt Luo Shuaiyu vom Xiangya-Krankenhaus Nr. 2 kam 2024 auf bizarre Weise ums Leben, als er aus großer Höhe stürzte, nachdem er sich geweigert hatte, an der Suche nach Spendern im Alter von drei bis sechs Jahren mitzuwirken und umfangreiches Material für eine Whistleblower-Aktion zusammengestellt hatte. Sein Fall gilt als warnendes Beispiel für „Nichtkonformität“.
Der Arzt Xie Wenqing enthüllte, dass Vermittler mit Verbindungen zu Militärkrankenhäusern die Lüge von „freiwilligen Spendern aus armen südostasiatischen Ländern“ nutzen würden, um die wahre Herkunft der Organe zu verschleiern, sodass Ärzte Transplantationen mit gutem Gewissen durchführen könnten. Er betonte jedoch, dass es aufgrund der Konservierungszeiten und Transportkosten praktisch unmöglich sei, dass diese Organe aus dem Ausland stammten.
Präzise Erfassung in DNA-Datenbanken und Gen-Archive: ein Albtraum für Eltern
Bereits im Jahr 2002 berichteten staatliche Medien öffentlich über den Aufbau sogenannter „genetischer Personalausweise“ und menschlicher Genbanken in China. Dabei wurde ausdrücklich deren Einsatz für die Typisierung bei Organtransplantationen erwähnt.
Heute sind die DNA-Datenbanken der Polizei eng mit der persönlichen Identität verknüpft. Landesweite Blutentnahmen, insbesondere unter Schülern, sind zur Normalität geworden.
In einem System ohne richterliche Unabhängigkeit und ohne wirksame Machtkontrolle bedeutet der Missbrauch solcher Datenbanken für illegale Zwecke, dass Einzelpersonen präzise lokalisiert werden können, ohne die Möglichkeit zu entkommen.
Schlusswort: Wenn Angst zur Realität wird, bedeutet Schweigen keine Neutralität mehr
Von Falun-Dafa-Praktizierenden bis zu normalen Bürgern, von Studenten bis zu Säuglingen, von inländischen Krankenhäusern bis zu sogenannten „biotechnologischen Unternehmen“ in Südostasien – die anhaltenden Vorwürfe der Organentnahme bei Lebenden hören nicht deshalb auf, weil Menschen dazu neigen, Horrorgeschichten zu glauben, sondern weil zu viele grundlegende Fragen unbeantwortet bleiben.
Wenn eine Gesellschaft nicht erklären kann, wohin die Menschen verschwinden und woher die Organe stammen, wenn Eltern ihre Kinder nur durch Schulwechsel oder Schulabbruch schützen zu können, dann beruht die sogenannte Stabilität längst auf Angst.
Vielleicht ist das wirklich Beunruhigende nicht die Frage, wie sich Einzelpersonen schützen können, sondern wie normale Menschen die grundlegende Garantie erhalten können, innerhalb des Umfelds der Partei als Menschen behandelt zu werden. Die endgültige Antwort liegt möglicherweise im Untergang der Partei oder in der Erschöpfung ihrer personellen Ressourcen. Was dieses Ergebnis bestimmt, abgesehen vom göttlichen Willen, ist die öffentliche Meinung. Welche Antwort wünschen Sie sich?
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