(Minghui.org) Nachdem ich mit der Kultivierung im Falun Dafa begonnen hatte, erkannte ich, dass mein früheres Leid einen Sinn hatte und letztendlich zu einem positiven Ergebnis führte.
Früheres Leid
Als ich jung war, arbeitete ich in meiner Heimatstadt acht Jahre lang als Privatlehrerin. Nach meiner Heirat zog ich in die Provinz Heilongjiang. Die Familie meines Mannes war sehr arm und lebte in einem kleinen, strohgedeckten Haus mit zwei Zimmern. Knapp ein Jahr nach unserer Hochzeit zeigte mein Mann sein wahres Gesicht: Er war jähzornig und spielsüchtig. Er verspielte alles, was wir besaßen, sodass wir nicht einmal mehr eine Schlafmatte hatten. Ich war wütend. Wenn ich versuchte, mit ihm darüber zu reden, schlug und trat er mich.
Vor meiner Heirat hatte ich nie geflucht. Mein Mann beschimpfte mich jedoch oft mit den schlimmsten Ausdrücken, und so lernte ich von ihm, zu fluchen. Was auch immer er Schlimmes sagte, ich erwiderte es mit gleicher Münze.
Mein Zuhause war weit weg von meinen Eltern und meine Kinder waren noch klein. Mehrmals wollte ich mich vergiften, aber dann dachte ich an meine unschuldigen Kinder und tat es nicht. Ich ertrug unermessliches Leid.
Ich tat alles, um die Familie über Wasser zu halten. Ich arbeitete hart und zog zwei Schweine auf, um etwas dazuzuverdienen. Eines Tages, als ich draußen Wildgemüse für die Schweine sammelte, kamen zwei Viehhändler zu uns. Ein älterer Nachbar sagte zu ihnen: „Die Frau ist sehr fleißig, aber der Mann ist ein Spieler. Sie füttern die Schweine jeden Tag mit Wildgemüse. Wie soll da das Schweinefleisch gut sein?“ Daraufhin gingen die Händler weg.
In einem Jahr, während der Maisernte, hob mein Mann im Hof eine Grube aus, um ein Trockengestell für den Mais zu bauen. Als er den Maisgrieß sah, den ich kochte, wurde er wütend und kippte den Inhalt der Schüssel auf Herd und Boden. Wortlos zerrte er mich in den Hof und schlug mir heftig ins Gesicht. Als ich endlich wieder zu mir kam und mit ihm stritt, schlug er mich erneut. Fäuste und Füße reichten ihm nicht, er schlug auch noch mit einer Schaufel auf mich ein, so dass ich später voller blauer Flecken war. Mein rechtes Ohr war so schwer verletzt, dass ich taub wurde. Voller Angst rannte ich zu einer Nachbarin und versteckte mich dort zwei Tage lang.
Alle im Dorf fürchteten meinen Mann. Ich hielt es nicht mehr aus mit ihm und kehrte in meine Heimatstadt zurück. Zwei Jahre später bekam er Bluthochdruck, erlitt einen Schlaganfall und starb fünf Tage später. Ich vermisste ihn kein bisschen. Viele Jahre lang zog ich meine drei Kinder allein groß. Doch mein Gesundheitszustand verschlechterte sich.
Vom Glück, Dafa zu lernen
Durch die Kultivierung im Falun Dafa begann ich zu verstehen, dass das unerträgliche Leid, das ich in der Vergangenheit ertragen musste, auf karmische Schulden zurückzuführen war, die ich über unzählige Leben angehäuft hatte. Vielleicht hatte ich meinen Mann in einem früheren Leben auf dieselbe unverzeihliche Weise behandelt? Ich musste die von mir verursachte karmische Schuld begleichen.
Nachdem ich mit Falun Dafa begonnen hatte, begannen auch viele andere Menschen in unserer Gegend damit und bald gründeten wir einen Übungsplatz mit über 100 Personen. Alle waren damit einverstanden, dass ich den neuen Praktizierenden die Übungen beibringen sollte. Damals war ich unglaublich geduldig. Ich wusste erst nicht, woher all diese Begeisterung kam, doch später erkannte ich, dass sie mir von Meister Li geschenkt wurde. Es war ein Ausdruck der Kraft und der großen Tugend von Dafa.
Ich half älteren Analphabetinnen, das Fa zu lernen damit sie es verstehen. Später schlug ich ihnen vor, selbst lesen zu lernen. Die meisten von ihnen waren schließlich in der Lage, das Zhuan Falun selbstständig zu lesen. Jeder Tag in dieser Zeit war erfüllt von Freude.
Nach dem Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 wurde unser Übungsplatz aufgelöst. Ich wurde als Erste zur Polizeiwache gebracht. Der Stationsleiter war nicht da, hatte aber seine Untergebenen beauftragt, mich zu bewachen. Ich hatte überhaupt keine Angst. Ich versammelte alle jungen Polizisten um mich und erzählte ihnen von Falun Gong und seinen Vorzügen. Ich berichtete, wie ich persönlich durch die Befolgung der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht profitiert hatte. Sie hörten zu und sagten dann: „Wir werden es auch lernen.“
Als der Stationsleite zurückkam, nahmen alle ihre regulären Aufgaben wieder auf. Er bat mich, Platz zu nehmen, und fragte: „Wann haben Sie mit Falun Gong angefangen?“
Ich antwortete: „Am 14. Juli 1997. Mein Mann war drei Tage zuvor gestorben, und meine Schwester brachte mir das kostbare Buch Zhuan Falun.“
Er war überrascht. „Waren Sie nicht traurig über den Tod Ihres Mannes?“
Ich erklärte ihm kurz meine familiäre Situation, und er zeigte großes Mitgefühl. Dann fragte er mich nach meinem Akzent und fand heraus, dass wir aus derselben Stadt kamen.
Er sagte: „Da wir aus derselben Stadt kommen, sollten wir aufeinander achten.“ Ich sagte: „Ich bin Ihnen dankbar für Ihre Freundlichkeit. Ich muss Ihnen sagen, dass Falun Gong nicht einfach nur gewöhnliches Qigong ist. Es führt zu einer bemerkenswerten Stärkung des Körpers. Sie sollten mehr darüber erfahren.“
Er nickte immer wieder und stimmte dem zu.
Dann brachte er mir ein Blatt Papier und bat mich, es zu unterschreiben. Ich benutzte eine Ausrede um nicht unterschreiben zu müssen. Daraufhin ließ er mich gehen. Seitdem hat er mich nicht mehr belästigt, und ich habe keine weitere Verfolgung erlebt. Vielen Dank, Meister, für Ihre Fürsorge.
Dies ist mein persönliches Verständnis. Bitte weist mich auf Unangemessenes hin.
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