(Minghui.org) Das chinesische Neujahr ist eine Zeit der Familienzusammenkünfte, der Würdigung der Ahnen und der gegenseitigen Wünsche für ein glückliches neues Jahr. Doch in China werden Tausende Falun-Gong-Praktizierende weiterhin brutal von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt. Die eklatanten Menschenrechtsverletzungen des Regimes dauern bereits seit mehr als 26 Jahren an.
Am 12. Februar 2026 hielten Falun-Gong-Praktizierende um 11 Uhr vor dem chinesischen Konsulat in Toronto eine Pressekonferenz ab. Sie berichteten über die Folterungen inhaftierter Praktizierender, um die menschenverachtende Verfolgung zu verdeutlichen, und forderten die KPCh auf, die Gräueltaten zu beenden und alle inhaftierten Praktizierenden bedingungslos freizulassen.



Falun-Gong-Praktizierende in Toronto veranstalten am 12. Februar 2026 vor dem chinesischen Konsulat eine Pressekonferenz zur Rettung ihrer Freunde und Familienmitglieder, die in China wegen ihrer Glaubens inhaftiert sind
Bruder aus dem Haus verschleppt
Herr He berichtete über die Verfolgung seines jüngeren Bruders, He Lizhong, im Kreis Minqin in der Provinz Gansu. Sein Bruder wurde im Sommer 2023 aus dem Haus verschleppt. Er befindet sich noch immer im Gefängnis von Lanzhou in Gansu.
Die Verhaftung schilderte He folgendermaßen: „Die Polizei brach in unser Haus ein und nahm meinen Bruder vor den Augen meiner über 80-jährigen Eltern fest. Das geschah, weil mein Bruder Falun-Gong-Informationen auf seinem Handy hatte. Die Polizei beschlagnahmte auch sein Sparbuch und raubte ihm seine Ersparnisse. Er verlor all das Geld, das er sich jahrelang hart erarbeitet hatte.“
Sein Bruder wurde von einer außerrechtlichen Einrichtung, die zur Verfolgung von Falun Gong eingerichtet wurde, zu sieben Jahren Haft verurteilt. Seine Familienangehörigen versuchten wiederholt, ihn zu besuchen, doch die Besuche wurden ihnen verweigert, da sein Bruder sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören.
Dies war bereits das zweite Mal, dass sein Bruder wegen Praktizierens von Falun Gong inhaftiert wurde. He berichtete: „Mein Bruder erzählte jemandem in seinem Dorf, wie sich sein Gesundheitszustand seit Beginn des Praktizierens verbessert hatte. Daraufhin wurde er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Gefängnis von Jiuquan in der Provinz Gansu wurde er unerbittlich gefoltert. Einmal war er über sechs Monate lang in einem speziell für Falun-Gong-Praktizierende angefertigten Eisenkäfig angekettet.“
„Die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh ist rechtswidrig und unmenschlich. Ich fordere die KPCh auf, die Verfolgung unverzüglich zu beenden und He Lizhong sowie alle anderen [inhaftierten] Praktizierenden freizulassen.“
Falun-Gong-Praktizierende verfolgt und verschleppt
Frau Zhang informierte, wie ihre Freundin, Chen Zhongli aus Datong, Provinz Shanxi, verfolgt und entführt wurde. „Auf ihrem Heimweg folgten ihr zwei Beamte und nahmen sie fest. Nach dem Verhör zerrten sie sie zu ihrer Wohnung und versuchten, sie dazu zu bringen, die Tür zu öffnen. Sie weigerte sich, und die beiden Beamten rangen fast eine Stunde mit ihr. Schließlich riefen sie einen Schlüsseldienst, verschafften sich Zutritt zu ihrer Wohnung, durchsuchten diese und beschlagnahmten Chens Falun-Gong-Bücher, Bilder von Meister Li Hongzhi, Bargeld und elektronische Geräte. Ihr entstand dadurch ein Sachschaden von über zehntausend Yuan.“
„Nachdem Chen in die Haftanstalt gebracht worden war, stiftete ein Wärter die anderen Insassinnen an, sie zu schlagen, sie zu zwingen, Videos anzusehen, die Falun Gong verunglimpften. Außerdem verweigerten sie ihr die nötigsten Dinge zum Leben und verboten sogar ihrer Familie, ihr Geld zu geben. Als ihr Anwalt sie besuchte, war ihr Gesicht voller blauer Flecken und Wunden. Später wurde ihre Verhaftung bestätigt und sie wurde angeklagt. Das gesamte Verfahren entbehrte jeder rechtlichen Grundlage.“
Chen begann 1999 mit dem Praktizieren von Falun Gong und folgte den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Einst litt sie an einem angeborenen Herzfehler und einer koronaren Herzkrankheit. Die häufigen Krankheitsschübe hinderten sie daran, zu arbeiten oder sich um ihre Familie zu kümmern. Sie trug stets Nitroglycerin-Tabletten bei sich und hatte große Mühe, ihre kleine Tochter großzuziehen. Nachdem sie mit Falun Gong begonnen hatte, genas Chen von all ihren Krankheiten und hatte seit Jahren keinen Rückfall mehr. Ihre Tochter sagte oft: „Danke, Falun Gong, dass du mir eine Familie und eine gesunde Mutter geschenkt hast.“
Zhang appellierte an die Öffentlichkeit, dem Fall von Chen und der anhaltenden Verfolgung in China Aufmerksamkeit zu schenken. „Lasst uns dieser unmenschlichen und unmoralischen Gräueltat ein Ende setzen. Chens Tochter wartet sehnsüchtig auf die Heimkehr ihrer Mutter.“
Praktizierende erfährt aus den Nachrichten vom Leid ihrer Freundin
Eine weitere Falun-Gong-Praktizierende ebenfalls mit Namen Zhang erfuhr von der Verhaftung ihrer Freundin, Yao Jiaxiu, durch zwei Artikel auf Minghui.org. Die Freundin lebte in Panzhihua, Provinz Sichuan. Zhang berichtete: „Am 20. September 2024 brachen Beamte in Yaos Mietwohnung ein und nahmen sie fest. Ein Richter am Stadtgericht Xichang verurteilte sie am 1. August 2025 zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan.
Sie wurde in das Frauengefängnis von Chengdu überstellt, und innerhalb von zwei Monaten verlor sie ihre oberen Schneidezähne. Ihre Nieren, Lunge und Leber versagten. Die Wärter drohten ihr, dass sie schweigen solle, als ihre Familie sie besuchte und nach ihrem Zustand fragte.“
Dies war nicht die einzige Verhaftung Yaos. Seit 2001 wurde sie mehrfach festgenommen und inhaftiert. Als sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, wurde sie von den Wärtern häufig gefoltert, indem sie sie in der prallen Sonne stehen ließen, an ihren Handschellen aufhängten oder sie zwangen, über längere Zeiträume in unnatürlichen Positionen zu verharren, um ihr unerträgliche Schmerzen zuzufügen. Außerdem wurde Yao der Schlaf entzogen und in einer psychiatrischen Klinik mit nervenschädigenden Medikamenten behandelt.
„Mindestens 23 Falun-Gong-Praktizierende sind im Frauengefängnis von Chengdu infolge von Folter gestorben. Wir sind sehr besorgt über Yaos aktuelle Situation“, erklärte Zhang. „Wir hoffen, dass die Mitarbeiter des chinesischen Konsulats die Fakten der Verfolgung erfahren und sehen, was mit Praktizierenden in China geschieht. Sobald sie das wahre, böse Wesen der KPCh erkennen und Falun-Gong-Praktizierende gut behandeln, steht ihnen eine bessere Zukunft bevor.“
Hilfe für eine Verwandte
Frau Geng rief die Öffentlichkeit zur Hilfe bei der Rettung ihrer Verwandten, Tong Jing, auf. Die 60-jährige Tong wurde in den vergangenen drei Jahren mehrfach festgenommen und inhaftiert. „Frau Tong und ihre über 80-jährige Mutter gingen am 9. August 2023 zur Polizeiwache in Fushun, um Pässe zu beantragen. Die Polizei nahm sie fest und brachte sie in die Haftanstalt von Fushun, wo sie 15 Tage festgehalten wurden“, berichtete Geng. „Beamte der Polizeistation Zhanqian verhafteten Frau Tong am 7. März 2025 erneut, als sie gerade Rechnungen bezahlte. Ihre Anhörung fand am 24. Juni in der Haftanstalt von Fushun statt. Sie wurde später zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.“
„Frau Tong ist im zweiten Frauengefängnis der Provinz Liaoning inhaftiert. Wir haben erfahren, dass die Gefängnisbehörden die Insassinnen fast täglich zu mehr als zehn Stunden Arbeit zwingen. Um Falun-Gong-Praktizierende zum Verzicht auf ihren Glauben zu zwingen, werden ihnen Schlafentzug, regelmäßige Toilettengänge und Waschzeiten verweigert, und es ist ihnen untersagt, Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Die Praktizierenden dürfen nicht miteinander sprechen. An manchen Tagen müssen sie mehr als zehn Stunden stillstehen. Wenn sie sich weigern, Dokumente zum Glaubensverzicht zu unterschreiben, werden sie geschlagen und ihnen werden Telefonate verboten.
Tongs 86-jährige Mutter sehnt sich jeden Tag danach, ihre Tochter zu sehen. Sie kann nicht schlafen, nicht richtig essen und hat innerhalb eines Monats mehr als zehn Kilogramm abgenommen. Minghui berichtete, dass allein im Jahr 2025 mindestens 48 Praktizierende in der Stadt Fushun Verfolgung erlitten haben.“
Geng fordert alle Beteiligten an der Verfolgung auf, ihre Aktivitäten einzustellen und die KPCh sowie die der KPCh angeschlossenen Organisationen umgehend zu verlassen. „Wir bitten außerdem die kanadische Regierung, zur Beendigung dieser unmenschlichen Verfolgung beizutragen und die Freilassung derjenigen zu fordern, die wegen ihres Glaubens inhaftiert sind.“
Freundin zu jahrelanger Haft verurteilt
Wang schilderte die Verfolgung einer Freundin, Yu Chunyan aus Daqing, Provinz Heilongjiang: „Beamte der Polizei von Saertu in Daqing brachen am 9. April 2025 in Yus Wohnung ein. Sie beschlagnahmten ihre Computer, Drucker und persönlichen Gegenstände. Sie weigerte sich, Erklärungen zu unterzeichnen, die Falun Gong diffamieren und ihrem Glauben abschwören sollten. Ein Richter am Bezirksgericht Ranghulu in Daqing verurteilte sie zu drei Jahren und zehn Monaten Haft.“ „Sie befindet sich derzeit in der Haftanstalt Daqing“, gab Herr Wang an.
Yu wurde bereits am 20. Oktober 2006 wegen der Ausübung von Falun Gong verhaftet. Beamte der Polizei von Longgang in Daqing stürmten ihr Restaurant, um sie festzunehmen. Sie durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Gong-Bücher und -Flyer.
„Yu weigerte sich, preiszugeben, wer ihr die Falun-Gong-Flyer gegeben hatte. Beamte der Polizeibehörden von Longgang und Daqing folterten sie während des Verhörs. Ein Beamter, Feng Haibo, zwang sie, Chiliwasser zu trinken, und verschloss ihr anschließend Mund und Nase mit einem mit Schleim bedeckten Stück Papier, sodass sie nicht atmen konnte. Sie wurde fünf Monate lang in der Haftanstalt Daqing festgehalten. Während dieser Zeit trat sie in den Hungerstreik und wurde wiederholt zwangsernährt. Schließlich wurde sie vom Bezirksgericht Ranghulu zu drei Jahren Haft verurteilt.“
Wang forderte die sofortige Freilassung von Yu und aller unrechtmäßig inhaftierten und verurteilten Falun-Gong-Praktizierenden. „Wir warnen alle, die an der Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden beteiligt sind, dass alles, was sie heute tun, in zukünftigen Gerichtsverfahren als Beweismittel dienen wird“, sagte er.
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