(Minghui.org) Die Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shen Ren“ (Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht) wurde am 16. Januar 2026 in Russe, Bulgarien, eröffnet. Sie präsentiert 28 Ölgemälde, die allesamt von Falun-Dafa-Praktizierenden geschaffen wurden, die der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) entkamen oder sie überlebten.

Russe ist die Geburtsstadt von Elias Canetti, dem Literaturnobelpreisträger von 1981. Sie ist Bulgariens sechstgrößte Stadt und eines der kulturellen Zentren des Landes. Die Stadt zeichnet sich durch eine vielfältige Kunstszene aus, die Musik, darstellende Kunst, bildende Kunst und Literatur vereint. Die Gebäude in Russe präsentieren eine Bandbreite an Architekturstilen, von der Gotik bis zum Neoklassizismus, die jeweils eine Epoche der reichen Geschichte der Stadt widerspiegeln.

Die Ausstellung „Die Kunst von Zhen-Shen-Ren“ findet im Regionalen Historischen Museum von Russe statt

Die lebendige Stadtästhetik von Russe und die Lage an der Donau haben der Stadt den Beinamen „Klein-Wien“ eingebracht und sie zu einem Treffpunkt für Künstler und Kreative aus der gesamten Region gemacht.

Die Ausstellung fand im Regionalhistorischen Museum in Russe, auch bekannt als „Palast Battenberg“, statt. Er zählt zu den imposantesten Gebäuden der Stadt und ist das älteste erhaltene Bauwerk aus der Zeit des Klassizismus.

Die offizielle Eröffnungsfeier der Ausstellung fand am 16. Januar inmitten einer anhaltenden Kältewelle statt. Hochrangige Verwaltungsbeamte, Universitätsprofessoren, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Journalisten und Bürger sowie Fachleute und Museumsmitarbeiter nahmen an der Veranstaltung teil.

Martin Garchev, der Ausstellungskoordinator, begrüßte die Besucher und sprach darüber, warum die Ausstellung stattfand, welche Themen sie behandelte und welche Botschaften die Gemälde vermittelten.

Besucher besichtigen die Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shen Ren“ in Russe, Bulgarien

V.l.n.r.: Martin Garchev, Prof. Dr. Nikolay Nenov – Direktor des Historischen Museums, Dragomir Draganov – Gouverneur der Region, Doz. Dr. Galina Ivanova – Vizerektorin der Universität Russe

Eine Sammlung, die „zum kritischen Denken anregt“

Martin Garchev, der Organisator der Ausstellung (li.), und Prof. Nikolay Nenov (re.)

Prof. Dr. Nikolay Nenov, Direktor des Regionalen Historischen Museums, befürwortete die Ausstellung der Gemälde aus der Zhen-Shan-Ren-Kunstsammlung von in seinem Haus. Er erklärte, die Ausstellung sei eines der seltenen Beispiele für Kunst, die kritisches Denken in der Gesellschaft anregt. Die Gemälde verdeutlichten sowohl die Kraft und Schönheit der Spiritualität von Falun Dafa als auch die Stärke der Praktizierenden angesichts von Verfolgung.

„Museen weltweit, wie diese Ausstellung zeigt, greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf, und die hier gezeigten Beispiele verdeutlichen genau dieses Bedürfnis nach menschlicher Empathie“, so Prof. Nenov.

Dragomir Draganov, Regionalgouverneur, neben dem Gemälde „Erleuchtung“ von Xiaoping Chen

Nach der Besichtigung der Gemälde bemerkte Dragomir Draganov, der Gouverneur der Region Russe: „Diese Ausstellung bietet Raum zum Nachdenken und die Auseinandersetzung mit diesen Werten durch die Sprache der Kunst. Jedes einzelne Werk beweist, dass Werte erlebt, gefühlt und geteilt werden können – nicht als Schlagworte, sondern als gelebte Erfahrungen.“

Er ist der Ansicht, dass es sich hierbei nicht um abstrakte Konzepte handelt, sondern um einen „moralischen Kompass“, der die Richtung unseres Lebens bestimmt. „Die drei Werte [Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht] ergänzen und bestärken einander. Wahrheit ohne Güte kann verletzen, Güte ohne Wahrheit verliert die Richtung, und ohne Nachsicht kann sich keines von beiden auf Dauer etablieren“, so Draganov.

Er sprach auch über die Wichtigkeit der Verteidigung der Gesellschaft, da die Ausstellung dieses Thema ebenfalls aufwirft.

Außerordentliche Professorin Ivanova hält die Glückwunschrede

Galina Ivanova, Außerordentliche Professorin und Vizerektorin für internationale Zusammenarbeit an der Angel-Kanchev-Universität in Russe, erklärte, dass die Ausstellung das kulturelle Leben der Stadt bereichert und dass „die Umsetzung dieser kreativen Idee zweifellos das Interesse unserer akademischen Gemeinschaft weckt“.

Frau Ivanova war Sonderbeauftragte von der Außerordentlichen Professorin Desislava Atanasova, Rektorin der Angel-Kanchev-Universität in Russe, und des Ehrendrektors, des Wissenschaftlers Hristo Beloev, PhD. Sie überbrachte dem Koordinator der Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shan Ren“ im Namen von Prof. Atanasova Glückwünsche.

„Wir teilen die universellen Prinzipien, die von den Schöpfern der Ausstellung zum Ausdruck gebracht werden – Wahrhaftigkeit, Güte und Toleranz – sowie die Notwendigkeit, die Menschenrechte zu schützen, da sie nicht nur die Grundlagen von Falun Gong sind, sondern auch universelle menschliche Werte“, heißt es in der Glückwunschbotschaft.

Besucher erkunden die Welt von Zhen-Shan-Ren

Viele Menschen besuchten das Museum und erfuhren mehr über die Geschichten der verfolgten Künstler.

Die Familie Kolevi aus Razgrad war am Samstag beruflich in Russe zu Besuch. Sie erfuhren von der Ausstellung, als sie zufällig einen Ehrenamtlichen der Ausstellung in der Stadt trafen.

Herr und Frau Kolevi vor dem Gemälde „Wer bin ich?“

Herr und Frau Kolevi besuchten die Ausstellung und hörten sich aufmerksam die Geschichte der in China verfolgten spirituellen Gruppe Falun Dafa an. Sie erfuhren von der Gewalt, die die Kommunistische Partei Chinas seit 26 Jahren gegen die Praktizierenden ausübt. Sie erfuhren auch von deren friedlichem Widerstand gegen die Unterdrückung und dass die Ausstellung Teil dieses friedlichen Widerstandes ist, sowie von der Kraft des Geistes und des Glaubens, die sich in den Gemälden widerspiegelt. Sie waren daran interessiert, mehr über Falun Dafa zu erfahren.

Auf das Gemälde, das sie am meisten beeindruckt hatte, angesprochen, erklärte Frau Kolevi, es sei das Gemälde „Wer bin ich?“, das mit folgenden Worten beschrieben war: „... die junge Frau, die alles hat, aber dennoch nach dem wahren Sinn des Lebens sucht.“

Bevor sie gingen, schrieb Frau Kolevi ins Gästebuch: „Ein Weg für Menschen, Spiritualität durch das Prisma der Welt um uns herum zu suchen! Vielen Dank!!!“

Zwei junge Leute aus Frankreich betrachten die Gemälde

Zwei junge Leute aus Frankreich schauten sich an einem kalten Sonntagnachmittag die Kunstwerke im Historischen Museum der Stadt an, als ihnen die Ausstellung „Die Kunst von Zhen Shan Ren“ auffiel. Sie betrachteten langsam die Gemälde und lasen die Beschreibungen. Sie erzählten den Ehrenamtlichen, dass sie aus Frankreich kämen und zuvor nichts über die Ereignisse und Themen gwusst hätten, die in den Gemälden dargestellt sind. Sie dankten den Praktizierenden für ihre Bemühungen, dass sie darüber informierten.

Umfassende Berichterstattung über die Ausstellung in den bulgarischen Medie

Mehr als 10 nationale und regionale bulgarische Medien berichteten in ihren Kunst- und Kulturrubriken über die Veranstaltung.

Zwei Tage vor der Eröffnung der Ausstellung lud Radio Russe, ein regionaler Radiosender, Dian Danilov, einen der Organisatoren der Ausstellung, als besonderen Gast in seine Kunst- und Kultursendung ein. Danilov erklärte die Bedeutung der Ausstellungswerke sowie die Geschichte von Falun Dafa als spirituelle Disziplin.

Am Eröffnungstag der Ausstellung, dem 16. Januar, veröffentlichte die Bulgarische Nachrichtenagentur – die nationale Nachrichtenagentur Bulgariens – einen Artikel über die Ausstellung, in dem es darum ging, wie die Kunstwerke das Bewusstsein für die Verfolgung von Falun Dafa in China schärften.

Am Montag, dem 19. Januar 2026, übertrug das bulgarische Staatsfernsehen (BNT) live aus dem Historischen Museum in Russe ein siebenminütiges Gespräch mit der Praktizierenden Katya Kalfova, die den Zweck und den Inhalt der Ausstellung erläuterte.

Auf die Frage eines Reporters, was die Hauptbotschaft der Ausstellung sei, antwortete Katya: „Die Hauptbotschaft ist, dass jede spirituelle Gruppe und jeder Mensch das Recht hat, sich zu seinem Glauben an das Göttliche zu bekennen ... Falun Dafa strebt keine politischen Vorteile an, sie [die Praktizierenden] wollen sich nur selbst verbessern, um sich persönlich weiterzuentwickeln und der Welt zu zeigen, dass dies etwas sehr Gutes ist, dass die Heilkraft von Moral und Tugend sehr stark und sehr real ist und dass sie wirkt.“

Sie fügte hinzu: „Durch spirituelle Prinzipien, durch den Glauben an das Göttliche und die höchste Gerechtigkeit kann ein Mensch ein viel besseres, erfüllteres Leben führen.“

Auch die Seiten der lokalen Behörden berichteten über die Veranstaltung, um weitere Interessenten zum Besuch der Ausstellung zu bewegen.