(Minghui.org) Heutzutage neigen viele Menschen zu Utilitarismus und moralischem Relativismus. Es ist üblich geworden, Argumente den eigenen Zielen anzupassen und dabei „Flexibilität“, „Realismus“ und „Anpassungsfähigkeit“ als Zeichen von Stärke zu betrachten. Der moralische Relativismus hingegen fokussiert sich auf das angestrebte Ergebnis, ohne moralische Maßstäbe zu berücksichtigen.
Wahrhaftigkeit ist ein grundlegender, universeller Wert der Menschheit. Die Tao-Schule fördert die Wahrhaftigkeit. Der Konfuzianismus betont die Integrität. Der Buddhismus verbietet die Falschheit, während das Christentum das Lügen verurteilt. In all diesen Traditionen gelten Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit als die grundlegendsten Prinzipien.
Der Konfuzianismus lehrt, dass ein Mensch ohne Integrität nicht bestehen kann, während der Buddhismus lehrt, dass die Lüge alle guten Wurzeln zerstört. Wahrhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu verlieren, ist wie ein Baum ohne Wurzeln oder Wasser ohne Quelle. Ebenso kann ein Mensch, der die Wahrhaftigkeit nicht kultiviert, weder das Fa erhalten noch zur Erleuchtung kommen, denn ihm fehlt es im Grunde an Tugend und an Fleiß, Toleranz, Barmherzigkeit und Mitgefühl.
Im Falun Dafa kultiviert man „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“, wobei Wahrhaftigkeit das oberste und wichtigste Prinzip ist. Der Satz
„[...] man soll die Wahrheit sagen, wahrhaftig handeln, ehrlich sein [...]“ (Zhuan Falun, 2019, S. 20)
besteht zwar nur aus wenigen Worten, doch dies zu verwirklichen, ist alles andere als einfach. Denn in China, unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei (KPCh), lügt die Regierung, die Medien verbreiten Fehlinformationen, Produkte werden gefälscht und die Medizinbranche handelt unethisch. Viele Menschen lügen und werden belogen.
Viele Chinesen, insbesondere jene, die nach Beginn der Kulturrevolution geboren wurden, wurden jedoch von klein auf zu einem stark instrumentellen Denken erzogen. Sprache – einschließlich geschriebener Texte – dient nicht dem Ausdruck echter Gedanken, sondern als Mittel zum Zweck. Diese Menschen betrachten Prinzipien, Werte und Begründungen als Werkzeuge, die man für eigene Zwecke einsetzen und jederzeit ändern kann. Daher erscheint es völlig normal, „das zu sagen, was andere hören wollen“. Auch ein Mangel an moralischer Beständigkeit wird als normal angesehen.
Manche Praktizierende, die noch in China leben, handeln oder denken möglicherweise immer noch so. Viele haben sich dem Strom angepasst und denken, gewohnheitsmäßiges gelegentliches Lügen sei nicht der Rede wert. Doch in einer normalen Gesellschaft sollte man sich der Lüge schämen. Einige Praktizierende haben die Kultivierung der Wahrhaftigkeit aber nicht ernst genommen, was von den bösen Mächten als Lücke für die Verfolgung ausgenutzt wurde.
Eine Praktizierende trug Informationsmaterialien in ihrer Tasche, um über die wahren Umstände aufzuklären, und benutzte dann den Ausweis einer anderen Person, um in einen Zug einzusteigen. Sie wurde festgenommen und verurteilt. Eine andere Praktizierende kehrte nach mehrmonatiger Abwesenheit an ihren Arbeitsplatz zurück. Unter dem Druck der Firmenleitung und mit dem Gedanken, dass dies eine Formalität sei, um ihren Arbeitsplatz zu behalten, schrieb sie eine Garantieerklärung, in der sie sich bereit erklärte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Später kam sie vom rechten Weg ab.
Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Tu Gutes, auch wenn es noch so klein ist, und tue nichts Böses, auch wenn es noch so klein ist.“ Diese Praktizierenden besitzen Tugend, haben sich aber nicht auf die wahre Kultivierung konzentriert, vielleicht weil sie dachten, diese oben genannten Themen seien unbedeutend. Tatsächlich ist an der Kultivierung nichts unbedeutend. Dieses Verhalten spiegelt verzerrtes Denken und menschliche Anhaftungen wider.
Was bedeutet es, wahrhaftig zu sein? Wahrhaftigkeit bedeutet eine Übereinstimmung von Gedanken und Worten, offen zu sprechen und Täuschung und Übertreibung zu vermeiden. Doch innerhalb der Parteikultur lügen viele Chinesen ohne Zögern oder Scham. Wenn Praktizierende dieser Gewohnheit ebenfalls verfallen, kultivieren sie keine Wahrhaftigkeit.
Manche Praktizierenden kommen öfter in schwierige Situationen und erleben wiederholte Verfolgung. Diese Praktizierenden sollten darüber nachdenken, ob sie Wahrhaftigkeit kultiviert haben. Nur wer der Lehre von Falun Dafa folgt, kann den Schutz des Meisters und des Fa erfahren.
Eine Folge des Lügens ist es, die wahre Erleuchtung nicht erlangen zu können. Eine andere, die karmische Schuld zurückzahlen zu müssen. Lügen ist ein großes Hindernis in der spirituellen Praxis. Wie kann man gütig und nachsichtig sein, wenn man nicht einmal wahrhaftig sein kann?
Wir müssen erkennen, dass gewohnheitsmäßiges, absichtliches oder unabsichtliches Lügen und Täuschen verzerrte und unmoralische Vorstellungen sind und dass selbst gelegentliches Lügen nicht unbedeutend ist. Man muss dieses Verhalten korrigieren. Nur durch die Läuterung des Herzens, durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kann man das Fa wirklich verstehen und in der Kultivierung Fortschritte machen.
Das ist mein persönliches Verständnis. Bitte weist mich auf alles hin, was nicht mit dem Fa übereinstimmt.
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