(Minghui.org) Vor meiner Pensionierung unterrichtete ich an einer Hochschule. Das Praktizieren von Falun Dafa hat mir geholfen, meine Selbstsucht zu überwinden und die Fähigkeit zu entwickeln, zuerst an andere zu denken. Durch diesen Prozess bemühe ich mich, während meiner Kultivierung ein selbstloser, altruistischer und aufrichtiger, erleuchteter Mensch zu werden.

Hier möchte ich von meinen Kultivierungserfahrungen bnerichten.

Ruhm und Gewinn in meinem Beruf loslassen

Berufliche Titel werden für Akademiker immer als äußerst wichtig angesehen. Mit einem höheren Titel kommt alles andere von selbst. Bei solchen Bewertungen spielen Leistungen in der Forschung eine bedeutungsvolle Rolle, sodass die meisten Akademiker mehr Zeit und Mühe in die Forschung als in die Lehre investieren. Früher war ich genauso.

Nachdem ich jedoch mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, begann ich zu verstehen, dass ich in der Kultivierung damit beginnen muss, ein guter Mensch zu sein. Gut und Böse sind nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu messen.

Ich erkannte, dass es egoistisch war, zu viel Aufmerksamkeit auf Ruhm und Gewinn zu richten, anstatt meine Schüler gut zu unterrichten. Also konzentrierte ich mich auf den Unterricht und bereitete jede Stunde mit großer Sorgfalt vor. Ferner legte ich Wert auf die moralische Erziehung meiner Studenten und leitete sie subtil nach eben den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht an. Das tat ich, selbst nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 mit der landesweiten Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte.

Der Meister öffnete meine Weisheit. Ich wurde klarer und meine Lehrleistung verbesserte sich erheblich, was mir jedes Jahr die „Auszeichnung für hervorragende Lehrleistungen“ einbrachte. Ich war bei den Studenten sehr beliebt, auch bei denen aus anderen Einrichtungen. Sie kamen wegen meines guten Rufes zu meinen Vorlesungen.

Um die Zahl der Studienabbrecher im ersten Semester zu verringern, bat mich meine Fakultät, meine eigentlich für das zweite Studienjahr vorgesehenen Lehrveranstaltungen in das erste Semester vorzuverlegen. Manche Studenten, die einen Studiengangwechsel oder Studienabbruch geplant hatten, änderten daraufhin ihre Meinung. Inspiriert von meinem Unterricht beschlossen sie weiterzumachen.

Im Jahr 2001 wurde ich für zwei Jahre vom Unterricht suspendiert als Strafe dafür, dass ich nach Peking gegangen war, um für Falun Gong Gerechtigkeit zu fordern. Der Dekan stellte mich jedoch ein Jahr später wieder ein und erklärte: „Sie ist diejenige, die die neuen Studenten halten kann.“

Ein ehemaliger stellvertretender Leiter einer Universität mit Schwerpunkt Kunst wurde vom Bildungsministerium beauftragt, mich zu bewerten. Er äußerte sich zu meinem Unterricht mit den Worten: „Ich habe noch nie eine so gute Lehrerin gesehen, mit so reichhaltigen Unterrichtsinhalten, klarer Logik, inspirierend und voller Freude.“

Auf einer Willkommensfeier für die neuen Studenten stellte mich der Moderator dreimal vor und jedes Mal folgte begeisterter Applaus. Die Führungskräfte und Ehrengäste in der ersten Reihe drehten sich um, um mich anzusehen, und die neuen Studenten standen alle auf, um einen Blick auf mich zu erhaschen. Zwei Studenten nahmen sogar Luftballons und Blumen aus der Bühnendekoration und überreichten sie mir. Ich war sehr gerührt und musste mich mehrmals erheben und bedanken.

Nach meiner Pensionierung stellte mich die Universität für zehn Jahre wieder ein. Normalerweise werden wiederangestellte Mitarbeiter nicht in die Bewertung der Studenten einbezogen. Dennoch wurde mein Name in das System aufgenommen. Am Ende belegte ich den ersten Platz unseres Instituts.

Lehre und Forschung ergänzen einander. Probleme, die im Unterricht auftreten, können durch Forschung gelöst werden, und Forschung kann wiederum die Lehrleistung verbessern. Daher bezog ich, während ich mich auf meine Unterrichtstätigkeit konzentrierte, stets auch die Forschung mit ein.

Einmal sagte der Rektor unseres Instituts bei einer allgemeinen Evaluierung für eine höhere Position: „Lehrkräfte in unserem Institut, die Falun Gong praktizieren, sind allesamt unsere Hauptstützen und vorbildliche Lehrer. Sie werden bei der Bewertung ihrer beruflichen Qualifikation nicht benachteiligt.“ An unserem Institut wurde kein Dafa-Praktizierender wegen seines Glaubens bei Beförderungen benachteiligt.

Eine mögliche Katastrophe mit Nachsicht entschärfen

Eines Abends hörte ich gegen Mitternacht unten wütendes Geschrei, in dem der Name meines Mannes genannt wurde: „Du bist so widerlich! Wenn unsere Stadt sich nicht um dich kümmern kann, werde ich dich auf Provinzebene verklagen!“

Ich war an diesem Abend allein zu Hause. Auf der Straße sah ich zwei ältere Männer, einen großen und einen kleinen. Der Kleine war sehr wütend und schimpfte ununterbrochen, während der große Mann versuchte, ihn wegzuziehen. Ich dachte: „Dieser Mann ist so wütend. Das ist nicht gut für seine Gesundheit.“ Ich lief schnell nach unten und entschuldigte mich bei ihm: „Ich weiß nicht, wie mein Mann Sie verärgert hat. Jedenfalls möchte ich mich stellvertretend für ihn entschuldigen.“ „Meine Tochter ist schwanger!“, schrie der kleine Mann.

Als ich das hörte, war ich schockiert und besorgt. „Es ist ein Mädchen. Er hat zu meinem Schwiegersohn gesagt, er solle das Baby abtreiben lassen. Wie kann er nur so dumm sein und Jungen gegenüber Mädchen bevorzugen?“, fuhr der Mann fort. Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich sagte erleichtert: „Ja, das war falsch von ihm.“ Er erzählte mir, dass er mit einem Messer bewaffnet sei, und klopfte auf seine Tasche, in der sich offenbar ein Küchenmesser befand. In diesem Moment kam ein Taxi. Der große Mann und ich halfen dem kleineren Mann einzusteigen. Ich war dem Meister dankbar, dass er mir in dieser ziemlich schwierigen Situation geholfen hatte.

Später kam der Schwiegersohn des Mannes vorbei und entschuldigte sich. Er erklärte, dass der alte Mann kurz zuvor aus der Nervenklinik entlassen worden, geistig krank und kurz nach Hause entflohen sei. Seine Tochter war erst seit zwei Monaten schwanger, das Geschlecht war gar nicht bekannt – es war alles Einbildung.

Weil ich eine Dafa-Praktizierende bin, behandle ich Menschen mit Freundlichkeit und hatte weder Anstoß an seinen Beschimpfungen genommen noch mich um eine mögliche Beschädigung unseres Rufes gesorgt und so hatte der Vorfall ruhig geendet. Hätte ich mit ihm gestritten und ihn damit noch wütender gemacht, hätte er vielleicht das Messer gezogen. Da er psychische Probleme hatte, wäre er für sein Verhalten nicht zur Verantwortung gezogen worden. Ich mag mir nicht vorstellen, was hätte geschehen können, wenn ich so reagiert hätte, wie es andere Menschen getan hätten.

Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind tugendhafte und weise Prinzipien, die mir geholfen haben, eine sehr gefährliche Situation mit Güte und Verständnis zu lösen.

Der Glaube an den Meister half uns in einer großen Notlage

In der Arbeitsabteilung meines Sohnes kam es zu einer schweren Sicherheitslücke. Mehrere Menschen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Mein Sohn war für die erste Phase des Projekts verantwortlich. Der Leiter seiner Abteilung sowie der Abteilungsleiter, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, trugen die Verantwortung für die zweite Phase des Projekts.

Sobald die undichte Stelle entdeckt wurde, versuchte der Abteilungsleiter wohl, sich selbst zu schützen, und setzte meinen Sohn wiederholt unter Druck. Er sollte zugeben, dass er die Informationen weitergegeben habe. Der Abteilungsleiter erklärte auch seinen Vorgesetzten, mein Sohn sei für die undichte Stelle verantwortlich.

Mein Sohn wies die Anschuldigungen zurück und bat die Führung, den Fall weiter zu untersuchen. Im heutigen China sind überall Fälle von Ungerechtigkeit und Fehlurteilen zu finden. Mein Sohn und ich standen tatsächlich vor einer großen Prüfung.

Die Ermittlungen dauerten vier Monate. Ich war ziemlich besorgt und fürchtete, dass eine weitere große Prüfung bevorstehen könnte. Ich verstehe, dass in der Kultivierung nichts zufällig ist und es nur darum geht, karmische Schulden zu begleichen. Dennoch konnte ich meine Sorgen nicht ganz unterdrücken. Als ich es kaum noch ertragen konnte, bat ich den Meister, das Unglück zu beseitigen.

Die Behörden führten vom Zeitpunkt der Anzeige bis zum Abschluss des Falls strafrechtliche Festnahmen durch und verhörten viele Personen, doch mein Sohn und seine Kollegen blieben verschont.

Nachdem der Fall abgeschlossen war, beharrte die direkte Vorgesetzte meines Sohnes weiterhin darauf, dass mein Sohn für das Leck verantwortlich sei. Sie behauptete, sie habe die Akte gelesen. Wieder machte ich mir Sorgen um die Zukunft meines Sohnes und bat schließlich einen Freund, die Vernehmungsprotokolle einzusehen. Sie zeigten, dass alle ausgesagt hätten, das Leck sei in der zweiten Projektphase aufgetreten, die nichts mit meinem Sohn oder seinen Kollegen zu tun hatte.

Wie sich herausstellte, wollte die direkte Vorgesetzte meines Sohnes einen anderen Kandidaten zum stellvertretenden Abteilungsleiter befördern – eine Position, für die auch mein Sohn infrage kam. Sie wollte daher den Fall gegen meinen Sohn verwenden. Ihre Anschuldigung verlief jedoch im Sande, weil mein Sohn sich gar nicht um die Position beworben hatte.

Gleichzeitig bemühte sich seine unmittelbare Vorgesetzte selbst um eine Beförderung. Sie wurde jedoch wegen eines mutmaßlichen Gesetzesverstoßes gemeldet und von der Disziplinarkommission der Provinz untersucht. Mein Sohn wurde gebeten, bei den Ermittlungen zu kooperieren.

Vom Fa her verstand ich, dass es oberflächlich betrachtet so aussah, als hätte die unmittelbare Vorgesetzte meines Sohnes versucht, ihre eigene Vertraute zu befördern, indem sie meinen Sohn diffamierte. Doch in Wirklichkeit könnte es sein, dass der Meister diese Gelegenheit nutzte, um mein Karma umzuwandeln, damit ich mich in der Kultivierung erhöhen konnte.

Ich erklärte meinem Sohn mein Verständnis der Fa-Prinzipien und erinnerte ihn daran, weder wütend zu sein noch Rache an seiner Vorgesetzten zu suchen, die ihn zuvor zu Unrecht beschuldigt hatte. Mein Sohn stimmte mir zu. Er sprach wahrheitsgemäß und nutzte die Situation nicht aus, um zurückzuschlagen.

Mit Güte diejenigen retten, die sich in meine Ehe einmischten

Mein Mann war Beamter auf Abteilungsebene und hatte viele Affären. Während ich wegen meines Glaubens an Falun Dafa verfolgt wurde, wollte er sich scheiden lassen, um wieder heiraten zu können. Doch dann wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Man gab ihm nur noch drei Monate zu leben.

Ich handelte nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und kümmerte mich sehr gut um ihn. Ich begleitete ihn nach Peking, Shanghai und an andere Orte, damit er sich dort von den besten Ärzten behandeln lassen konnte. Aus praktischen Gründen lernte ich, Spritzen zu geben und das Chemotherapiegerät zu bedienen, Medikamente zuzubereiten, Infusionen anzuschließen, Massagen durchzuführen und chinesische Kräutermedizin zuzubereiten.

Ich verstand seine Angst und Verzweiflung und ertrug sein unangemessenes Verhalten und schließlich war er von meiner Güte tief berührt. Er verstand, dass Dafa den Menschen Gesundheit, Frieden, Güte und Hoffnung bringt und die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) für all die Probleme und Nöte in China verantwortlich ist. Er trat aus der Partei aus und gab eine feierliche Erklärung ab. Das berührte auch seine Familienmitglieder und Verwandten, von denen anschließend mehr als 20 ebenfalls aus den Organisationen der KP Chinas austraten.

Bevor mein Mann starb, sagte er zu mir: „Dank deiner Güte habe ich vier Jahre länger gelebt. Du bist sogar gütiger zu mir als meine eigene Mutter.“ Im tiefsten Innern wusste ich, dass meine Kultivierung in Dafa auch ihm zugutegekommen war und der Meister sein Leben verlängert hatte, um ihm die Chance zu geben, die Wahrheit zu erfahren und gerettet zu werden.

Ich empfand weder Eifersucht noch Hass gegenüber den Frauen, die Affären mit meinem Mann gehabt hatten. Wenn ich einigen von ihnen begegnete, wurde ich nicht wütend und sagte keine verletzenden Worte zu ihnen, sondern nutzte die Gelegenheit, um ihnen die Fakten über Falun Dafa zu erklären und ihnen zum Austritt aus den Organisationen der KPCh zu verhelfen.

In all meinen Jahren als Lehrerin habe ich, egal wie müde ich war, niemals eine Vorlesung abgelehnt. Während einer Sommerpause unterrichtete ich drei Tage lang in drei Städten. Ich nutzte all diese Gelegenheiten, um die Boshaftigkeit der KPCh aufzudecken und die Fakten über Falun Dafa zu erklären. Jedes Jahr nahmen mehr als 4.000 Studenten an meinen Vorträgen teil.

Seit fast 29 Jahren kultiviere ich mich nun im Falun Gong und je mehr ich mich kultiviere, desto mehr spüre ich die immense Tiefe von Dafa. Ich bin voller Hoffnung und bin ruhiger und friedlicher geworden, während ich meine Mängel immer deutlicher erkannt habe.

Als ich zum Beispiel meinen Sohn daran erinnerte, keinen Hass oder Groll gegenüber seiner Vorgesetzten zu hegen, empfand ich ihr gegenüber keine Dankbarkeit dafür, dass sie mir die Gelegenheit gab, meinen Charakter zu verbessern. Ich habe immer noch Anhaftungen wie Eifersucht, Prahlerei, Beschwerden und das Streben nach Bequemlichkeit und andere.

Ich bin noch weit entfernt von den Maßstäben eines selbstlosen, altruistischen und rechtschaffenen erleuchteten Wesens, das zuerst an andere denkt. Aber ich werde mich bemühen und mich weiterhin kultivieren.