(Minghui.org) Eine Falun-Dafa-Praktizierende namens Mei (Pseudonym), die im Frauengefängnis der Provinz Liaoning inhaftiert war, berichtete kürzlich von den verdächtigen Blutabnahmen, denen sie vor und nach ihrer Einweisung unterzogen wurde.
Ende März 2023 wurden Mei und fast 100 weitere Häftlinge (darunter sowohl Falun-Dafa-Praktizierende als auch Nicht-Praktizierende) zu einer umfassenden körperlichen Untersuchung in ein Gefängniskrankenhaus gebracht. Die Polizei händigte jedem von ihnen zwei bis drei Reagenzgläser für eine Blutentnahme aus.
Nachdem alle fertig waren, rief die Polizei eine junge Falun-Dafa-Praktizierende zurück, um ihr erneut Blut abzunehmen, da der Arzt gesagt habe, die erste Runde sei „nicht gut gelaufen“.
Anschließend wurden alle Inhaftierten zum Frauengefängnis der Provinz Liaoning gefahren und in die zweite Abteilung (für neu aufgenommene Inhaftierte) gebracht.
Am Morgen des 3. April 2023 wurden alle Falun-Dafa-Praktizierenden, die in der zweiten Abteilung inhaftiert waren, in die zwölfte Abteilung verlegt, die auch als Intensivtrainings- und Besserungsbereich bekannt ist und speziell für die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden eingerichtet wurde.
Mei sagte, dass sie und andere Praktizierende getrennt untergebracht worden und verschiedenen Formen von Misshandlung ausgesetzt worden seien, darunter Schläge, Schlafentzug und die Verweigerung der Toilettenbenutzung. Außerdem wurden sie aufgefordert, Erklärungen zu schreiben, in denen sie sich von Falun Dafa lossagen sollten.
Ende April oder Anfang Mai 2023 befahl die Gefängnisbehörde plötzlich allen Häftlingen der zwölften Abteilung, sich zur Blutabnahme in die dreizehnte Abteilung zu begeben, die die hauseigene Gesundheitsklinik des Gefängnisses ist. Jedem von ihnen wurden zwei 5ml Röhrchen venöses Blut abgenommen, weitere Tests wurden nicht durchgeführt.
Mei erzählte, dass sie bereits vor ihrer Inhaftierung im externen Gefängniskrankenhaus einer umfassenden körperlichen Untersuchung unterzogen worden seien. Sie fragte sich, warum das Gefängnis eine weitere Blutabnahme veranlasst habe. Der Grund für die Blutabnahme und deren Ergebnisse seien ihnen nie mitgeteilt worden. Sie wüssten auch nicht, wohin das Gefängnis ihre Proben geschickt habe.
Angesichts der dokumentierten Organentnahmen an lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas vermutete Mei, dass die Blutabnahmen wahrscheinlich dazu dienten, eine Datenbank aufzubauen, um zu sehen, wer für die staatlich geförderten Organentnahmen in Frage kommen könnte. Sie fügte hinzu, dass das Gefängnis versuchte, sie und die anderen Praktizierenden glauben zu machen, dass die Organentnahmen an lebenden Menschen erfunden seien, um das kommunistische Regime zu verleumden.
Laut einer Insiderin verschwand eine andere Praktizierende, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 aus der Zwölften Abteilung entlassen worden war, sechs Monate nach ihrer Rückkehr nach Hause plötzlich. Ihr Verbleib ist bis heute unbekannt. Die Insiderin befürchtete, dass sie Opfer von Organraub geworden sein könnte.
Frühere Berichte:
Zwangsmedikation an Falun-Dafa-Praktizierenden im Frauengefängnis der Provinz Liaoning
Anhaltende Folter im Frauengefängnis von Liaoning – mit Todesfolge
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