(Minghui.org) Im Mai 1996 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Ein Arbeitskollege stellte mir das Zhuan Falun vor. Als ich an jenem Abend das Buch aufschlug, dachte ich sogleich fasziniert: „Das ist die Wahrheit, die mir bis heute nicht offenbart wurde. Das ist genau das, wonach ich gesucht habe!“ Ich verbrachte drei Abende damit, das Buch von Anfang bis Ende zu lesen und war begeistert. Die wundersame und scheinbar unerreichbare Kultivierung, nach der ich mich gesehnt hatte, war einfach so zu mir gekommen. Wie hätte ich diese Gelegenheit nicht ergreifen können?
Ich bin dankbar, dass der Meister die Form des gemeinsamen Praktizierens in der Gruppe arrangiert hat. Ansonsten hätte ich es wohl kaum geschafft, die Herausforderungen zu meistern, die mir das Praktizieren bescherte. Meine Beine sind dick, kurz und steif wie Baumstämme. Als ich versuchte, den Lotussitz einzunehmen, konnte ich mein linkes Bein nur um knapp 90 Grad beugen und lediglich den rechten Fuß auf das linke Knie legen. Während die Fußsohlen der anderen Praktizierenden nach oben zeigten, zeigten meine nach unten. Ich musste mich mit aller Kraft nach vorne beugen, um still sitzen zu können.
Am Anfang konnte ich nicht länger als fünf Minuten in dieser Position sitzen. Es dauerte ein Jahr, bis ich es endlich schaffte, im Halblotussitz zu sitzen. Meine jüngere Schwester ermutigte mich, den Doppellotussitz zu versuchen. Ich starrte sie ungläubig an: Doppellotus? Das war völlig undenkbar! Dennoch ermutigte sie mich, es zu versuchen. Sie erzählte mir, dass sie früher im vollen Lotussitz so starke Schmerzen hatte, dass ihr die Tränen kamen, aber dennoch hätte sie gelächelt. Daraufhin verknotete ich zwei Handtücher zu einem Seil und zog meinen linken Fuß mit aller Kraft nach oben.
Immer wenn ich Fortschritte machte, ermutigte mich der Meister. Ich sah in meinen Träumen zwei leuchtende Blumen von der Größe eines Waschbeckens und wurde in eine Klasse für hervorragende Schüler in der Grundschule aufgenommen. Als ich in der Lage war, im vollen Lotussitz zu sitzen, träumte ich, dass ich einen Zulassungsbescheid für die Aufnahme an einer Hochschule erhielt. Im Traum dachte ich, dass ich mich nun endlich entspannen könnte. Aber dann konnte ich das Unterrichtsgebäude nicht finden und fand mich in einer schmutzigen Hütte wieder, die von einem Eisenzaun umgeben war. Der Meister kümmert sich um jeden Praktizierenden, der sich aufrichtig kultivieren möchte, und spornt ihn an, sich weiter anzustrengen und fleißig voranzukommen!
Als ich das Fa lernte und die Übungen praktizierte, erholte ich mich – unmerklich – von meinen hartnäckigen Beschwerden, darunter Herzleiden, chronische Entzündungen des Dünndarms, übelriechender Ausfluss aus beiden Ohren, ständige Kopfschmerzen, Fersensporn, Rheuma im ganzen Körper, Brusthyperplasie und Leistenrisse. Mein besorgter Gesichtsausdruck verschwand und ich fühlte mich wie neu geboren. In diesen wunderbaren Tagen stand ich jeden Morgen um drei Uhr auf, um den Übungsplatz vor den Gruppenübungen zu reinigen. Abends kochte ich schnell etwas, aß, putzte den Boden, legte meine Decken aus und wartete auf die Mitpraktizierenden, um gemeinsam mit ihnen das Fa zu lernen. Als ich die unschuldigen, glücklichen und liebenswerten jungen Praktizierenden auf den Decken sitzen sah, empfand ich eine unaussprechliche Freude!
Der Meister lehrt uns Kultivierende, rücksichtsvoll zu sein. Ich arbeitete als Aushilfe in einer Fabrik. Eines Tages wollte ich ein geschweißtes Metallteil hochheben, band es mit einem Stahlseil fest und versuchte, das Seil am Kranhaken zu befestigen. Aber das Seil war zu kurz und es war schwierig, es am Haken zu befestigen. Als der Fahrer den Kran absenkte, schlug der etwa 75 Kilogramm schwere Haken auf meine Hand. Ich hatte solche Schmerzen, dass ich mich hinkniete und wieder aufstand und die Schmerzen, ohne einen Laut von mir zu geben ertrug. Meine Kollegen versammelten sich um mich herum und sahen, dass meine Hand stark geschwollen war. Der Kranführer stand wie versteinert da, aber ich sagte schnell: „Es geht mir gut.“ Ich wusste, dass der Chef ihn nicht mochte und ihm Probleme bereiten würde, wenn er von dem Unfall erfuhr.
Der Meister sagt:
„[…] wenn die Kultivierenden etwas tun, sollen sie an andere denken;“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Kanada, 23.05.1999)
Ich beschloss, den Arbeitsunfall nicht zu melden, da dies den Vorgesetzten alarmieren würde. Ich zwang mich, den Schweißhelm aufzusetzen und schweißte trotz starker Schmerzen weiter. An meiner Hand blieb eine Delle zwischen Daumen und Zeigefinger zurück, die erst einige Jahre später verschwand. Vielen Dank Meister, für Ihren Schutz!
Einmal schweißte ich einen riesigen und schweren Eisenrahmen. Um zu überprüfen, ob die Rückseite gut verschweißt war, bat ich einen Kollegen, mir beim Anheben zu helfen. Aber der Kollege ermüdete und ließ den Rahmen plötzlich los, der dann auf meinen rechten Fuß krachte. Ich hatte unerträgliche Schmerzen und wedelte wild mit den Händen in der Luft. Sogleich eilten meine Arbeitskollegen herbei, hoben den Rahmen an und ich zog meinen Fuß heraus. Mein Kollege sagte immer wieder: „Gib mir nicht die Schuld! Gib mir nicht die Schuld!“ „Es ist nicht deine Schuld“, sagte ich hastig. Der Direktor rief: „Holt ein Auto! Holt ein Auto!“ „Nicht nötig“, entgegnete ich. „Ich muss nicht ins Krankenhaus!“
Ich setzte mich auf einen Hocker und zog Schuhe und Socken aus. Alle versammelten sich um mich herum und baten mich, meine Zehen zu bewegen, was mir jedoch nicht gelang. Als der Direktor sah, dass ich nicht ins Krankenhaus gehen würde, bat er einen Kollegen, mich nach Hause zu bringen, und sagte zu mir: „Ruhen Sie sich einfach zu Hause aus. Sie werden für jeden Tag ihrer Genesung bezahlt, egal wie lange es dauert.“
Zu Hause setzte ich mich in das Zimmer, in dem ich dem Porträt des Meisters meine Ehrerbietung erweise, und sofort wurde mein Fuß von einer Welle warmer Luft umhüllt. „Schau“, sagte ich zu meinem Kollegen, „sobald ich mich hier hingesetzt habe, ist mein Fuß von Wärme umhüllt.“ Mein Kollege schwieg. Am nächsten Tag brachte er mir Medikamente, die ich jedoch ablehnte: „Danke. Ich brauche keine Medikamente. Behalte sie.“
Meine Zehen waren auf das Zwei- bis Dreifache ihrer normalen Größe angeschwollen. Ich blieb zu Hause, lernte das Fa, praktizierte die Übungen, und war innerhalb von vier Tagen geheilt. Ich dachte daran, einen weiteren Tag auszuruhen und einige Hausarbeiten zu erledigen. Aber dann dachte ich, dass ich als Dafa-Praktizierender, der Wahrhaftigkeit kultivierte, nach meiner Genesung wieder zur Arbeit gehen und nicht länger zu Hause bleiben sollte, selbst wenn niemand wusste, dass es mir gut ging.
So kehrte ich zurück zur Arbeit, was in der ganzen Fabrik für Aufsehen sorgte: „Du bist geheilt? Falun Dafa ist in der Tat wundersam!“ Mehrere Kollegen standen um mich herum versammelt: „Nicht einmal zu dritt konnten wir eine Ecke dieses riesigen Rahmens anheben. Er ist zu schwer. Und du bist nach nur vier Tagen geheilt?“ Ich bewegte meine Zehen: „Seht selbst, alles in Ordnung.“
Wenn wir die Anforderungen des Dafa fleißig befolgen, kann der Meister alles für uns tun. Von nun an werde ich mich bemühen, die drei Dinge gut zu machen und mit dem Meister nach Hause zurückkehren!
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