(Minghui.org) Eine 62-jährige Frau aus Yushu, Provinz Jilin, beendete im April 2020 eine drei Jahre und drei Monate lange Haftstrafe. Sie war inhaftiert worden, weil sie Falun Dafa praktiziert. Minghui.org berichtete bereits über ihre Verurteilung. Sie hat kürzlich die Misshandlungen, die sie in der Haft erlitten hatte, geschildert.

Wang Yulan wurde am 5. Januar 2017 festgenommen. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Nach zehn Tagen in einer örtlichen Haftanstalt wurde sie in die vierte Haftanstalt der Stadt Changchun verlegt. Dort trat sie in Hungerstreik.

Wang, der stellvertretende Leiter der Haftanstalt, wies mehrere Personen an, Wang auf einer Bank festzuhalten. Anschließend ernährte er sie gewaltsam. Danach lief ihr gelbe Flüssigkeit aus den Ohren und sie war vorübergehend taub.

Wangs Beine wurden durch die Misshandlungen so schwach, dass sie zeitweise nicht mehr laufen konnte. Mehrere Personen verabreichten ihr daraufhin Spritzen mit angeblichen Nährstoffen. Anschließend konnte sie ihre Schultern nicht mehr bewegen. Als sie um Hilfe schrie, stellte man die Spritzen ein.

Das Stadtgericht Yushu verurteilte Wang am 21. Juli 2017 zu drei Jahren und drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1.200 Euro). Sie wurde in das Frauengefängnis der Provinz Jilin eingeliefert.

Im Frauengefängnis der Provinz Jilin 

Dort zwangen die Gefängniswärter Wang täglich von 6 bis 20 Uhr, mit den Händen im Schoß auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Ihr Gesäß entzündete sich und ihr Blutdruck stieg stark an. Wenn sie zum Meditieren die Beine übereinanderschlug, wiesen die Wärter die anderen Gefangenen an, ihre Gliedmaßen an den vier Ecken eines Bettes festzubinden.

Die Wärter brachten Wang später in ein Krankenhaus, wo ihr intravenös Medikamente verabreicht wurden. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in eine Einzelzelle gesperrt, die stockdunkel war und nur ein winziges Fenster hatte, etwa so groß wie ein Gesicht. Unten an der Tür befand sich eine Öffnung für die Essensausgabe. Jede Mahlzeit bestand aus Maisbrei mit zwei kleinen Stücken Maisbrot. Später bekam sie nur noch Maisbrei.

Wang wurde auf einen Metallstuhl gefesselt und durfte die Toilette nicht benutzen. Ihr systolischer Blutdruck schoss auf 230 mmHg hoch (normalerweise liegt er bei 120 oder darunter). Die Wärter sprühten ihr wiederholt Pfefferspray ins Gesicht. Jedes Mal schlossen sie die Tür, sodass der Geruch lange in der Zelle hing.

Wang wurde außerdem angewiesen, in einem auf den Boden gezeichneten Kreis zu sitzen. Die Wärter drohten ihr mit Elektroschocks, sollte sie sich bewegen. Einen Monat später wurde sie in eine normale Zelle zurückverlegt, wo sie erneut gezwungen wurde, täglich stundenlang auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Diese Sitzfolter dauerte bis zu ihrer Freilassung im April 2020 an.

Frühere Berichte:

Zehn Verhaftungen und 36 Schikanen kurz vor den „Zwei Sitzungen“ der KP Chinas (Stadt Yushu, Provinz Jilin)

Praktizierende zu über drei Jahren Haft verurteilt (Provinz Jilin)

Provinz Jilin: Eine Frau zu Gefängnis verurteilt und drei vor Gericht, weil sie Informationen über Falun Gong verbreitet haben