(Minghui.org) Im Februar 2026 wurden insgesamt 31 Fälle gemeldet, bei denen Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

Sechs der gemeldeten Fälle ereigneten sich im Jahr 2025, 21 im Januar und Februar 2026, und bei vier weiteren Fällen ist das Jahr unbekannt. Aufgrund der strengen Informationszensur der Kommunistischen Partei Chinas sind Nachrichten über die Verfolgung nicht immer sofort verfügbar, was zu Verzögerungen bei der Berichterstattung führt.

Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus zwölf Provinzen oder regierungsunmittelbaren Städten. Die Provinz Shandong meldete die meisten Fälle (neun), gefolgt von Heilongjiang (sechs) und Hebei (vier). Liaoning, die Innere Mongolei und Sichuan verzeichneten jeweils zwei Fälle. Die übrigen sechs Regionen – Peking, Shanghai, Guizhou, Henan, Hubei und Jilin – hatten jeweils einen Fall.

Die Haftstrafen der Praktizierenden reichten von vier Monaten bis zu neun Jahren. Die Altersspanne der 24 Praktizierenden, deren Alter zum Zeitpunkt der Verurteilung bekannt war, reichte von 48 bis 86 Jahren, darunter war eine Person über 40, sechs über 50, neun über 60, vier über 70 und vier über 80.

Nachfolgend werden ausgewählte Fälle vorgestellt.

Schauprozess

Vier Falun-Dafa-Praktizierende zu Haftstrafen bis zu neun Jahren verurteilt (Dongning, Provinz Heilongjiang)

Vier Falun-Dafa-Praktizierende wurden am 4. Februar 2026 in Dongning, Provinz Heilongjiang, wegen ihres Glaubens zu Haftstrafen verurteilt.

Frau Su Hong erhielt eine Haftstrafe von neun Jahren und eine Geldstrafe von 5.000 Yuan (ca. 600 Euro). Herr Shen Jinxiang (65) und Frau Jia Yanfeng wurden jeweils zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (ca. 240 Euro) verurteilt. Herr Yang Kui erhielt eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren und eine Geldstrafe von 2.000 Yuan. Alle vier haben Berufung eingelegt.

Die Praktizierenden waren am 18. Juli 2025 im Rahmen einer Polizeirazzia festgenommen worden. Die Polizei von Dongning reichte am 19. August 2025 die Fälle bei der Staatsanwaltschaft von Hailin ein. Shen und Yang wurden am 27. August vom Polizeigefängnis Dongning in die Haftanstalt Hailin verlegt. Jia und Su blieben weiterhin in der Haftanstalt Mudanjiang inhaftiert.

Die Staatsanwaltschaft Hailin ist für alle „Falun-Dafa-Fälle“ in den umliegenden Regionen zuständig, darunter die Städte Dongning, Hailin, Ningan, Muling und Suifenhe sowie der Kreis Linkou.

Am 23. September 2025 suchten Yangs Tochter, Yang Jing, und Jias Tochter, Yang Nanxi, die Staatsanwaltschaft auf, um sich nach dem Stand des Verfahrens gegen ihre Eltern zu erkundigen. Sie verfassten außerdem ein Schreiben an Staatsanwältin Fan Jiayao, in dem sie diese dringend baten, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen. Fan weigerte sich zunächst, das Schreiben entgegenzunehmen. Daraufhin übergaben sie es Duan Tao, einem Mitarbeiter des Fallmanagementzentrums, mit der Bitte, es an Staatsanwältin Fan weiterzuleiten. Duan lehnte dies zunächst ab, nahm das Schreiben dann aber doch entgegen.

Die beiden Töchter Yang Jing und Yang Nanxi begaben sich daraufhin zur Beschwerdeabteilung der Staatsanwaltschaft, wurden jedoch festgenommen, nachdem Duan sechs Polizisten gerufen hatte. Beide Frauen wurden noch am selben Tag freigelassen.

Während der Anhörung der vier Praktizierenden vor dem Stadtgericht Hailin am 24. Dezember 2025 vertraten die bereits genannten Töchter sowie und Shen Lin, die Tochter von Herrn Shen, ihre Eltern als nichtanwaltliche Familienverteidigerinnen. Auch die Anwälte der Praktizierenden verteidigten deren Unschuld. Der Vorsitzende Richter, Yan Junlong, unterbrach die Verteidigung wiederholt und vertagte die Sitzung schließlich.

Bei der zweiten Anhörung am 30. Dezember wurde Yangs Sohn aus dem Gerichtssaal entfernt, weil er gegen die Verfahrensfehler des Gerichts protestierte (die genauen Umstände sind unbekannt). Richter Yan unterbrach die Anwälte und die Familienverteidiger wiederholt während ihrer Plädoyers.

Da die Anhörung nicht fortgesetzt werden konnte, beschlossen Yang Jing und Yang Nanxi, die Vertretung ihrer Eltern niederzulegen und die Anwälte zu entlassen. Sie teilten Richter Yan mit, dass sie neue Anwälte für ihre Eltern beauftragen würden. Es ist unklar, ob vor der Verurteilung der Praktizierenden eine dritte Anhörung stattfand.

Die Polizei nahm Yang Jing am 14. Januar 2026 fest und hielt sie 15 Tage lang in Haft, um sie daran zu hindern, um Gerechtigkeit für ihren Vater zu ersuchen.

Nach 8,5 Jahren hinter Gittern muss sie für weitere Jahre ins Gefängnis – nur weil sie Falun Dafa praktiziert

Am 12. Februar 2026 wurde Fang Caixia, eine Einwohnerin der Stadt Dalian, Provinz Liaoning, wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu 3,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) verurteilt.

Die 58-jährige Fang, die derzeit vermutlich im Untersuchungsgefängnis von Dalian festgehalten wird, legt nun gegen das Urteil Berufung ein. Vor ihrer jüngsten Verurteilung verbüßte sie bereits zwei Zwangsarbeitsstrafen von insgesamt 4,5 Jahren (Januar 2000 bis Januar 2003 und April 2009 bis Juli 2010) sowie eine vierjährige Haftstrafe (Juni 2016 bis Juni 2020) – nur wegen ihres Glaubens.

Fang war am 23. Juni 2025 festgenommen worden, während sie als Hausangestellte im Haus ihres Arbeitgebers tätig war. Die Polizei hatte Fang ins Visier genommen, nachdem eine Überwachungskamera sie beim Anbringen von Falun-Dafa-Plakaten gefilmt hatte.

Wu Qi, Fangs Sohn, begab sich am 16. Juli 2025 zur Polizeistation Qingniwaqiao, um eine Kopie des Haftbefehls seiner Mutter und die Liste der bei ihr beschlagnahmten Gegenstände zu erhalten. Der Polizist Zhou Zheng verhaftete ihn und hielt ihn fast zwei Stunden lang fest, unter dem Vorwurf der „Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften“. Die Polizisten Zhou und Cao schüchterten Wu ein und durchsuchten sein Mobiltelefon sowie einen Aktenordner, den er mitgebracht hatte. Sie drohten ihm außerdem, ihn 15 Tage lang festzuhalten, falls er den Vorfall an Minghui.org melden sollte. Bevor sie Wu freiließen, händigte Zhou ihm eine Kopie des Haftbefehls seiner Mutter aus, jedoch nicht die Liste der beschlagnahmten Gegenstände.

Wu und der von ihm für seine Mutter beauftragte Anwalt suchten am nächsten Tag den Beamten Cao auf. Cao drohte, den Anwalt zu verhaften und festzunehmen, „genau wie Wang Quanzhang“ (ein Menschenrechtsanwalt, der wegen der Vertretung von Falun-Dafa-Praktizierenden längere Zeit inhaftiert war). Cao stieß Wu außerdem mit den Fingern an und drohte, ihn „zur Vernunft zu bringen“.

Während Fangs Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht Ganjingzi am 8. Januar 2026 plädierten Wu und ihr Anwalt auf nicht schuldig. Sie wiesen darauf hin, dass in China kein Gesetz Falun Dafa jemals kriminalisiert oder als Sekte eingestuft habe. Staatsanwältin Zhuang Ning und die Vorsitzende Richterin Liu Lina unterbrachen sie wiederholt.

Nach mehr als sechs Monaten Haft war Fang abgemagert und erschöpft. Sie taumelte beim Gehen. Fang beteuerte, kein Gesetz verletzt zu haben, und weigerte sich, die meisten Fragen von Staatsanwältin Zhuang oder Richterin Liu zu beantworten.

Zur Kreuzvernehmung vor Gericht erschien kein einziger Zeuge der Staatsanwaltschaft. Statt die Originale der bei Fang beschlagnahmten Falun-Dafa-Informationsmaterialien vorzulegen, präsentierte der Staatsanwalt lediglich Schwarz-Weiß-Fotografien.

Nur zwei Familienmitglieder von Fang durften der Verhandlung als Zuschauer beiwohnen. Mehrere andere Anwesende schienen Bekannte der Staatsanwältin Zhuang zu sein.

Die Verhandlung endete gegen 16 Uhr. Sobald Wu das Gerichtsgebäude verließ, wurde er von Beamten der Polizeistation Xinzhaizi wegen „Förderung und Verbreitung einer Sekte“ festgenommen. Er wurde von Polizist Pan Li verhört und gegen 20 Uhr wieder freigelassen.

Verurteilung älterer Falun-Dafa-Praktizierender

85-Jährige wegen Praktizierens von Falun Dafa zum dritten Mal inhaftiert

Tang Sulan, 85 Jahre alt und wohnhaft im Kreis Linshui in der Provinz Sichuan, wurde am 11. September 2025 verhaftet. Sie erschien am 13. November 2025 und am 28. Januar 2026 vor dem Kreisgericht Linshui und wurde schließlich zu drei Jahren Haft verurteilt.

Dies ist bereits Tangs dritte Verurteilung wegen Praktizierens von Falun Dafa. Im Juli 2000 wurde sie wegen der Verteilung von Flyern mit Informationen über Falun Dafa verhaftet und später vom Kreisgericht Linshui zu vier Jahren Haft verurteilt. Während ihrer Haft im Gefängnis Yangmahe wurde sie körperlicher und seelischer Folter ausgesetzt. Nach ihrer Haftentlassung hielt die Polizei sie einen Monat lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung fest.

Tang wurde am 25. Juli 2014 erneut verhaftet, als sie bei sich zuhause eine Geburtstagsfeier ausrichtete. Am 27. Oktober 2016 wurde sie zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Auch Tangs Familie wurde verfolgt, weil sie Falun Dafa nicht abschwor. Ihr Mann, ihr Sohn und ihr Schwiegersohn starben infolge der Verfolgung. Ihr Enkel, der nicht Falun Dafa praktizierte, wuchs in Angst auf und erlebte die wiederholten Verhaftungen, Schikanen und Inhaftierungen seiner Eltern und anderer Familienmitglieder mit. Er litt unter schweren psychischen Problemen und starb mit nur 21 Jahren.

Insgesamt über 11 Jahre interniert – 73-jährige Witwe nun zum vierten Mal hinter Gittern

Eine 73-jährige Frau aus der Stadt Taiyuan in der Provinz Shanxi wurde zum vierten Mal verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.

Die verwitwete Xia Yilin wurde am 19. März 2025 festgenommen, nachdem sie eine feierliche Erklärung veröffentlicht hatte, in der sie unter Druck abgegebene Aussagen aus früheren Haftzeiten widerrief, mit denen sie Falun Dafa verunglimpfen sollte. Ihr Fall wurde im Juni desselben Jahres an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Yingze übergeben. Ihre Familie bestätigte kürzlich, dass das Bezirksgericht Yingze sie zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt hat; das genaue Datum des Urteils ist jedoch unbekannt. Xia befindet sich derzeit im Frauengefängnis der Provinz Shanxi (im Bezirk Yuci der Stadt Jinzhong). Einzelheiten zu ihrem Prozess und ihrer Verurteilung sind nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Xia wegen ihres Glaubens ins Visier der Behörden gerät. Sie schreibt Falun Dafa zu, dass sie von Magenkrebs genesen sei und wieder ein normales Leben führen könne. Zuvor verbüßte sie bereits drei Haftstrafen von insgesamt 11,5 Jahren: von Oktober 2000 bis Oktober 2003, von September 2015 bis September 2019 sowie von Juni 2020 bis Dezember 2024. Ihre jüngste Festnahme erfolgte nur wenige Monate nach dem Ende ihrer dritten Haftstrafe am 22. Dezember 2024.

72-Jährige nach zweijährigem Untertauchen festgenommen und heimlich zu zwei Jahren Haft verurteilt

Wang Guirong, eine 72-jährige Einwohnerin der Stadt Shouguang in der Provinz Shandong wurde wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Wang wurde am 22. Juli 2019 in ihrer Wohnung festgenommen. Anschließend wurden sie und ihr Mann zur Polizeistation des Bezirks Gongye gebracht und verhört. Die Beamten fotografierten Wang und nahmen ihr gewaltsam Fingerabdrücke ab. Während ihr Mann bald darauf freigelassen wurde, brachte man Wang in die Haftanstalt der Stadt Weifang. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes wurde sie dort jedoch nicht aufgenommen und gegen Mitternacht wieder freigelassen.

Einige Tage später nahmen Beamte derselben Polizeistation Wangs Sohn – der selbst kein Falun-Dafa-Praktizierender ist – fest. Sie forderten ihn auf, die Haftentlassungserklärung seiner Mutter sowie das Verzeichnis der beschlagnahmten Gegenstände zu unterschreiben. Zunächst verweigerte er dies, gab jedoch nach, als die Polizei damit drohte, seine Frau und seinen Sohn festzunehmen.

Am 28. Februar 2023 durchsuchten Beamte der Staatssicherheit der Stadt Shouguang erneut Wangs Wohnung. Sie wurde zur Behörde gebracht und noch am selben Abend freigelassen. Um weiterer Verfolgung zu entgehen, sah sie sich gezwungen, unterzutauchen.

Für den 3. Juni 2024 setzte das Gericht der Stadt Shouguang eine Anhörung in ihrem Fall an. Als die Behörden Wang im Mai 2024 nicht ausfindig machen konnten, schikanierten sie stattdessen ihre Angehörigen.

Am 18. September 2025 wurde Wang schließlich von Beamten der Staatssicherheitsabteilung Shouguang festgenommen und im Geheimen zu Gefängnis verurteilt. Ihrer Familie gelang es lediglich, ihre Überstellung ins Gefängnis zu bestätigen; Einzelheiten über ihre Anklage, ihren Prozess oder ihre Verurteilung sind ihnen nicht bekannt.

Fünfte unrechtmäßige Gefängnisstrafe für eine 74-Jährige

Zhang Qiuju, eine 74-jährige Frau aus Xinyang, Provinz Henan, wurde wegen ihres Glaubens an Falun Dafa vom Kreisgericht Huangchuan zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Dies bestätigte Minghui.org im Januar 2026. Zhang hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.Es ist nicht das erste Mal, dass Zhang wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ins Visier genommen wurde. Sie wurde bereits viermal verurteilt.

Erste Haftstrafe (Dauer unbekannt)

Zhang wurde im Jahr 2000 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Shihe festgenommen. Sie brachten sie in ein abgelegenes Gebiet, wo sie gefoltert wurde. Sie schlugen sie so heftig, dass ihr Gesicht stark gequetscht wurde. Außerdem rissen sie ihr Haare aus. Um zu verhindern, dass andere ihre Schreie hörten, verhängten sie die Fenster mit Bettdecken. Zhang wurde einige Monate später verurteilt; die genaue Haftstrafe ist jedoch unklar. Als ihre Familie sie besuchte, war ihr Gesicht noch immer entstellt und voller Blutergüsse.

Zweite Haftstrafe (drei Jahre)

Zhang wurde am 10. Juni 2009 erneut festgenommen, wiederum von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Shihe. Sie wurde später zu drei Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Henan in Xinxiang verurteilt.

Dritte Haftstrafe (fünfeinhalb Jahre)

Zhang verteilte am 17. Februar 2015 Informationsmaterialien über Falun Dafa und übergab ein Exemplar einem Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Shihe, ohne dessen Identität zu kennen. Er nahm sie daraufhin fest. Im August 2015 wurde sie vom Bezirksgericht Shihe zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt und Mitte November 2015 in das Frauengefängnis der Provinz Henan eingeliefert. Dort wurde sie verschiedenen Formen der Folter ausgesetzt, darunter Einzelhaft, Schlafentzug und die Verwehrung des Toilettengangs, weil sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören.

Vierte Haftstrafe (ein Jahr)

Zhang wurde am 16. Mai 2023 erneut festgenommen, als sie mit anderen Menschen über die Verfolgung von Falun Dafa sprach. Die Polizei beschuldigte sie der Flucht und brachte sie in die Haftanstalt der Stadt Xinyang. Später wurde sie zu einem Jahr Haft verurteilt; ihre Berufung wurde abgewiesen.

Über 60-Jährige aus Shandong wegen Praktizierens von Falun Gong zu jahrelanger Haft verurteilt

Eine Frau aus Shouguang, Provinz Shandong, wurde am 2. Februar 2026 zu 3,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2400 Euro) verurteilt, nur weil sie Falun Gong praktiziert. Ren Chunlian, über 60 Jahre alt, kündigte nach der Urteilsverkündung an, gegen die unrechtmäßige Verurteilung Berufung einzulegen.

Ren wurde am 22. April 2025 von Dong Zhihua und weiteren Beamten der Polizeistation Jitai festgenommen. Obwohl sie die vorgeschriebene ärztliche Untersuchung mehrmals nicht bestand, gelang es der Polizei dennoch, sie in die örtliche Haftanstalt einweisen zu lassen. Rens Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Haftanstalt. Sie wurde ins Krankenhaus Weifang gebracht und alle paar Tage untersucht. Dabei wurden Gallensteine und ein Schatten auf ihrer Lunge festgestellt. Sie wurde gezwungen, verschiedene Medikamente einzunehmen, ohne dass ihr deren Zweck erklärt wurde. Daraufhin verlor sie das Bewusstsein und kam erst Stunden später wieder zu sich.

Im Juli 2025 ging der von Rens Tochter beauftragte Anwalt zur Polizeistation Jitai, um die Polizei über ihren Gesundheitszustand zu informieren und ihre Freilassung gegen Kaution zu fordern. Der Beamte Dong, der Ren festgenommen hatte, behauptete, er habe den Fall an seine Kollegen in der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shouguang übergeben.

Rens Tochter und ihr Anwalt begaben sich zur Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shouguang und erfuhren, dass der stellvertretende Direktor Zhang Linfeng für ihren Fall zuständig sei. Der Anwalt rief Zhang an und forderte Rens Freilassung gegen Kaution damit sie medizinisch behandelt werden könne. Zhang verlangte einen schriftlichen Antrag und legte auf.

Rens Tochter und ihr Anwalt begaben sich ebenfalls zur Staatsanwaltschaft von Shouguang und informierten den zuständigen Staatsanwalt Sang Zijun über Rens Gesundheitszustand. Sang erklärte, eine Freilassung von Ren zur medizinischen Behandlung sei ausgeschlossen.

Als Rens Tochter nichts von Zhang hörte, rief sie ihn zwei Tage später an. Zhang unterbrach sie und sagte, er bearbeite den Fall „gesetzeskonform“ und sie solle sich keine Hoffnungen auf eine Freilassung ihrer Mutter gegen Kaution machen. Er legte auf und ging auch bei ihrem nächsten Anruf nicht ans Telefon.

Ren wurde weiterhin gezwungen, täglich Medikamente einzunehmen.

Staatsanwalt Sang erhob zu einem unbekannten Zeitpunkt Anklage gegen Ren. Während ihrer Anhörung am 16. Oktober 2025 vor dem Stadtgericht Shouguang wurde ihr extrem schwindelig, woraufhin Richter Chen Shengyun die Sitzung unterbrach.

Am 27. Oktober 2025 fand eine zweite Anhörung statt. Rens drei Töchter waren anwesend. Ihr Anwalt wies die Anschuldigungen zurück und beantragte Freispruch für Ren.

Staatsanwalt Sang empfahl eine Haftstrafe von dreieinhalb bis vier Jahren. Eine von Rens Töchtern fragte, auf welcher Rechtsgrundlage er eine gesetzestreue Bürgerin wie ihre Mutter verurteilen wolle, die lediglich nach den Falun-Gong-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben wolle. Sang antwortete nicht.

Während der Urteilsverkündung am 2. Februar 2026 verkündete Richter Chen, dass er Ren zu dreieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan verurteilen werde. Sie kündigte an, Berufung einzulegen.

Beweismaterial gefälscht: Vier ältere Frauen aus Shandong zu Haftstrafen verurteilt

Vier Frauen aus der Stadt Weifang in der Provinz Shandong wurden am 27. Januar 2026 verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren. Wang Sumei, 69, ist Rentnerin einer Düngemittelfabrik. Sie wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt; Wu Aicong, 78, erhielt 16 Monate; Yan Jianyun, 77, wurde zu 14 Monaten verurteilt und Wang Yufen, 80, erhielt 10 Monate.

Die vier Frauen wurden im Jahr 2025 innerhalb weniger Tage nacheinander festgenommen. Wu wurde am 29. August festgenommen, gefolgt von Wang Yufen am 30. August, Wang Sumei am 1. September und Yan am 3. September.

Wang Sumeis Tochter, die nach einer Gallenblasenoperation im Krankenhaus lag, als ihre Mutter verhaftet wurde, suchte nach ihrer Entlassung zusammen mit ihrem Vater die Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Fangzi auf. Die Polizei versprach, ihre Mutter innerhalb von drei Tagen freizulassen. Dies geschah jedoch nicht. Sie kontaktierte die Polizei erneut und erhielt die Auskunft, ihre Mutter werde in einem Monat freigelassen, was ebenfalls nicht eintrat. Bei einem dritten Gespräch mit der Polizei überredeten die Beamten ihren Vater, ein Dokument zu unterschreiben, das lediglich mit einem Siegel versehen war.

Die Polizei leitete den Fall gegen die vier Frauen später an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Fangzi weiter, die den Fall jedoch wegen unzureichender Beweise zurückwies. Die Polizei fälschte daraufhin weitere Beweise und erreichte schließlich, dass die Staatsanwaltschaft den Fall annahm und Anklage gegen die Frauen erhob.

Das Bezirksgericht Fangzi verhandelte den Fall am 27. Januar 2026. Der Vorsitzende Richter unterbrach Wang Sumei und Wu wiederholt, als diese sich in eigener Sache verteidigten. Am Ende der Verhandlung verurteilte er alle vier Praktizierenden.

Finanzielle Verfolgung und Auswirkungen auf die Familie

Trotz pflegebedürftigem Ehemann und betagtem Vater: 53-Jährige zu Haft verurteilt

Die 53-jährige Li Zhuqing aus Shenyang in der Provinz Liaoning hat gegen eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren Berufung eingelegt. Sie wurde allein wegen des Praktizierens von Falun Gong verurteilt.

Li Zhuqing

Am 26. August 2025 wollte Li Zhuqing gerade zum Einkaufen gehen, als eine Frau, die sich als Mitarbeiterin der Hausverwaltung ausgab, an ihre Tür klopfte. Kaum hatte Li geöffnet, stürmten mehr als zehn Beamte in Zivil in ihre Wohnung. Als sie auf ihrem Drucker einen Aufkleber mit der Aufschrift „Die Kommunistische Partei Chinas ist eine Sekte“ entdeckten, forderten sie weitere Polizisten zur Verstärkung an.

Die Beamten durchsuchten Lis Wohnung über zwei Stunden lang und beschlagnahmten ihre Falun-Gong-Bücher, Informationsmaterialien, ein Foto des Begründers von Falun Gong, einen Laptop, zwei Drucker, ein Mobiltelefon, einen Papierschneider sowie mehrere USB-Sticks.

Unter dem Vorwurf, Falun-Gong-Aufkleber angebracht zu haben, brachten die Beamten Li zur Vernehmung auf die Polizeiwache Beiling. Sie verweigerte die Aussage und wurde daraufhin zur Fallbearbeitungsstelle des Polizeireviers Yuhong überstellt. Der Beamte Du Fei beschimpfte sie und stülpte ihr eine schwarze Kapuze über den Kopf. Über Nacht wurde sie auf einem Metallstuhl fixiert und durfte nicht schlafen. Zudem legten die Polizisten ein Foto des Falun-Gong-Begründers auf den Boden und befahlen ihr, darauf zu treten. Sie weigerte sich.

Die Polizei entnahm Li gewaltsam Blut- und Urinproben. Obwohl bei ihr eine Harnwegsinfektion festgestellt wurde, brachten die Beamten sie am 27. August dennoch in die Erste Haftanstalt der Stadt Shenyang.

Lis über 90-jähriger Vater und auch ihr Mann sind pflegebedürftig und auf ihre Unterstützung angewiesen. Ihre Festnahme und Inhaftierung stürzten die Familie in große Not.

Das Gericht der Stadt Xinmin verhandelte Lis Fall am 17. Dezember 2025. Es erschienen keine Zeugen zur Befragung. Staatsanwalt Chen Hongyan legte weder stichhaltige Beweise vor noch nannte er eine gesetzliche Grundlage für die Anklage gegen Li.

Li verteidigte sich selbst vor Gericht. Sie bestritt jegliches Fehlverhalten und erklärte, dass ihr Glaube durch die Verfassung geschützt sei. Ihr Familienbeistand bezeugte, dass Li, nachdem sie begonnen hatte, Falun Gong zu praktizieren, ein noch besserer Mensch geworden sei und sich über viele Jahre hinweg hingebungsvoll um ihren pflegebedürftigen Vater und ihren Mann gekümmert habe.

Der Richter verurteilte Li dennoch zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro). Gegen dieses Urteil hat sie beim Mittleren Gericht der Stadt Shenyang Berufung eingelegt.

Li und ihre Geschwister, ihr Bruder Li Yi und ihre Schwester Li Yunqing, begannen im Frühjahr 1998, Falun Gong zu praktizieren, nachdem sie miterlebt hatten, wie ihre Mutter Liang Huifen dadurch von einer schweren Herzkrankheit genesen war. Seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 wurde die Familie wiederholt schikaniert und von den Behörden ins Visier genommen.

Li Yunqings Gesundheitszustand verschlechterte sich infolge der enormen psychischen Belastung rapide. Sie verstarb am 9. September 2006 im Alter von 37 Jahren. Ihr Bruder Li wurde schwer gefoltert und starb am 26. März 2011 im Alter von 42 Jahren. Der Tod ihrer beiden Kinder traf Liang zutiefst und war ein schwerer Schicksalsschlag für sie.

Li Zhuqings Mann erlitt um das Jahr 2015 einen Schlaganfall und ihr Vater wurde etwa im Jahr 2021 pflegebedürftig. Li kümmerte sich aufopferungsvoll um beide und bewahrte dabei stets eine ruhige und optimistische Haltung.

Frau aus Sichuan wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafe verurteilt, Rentenzahlungen wurden eingestellt

Nur wenige Monate nachdem Li Xia eine anderthalb Jahre lange, unrechtmäßige Haftstrafe wegen Falun Dafa verbüßt hatte, wurde ihr die Rente gestrichen. Aufgrund ihrer Haftstrafe habe sie keinen Anspruch auf diese Leistungen, hieß es.

Li lebt in der Stadt Dujiangyan in der Provinz Sichuan. Ihr Martyrium begann mit ihrer Verhaftung am 25. Juli 2023, weil sie mit einer pensionierten Lehrerin über Falun Dafa gesprochen hatte. Auf der Polizeiwache warfen zwei Beamte sie kopfüber zu Boden. Sie konnte nach dem Sturz keinen Laut von sich geben, doch die Polizisten beschuldigten sie, sich zu verstellen. Sie hoben sie wieder hoch und warfen sie erneut zu Boden.

Am 20. August 2024 wurde Li zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Am 24. Januar 2025 erfolgte ihre Freilassung. Im Juni 2025 stellte das Sozialversicherungsamt ihre Rentenzahlungen ein. Sie erkundigte sich beim Amt nach dem Sachverhalt und erfuhr, dass das Amt die während der Haft gezahlten Rentenleistungen zurückfordern würde. Gleichzeitig wurde ihr Antrag auf Verlängerung ihrer Sozialwohnung abgelehnt.

Li wandte sich am 16. Juli 2025 schriftlich an das Sozialversicherungsamt und forderte Auskunft über die Rechtsgrundlage für die Aussetzung ihrer Rente. Dort stieß sie jedoch auf taube Ohren.

Wegen ihrer Meinung im Visier der Behörden

Mittelschullehrer aus Hebei zu 4,5 Jahren Haft verurteilt

Xi Zhaojun, ein Mittelschullehrer aus Zhangjiakou, Provinz Hebei, wurde am 8. Juli 2025 auf einer Reise in den Kreis Shangdu, Innere Mongolei, festgenommen worden, weil er mit anderen über die Verfolgung von Falun Dafa gesprochen hatte.

Die Polizei in Shangdu durchsuchte am 15. Juli gemeinsam mit Beamten aus Zhangjiakou die Wohnung von Xi und seiner Mutter. Dabei wurden ihre Falun-Dafa-Bücher, ein Porträt des Begründers von Falun Dafa und das Handy seiner Mutter beschlagnahmt. Xi wurde für 15 Tage in die Houqi-Haftanstalt in Shangdu eingesperrt.

Die Polizei von Shangdu ließ Xi am 24. Juli nicht wie versprochen frei, sondern brachte ihn noch am selben Tag in die Haftanstalt Jining in Ulanqab, Innere Mongolei. Auf dem Weg dorthin schlugen drei Beamte (Nachnamen: Zhang, Tian und Ma) Xi wiederholt ins Gesicht. Sein Gesicht schwoll an und blutete. Sie steckten ihm gewaltsam die Schnalle des Sicherheitsgurtes in den Mund, um seine Zähne zu öffnen. Als er sich wehrte, stachen sie ihm mit der Schnalle in die Augen und drohten ihm mit der Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

Als Xis Anwalt ihn acht Tage später besuchte, war sein Gesicht noch immer geschwollen und sein Mund blutete. Mehrere seiner Zähne waren locker und er hatte ein Geschwür im Mund.

Am 15. Dezember 2025 stand Xi vor dem Kreisgericht Shangdu, das ihn Anfang Februar 2026 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilte.

Dies ist bereits das zweite Mal, dass Xi wegen Falun Dafa verurteilt wurde. Nach seiner Festnahme am 24. Februar 2007 fesselten und schlugen Polizisten ihn. Polizeichef Hao Yanfei rief: „Die Polizeiwache ist der Ort, wo Menschen geschlagen werden!“ Xi wurde später zu vier Jahren Haft verurteilt. Während seiner Haftstrafe im Gefängnis von Jidong verbrachte er sieben Monate in Einzelhaft.

Einwohnerin aus der Inneren Mongolei unrechtmäßig zu fast zwei Jahren Haft verurteilt

Am 21. Mai 2025 wurde Cui Yili, Mitarbeiterin der Baiyinhua-Eisenbahngesellschaft in der Stadt Chifeng in der Inneren Mongolei, an ihrem Arbeitsplatz festgenommen. Als ihr Anwalt sie in der Haftanstalt des Bezirks Shongshan besuchte, erfuhr er, dass ihre Festnahme auf Anweisung höherer Stellen wegen angeblicher „Verbindungen ins Ausland“ erfolgt war. Als „Beweis“ diente unter anderem die Nutzung einer Software zur Umgehung der Internetzensur, mit der sie auf Minghui.org zugreifen sowie Informationsmaterialien über Falun Dafa, die sie von der Website heruntergeladen hatte. Ein weiterer angeführter „Beweis“ waren Telefonanrufe ihres jüngeren Bruders, der im Ausland lebt und sich nach ihrem Gesundheitszustand erkundigt hatte.

Am 25. Dezember 2025 wurde sie in das Erste Frauengefängnis der Inneren Mongolei verlegt, wo sie eine Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten verbüßen sollen. Weitere Informationen zu dem Prozess liegen nicht vor.

Ehepaar zu je sieben Jahren Haft verurteilt (Provinz Hebei)

Xiao Wenhua und seine Frau Peng Hui aus Tangshan, Provinz Hebei, wurden im Dezember 2025 im Autonomen Gebiet Guangxi Zhuang wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu je sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von jeweils 20.000 Yuan (ca. 2.400 Euro) verurteilt.

Das Paar war am 21. November 2023 in Nanning, Provinz Guangxi, von Beamten der Bezirksolizei Qingxiu festgenommen worden. Die Polizisten durchsuchte ihre Mietwohnung und beschuldigte sie, am 17. November „sensible Informationen“ per Bluetooth ihres Mobiltelefons auf die Anzeigetafel eines Cafés projiziert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangnan erhob im März 2025 Anklage gegen die beiden. In ihrem Fall wurde am 11. und 12. Juni vor dem Bezirksgericht Jiangnan verhandelt, bevor sie am 16. Dezember verurteilt wurden.

Früherer Bericht:

Bilanz Januar 2026: Insgesamt 41 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt