(Minghui.org) Minghui.org erfuhr kürzlich vom Tod einer Frau in Peking, die im Winter 2023 starb. Sie war 69 Jahre alt, nachdem sie jahrelang wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden war.

Liang Heping war eine pensionierte Mitarbeiterin der Pflanzenschutzmaschinenfabrik im Bezirk Huairou. Sie begann mit dem Praktizieren von Falun Dafa, nachdem die Verfolgung 1999 begonnen hatte. Zwischen 2016 und 2022 wurde sie wiederholt verhaftet und schikaniert. Da sie allein lebte, wirkten sich die psychischen Belastungen stark auf ihre Gesundheit aus, und sie verstarb schließlich zu Hause.

Erste Verhaftung am 20. April 2016

Liang wurde erstmals am 20. April 2016 verhaftet. Da sie die vorgeschriebene ärztliche Untersuchung nicht bestand, verweigerte man ihr die Aufnahme in die örtliche Haftanstalt, und später wurde sie gegen Kaution freigelassen. Die Polizei drohte, sie am nächsten Tag erneut festzunehmen. Zudem schikanierten die Beamten sie und ihre Familienangehörigen, darunter ihre Tochter, die kurz vor der Geburt eines Kindes stand.

Zweite Festnahme am 4. April 2020

Am 4. April 2020 nahm die Polizei Liang erneut fest, nachdem sie wegen der Verbreitung von Informationen über Falun Dafa angezeigt worden war. Guo Haofeng, Leiter der Polizeistation Quanhe, durchsuchte sie und beschlagnahmte sieben USB-Sticks. Anschließend brachten die Beamten sie in einen Polizeiwagen und zur Untersuchung ins Krankenhaus. Dort stellte das medizinische Personal einen gefährlich hohen Blutdruck von 238/128 mmHg fest, doch die Polizei verweigerte ihre Freilassung. Mehrere Monate hielt das Polizeikrankenhaus sie isoliert, ohne Kontakt zu anderen Personen. Erst als sich ihr Zustand verschlechterte, entließen die Behörden sie.

Die Polizei schikanierte Liang weiterhin, insbesondere an Feiertagen und bei politischen Veranstaltungen. Sie und ihre Familie lebten in ständiger Angst.

Belästigung am 2. November 2020

Am 2. November 2020 versuchte Polizeichef Guo erneut, Liang festzunehmen. Da er sie nicht antraf, suchte er den Arbeitsplatz ihrer Tochter auf. Er erklärte, dass die Festnahme von Liang im April 2020 noch nicht abgeschlossen sei, und drohte ihr mit Fahndung, falls sie nicht auf der Polizeiwache erscheine, um die Fallakte auszufüllen.

Dritte Festnahme am 25. März 2021

Zwei Beamte drangen am 25. März 2021 gegen 6 Uhr morgens in Liangs Wohnung ein und brachten sie zur Polizeistation Huairou. Sie behaupteten, ihre Kautionsauflagen aus der Festnahme vom April 2020 seien abgelaufen und müssten bearbeitet werden. Sie ging mit ihnen, wurde jedoch anschließend in die Haftanstalt des Bezirks Shunyi gebracht, wo sie eine 15-tägige Untersuchungshaft antreten sollte. Sie weigerte sich zunächst, sich der vorgeschriebenen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, wurde aber nach mehreren Stunden von der Polizei dazu gezwungen. Nachdem bei ihr extrem hoher Blutdruck festgestellt worden war, wurde sie freigelassen.

Vierte Verhaftung am 10. August 2022

Am 10. August 2022 nahmen Polizeibeamte Liang gegen 7:20 Uhr im Rahmen einer Razzia zum vierten und letzten Mal fest. Mindestens 25 weitere Praktizierende im Bezirk Huairou traf es ebenfalls.

Die Polizei hielt Liang zwei Tage lang im Revier fest. Als sie sie in die örtliche Haftanstalt bringen wollte, verweigerte das Personal aufgrund ihres hohen Blutdrucks erneut die Aufnahme. Obwohl sie anschließend freikam, setzten die Beamten die Schikanen gegen sie fort.

Ihr Tod

Die wiederholten Verhaftungen und Schikanen versetzten Liang in tiefe Angst. Um ihre Familie nicht zu belasten, lebte sie allein, was ihre psychische Belastung weiter verschlimmerte. Im November 2023 vertraute sie sich einer Praktizierenden an und berichtete von ihrer schweren Depression. Einige Wochen später verloren die Praktizierenden den Kontakt zu ihr. Als sie sie besuchen wollten, öffnete niemand die Tür. Daraufhin wandten sie sich an ihre Familie, die einen Schlüsseldienst beauftragte, die Tür zu öffnen – doch Liang war bereits verstorben.