(Minghui.org) Ein 76-jähriger Mann in Dalian, Provinz Liaoning, wurde im März 2026 zu drei Jahren Haft verurteilt, nur weil er Falun Dafa praktiziert. Seine Familie wurde weder über die Anklage noch über den Prozess informiert.
Dong Xunsheng wurde am 19. März 2025 von Chen Junjiang von der Polizeistation Paoya sowie acht Zivilbeamten der Staatssicherheitsabteilung in Dalian festgenommen. Die Beamten behaupteten, er sei wegen des Aufhängens von Falun-Dafa-Plakaten angezeigt worden. Dabei wurden seine Falun-Dafa-Bücher, ein Foto des Falun-Dafa-Begründers und sein Computer beschlagnahmt. Noch am selben Tag wurde Dong zum Kriminalamt der Zhangqian-Straße gebracht und am 21. März in die Untersuchungshaftanstalt Dalian überführt.
Bei der obligatorischen ärztlichen Untersuchung vor der Inhaftierung wurden bei Dong Krätze sowie eine Mitralklappenstenose – eine Herzkrankheit – festgestellt. Obwohl er als haftuntauglich galt, stimmte der untersuchende Arzt der Inhaftierung zu, da sein Leben nicht in Gefahr sei, solange er keine anstrengenden Übungen ausführe.
Anfang August 2025 kontaktierte Dongs Familie die Staatsanwaltschaft des Bezirks Ganjingzi, um sich nach dem Stand seines Falls zu erkundigen. Die Empfangsdame teilte ihnen mit, dass der Fall mangels Beweisen an die Polizei zurückgegeben worden sei. Daraufhin begab sich die Familie zur Polizeistation Paoya, um Dongs Freilassung zu fordern. Der zuständige Beamte, Kong Qingzhe, erklärte jedoch, die Staatsanwaltschaft sei zu beschäftigt, um den Fall zu bearbeiten, und die Polizei ermittle stattdessen. Er fügte hinzu, man habe 20 Tage Zeit, den Fall erneut vorzulegen, und eine Freilassung Dongs sei ausgeschlossen. Außerdem weigerte er sich, ein Schreiben der Familie entgegenzunehmen, in dem die fehlende Rechtsgrundlage der Verfolgung sowie grundlegende Informationen über Falun Dafa dargelegt wurden.
Am 5. März 2026 erhielt die Familie einen Anruf vom Bezirksgericht Ganjingzi. Man teilte ihnen mit, dass Dong zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2.400 Euro) verurteilt worden sei. Jegliche Auskunft über den Prozess wurde der Familie verweigert, von dem sie zuvor nie informiert worden war.
Frühere Verfolgung
Dong, geboren im August 1949, begann 1996 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Zahlreiche gesundheitliche Beschwerden, darunter seine angeborene Mitralklappenstenose, verschwanden daraufhin. Aufgrund wiederholter Schikanen und Inhaftierungen, denen er seit 1999 wegen seines Glaubens ausgesetzt war, traten die Herzprobleme jedoch erneut auf.
Dong wurde am 31. Januar 2001 verhaftet, nachdem er wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt worden war. Er wurde zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Während seiner Haft im Zwangsarbeitslager Dalian trat er aus Protest in den Hungerstreik. Zwei seiner Zähne fielen ihm aus, nachdem Wärter ihm den Mund aufgebrochen hatten, um ihn gewaltsam zu ernähren. Eines Tages wurden er und mehrere Mithäftlinge von den Wärtern Guo Peng und Qin Dong in deren Büro gebracht, zu Boden geworfen, entkleidet und mit sechs Elektroschockern traktiert.
Nach seiner Entlassung litt Dong unter starken Schwellungen und hatte Schwierigkeiten beim Gehen. Er verlor seine Arbeit und fand keine neue Anstellung, da er Falun Dafa praktizierte. Seine Familie lebte vom geringen Einkommen seiner Frau und der Unterstützung anderer Familienmitglieder. Erst mit Erreichen des Rentenalters und dem Bezug einer Rente verbesserte sich ihre finanzielle Lage.
Früherer Bericht:
75-Jähriger wegen seines Glaubens an Falun Dafa festgenommen
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