(Minghui.org) Eine Frau wurde während ihrer Haft in drei Zwangsarbeitslagern aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa brutal gefoltert. Davon hat sie sich nie erholt. Sie erlitt einen Schlaganfall und musste mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Seit Han Yinzhen, 74, im Jahre 2019 vom Bezirk Xuhui in den Bezirk Songjiang in Shanghai gezogen ist, wird sie rund um die Uhr überwacht. Das Büro 610 des Bezirks Songjiang stationierte zunächst Aufpasser in der Lobby im Erdgeschoss von Hans Wohnhaus, verlegte diese später aber ins oberste Stockwerk. Hans Mitbewohner wussten bei ihrem Einzug nicht, dass sie Falun Dafa praktiziert. Durch die ständige Überwachung wissen nun aber fast alle, dass sie wegen ihres Glaubens verfolgt wird.

Agenten des Büros 610 schikanierten auch Hans Tochter, die nicht Falun Dafa praktiziert. Sie forderten sie auf, im Namen ihrer Mutter eine Erklärung zu verfassen, in der diese „die Verbindungen zu Falun Dafa abbrechen“ sollte. Man versprach, die Überwachung einzustellen, sobald die Erklärung vorliege.

Hans Tochter, die ihre Arbeit aufgegeben hatte, um ihre Mutter in Vollzeit zu pflegen, weigerte sich, dieser Aufforderung nachzukommen. Sie verurteilte das Büro 610 dafür, jemanden zu überwachen, der einen Schlaganfall erlitten hatte und nicht einmal mehr allein das Haus verlassen konnte.

Drei Zwangsarbeitsstrafen

Han, geboren im November 1951, war Rentnerin der Shanghaier Gleichrichterfabrik. Im August 2001 wurde sie zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Februar 2004 wurde sie erneut verhaftet, nachdem jemand sie angezeigt hatte, weil sie mit Mitarbeitern des Straßenkomitees über Falun Dafa gesprochen hatte.

Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei fünf handgeschriebene Falun-Dafa-Artikel und verurteilte sie am 28. Juli 2004 zu einem Jahr Zwangsarbeit. Während ihrer Haftzeit wurde sie so schwer misshandelt, dass sie hohen Blutdruck bekam und Schwierigkeiten beim Gehen hatte. Die Polizei verweigerte ihr die vorzeitige Entlassung auf Kaution.

Nach einer weiteren Festnahme am 27. Dezember 2007 wurde Han zur Polizeistation Fengling gebracht und kurz darauf zu einer dritten Zwangsarbeitsstrafe verurteilt (die genaue Dauer ist unbekannt).

Nachdem bei ihr hoher Blutdruck diagnostiziert worden war, zwangen die Wärter des Arbeitslagers Han zur Einnahme unbekannter Medikamente. Sie bezweifelte, dass es sich um Blutdruckmedikamente handelte, da diese ihr Unwohlsein, Schwindel und Schwäche noch verstärkten. Die erzwungene Einnahme der Medikamente endete erst mit ihrer Entlassung im Jahr 2009.

Die Komplikationen durch die unbekannten Medikamente klangen nie ab. Han leidet bis heute unter Verwirrtheit und Konzentrationsstörungen. Später erlitt sie einen Schlaganfall und war fortan auf die Vollzeitpflege ihrer Tochter angewiesen.