(Minghui.org) Ich begann 1996 im Alter von 40 Jahren, Falun Dafa zu praktizieren. Bevor ich das Fa erhielt, litt ich unter zahlreichen gesundheitlichen Problemen: Herzbeschwerden, zerebrovaskulärer Sklerose, Cholezystitis, Gastritis sowie Schmerzen an der Lenden- und Halswirbelsäule. Mein Körper war stark geschwächt und ich empfand mein Leben oft schlimmer als den Tod. Durch einen Freund kam ich mit Falun Dafa in Kontakt. Bereits nach sieben Tagen des Praktizierens war ich wieder in der Lage, eine Schüssel Wasser zu tragen. Das überraschte mich sehr und ich dachte: „Diese Übungen sind wirklich außergewöhnlich.“ Nach etwas mehr als zwanzig Tagen fühlte ich mich krankheitsfrei, mein Körper war leicht und meine Stimmung unbeschreiblich gut. Seitdem bin ich unbeirrt auf diesem Weg geblieben. Selbst als ich später von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) inhaftiert und verfolgt wurde, verspürte ich keine Angst.

Der Meister schenkt mir Weisheit

Da ich nur bis zur dritten Klasse zur Schule gegangen war, konnte ich weder lesen noch schreiben. Das machte es mir schwer, das Fa zu lernen. Als ich in der Anfangszeit am gemeinsamen Fa-Lernen teilnahm, konnte ich das Buch lediglich in der Hand halten und den anderen Praktizierenden beim Vorlesen zuhören. Einmal lernte ich das Fa zu Hause. Ich las lange, kam jedoch nicht bis zum Ende von „Über Dafa“. Ich dachte: „Ich kann ein so gutes Fa nicht lesen – was soll ich tun?“ Ich weinte und schlief schließlich ein. Als ich aufwachte, nahm ich das Buch wieder zur Hand und konnte auf einmal die Worte darin lesen. Ich wusste, dass der Meister gesehen hatte, wie aufrichtig ich mich bemühte, das Fa zu lernen, und mir daher half und Weisheit schenkte. Danke, Meister! Ich war zutiefst bewegt.

Danach konnte ich das Fa auch in kleinen Gruppen lernen. Als ich eines Tages vom Fa-Lernen zurückkam, lag ich halb schlafend auf dem Bett, als ich eine Leiter sah, die direkt in den Himmel führte. Beim weiteren Lernen des Fa erkannte ich, dass der Meister mir einen Hinweis gegeben hatte: Dieses Dafa ist eine Leiter zum Himmel.

Bevor am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Dafa durch die KPCh begann, erschien mir in einem Traum ein goldener Weg. Er war sehr eben und sauber, jedoch äußerst schmal. Ich konnte ihn nur allein gehen. Zu beiden Seiten befanden sich tiefe Abgründe. Kurz darauf begann die Verfolgung und mir wurde klar, dass dies ein Hinweis des Meisters gewesen war: Der Weg der Kultivierung ist sehr schmal und ich darf nicht davon abkommen.

Mit aufrichtigen Gedanken aus der Haftanstalt entlassen

Als die KPCh begann, Falun Dafa zu verfolgen, reiste ich gemeinsam mit anderen Praktizierenden nach Peking, um für Dafa Gerechtigkeit einzufordern. Dabei wurde ich in einem Gefängnis festgehalten. Für mich fühlte sich jeder Ort, an den ich kam, wie ein Tempel an, und ich war überzeugt, dass es kein Zufall war, dort zu sein. Deshalb begann ich, allen Strafgefangenen nacheinander von Dafa und meinen Erfahrungen zu erzählen und ihnen zu erklären, dass Dafa nicht so war, wie es von der Regierung dargestellt wurde.

Etwa 40 Tage später entstand in mir ein klarer Gedanke: Ich kann nicht die ganze Zeit hierbleiben; ich muss das Fa lernen.“ Ich sagte zu einer anderen Praktizierenden: „Was machen wir hier?“ Sie sah mich an und schwieg. Daraufhin sagte ich: „Wir haben hier getan, was wir tun sollten. Es ist Zeit, nach Hause zu gehen. Ein Praktizierender kann nicht als solcher gelten, wenn er das Fa nicht lernt.“

Am selben Tag, an dem mir dieser Gedanke kam, traf mich eine Bekannte im Gefängnis und fragte, ob ich hinauswolle. „Natürlich, hast du eine Möglichkeit?“ Sie sah mich an und flüsterte: „Die Wärter im Gefängnis haben Angst vor Hungerstreiks.“ Dann ging sie. Als ich das hörte, wusste ich sofort, was zu tun war.

Als ich in die Zelle zurückkehrte, setzte ich mich hin und rief der Überwachungskamera zu: „Morgen werde ich nichts essen!“ Später erfuhr ich, dass einige Wachen eine Besprechung abgehalten hatten, bei der es speziell darum ging, wie sie mit mir umgehen sollten. Zwei Tage später wurden zwei andere Praktizierende und ich freigelassen.

Loslassen von menschlichen Anschauungen und Lösen von Familienkonflikten

Auf meinem Kultivierungsweg habe ich zahlreiche Prüfungen erlebt. Am Anfang ertrug ich sie unter Tränen; später lernte ich, nach innen zu schauen. Wenn Konflikte auftraten, bemühte ich mich, meine Anhaftungen zu finden. Der Prozess war anfangs schmerzhaft, doch nach und nach gelang es mir, Konflikten gelassen zu begegnen.

Mein Mann hat zwei Geschwister. Als mein Schwiegervater noch lebte, teilte er den Familienbesitz auf und mit Zustimmung seiner Kinder wurde uns das Einfamilienhaus überlassen, während das Bargeld der Familie zu gleichen Teilen unter den beiden Brüdern meines Mannes aufgeteilt wurde.

Einige Jahre vergingen, doch meine Schwäger bereuten diese Entscheidung und machten großen Aufhebens um die Aufteilung des Familienbesitzes. Dem älteren Schwager gelang es sogar, die Grundbuchurkunde des Hauses ohne unser Wissen auf seinen Namen umschreiben zu lassen. Mein Mann war darüber sehr verärgert und wurde darüber krank. In dieser Situation war mir klar, dass dies auf meine Anhaftungen abzielte, da nichts zufällig geschieht und ich meine Schulden begleichen musste.

Damals sagte ich zu meinem Mann: „Ich habe mich entschieden: Lass uns nicht mit ihnen streiten. Du weißt, dass ich eine Dafa-Praktizierende bin. Diese Angelegenheit dient meiner Kultivierung. Außerdem solltest du deine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen, indem du um dieses Haus kämpfst – das ist es nicht wert. Vielleicht stehen wir aus unseren vergangenen Leben noch in ihrer Schuld, also lass uns diese begleichen.“ Da mein Mann meine Kultivierung unterstützte und einige der Prinzipien verstand, erklärte ich ihm die Situation anhand der Lehre des Meisters, sodass er es schließlich akzeptierte.

Am Abend kam mein Sohn mit einem Stapel Unterlagen zurück und sagte: „Mama, ich habe alles vorbereitet. Lass uns Klage gegen sie einreichen.“ Ich antwortete: „Mein Sohn, lass uns das nicht tun. Erstens ist deine Mutter eine Kultivierende und kann sich nicht so verhalten wie andere. Selbst wenn du den Prozess gewinnen würdest, wärst du am Ende völlig erschöpft. Wir haben nicht die Kraft, uns mit ihnen anzulegen. Was meinst du?“ Dann fügte ich hinzu: „Lass uns nicht mit ihnen streiten. Wenn sie es wollen, geben wir es ihnen. Vielleicht waren dein Vater und ich ihnen in einem früheren Leben etwas schuldig – dann begleichen wir diese Schuld jetzt einfach. Geh zurück und sprich mit deiner Frau darüber.“

Am nächsten Tag kam meine Schwiegertochter zu mir und wollte über die Angelegenheit rede. Ich sagte, ich würde gern zuerst ihre Meinung dazu hören. Sie antwortete: „Lass sie entscheiden. Was übrig bleibt, gehört uns.“ Als ich das hörte, war ich sehr froh und meinte: „Gutes Mädchen, genau so sehe ich das auch.“ Wir lächelten uns verständnisvoll an. Ich bat meinen Sohn, eine Wohnung zu kaufen. Der Konflikt, der gewöhnlichen Menschen so groß erscheinen mag, wurde durch Dafa auf eine einfache Weise gelöst.

Die Tatsachen mit aufrichtigen Gedanken erläutern

Im Laufe der Jahre folgte ich den Hinweisen des Meisters, tat die drei Dinge und arbeitete mit anderen Praktizierenden zusammen, um die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung zu erklären. Vom Aushängen und Verteilen von Informationsmaterialien bis hin zu persönlichen Gesprächen mit den Menschen bereisten wir alle Gemeinden und Dörfer in unserem Landkreis. Manchmal fuhren wir auch zu Bauernmärkten im benachbarten Landkreis.

Dank des Schutzes des Meisters entkamen wir vielen gefährlichen Situationen. Dabei durfte ich immer wieder die Kraft von Dafa erfahren.

Einmal ging ich in ein Dorf, um dort Broschüren zu verteilen. Ich lief an einem Maisfeld entlang und sah am Straßenrand einen Strommast, an dem keine Aufkleber angebracht waren. Ich dachte: „Wie gut wäre es, jetzt einen Stift zu haben.“ Gerade als ich weitergehen wollte, spürte ich etwas unter den Füßen. Als ich hinunterblickte, sah ich tatsächlich einen neuen Filzstift. Tief berührt dankte ich dem Meister. Auf den Pfahl schrieb ich: „Der Himmel wird die KPCh zerschlagen!“ Mit diesem Stift beschriftete ich auf dem Rückweg weitere Pfähle. Von da an trug ich ihn jedes Mal bei mir, wenn ich hinausging, um die wahren Umstände zu erklären.

Es gibt noch viele weitere erstaunliche Erlebnisse, die ich hier nicht alle aufzählen kann.

Ich weiß, dass ich noch weit von den Anforderungen des Meisters entfernt bin. Deshalb werde ich weiterhin aufrichtige Gedanken bewahren und die drei Dinge gut tun. Ich werde das Fa gewissenhaft lernen, meine menschlichen Anschauungen loslassen und während meiner Kultivierung weiterhin Lebewesen erretten.