(Minghui.org) Ich trat der Tian Guo Marching Band in ihren Anfängen im Jahr 2005 bei. Seitdem sind 20 Jahre vergangen, dennoch sind die Erinnerungen an diese Zeit noch immer sehr lebendig und werden es auch immer bleiben.
Als ich hörte, dass der Meister eine Band gründen wollte, freute ich mich sehr. Da ich aber im Umgang mit Instrumenten unbeholfen war, lehnte ich den Vorschlag einiger Mitpraktizierenden ab, an einer Probe teilzunehmen. Sie drängten mich jedoch weiterhin, es zu versuchen, bis ich schließlich einwilligte. Mal kurz reinzuschauen, konnte ja nicht schaden!
Wir fuhren zur Übungsstätte, wo sich bereits einige Praktizierende versammelt hatten. Etwas befangen zog ich mich in eine ruhige Ecke zurück, in der Hoffnung, dass mich niemand bemerkte.
In diesem Moment winkte mich der Meister zu sich und fragte, welche Instrumente ich spielen könne.
Ich war sehr nervös und traute mich nicht, dem Meister zu sagen, dass ich nur auf das Drängen meiner Mitpraktizierenden hergekommen war. Deshalb erklärte ich dem Meister, dass ich als Kind Bambusflöte, Erhu und Geige gespielt, jedoch vergessen hätte, wie man diese Instrumente spiele.
„Bleib einfach hier, ich werde Song bitten, dir das Trompetespielen beizubringen“, sagte der Meister und entfernte sich. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Genau in diesem Moment kam der Bandleiter zu mir und stellte mir dieselbe Frage – ob ich irgendein Instrument spielen könne. „Ich warte auf den Meister und Song“, entgegnete ich hilflos. „Du kannst es ja mal mit der Flöte versuchen“, beschloss der Bandleiter und drückte mir eine Flöte in die Hand. Ich nahm sie zögernd an, ohne zu wissen, wie man sie spielt, und wäre am liebsten einfach gegangen, da ich dachte, dass es zu schwierig für mich sei. Aber da der Meister mich gebeten hatte zu warten, blieb mir keine Wahl. Ich war innerlich völlig aufgewühlt.
Da kam der Meister zurück, sah die Flöte in meiner Hand und befand: „Flöte geht auch.“ Er führte mich zum Leiter der Flöten- und Piccolo-Gruppe und bat ihn, es mir beizubringen.
Auf einmal war mein Kopf wie leergefegt und all meine Ängste und Sorgen wie weggeblasen. Mir wurde klar, dass der Meister mich persönlich gebeten hatte, dieses Instrument zu lernen und an dem Projekt mitzuwirken. Ich ließ all meine Befürchtungen hinter mir und war bereit, vom Gruppenleiter das Flötenspielen zu erlernen.
Zwar gelang es mir, die Fingersätze richtig hinbekommen, aber egal wie sehr ich mich auch bemühte, schaffte ich es nicht, einen vollen Ton zu erzeugen. Was nun? Verunsichert setzte ich mich auf den Boden. In diesem Moment trat der Meister auf mich zu, bückte sich zu mir herunter und hörte mir beim Spielen zu. Ich wurde noch besorgter und dachte: „Wie kann sich der Meister nur zu mir herunterneigen, um mir zuzuhören? Meister, bitte hören Sie mir nicht zu, ich kann doch gar nicht richtig spielen!“
Aber der Meister blieb weiterhin zu mir heruntergeneigt und hörte mir lange zu. Ich schämte mich sehr und sagte zum Meister: „Meister, je länger Sie zuhören, desto nervöser werde ich. Ich bekomme ja kaum einen Ton heraus.“ – „Mach einfach weiter!“, ermutigte mich der Meister.
Diese drei Worte schienen einen Lichtschalter angemacht zu haben und meine Nervosität war wie weggeblasen. Von da an beschloss ich, ohne Angst und Sorgen fleißig zu üben und die Erwartungen des Meisters zu erfüllen.
Als ich nach Hause kam, begann ich, das erste Lied zu üben: „Falun Dafa ist gut“. Ich übte immer wieder und fing jedes Mal, wenn ich einen Fehler machte, wieder von vorne an. Nach einem ganzen Tag des Übens konnte ich das Stück endlich fehlerfrei und flüssig spielen.
Um schneller Fortschritte zu machen, bat ich einen Mitpraktizierenden, der uns früher das Spielen von Musikinstrumenten beigebracht hatte, um Rat. „Du könntest beim Üben 30 Zahnstocher oder Streichhölzer auslegen und nach jedem durchgespielten Stück ein Stäbchen wegnehmen – aber nur, wenn du fehlerfrei gespielt hast. Übe so lange, bis alle 30 Stäbchen entfernt sind“, schlug er vor.
Ich befolgte seinen Rat und übte das Stück „Heiliges Lied“. Und tatsächlich: Nach 30 Übungseinheiten klang es schon viel besser!
Damals trafen wir uns jeden Samstag von 14–22 Uhr zum gemeinsamen Üben, wobei uns der Meister dabei oft persönlich anleitete und uns Ratschläge gab. Er zeigte uns auch, wie man in einer Parade mithält, beim Marschieren oder Abbiegen in der Reihe bleibt, die Füße hebt und wieder absetzt und so weiter. Ich folgte der Anleitung des Meisters und fühlte mich dabei entspannt und wunderbar.
Als ich einmal zur Essenszeit hinausging, hörte ich den Meister sagen: „Fingerübungen, Marschieren, Notenlesen und das Musikstück solltest du gleichzeitig üben.“
Bei jedem Üben beherzigte ich die Anweisungen des Meisters. Jedes Mal, wenn ich ein Stück übte, ging oder auf der Stelle marschierte, folgte ich den Notenlinien und lernte, wann ich meine Füße heben oder setzen und wie es korrekt gemacht werden musste. Später machte ich beim Spielen der Stücke keine Fehler mehr und alles war perfekt synchron aufeinander abgestimmt.
Bald darauf verkündete eines Tages der Meister: „In zwei Monaten könnt ihr an Paraden teilnehmen.“ Ich vertraute den Worten des Meisters vollkommen und übte noch fleißiger. Manchmal übte ich im Park mit anderen Praktizierenden aus anderen Gruppen, selbst im Schnee. Trotz der eisigen Temperaturen machten wir weiter.
Ich war nicht besonders gut im Notenlesen und musste oft erst das Stück lernen, bevor ich mir die Noten einprägen konnte. Deshalb nutzte ich kurze Zeitfenster zum Üben, wie zum Beispiel während der Fahrt in der U-Bahn.
Zwei Monate später wurden wir eingeladen, an einer Parade in San Francisco teilzunehmen. Es war das erste Mal, dass unsere Tian Guo Marching Band bei einer Parade mitmachte. Es war ein wirklich wundervolles Erlebnis. Noch bevor sich die Parade in Bewegung setzte, konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich war gerührt, dankbar und voller Ehrfurcht. Es war unglaublich, dass jemand wie ich, der nie Flöte spielen gelernt hatte, innerhalb von nur zwei Monaten in einer Marching Band bei einer großen Parade mitspielen konnte! All dies verdankten wir unserem Meister.
Seitdem füllen sich vor jeder Parade meine Augen mit Tränen der Dankbarkeit. Ich bin gegenüber dem Meister von tiefer Dankbarkeit und einem starken Bewusstsein für meine Mission erfüllt. Ich ermahne mich unentwegt, dass ich mich noch mehr anstrengen muss, damit wir unserer Mission gerecht werden.
Ich erinnere mich noch genau an die neunstündige Busfahrt zu einem Paradeort in der Anfangszeit. Die Paradestrecke war lang und dauerte über zwei Stunden bis zum Ziel. Während der Parade fotografierte uns der Meister, setzte sich danach zu uns und ließ sich mit den Bandmitgliedern fotografieren.
Das war das zweite Mal, dass ich zusammen mit dem Meister fotografiert wurde. Das erste Mal war es nach Abschluss der Fahui in Los Angeles im Jahr 1999, als der Meister vorschlug, ein Foto mit den freiwilligen Helfern der Fa-Konferenz zu machen.
Das Spielen in der Band – auch ein Prozess zur Erhöhung
Das Spielen in der Band ist auch ein Prozess zur Erhöhung unserer Xinxing. Nachdem wir an einigen Paraden teilgenommen hatten, verkündete der Gruppenleiter, dass wir sechs Piccolo-Spieler bräuchten, und bat diejenigen von uns, die schon etwas Erfahrung hatten, auf Piccolo umzusteigen.
Damals sträubte ich mich gegen einen Wechsel, da mir das, was ich tat, schon schwer genug vorkam und ich keinesfalls mit einem neuen Instrument von vorne anfangen wollte. Aber als Dafa-Praktizierende sind wir gefordert, als ein Körper zu kooperieren. Nach Ermutigung durch Mitpraktizierende beschloss ich, es zu versuchen.
Ich bin kein besonders geduldiger Mensch und wollte manchmal alles hinschmeißen, wenn ich die Töne, die ich spielte, nicht mehr ertragen konnte. Aber dann gewann die Verbindlichkeit unserer gemeinsamen Mission die Oberhand und ich übte beharrlich weiter.
Aufgrund veränderter Umstände konnte ich eine gewisse Zeit lang nicht an den Proben der Band teilnehmen. Allmählich schlich sich der Gedanke ein, dass ich genauso gut ganz aufhören könne. Von solchen egoistischen Gedanken beherrscht suchte ich ständig nach Ausreden, das gemeinsame Üben ausfallen zu lassen, und hatte darüber vergessen, dass der Meister mir diese Gelegenheit geboten hatte, damit ich das Fa bestätigen und die Lebewesen erretten konnte. Tief in meinem Inneren war mir jedoch klar, dass ich nicht aufgeben, sondern dankbar sein und diese Chance wertschätzen sollte.
Eines Tages traf ich zufällig ein anderes Bandmitglied, das mir anbot, gemeinsam zu proben. Ich bereute meine früheren egoistischen Gedanken und war von der Güte dieses Praktizierenden zutiefst berührt. Im Stillen dankte ich dem Meister für diese zweite Chance.
Ein Mitglied der Tian Guo Marching Band zu sein, hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, in der Kultivierung fleißiger voranzukommen, damit ich mein Gelübde einlösen und meine Mission, dem Meister bei der Errettung der Lebewesen zu helfen, fortsetzen kann.
Danke, Meister!Danke, liebe Mitpraktizierende!
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