(Minghui.org) Eine Freundin von Liu Xingrong hat seit 23. Januar 2026 den Kontakt zu ihr verloren. Kürzlich suchte sie Liu in ihrer Wohnung auf, aber sie war nicht da. Ihre Freundin entdeckte verschimmelte Lebensmittel auf dem Esstisch und folgerte, dass Liu seit mindestens einem Monat verschwunden sein musste.

Sie benachrichtigte Lius Familie, die nun vermutet, dass sie erneut wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet wurde.

Die 67-jährige Liu aus der Stadt Jilin in derselben Provinz war schon einmal in ihrer Wohnung verhaftet worden, nämlich am Abend des 19. November 2021, nachdem ein Wachmann sie wegen der Verteilung von Falun-Dafa-Materialien in seinem Wohnkomplex angezeigt hatte. Die Polizei von Xinghua identifizierte sie mithilfe von Gesichtserkennungs-Technologie und durchsuchte ihre Wohnung.

Liu verbrachte die Nacht auf der Polizeiwache und wurde am nächsten Tag in eine örtliche Haftanstalt gebracht, die sie jedoch wegen der COVID-19-Pandemie nicht aufnahm. Die Polizei ließ Liu gegen Kaution frei und wies sie an, sich jeden Montag bei ihnen zu melden.

Um einer erneuten Verhaftung zu entgehen, tauchte Liu unter. Sie gilt seit mindestens 23. Januar 2026 als vermisst.

Frühere Verfolgung

Liu wurde nach ihrer Festnahme am 3. Juni 2015 zu drei Jahren Haft verurteilt. Sie verbüßte ihre Strafe im Frauengefängnis der Provinz Jilin und wurde am 2. Juni 2018 freigelassen. Weitere Einzelheiten finden Sie in den unten verlinkten Berichten.

Wieder zu Hause sah sich Liu wiederholten Schikanen und ständiger Überwachung ausgesetzt. Im Juli 2019 rief die Polizei ihren Sohn an und verlangte, dass er ihre persönlichen Daten preisgab. Am 23. September 2019 riefen sie Liu an und forderten sie auf, eine Erklärung zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben, was sie ablehnte. Zwei Tage später stand die Polizei vor ihrer Tür.

Am 20. Juli 2020 rief das örtliche Gemeindebüro Lius Sohn an und forderte ihn auf, seine Mutter dazu zu bewegen, sich bei ihnen zu melden. Da sie das nicht tat, riefen sie ihn ständig an, bis er schließlich sein Telefon ausschaltete. Daraufhin riefen sie seine Frau an.

Um ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter weitere Schikanen zu ersparen, begab sich Liu am 30. Juli 2020 zum Gemeindebüro. Dort wurde sie gegen ihren Willen fotografiert und aufgefordert, „mit ihnen in Kontakt zu bleiben“. An jedem wichtigen Feiertag oder zum Welt-Falun-Dafa-Tag riefen die Beamten sie an, um zu überprüfen, ob sie zu Hause war. Konnten sie sie nicht erreichen, wandten sie sich an ihren Sohn oder ihren Enkel, um sich nach ihr zu erkundigen.

Nach ihrer Freilassung gegen Kaution am 20. November 2021 tauchte Liu unter; ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

Frühere Berichte:

Haft und Folter, weil Praktizierende Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt hatte

Provinz Jilin: Behörden lassen Anwalt nicht mit seinem Mandanten sprechen