(Minghui.org) Ein Mann aus dem Kreis Yishui in der Provinz Shandong wurde am 8. Februar 2026 nach Beendigung einer vierjährigen Haftstrafe freigelassen, zu der er wegen seines Glaubens an Falun Dafa verurteilt worden war.
Die Inhaftierung des rund 51-jährigen Zhang Xiuqiang ging auf seine Festnahme am 8. Februar 2022 zurück. Jemand hatte ihn angezeigt, weil er in der Öffentlichkeit Aufkleber mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“ angebracht hatte. Er wurde in der Nacht auf der Polizeiwache in der Zhongxin-Straße festgehalten und am darauffolgenden Tag ins Fallbearbeitungszentrum des Landkreises Yishui gebracht. Am 10. Februar verlegte man ihn aufgrund der COVID-19-Pandemie zur Quarantäne in die Haftanstalt des Landkreises Mengyin.
Am 15. Februar 2022 verhörte die Staatsanwaltschaft des Kreises Yishui Zhang in einer Videokonferenz. Sie drängten ihn, sich schuldig zu bekennen, was er jedoch ablehnte. Am 3. März 2022 überführte ihn die Polizei in die Haftanstalt Yishui.
Später übernahm die Staatsanwaltschaft des Kreises Yinan den Fall. Der Kreis Yinan und der Kreis Yishui unterliegen der Gerichtsbarkeit der Stadt Linyi. Zhang wurde am 11. Mai 2022 angeklagt. Das Kreisgericht Yinan hielt am 25. Mai eine virtuelle Anhörung ab und verurteilte ihn am 21. Juni zu vier Jahren Haft. Zwei Tage später legte Zhang beim Mittleren Gericht der Stadt Linyi Berufung ein. Das höhere Gericht verhandelte seine Berufung am 4. August und wies sie am 23. August ab.
Am 29. März 2023 wurde Zhang in das Gefängnis der Provinz Shandong eingeliefert und zunächst für drei Tage in der Abteilung für neu aufgenommene Häftlinge untergebracht. Danach kam er in die 11. Abteilung. Da er seinen Glauben an Falun Dafa aufrechterhielt wurde er unter strenge Aufsicht gestellt. Die Wärter zwangen ihn, jeden Tag stundenlang auf einem kleinen Hocker zu sitzen.
Zhang wurde am 8. Februar 2026 freigelassen.
Vom Arbeitgeber unrechtmäßig festgehalten
1996 begann Zhang, Falun Dafa zu praktizieren, und wurde danach zusehends energiegeladener. Als Angestellter des Kaufhauses Zhongbai genoss er bei seinen Arbeitskollegen hohes Ansehen und erhielt sogar eine Auszeichnung.
Nach Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 blieb er seinem Glauben treu und wurde wiederholt ins Visier genommen. An einem Sommertag im Jahr 2001 bestellte ihn sein Vorgesetzter ins Büro und forderte ihn auf, Falun Dafa aufzugeben. Als er sich weigerte, wurde er von seinen Arbeitskollegen zusammengeschlagen. Wang Xiaoyang schlug ihm ins Gesicht, bis er aus Mund und Nase blutete. Yang Rui zerrte ihn anschließend in ein anderes Büro und warf eine Tasse nach ihm. Als Zhang sich weigerte, eine Erklärung zum Verzicht auf seinen Glauben zu unterschreiben, packten Yang und Li Tao seine Hand und pressten seine Fingerabdrücke auf das Dokument.
Außerdem befahlen sie ihm, Videos anzusehen, die Falun Dafa verunglimpften. Zhang kooperierte nicht, woraufhin Li Tao ihn am Nacken packte und ihn so zum Schauen der Videos zwang. Li Sheng befahl ihm, zu rauchen und sperrte ihn ins Sicherheitsbüro. Li Bo schlug ihn so brutal, dass er die Orientierung verlor. Anschließend beschuldigte Li Bo ihn, eine Denkstörung zu haben.
Nach einer Weile forderte Zhangs Arbeitgeber ihn auf, 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) zu zahlen, und ließ ihn erst danach frei. Später gelang es Zhang, 4.000 Yuan zurückerhalten.
Als der Angestellte Li Hongwei des Kaufhauses im April 2001 erfuhr, dass Zhang nach Peking gereist war, um für sein Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa zu appellieren, packte er ihn. Zhang wurde in die Haftanstalt des Kreises Yishui gebracht und einen Monat später in eine Gehirnwäsche-Einrichtung verlegt. 40 Tage später wurde er wieder in das Sicherheitsbüro des Kaufhauses gebracht. Danach wurde er zu einem unbekannten Zeitpunkt in ein Untersuchungsgefängnis gesteckt und dort 15 Tage lang festgehalten.
2009: Anderthalb Jahre Zwangsarbeit
Am 3. April 2009 wurde Zhang verhaftet, nachdem ihn jemand wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt hatte. Im Gefängnis des Kreises Yishui wurde er geschlagen. Einen Monat später wurde er zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das zweite Arbeitslager Zhangqiu eingeliefert. Da Zhang an seinem Glauben festhielt wurde er gefoltert. Er musste stundenlang mit dem Gesicht zur Wand stehen und nachts auf dem Boden schlafen. Sein systolischer Blutdruck erreichte zeitweise 200 mmHg (normalerweise beträgt der Wert bei 120 oder weniger).
Nach 540 Tagen im Arbeitslager wurde Zhang freigelassen. Am 20. Juni 2021 erfolgte eine weitere Festnahme, da er abermals wegen der Verteilung von Informationsmaterialien angezeigt worden war. Beamte der Polizeistation Yaodianzi durchsuchten seine Wohnung und beschlagnahmten sieben Falun-Dafa-Bücher. Nach einer Nacht in der Polizeistation wurde er in die Haftanstalt Chaishan gebracht und dort 15 Tage lang festgehalten.
Familie in Mitleidenschaft gezogen
2001 heiratete Zhang. Daraufhin forderten die örtlichen Dorfbeamten seine Eltern auf, 5.000 Yuan zu zahlen, da „er sich weigerte, auf Falun Dafa zu verzichten“. Sie ignorierten auch den Antrag seiner Frau auf Eintragung in sein Haushaltsregister. Als sie schwanger war, versuchten die Beamten sie zu einer Abtreibung zu zwingen, was jedoch scheiterte.
Die Dorfbeamten verweigerten dem Ehepaar außerdem die Eintragung ihres Sohnes ins Haushaltsregister. Als der Sohn 2007 fünf Jahre alt wurde, hatten die Eltern große Schwierigkeiten, ihn in der örtlichen Schule anzumelden.
Am 15. Februar 2007 vertrieben die Dorfbeamten Zhangs Eltern aus ihrem Haus. Sie durften erst sechs Monate später zurückkehren. Auch Zhang wurde gezwungen, seinem Zuhause fernzubleiben.
Am Abend des 10. März 2008 schickten die Dorfbeamten mehrere mit Knüppeln bewaffnete Männer zu Zhangs Haus. Da er nicht zu Hause war, verschleppten sie seinen Vater zur Polizeiwache. Sie stülpten dem betagten Mann eine Kapuze über den Kopf und traten und schlugen brutal auf ihn ein. Während seiner Haft bekam er nichts zu essen.
Nach seiner Einlieferung in ein Zwangsarbeitslager im Jahr 2009 war Zhangs Mutter am Boden zerstört und erkrankte. Die Wärter erlaubten niemandem, Zhang zu besuchen. Der Zustand seiner Mutter verschlechterte sich zusehends, bis sie schließlich am 9. Dezember 2010 im Alter von 57 Jahren verstarb.
Auch für seine über 80-jährige Schwiegermutter war die Festnahme und Inhaftierung ein schwerer Schlag. Sie fragte ihre Tochter immer wieder, wann Zhang endlich nach Hause zurückkehren werde. Sie verstarb am 14. Dezember 2025 – weniger als zwei Monate vor Ablauf von Zhangs Haftzeit.
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