(Minghui.org) Eine 65-jährige Frau aus Fuzhou, Provinz Fujian, wurde vor dem chinesischen Neujahr (17. Februar 2026) in das Frauengefängnis der Provinz eingeliefert, wo sie eine fünfte Haftstrafe absitzen muss – wegen ihres Glaubens an Falun Dafa.
Zuo Xiuyun, geboren im Januar 1961, war am 21. Mai 2024 festgenommen und im Oktober 2025 zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Sie legte beim Mittleren Gericht der Stadt Fuzhou gegen das Urteil Berufung ein, welche jedoch Ende Dezember 2025 abgewiesen wurde. Wenige Wochen später musste sie ins Gefängnis.
Zuo, eine ehemalige Kindergärtnerin, wurde bereits zum fünften Mal wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt. Davor hatte sie bereits vier Haftstrafen von insgesamt 17,5 Jahren abgeleistet: von Oktober 2000 bis Oktober 2003; Juni 2004 bis Juni 2010; Dezember 2011 bis Juni 2015; und Dezember 2015 bis Dezember 2020. Ihr Mann ließ sich während ihrer ersten Haftstrafe von ihr scheiden. Ihr Bruder, ein Veteran, der ebenfalls Falun Dafa praktiziert, wurde eingesperrt und gefoltert.
Einzelheiten zur jüngsten Festnahme
Zuo war am 21. Mai 2024 verhaftet worden, nachdem jemand sie beobachtet hatte, wie sie einen Brief, der, wie die Person vermutete, Informationen über Falun Dafa enthielt, in einen Briefkasten warf.
Hauptmann Liu Weiping von der Polizeidienststelle des Bezirks Jin’an und mehrere Beamte durchsuchten daraufhin die gemeinsame Wohnung von Zuo und ihrem Bruder Zuo Fusheng. Sie beschlagnahmten einen Computer, einen Drucker, einige leere Umschläge und Falun-Dafa-Bücher.
Ein Polizist schlug Zuo inmitten einer Gruppe versammelter Menschen. Bei der ärztlichen Untersuchung vor ihrer Einweisung in das Zweite Gefängnis Fuzhou wurde bei ihr Blut im Urin festgestellt sowie Prellungen am Bauch.
Die Polizei leitete Zuos Fall umgehend an die Staatsanwaltschaft des Kreises Minqing weiter, die daraufhin Anklage gegen sie erhob. Das Kreisgericht Minqing lehnte den Antrag ihres Anwalts ab, sie freizulassen, damit sie sich um ihren blinden Bruder kümmern konnte.
Nach der Verhandlung am 13. Dezember 2024 gab das Gericht den Fall zweimal an die Polizei zurück, um weitere Beweise zu sammeln, und verschob die Urteilsverkündung dreimal, bevor Zuo schließlich verurteilt wurde.
Bruder wurde ebenfalls ins Visier genommen
Ihr Bruder, ein Veteran und ebenfalls Falun-Dafa-Praktizierender, wurde Ende 1999 verhaftet und zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Seine Frau wurde gezwungen, sich von ihm scheiden zu lassen, und erhielt das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter. Seitdem hat er seine Tochter nicht mehr gesehen.
Am 1. November 2002 war Herr Zuo abermals verhaftet und zu weiteren zwei Jahren und zwei Monaten Zwangsarbeit verurteilt worden. Nach einer weiteren Festnahme am 19. Januar 2011 wurde er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde schwer misshandelt und einmal sechs Stunden lang aufgehängt. Infolge der Folter verlor er auf einem Auge das Sehvermögen. Nach seiner Freilassung im Januar 2017 erblindete er nach und nach auch auf dem anderen Auge. Trotz seines Zustandes installierte die Polizei fünf Überwachungskameras vor seinem Haus, um ihn zu überwachen. Eine Kamera war auf seinen Balkon gerichtet, eine zweite auf seine Haustür, eine dritte überwachte den Flur zu den Aufzügen und die beiden restlichen Kameras befanden sich in der Nähe der Treppenhäuser auf beiden Seiten seines Wohnhauses.
Die Mutter der beiden Geschwister starb am 25. April 2015, während beide im Gefängnis saßen. Frau Zuo zog nach Abschluss ihrer vierten Haftzeit Ende 2020 zu ihrem Bruder, um sich um ihn zu kümmern. Nur sechs Monate später, am 19. Juni 2021, wurde sie erneut festgenommen und für eine unbekannte Dauer eingesperrt. Am 21. Mai 2024 erfolgte eine weitere Verhaftung.
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