(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende kultivieren sich in der menschlichen Gesellschaft und verbringen den Großteil ihrer Zeit mit gewöhnlichen Menschen. Dafa fordert uns auf, uns so weit wie möglich den gewöhnlichen Menschen anzupassen und Situationen zu vermeiden, die zu Missverständnissen in Bezug auf Falun Dafa führen könnten. Wir müssen uns jedoch über die grundlegenden Unterschiede zwischen Nichtpraktizierenden und uns im Klaren sein. Mir ist aufgefallen, dass Praktizierende im Gespräch mit anderen manchmal unbewusst in die Glaubensvorstellungen der gewöhnlichen Menschen abgleiten.
Gesundheitsbeschwerden und Altern
Wenn jemand beispielsweise über seine gesundheitlichen Beschwerden spricht, sagen diese Praktizierenden vielleicht, dass sich ihr körperlicher Zustand mit zunehmendem Alter von Jahr zu Jahr ebenfalls verschlechtert habe. Ein gutes Beispiel ist das Sehvermögen. Die Menschen meinen, dass die Sehkraft mit zunehmendem Alter in der Regel nachlasse. Durch die Nutzung mobiler Geräte könnten heutzutage zudem alle möglichen Augenprobleme auftreten. Ein Praktizierender, der das hörte, schien dem zuzustimmen. Er sagte, dass auch sein Sehvermögen nicht mehr so gut sei wie früher.
Auch kommt es vor, dass Praktizierende mit Bekannten sprechen, die Bemerkungen darüber machen, wie schnell sie selbst gealtert seien. Der Praktizierende stimmt dem womöglich zu. Es scheint so, als würden sie die angesprochenen Themen einfach wiedergeben. Doch als Praktizierende sollten wir das nicht sagen. Weil unsere Worte Energie haben, könnten sie, sobald sie ausgesprochen sind, fixiert werden und etwaige Probleme verursachen.
Aber natürlich haben wir weiterhin Umgang mit gewöhnlichen Menschen. Die Frage ist, wie wir sprechen sollten, sodass andere uns verstehen, wir dabei aber nicht in die Denkweise der gewöhnlichen Menschen geraten.
Ich bin Ladenbesitzer. Manchmal fragen mich Kunden, wie alt meine Kinder sind. Sie sind dann ganz überrascht und sagen: „Als ich vor ein paar Jahren hierherkam, waren sie noch so klein. Jetzt sind sie alle schon erwachsen. Wir werden wohl auch langsam alt.“ – „So ist das nun einmal“, antworte ich dann. „Der Mensch kann dem Älterwerden nicht entkommen. Geburt, Altern, Krankheit und Tod sind unvermeidlich.“ Wenn ich das so sage, stelle ich mich nicht auf eine Stufe mit Nichtpraktizierenden. Ich weiß, dass ich ein Kultivierender bin und dass Kultivierende nicht dem Kreislauf von Geburt, Altern, Krankheit und Tod unterliegen.
Manchmal läuft mir die Nase und Kunden fragen mich: „Haben Sie sich erkältet?“ Dann antworte ich: „Meine Nase läuft plötzlich.“ Diese Antwort übersteigt ihre Denkweise. Denn tief in mir weiß ich, dass der Meister dabei ist, meinen Körper zu reinigen.
Manche Menschen sprechen darüber, dass ihre Kinder nach deren Abschluss vielleicht nicht mehr nach Hause kommen werden. Sie sorgen sich darum, wer sich im Alter um sie kümmern wird. Dann antworte ich oftmals: „Immer eins nach dem anderen. Wer weiß schon, wann das passieren wird?! Lassen wir den Dingen ihren Lauf.“ Der Meister arrangiert alles für die Kultivierenden und wir folgen einfach dem Weg, der für uns arrangiert ist.
Menschliche Anschauungen
Trotzdem tauchten auch bei mir im Laufe der Jahre unbewusst immer wieder menschliche Anschauungen auf. Zum Beispiel zuckt mir gelegentlich das Auge, meistens das rechte. Seit meiner Kindheit hatte meine Mutter zu mir gesagt: „Ein zuckendes linkes Auge bedeutet Glück, ein zuckendes rechtes Auge bedeutet Unglück.“ Wenn mein rechtes Auge zuckte, befürchtete ich, dass mir Unglück widerfährt. Dann änderte ich schnell meine Denkweise, da mir klar war, dass mich solche menschlichen Anschauungen nicht beeinflussen durften. Stattdessen dachte ich dann: „Vielleicht bedeutet das, dass mein Himmelsauge stärker wird.“ Aber tief in meinem Inneren blieb Unbehagen zurück.
In meiner Kindheit kam oft ein blinder Wahrsager in unser Dorf. Meine Mutter bat ihn, unserer Familie die Zukunft vorauszusagen. Er sagte, es sei mir bestimmt, den Tod meiner Eltern herbeizuführen, aber es gebe etwas Besonderes in mir, das mich vor diesem unglücklichen Schicksal bewahren würde. Selbst nach mehreren Jahren Kultivierung erinnerte ich mich noch lebhaft an die Worte dieses Wahrsagers. Eines Tages erkannte ich plötzlich, dass ich jetzt, da ich mich kultiviere, nicht mehr über seine Worte nachdenken sollte. Ich bin jetzt ein Praktizierender. Und unabhängig davon, ob der Wahrsager Recht oder Unrecht hatte, sprach er nur über meine Vergangenheit, und das auf seiner eigenen Ebene.
Jedes Mal, wenn alte Erinnerungen und menschliche Anschauungen in mir auftauchen, beseitige ich sie. So werden meine Gedanken klar und ruhig.
Fazit
Wir sollten die Unterschiede zwischen den Überzeugungen der gewöhnlichen Menschen und den Prinzipien der Kultivierenden mit Vernunft behandeln. Je weiter wir voranschreiten, desto höher und strenger werden die Maßstäbe der Kultivierung. Wir sollten uns darauf konzentrieren, jeden einzelnen Gedanken und jede Absicht zu kultivieren, damit wir unseren Kultivierungsweg standhaft gehen und noch mehr Menschen errettet werden können.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Wenn an meinen Worten etwas unangemessen ist, weist mich bitte darauf hin.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.
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