(Minghui.org) Die 1962 geborene Zhang Hua aus dem Bezirk Tongnan in Chongqing kam am 6. Juni 2025 nach 22 Monaten Haft wegen ihres Glaubens an Falun Dafa frei.

Zhang wurde am 7. August 2023 von Hauptmann Sun Haitao (auch bekannt als Sun Botao) von der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Tongnan und fünf seiner Untergebenen festgenommen und inhaftiert. Die Beamten verhörten sie die ganze Nacht lang, bevor sie in die Haftanstalt des Bezirks Hechuan gebracht wurde.

Etwa im August 2023 brachten Hauptmann Sun und drei weitere Beamte Zhang zur Vernehmung zurück in die Staatssicherheitsabteilung. Sie legten ihr Handschellen und Fußfesseln an, die so miteinander verbunden waren, dass sie sich bücken musste. Die Fesseln waren sehr schwer, so dass sie nur schleppend gehen konnte.

Zhang, eine ehemalige Angestellte des Landmaschinenwerks im Kreis Tongnan, verweigerte jegliche Aussage.

Anschließend fuhren die Polizisten sie zu vier verschiedenen Orten im Bezirk Tongnan, um Beweise dafür zu fälschen, dass sie an jedem Ort mit Leuten über Falun Dafa gesprochen hatte. Als sie sich weigerte, aus dem Streifenwagen auszusteigen, trugen sie sie hinaus und fotografierten sie an jedem Ort.

Mithilfe gefälschter Beweise wurde Zhang zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Sie wurde im August 2024 ins Frauengefängnis von Chongqing gesperrt. Zuvor hatte sie bereits sieben Jahre einer zehnjährigen Haftstrafe im selben Gefängnis abgeleistet.

Wie schon bei ihrer ersten Haftstrafe war Zhang auch diesmal verschiedenen Formen von Misshandlung ausgesetzt. Sie wurde zunächst in Zelle vier untergebracht. Die Oberinsassin Liu Yingxia zwang sie, bewegungslos vor einer Wand zu sitzen. Jede Bewegung musste Liu gemeldet werden. Für bestimmte Dinge benötigte sie sogar die Erlaubnis der Wärter. Zhang durfte ohne Erlaubnis weder Wasser trinken, noch die Toilette benutzen oder sich den Rücken kratzen.

Einmal kratzte sie sich ohne Erlaubnis am Rücken, woraufhin Liu sie rügte. Ein anderes Mal wechselte sie ihre Schuhe, ohne vorher mit Liu zu sprechen. Liu zwang sie, die Gefängnisregeln abzuschreiben. Auch die Benutzung der Toilette wurde Zhang erschwert. Sie musste sich zunächst die Erlaubnis einer anderen Gefangenen einholen. Nach Erhalt der Erlaubnis musste sie sich über die Überwachungskamera beim diensthabenden Wärter melden. Bei Missachtung dieser „Befehlskette“ musste sie die Gefängnisregeln abschreiben, an Lernsitzungen teilnehmen oder wurde am Schlafen gehindert. Sie wurde außerdem gezwungen, zu bestimmten Dingen ihre Meinung zu äußern, jedoch nur so, wie Liu es vorsah. Jede abweichende Meinung wurde bestraft.

Wenn Zhang aus irgendeinem Grund ihre Zelle verlassen durfte, musste sie von drei Mitgefangenen begleitet werden. Sie musste sich auch umdrehen, sobald jemand auf sie zukam, da es ihr verboten war, Augenkontakt herzustellen.

Als Zhang an ihrem Glauben festhielt, entzogen ihr die Wärter die Besuchsrechte ihrer Familie und erlaubten ihnen nicht, Geld auf ihr Konto einzuzahlen. Als es ihnen schließlich gelang, Geld einzuzahlen, musste sie die Wärter um Erlaubnis bitten, bevor sie das Geld für den täglichen Bedarf ausgeben durfte.

Die anderen Gefangenen erhielten regelmäßig vier Rollen Papierhandtücher, Zhang jedoch deutlich weniger. Ihre vier Rollen reichten für 92 Tage.

Das Gefängnis erlaubte den Insassinnen, sich Kleidung auszuleihen, wenn sie keine besaßen. Da die Wärter Zhangs Familie verboten hatten, Kleidung zu schicken, hatte sie keine warme Winterkleidung. Sie bat dreimal darum, sich Kleidung leihen zu dürfen, wurde aber jedes Mal abgewiesen. Liu behauptete, es gebe keine zusätzliche Kleidung, obwohl Zhang gezwungen wurde, Winterkleidung zu waschen, die anschließend an andere Insassinnen verteilt wurde.

Die Wärter verlegten Zhang etwa im April 2025 in Zelle sieben. Dort zwang sie die Mitgefangene Zhong Chan, verleumderisches Material über Falun Dafa anzusehen und zu lesen. Die reguläre Schlafenszeit war 22 Uhr, doch Zhang musste oft länger aufbleiben, weil sie das Studium des verleumderischen Materials nicht beendet hatte. Der Schlafmangel und die psychische Belastung ließen ihren Blutdruck stark ansteigen.

Zhong verweigerte Zhang über längere Zeiträume den Toilettengang. Sie machte sich mehrmals in die Hose, durfte sich aber nicht umziehen. Zhong prahlte: „Ich habe keine Angst, dass du mich verpfeifst. Die Wärter wissen alles, was ich dir antue!“

Zhong verweigerte einmal Zhang zwei Tage hintereinander den Toilettengang. Sie hatte sich am Vortag und am nächsten Tag erneut in die Hose gemacht. Die Tageswärterin Wang Yiying hatte ein Gehirnwäscheverfahren angesetzt. Zhang musste in ihrer stinkenden Hose daran teilnehmen. Wang hielt Zhang bis zu drei Stunden fest, bevor sie ihr erlaubte, in ihre Zelle zurückzukehren und sich umzuziehen.

Zhong befahl einige Tage später Zhang, eine Erklärung abzuschreiben, in der sie versprach, Falun Dafa nicht mehr zu praktizieren. Sie weigerte sich, woraufhin ihr erneut der Toilettengang verweigert wurde. Zhong zwang sie weiterhin, ihre drei Mahlzeiten zu essen. Ihr Bauch war aufgebläht und sie fühlte sich äußerst unwohl. Erst rund 20 Stunden später erlaubte Zhong ihr schließlich, die Toilette zu benutzen.

Zhang wurde am 6. Juni 2025 freigelassen.

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