(Minghui.org) Meine Mutter und ich praktizieren Falun Dafa. Nach der Geburt meines Neffen fuhr meine Mutter in unsere Heimatstadt, um sich um meine Schwägerin und das Baby zu kümmern – sie blieb dort 40 Tage. Um das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren, schlief sie nur sehr wenig.

Meine Schwägerin (ebenfalls eine Praktizierende) brachte das Baby für eine Weile zu ihren Eltern, sodass meine Mutter bei mir wohnte. Meine Mutter hatte sehr hart gearbeitet und sie tat mir leid. Ich dachte: „Solange sie hier ist, muss ich dafür sorgen, dass sie sich ausruht und gut isst.“ Diese Gefühle spiegelten meine Anhaftungen wider, aber das war mir nicht bewusst.

Meine Mutter war den ganzen Tag bei meiner Großmutter beschäftigt und kam gegen 17 Uhr bei mir an. An diesem Abend ging sie früh ins Bett. Am nächsten Tag stand sie früh auf, machte die Übungen, rezitierte das Fa und bereitete drei Mahlzeiten zu. Wenn ich tagsüber keinen Unterricht hatte, lernte sie mit mir das Fa. Manchmal wurde sie müde und schlief kurz, doch später unterdrückte sie ihr Bedürfnis zu schlafen. Wenn sie müde war, kochte sie. Sobald sie sich wieder wacher fühlte, nahm sie das Lernen des Fa wieder auf.

Anfangs ermutigte ich sie, sich auszuruhen, wenn sie müde war. Aber als ich sah, wie fleißig sie das Fa lernte, hörte ich damit auf. Warum hörte ich damit auf? Weil wir durch das Fa-Lernen oft neue Erkenntnisse gewinnen und je mehr wir lernen, desto mehr wollen wir lernen. Seit sie bei mir wohnt, mache ich jeden Tag alle fünf Übungen. Vorher hatte ich Anstrengungen gemieden und die zweite Übung selten gemacht, weil sie mir lang und anstrengend erschien, sowohl körperlich als auch geistig. Meine Mutter half mir zu erkennen, wie wichtig es ist, das Fa mehr zu lernen und jeden Moment optimal zu nutzen.

Eines Tages fiel mir auf, dass der Augenwinkel ihres rechten Auges blutunterlaufen war. Das war schon einmal vorgekommen – das letzte Mal direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis. Das Gefängnispersonal behauptete, sie habe hohen Blutdruck, und zwang sie, Medikamente einzunehmen. Sie spuckte die Tabletten heimlich aus, wenn die Wärter gerade nicht hinschauten. Am Tag nach ihrer Rückkehr waren wir bei meiner Großmutter, umgeben von Verwandten, denen auffiel, dass ihr rechtes Auge gerötet war, doch meine Mutter versicherte entschieden, es sei nichts. Da ich mir Sorgen machte, schaute ich im Internet nach und stellte fest, dass es mit dem Blutdruck zusammenhängen könnte. Ich dachte sofort an die Medikamente, die sie im Gefängnis einnehmen musste, und dachte nicht weiter darüber nach. Ein paar Tage später war ihr Auge auf wundersame Weise wieder geheilt. Nach ihrer Rückkehr aus dem Gefängnis konnte meine Mutter die Übungen frei praktizieren und das Fa lernen, was natürlich zu ihrer schnellen Genesung führte.

Als dies erneut auftrat, während meine Mutter bei mir wohnte, machte ich mir Sorgen. Sie sagte, es sei nichts. Ich überlegte, wieder im Internet danach zu recherchieren, verwarf diesen Gedanken aber sofort – warum sollte ich es recherchieren? Es schien ihr gut zu gehen, als ich nach Hause kam, obwohl ihr Auge immer noch blutunterlaufen war. Ich fragte sie, ob sie irgendwelche Beschwerden habe, und sie verneinte. Ich sagte, dass der Meister ihr dabei helfe, Karma zu beseitigen.

Wir nutzten unsere Zeit weiterhin bestmöglich und lernten jeden Tag das Fa und praktizierten die Übungen. Ich schaute auch, ob sich das Auge meiner Mutter besserte. Eines Tages fragte ich sie erneut, ob sie irgendwelche Beschwerden habe. Sie sagte, sie spüre nichts. Ich erwähnte, dass die Rötung scheinbar nachgelassen hbte. Sie antwortete: „Hat sie das?“ Erst da wurde mir klar, dass sie überhaupt nicht darauf geachtet hatte.

In meinem Schlafzimmer hängen drei Spiegel, daher wäre es für meine Mutter sehr einfach gewesen, ihr Auge zu betrachten. Doch sie hat nie darauf geschaut. Erst da wurde mir klar, dass dieses plötzliche Auftreten der Krankheit eigentlich auf meine Anhaftung abzielte. Meine Anhaftung gegenüber meiner Mutter war zu stark. Die alten Mächte nutzten diese Illusion einer Krankheit, um mich auf die Probe zu stellen. Dies war keine Prüfung, die meine Mutter bestehen musste; es war eindeutig eine Prüfung, die ich bestehen musste. Sobald ich das verstanden hatte, entspannte ich mich. Damals hatte ich vor, mit ihr hinauszugehen, um den Menschen die die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung zu erläutern, und hätte das Vorhaben wegen ihres Auges beinahe abgebrochen. Sie bestand jedoch darauf zu gehen, somit machten wir uns wie geplant auf den Weg. Wir sprachen mit Verkäufern und Passanten und niemand schien etwas Ungewöhnliches an ihrem Auge zu bemerken.

Kurz bevor sie nach Hause zurückkehrte, verschwand die Rötung. Wieder einmal staunte ich darüber, wie präzise diese Illusion arrangiert war – wäre es in unserer Heimatstadt geschehen, hätten unsere Verwandten, die Falun Dafa nicht praktizieren, vielleicht einen großen Wirbel darum gemacht.

Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg zurückblicke, hat mich das Fa kontinuierlich gereinigt. Das Praktizieren von Falun Dafa hat mir eine offene und optimistische Geisteshaltung gegeben, mich mit Hoffnung für die Zukunft erfüllt und meinen Willen gestärkt. Ich bin zutiefst dankbar für die barmherzige Errettung des Meisters und für die Kraft von Dafa. Ich werde es immer schätzen und in Ehren halten.