(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit über 20 Jahren. Dank Meister Lis Schutz konnte ich sehr stetige Fortschritte machen. Auch wenn ich vielleicht nicht so gut abgeschnitten habe wie fleißigere Praktizierende, konzentrierte ich mich dennoch auf meine Aufgabe und machte jeden Tag konsequent die drei Dinge. Ich hatte das Gefühl, dass ich ganz gut zurechtkam. Doch neulich passierte etwas, das mir klar machte, dass meine Kultivierung nicht so gefestigt war, wie ich dachte, und das mir half, die Ernsthaftigkeit der Kultivierung zu verstehen.

1990 zog ich in die Stadt und überließ unser Haus im Dorf den Eltern meines Mannes, damit sie dort wohnen konnten. Mein Schwiegervater beantragte jedoch im folgenden Jahr, die Eigentumsurkunde auf seinen Namen umschreiben zu lassen. Als er verstarb, ging das Eigentumsrecht auf meine Schwiegermutter über.

Wir erfuhren von den Änderungen letztes Jahr, als die Behörde uns mitteilte, dass sie die Urkunde erneuert hatte. Mein Mann und seine Mutter stritten sich darüber. Mein Mann sagte wütend: „Ohne unsere Fürsorge all die Jahre wärst du schon längst verstorben.“

Meine Schwiegermutter erwiderte: „Das Haus gehört dir erst, wenn ich gestorben bin.“ Ich wusste in dieser Situation nicht recht, was ich sagen sollte. Ich tröstete meinen Mann und bat ihn, nicht zu streiten. Wir leben auch ohne das Haus gut. Es lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen.

Als die Urkunde dieses Jahr fertig war, sagte mein Schwager, er würde sie abholen und mir bringen. Meine Schwiegermutter wohnte zu dieser Zeit bei ihrer Tochter. Ich sagte zu meinem Schwager: „Das ist in Ordnung. Gib sie doch deiner Mutter, wenn du deine Schwester besuchst? Sie wird sich besser fühlen, wenn sie die Urkunde hat.“ Er stimmte zu.

Ein paar Tage später fiel meinem Mann die Urkunde wieder ein. Ich sagte ihm, es sei auf den Namen seiner Mutter ausgestellt und ich hätte meinen Schwager gebeten, es ihr zu bringen. Daraufhin reagierte er sehr wütend. Er schrie mich an und sagte, ich sei dumm, weil ich kein Haus wolle. Er griff zum Telefon, rief seinen Bruder an und fragte ihn: „Warum hast du die Urkunde nicht vorbeigebracht?“ Das ärgerte mich wiederum. Ich wollte nicht, dass mein Schwager, der einen großen Lkw fährt, dadurch vielleicht vom Verkehr abgelenkt wird.

So hielt ich meinen Mann zurück und sagte: „Ich war es, die deinen Bruder gebeten hat, die Urkunde zu deiner Mutter zu bringen. Warum rufst du ihn an?“ Mein Mann konnte sich nicht mehr beherrschen und sagte mir, ich solle verschwinden und verrecken. Das machte mich wütend und fassungslos. Schließlich vergaß ich, dass ich eine Praktizierende bin, schnappte mir meine Tasche und sagte: „Du kannst dich ruhig streiten. Wenn ich vor Ärger sterbe, gehört dieses Haus auch dir. Du kannst ganz allein in einem leeren Haus leben.“ Dann drehte ich mich um und ging.

Sobald ich die Tür geschlossen hatte, erkannte ich meinen Fehler. Wie konnte ich sagen, ich würde vor Ärger sterben? In welche Lage hatte ich mich gebracht? Konnte ich nach über 20 Jahren Kultivierung wirklich von einem gewöhnlichen Menschen vor Ärger zu Tode gebracht werden? Was war mit meiner Kultivierung geschehen?

Ich fing an, mir Vorwürfe zu machen. Als ich es den Praktizierenden meiner Fa-Lerngruppe erzählte, sagten viele von ihnen sagten, dass ich diese Dinge nicht hätte sagen sollen. Als ich nach Hause kam, begannen mein Bauch und mein Rücken zu schmerzen. Die genaue Ursache der Schmerzen konnte ich nicht ausmachen. In der Situation nahm ich es nicht ernst und ging meinen gewohnten Aktivitäten nach.

Nachts wurden die Bauchschmerzen schlimmer, und sobald ich mich hinlegte, konnte ich nicht mehr aufstehen. Als ich versuchte, mich aufzusetzen, konnte ich mich nicht nach vorne beugen. In dem Moment wusste ich nicht, welcher Gedanke dieses Problem verursacht hatte. Ich hatte einfach das Gefühl, dass etwas in meinem Bauch war. Es tat weh immer wenn ich mich bewegte. Ich konnte nur aufrichtige Gedanken aussenden, um das Schlechte zu beseitigen und meine unangebrachten Gedanken zu beseitigen.

Dann meditierte ich und versuchte danach zu schlafen, aber die Schmerzen waren zu stark. Daher stand ich wieder auf, sendete aufrichtige Gedanken aus und meditierte erneut. Bis 4 Uhr morgens kämpfte ich mich durch, dann begann ich mit den Übungen im Stehen. Die ersten drei Übungen schaffte ich, aber die vierte war eine Qual und schmerzhaft. Als ich fertig war, waren meine Kleider schweißnass. Ich machte die Übungen im Stehen noch einmal. Um 6 Uhr morgens sandte ich aufrichtige Gedanken aus und fühlte mich viel besser.

Ich betrachtete es nicht als Krankheit und tat, was ich tun musste. „Würde ich den Schutz des Meisters überhaupt verdienen?“, fragte ich mich. Hatte ich doch unpassende Worte geäußert und den alten Mächten ermöglicht, meine Lücken auszunutzen. Vor dem Bild des Meisters faltete ich die Hände vor der Brust und bereute aufrichtig. Dem Meister versprach ich, eine gute Schülerin zu sein. Selbst wenn ich Lücken in meiner Kultivierung habe, können die alten Mächte mich nicht verfolgen, denn ich werde sie mit starken aufrichtigen Gedanken auflösen.

Als ich tagsüber in der Fa-Lerngruppe war, verspürte ich Schmerzen und schwitzte stark. Dennoch glaubte ich nicht, dass ich krank sei. Mitpraktizierende unterstützten mich beim Aussenden aufrichtiger Gedanken, während ich die Intensität meiner eigenen verstärkte.

Die Symptome verschwanden im Grunde drei Tage später, doch ein gewisses Unbehagen blieb bestehen. Ich schenkte dem keine Beachtung und tat, was eine Dafa-Jüngerin tun sollte.

Die Kultivierung ist eine ernste Angelegenheit. Ein einziger Gedanke, der nicht im Einklang mit dem Fa steht, kann Probleme verursachen. Die alten Mächte beobachten uns ständig. Nur der Meister schätzt uns. Nur wenn wir das Fa mehr und besser lernen, können wir unsere Mission erfüllen und vermeiden, vom Weg abzukommen. Danke, Meister, dass Sie mich errettet haben.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch