(Minghui.org) Nur durch aufrichtige Kultivierung kann das Fa erkannt und der Charakter verbessert sowie die Xinxing erhöht werden. Dies spiegelt sich dann in jedem Aspekt wider – im Denken, in den Worten und auch in den Handlungen. Die Anhaftung an Bequemlichkeit ist jedoch ein tödlicher Feind der wahren Kultivierung. Wenn ein Kultivierender nach Bequemlichkeit trachtet und faul ist, entspricht er nicht mehr dem Maßstab, der an einen Dafa-Praktizierenden gestellt wird.
In dieser Hinsicht war die Lektion, die ich gelernt habe, äußerst schmerzhaft. Unwissentlich folgte ich dem Weg, den die alten Mächte für mich eingerichtet hatten. Nachdem ich Erfahrungsberichte von Mitpraktizierenden über die Beseitigung der Bequemlichkeit gelesen hatte, begann ich endlich, dieses Thema ernst zu nehmen. Mein Streben nach Bequemlichkeit hatte bereits einen extrem gefährlichen Punkt erreicht.
Vor den morgendlichen Übungen erst einmal ein kurzes Nickerchen zu machen, fand ich völlig in Ordnung. Ich schlief ein, sobald ich meinen Kopf auf das Kissen legte und verpasste so das morgendliche Üben. Danach bereute ich es und versuchte, es besser zu machen. Ich konnte meine Gewohnheit jedoch nicht loswerden und schlief unzählige Male wieder ein. Beim Lesen der Minghui Weekly und der Informationsmaterialien zur Erklärung der wahren Umstände legte ich mich auch immer wieder hin. Ich saß eine Weile, streckte mich dann aber doch unbewusst wieder aus.
Darüber hinaus fühlte ich mich immer schläfrig, wenn ich das Fa lernte. Ich gab nach, machte ein Nickerchen und konnte innerhalb einer Stunde nicht mehr als zehn Seiten im Zhuan Falun lesen. Ich wusste, dass dies nicht richtig war, konnte diesen Zustand aber einfach nicht durchbrechen, selbst als ich es wollte. Immer wieder bedauerte ich das Ganze. Ich strebte immer nach Leichtigkeit, Behaglichkeit und Bequemlichkeit, und zwar in allem, was ich tat. Das ist nicht das Verhalten eines Falun-Dafa-Praktizierenden. Ich wusste, dass ich mich in einer gefährlichen Situation befand, und beschloss, es zu ändern.
Die Wurzel der Bequemlichkeit
Woher kommt denn die Anhaftung an Bequemlichkeit? Die Ursache liegt im menschlichen Egoismus. Diese Anhaftung zeigt sich im Verlangen nach Leichtigkeit und Behaglichkeit. Man möchte Komplikationen vermeiden, fürchtet Anstrengungen und schiebt die Aufgaben auf oder erledigt sie nur halbherzig. Der Egoismus führt unbewusst dazu, dass man schmerzhafte Anstrengungen umgehen und dem Vergnügen nachgehen möchte. So nimmt man Abkürzungen, sucht Bequemlichkeit und strebt nach Komfort, Leichtigkeit und Genuss. Da das frühe Aufstehen für die Übungen meinen Schlaf beeinträchtigte, schob ich sie auf, wann immer es ging – und sei es nur um ein paar Minuten –, nur um mir das Leben etwas leichter und angenehmer zu machen.
Diese Anhaftung führt auch noch dazu, dass sich die alten Mächte einmischen. Menschliche Gedanken und Gewohnheiten, einschließlich der Anhaftung an Bequemlichkeit, sind Fallen. Die alten Mächte stellten sie auf und verstärken unsere Müdigkeit und Faulheit. Die Kultivierenden klammern sich dann an menschliche Vorstellungen und werden dadurch von Dafa weg und auf den von ihnen arrangierten Weg geführt. Die Praktizierenden werden ruiniert, da sie den menschlichen Zustand nicht überwinden können. Solange noch menschliche Sichtweisen vorhanden sind, können die alten Mächten die Kultivierung eines Praktizierenden durch diese Lücken stören.
Die Parteikultur verstärkt die Bequemlichkeit noch dazu. Das kommunistische Gespenst und seine bösartige Kultur haben das Denken und die Vorstellungen der Menschen vergiftet und verzerrt. So gehen manche zum Beispiel gern ins Extrem, gehen keine Kompromisse ein und lösen ihre Versprechen nicht ein. Das alles sind verabsolutierte und verzerrte moderne Anschauungen.
Die Praktizierenden wurden von dieser Umgebung geprägt und tragen diese Parteikultur in sich. Mit ihr können sie sich nicht an Dafa angleichen, daher muss diese Parteikultur erst einmal beseitigt werden. Andernfalls nutzt das bösartige Gespenst des Kommunismus diese Vorstellungen, was zu Ablenkung, Schläfrigkeit und einer Störung der Kultivierung führt.
Das Beseitigen der Bequemlichkeit erfordert einen umfassenden und vielschichtigen Ansatz. Es ist ein Kampf zwischen Gut und Böse, der aufrichtige Gedanken erfordert. Nur diese können die bösen Faktoren vollständig beseitigen. Durch aufrichtiges Kultivieren und Angleichen an das Fa wird sich unsere Xinxing erhöhen, und unser Energiefeld sowie unsere Gedanken werden sich verändern.
Über das Beseitigen der Bequemlichkeit
Warum können wir keine Verbesserung erreichen und wiederholen die Fehler immer wieder, selbst wenn wir entschlossen sind, sie zu korrigieren? Das liegt daran, dass wir das Problem nicht wirklich verstanden haben. Nur wenn wir diese Dinge erkennen und wirklich auflösen, können wir die Störung beseitigen. Wir können Faulheit und Bequemlichkeit nämlich erst in dem Moment überwinden, wenn sie auftauchen.
Um die Anhaftung an Bequemlichkeit loszuwerden, müssen wir aus dem Teufelskreis von Bedauern, Vorsätze haben und dem wiederholten Scheitern ausbrechen. Mir wurde klar, dass ich nicht wirklich ernsthaft dazu entschlossen und nicht mit ganzem Herzen dabei gewesen war.
Die Kultivierung zielt auf das Beseitigen der menschlichen Anschauungen. Erst wenn die Anhaftung an Bequemlichkeit erkannt und abgelegt wird, hat man die Möglichkeit, sich wahrhaftig zu kultivieren. Diese Anhaftungen können nur entfernt werden, indem wir unseren Willen entschlossen in die Tat umsetzen.
Als ich dieses Prinzip verstand, opferte ich Meister Li Räucherstäbchen und versprach, nie wieder nach dem Aufwachen nochmals einzuschlafen. Seither habe ich es nicht mehr gewagt, faul zu sein oder mich auch nur eine Sekunde hinzulegen. Damit ich während des Fa-Lernens meine Schläfrigkeit und meine umherschweifenden Gedanken überwinden kann, knie ich vor dem Porträt des Meisters. Damals konnte ich meine steifen Knie kaum beugen. Ich musste die Zähne zusammenbeißen, damit ich während des Fa-Lernens eine halbe Stunde lang knien konnte.
Mein Zustand beim Fa-Lernen hat sich seitdem stark verbessert. Wenn die aufrichtigen Gedanken stark sind, gibt es weniger Einmischungen und Störungen. Sobald ein Hindernis erscheint, beseitige ich es und bald darauf sind die Ergebnisse sehr gut. Mit der Anhaftung an Bequemlichkeit ist es auch so: Wenn die Substanz zerfällt, wird die Anhaftung immer schwächer.
„Die Kultivierung hängt von einem selbst ab und die Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 36)
Nachdem ich diese schlechten Substanzen entfernt hatte, konnte ich während der Übungen und des Aussendens der aufrichtigen Gedanken aufrechter sitzen und stehen.
Die Kultivierenden müssen ein starkes Hauptbewusstsein haben und sich darüber im Klaren sein, was sie wollen. Sie müssen Selbstbeherrschung bewahren und beharrlich das Fa lernen, sich fleißig kultivieren und dem Meister helfen, noch mehr Menschen zu erretten.
Kurz gesagt, es geht darum, sich wahrhaftig zu kultivieren.
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