(Minghui.org) Früher war ich ein sentimentales, schüchternes und fantasievolles Mädchen. Als Kind war „shen“ (bedeutet: göttlich) mein Lieblingszeichen, das ich am liebsten schrieb. Ich spürte immer die schützende Gegenwart göttlicher Wesen um mich herum. Als ich erst wenige Monate alt war, gerieten meine Eltern in Streit und hätten mich dabei beinahe unter der Bettdecke erstickt. Glücklicherweise fand mich die Großmutter meines Nachbarn und rettete mich. Im Alter von etwa zehn Jahren wäre ich beinahe in einem Fluss ertrunken, wurde aber gerettet. Bei allen möglichen Katastrophen schien es, als käme ich immer unversehrt davon. Erst nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wurde mir klar, dass der verehrte Meister Li die ganze Zeit über mich gewacht hatte.

Meine Reise der Kultivierung in Dafa begann gerade, als ich auf die Oberschule kam. Aufgrund der hohen schulischen Belastung litt ich unter Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Obendrein bekam ich Akne auf der Hälfte meines Gesichts. Der Arzt sagte, das liege an der Pubertät und es würde drei Jahre dauern, bis sich das wieder legen würde. Ich schämte mich sehr für mein Aussehen und ging mit gesenktem Kopf zur Schule aus Angst, ausgelacht zu werden. Schlaflosigkeit, Neurasthenie, Kopfschmerzen und eine durch Sinusitis verursachte verstopfte Nase – ich hatte das Gefühl, ein Leben zu führen, das schlimmer war als der Tod. Ich war reizbar, verlor oft die Beherrschung gegenüber meinen Mitschülern und lernte sogar zu fluchen.

Nach einem elenden Semester stellte mir ein Familienmitglied Falun Dafa vor und ich beschloss, es auszuprobieren.

Schon wenige Tage, nachdem ich das Zhuan Falun gelesen hatte, geschahen Wunder. Eines Tages während einer Lernstunde in der Mittagspause in der Schule spürte ich, wie sich die Haut in meinem Gesicht sehr straff anfühlte, als hätte jemand danach gegriffen. Darauf folgte ein kribbelndes, kühles Gefühl, das sich mehrmals wiederholte. Als ich nach Hause kam, stellte ich überrascht fest, dass die Akne deutlich zurückgegangen war. Etwa eine Woche später war sie vollständig verschwunden! Außerdem schlief ich besser, meine Nase war nicht mehr verstopft, ich konnte leichter atmen und sogar die Dermatitis an meinen Knöcheln war auf wundersame Weise verschwunden.

Durch diese Wunder glaubte ich voll und ganz, dass Falun Dafa außergewöhnlich ist. Von da an veränderte sich mein Leben völlig. Ich kannte den Sinn des Lebens! Auf die Fragen, die mir über den Sinn des Lebens und die menschliche Existenz im Kopf herumgeschwirrt waren, hatte ich endlich eine Antwort bekommen: Ich sollte dem Meister folgen und in unsere wahre Heimat zurückkehren!

Meine Familie ist von der Verfolgung betroffen

Ich wuchs in keiner glücklichen Familie auf. Mein Großvater war ein spielsüchtiger Frauenheld, der seine Familie ständig schlug und beschimpfte. An einem chinesischen Neujahrsfest brachte ich ihm Teigtaschen, doch er beschimpfte mich und stieß die Teigtaschen weg. Ein anderes Mal, als er nach Hause kam, blies ich voller Freude auf einer kleinen Trompete für ihn, woraufhin er mir sofort eine Ohrfeige gab. Der Vorfall erschütterte meine Mutter zutiefst. Infolgedessen gerieten mein Vater und sein Bruder in Streit, und in jener Nacht zerschlugen sie sogar ein Fenster, woraufhin meine Mutter stundenlang weinte. Solche Vorfälle ereigneten sich häufig; meine Kindheitserinnerungen sind geprägt von dem ständigen Chaos zu Hause.

Als ich angefangen hatte, Dafa zu praktizieren, erkannte ich, dass die familiären Probleme durch die Besessenheit von Kunstgegenständen verursacht worden war, die zu Hause aufbewahrt wurden. In der Anfangszeit meiner Kultivierung reinigte der Meister die Umgebung um mich herum, und in einer anderen Dimension wurde eine zwei Meter lange Schlange aus unserem Haus vertrieben.

Die Jahre von 1997 bis 1999 waren die glücklichste Zeit für unsere Familie. Wir wurden jeden Tag von der grenzenlosen Gnade von Dafa umhüllt. Wir gingen zum gemeinsamen Fa-Lernen und machten gemeinsam die Übungen, was unser Zuhause mit Freude und Glück erfüllte.

Im Juli 1999 begann jedoch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit der Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden. Von da an begann für meine Familie eine 27-jährige Zeit der Not.

Meine Eltern reisten nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Bevor sie aufbrachen, teilten sie zwischen meiner Schwester und mir die Ersparnisse der Familie auf. Damals waren meine Schwester und ich noch so jung, dass wir naiv glaubten, sie würden in nur wenigen Tagen nach Hause zurückkehren.

Etwa sechs Wochen später, an einem stürmischen Abend, kam meine Schwester zu mir in die Schulstunde und sagte: „Schwesterchen, Onkel ist gekommen und hat mich nach dem Hausschlüssel gefragt, damit er Mama und Papa, die auf der Polizeiwache festgehalten werden, eine Decke bringen kann.“

Ich umklammerte die Hände meiner Schwester fest. Wir konnten es nicht glauben. Doch gleichzeitig hatten wir keine Angst, denn wir wussten, dass der Meister über uns wachte.

Ich erinnere mich, dass meine Schwester, als wir Mama eine Decke brachten, den Polizeichef fragte: „Sie verfolgen gute Menschen. Wissen Sie, dass Sie gegen das Gesetz verstoßen?“ Wütend schrie der Polizeichef: „Wenn du das noch einmal sagst, wirst du ebenfalls verhaftet.“ Meine Tante, die bei uns war, erschrak und sagte schnell: „Sie ist noch ein Kind! Machen Sie ihr keine Angst!“

Unsere Großmutter fiel in Ohnmacht, als sie unsere Mutter sah. Als gläubige Buddhistin hätte sie sich nie vorstellen können, dass ihre gutherzige Tochter einmal von der Polizei eingesperrt werden würde!

Meine Mutter wurde einen Monat später freigelassen, aber mein Vater blieb in Haft. Monatelang setzte sich meine Mutter unermüdlich für seine Freilassung ein. Einige Monate später kehrte er nach Hause zurück, viel dünner als zuvor. Er war im Gefängnis gezwungen worden, Teppiche zu weben und brachte einen kleinen Teppich mit nach Hause, auf den die Schriftzeichen von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gestickt waren. In dem Moment, als ich ihn sah, füllten sich meine Augen mit Tränen. Für einen Praktizierenden verwurzelt sich Dafa im Herzen, etwas, das keine Macht jemals ändern kann.

Bevor ich die Hochschule abschloss, wurden meine Schwester und ich verhaftet, als wir Dafa-Informationsmaterialien verteilten. Ich wurde unrechtmäßig für ein Jahr in ein Zwangsarbeitslager gebracht. Nach meiner Freilassung wurde ich erneut verhaftet und zu vier Jahren verurteilt. Als ich schließlich freigelassen wurde und nach Hause zurückkehrte, hatte ich 40 Tage lang Blut im Stuhl. Ich bestand die Prüfung dank des Schutzes durch den Meister und der Ermutigung und Hilfe meiner praktizierenden Familienmitglieder. Aber es war der Meister, der diese Tortur für mich aufgelöst hatte, das wusste ich.

Meinen Charakter verbessern und mich wahrhaftig kultivieren

Nachdem ich viele Schwierigkeiten durchlebt hatte, lernte ich daraus, dass Kultivierung eine ernste Angelegenheit und nicht einfach ist. Früher folgte ich nicht dem Fa, sondern anderen Praktizierenden und ahmte nach, was andere taten. Ich verstand das Fa nicht wirklich. Beeinflusst von der Kultur der KPCh tat ich gerne Dinge aus einer Laune heraus und wollte viel Aufsehen erregen.

Während meiner Kultivierung wurde mir klar, dass der gesamte Prozess die wahren Umstände zu erklären vom Meister arrangiert wurde und wir es nur ausführen mussten. Ich darf mir den Verdienst nicht selbst zuschreiben.

Deshalb wandte ich mich jedes Mal, bevor ich hinausging, um die wahren Umstände zu erklären, andächtig dem Porträt des Meisters zu und bat ihn, mir zu helfen, die Dafa-Materialien an die Menschen mit Schicksalsverbindung zu überbringen. Ich war nicht mehr darauf aus, mehr zu tun, oder anzugeben und legte meinen Übereifer ab. In den vergangenen zehn Jahren habe ich Materialien sicher in allen Stadtteilen meiner Stadt verteilt. Wenn ich gelegentlich in gefährliche Situationen geriet, half mir der Meister immer, mich aus der Gefahr zu befreien.

Meiner Auffassung nach müssen wir, wenn wir über die Fakten aufklären den Gedanken im Kopf behalten, dass wir hier sind, um mitzuhelfen Menschen zu erretten, unseren inneren Frieden bewahren und wissen, dass der Meister immer bei uns ist. In entscheidenden Momenten werden, wenn überhaupt, weniger Probleme auftreten, wenn wir den Meister um Hilfe bitten. Unsere Kultivierung ist der Schlüssel. Wir dürfen keine Zeit verschwenden, müssen das Fa gut lernen und fleißig aufrichtige Gedanken aussenden.

In den letzten Jahren sind mehrere Familienmitglieder verstorben. Ich verstehe nun besser, wie kurz das Leben und wie wertvoll die Kultivierung ist.

Als mein Großvater mütterlicherseits bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, zahlte die verantwortliche Partei über 300.000 Yuan (ca. 37.400 €) Entschädigung. Während das Geld gleichmäßig unter seinen vier Kindern aufgeteilt werden sollte, betrog mein ältester Onkel meine Mutter willkürlich um ihren Erbanteil. Zunächst war ich wütend, zumal meine Mutter behindert war und weder Rente noch Sozialhilfe bezog. Meine Tante, die keine Praktizierende ist, wollte meinen Onkel verklagen. Als Dafa-Praktizierende dachte ich, dass es vielleicht nicht vorgesehen war, dass ich diesen unrechtmäßig erworbenen Reichtum erhalte. In einem Traum sah ich, dass dieses Geld wie schlammiges Wasser war. Meine Mutter und ich beschlossen, meinen Onkel nicht zu verklagen, und ließen die Anhaftung an Eigeninteresse los.

In den 26 Jahren der brutalen Verfolgung habe ich mich von einer unschuldigen, naiven Jugendlichen zu einer widerstandsfähigen Frau mittleren Alters entwickelt. Auf diesem Weg habe ich Prüfungen durchgestanden, die viele als unerträglich empfunden hätten. Unter dem Schutz des Meisters gelang es mir, mich nach jedem Sturz wieder aufzurichten und weiterzumachen. Auf diesem Weg gab es Bitterkeit und Tränen, aber auch die Freude, meinen Charakter verbessern zu können. Obwohl ich noch viele Anhaftungen zu beseitigen habe, fühle ich mich zutiefst erfüllt. Ich weiß, dass ich, solange ich der Lehre des Meisters folge, einen Weg beschreite, der mich in meine wahre Heimat zurückführt.

Ich danke dem Meister dafür, dass er der Welt ein so großartiges Fa geschenkt und allen Lebewesen eine Leiter zum Himmel bereitgestellt hat!