(Minghui.org) Während der Festwoche um den Nationalfeiertag Anfang Oktober war ich ziemlich unausgeglichen. Ich sagte zu einer Kollegin: „Ich bin furchtbar schlecht gelaunt und selbst etwas Neues zum Anziehen muntert mich nicht auf. Nichts kann mich glücklich machen.“ Als ich mich so sprechen hörte, überraschte mich das. Seit ich Falun Dafa praktiziere, bin ich eigentlich selten schlecht gelaunt.
Vor meiner Kultivierung war ich noch im Studium. Zu der Zeit war ich manchmal melancholisch. Durch das Praktizieren waren meine Empfindungen nicht mehr so gefühlsgeladen, selbst bei Schwierigkeiten und Rückschlägen nicht. Vor allem wenn ich enttäuscht war oder bei einer Prüfung durchfiel, hatte ich nicht so eine schlechte Laune wie gewöhnliche Menschen. Warum hatte ich nun plötzlich so starke menschliche Emotionen? Ich wollte herausfinden, woran es lag, und dachte über die letzte Zeit nach.
Als die Weihnachtsferien begannen, rechnete ich aus, wie viel Geld ich beiseitelegen könnte: Ich erwartete einen Leistungsbonus, einen Heizkostenzuschuss und das monatliche Gehalt. Das Gehalt wurde aber nicht überwiesen. Das enttäuschte mich.
Die finanzielle Lage meiner Familie spitzte sich zu, da sich die gelben Pfirsiche meines Vaters nicht gut verkaufen ließen. Ein Falun-Dafa-Praktizierender nahm zwar zwei Kisten ab, doch nach wenigen Tagen waren die restlichen verfault. Das drückte meine Stimmung sehr. Dann stornierten zwei weitere Personen ihre Bestellung. Das verursachte einen zusätzlichen finanziellen Verlust. Daraufhin bekam ich Zahnschmerzen und litt unter Appetitlosigkeit. Kurz gesagt, es war ein kompletter Rückschlag, eine einzige Enttäuschung. Frustration, Selbstzweifel und andere negativen Gefühle überrollten mich.
Die Depression, unter der ich litt, verleitete mich dazu, mir stundenlang kurze Videos auf meinem Handy anzuschauen. Das hob aber meine Stimmung nicht, sondern verschlimmerte alles nur noch. Ich versuchte, damit klarzukommen und ging deshalb ins Einkaufszentrum zum Kleidershoppen. Das half auch nicht.
Erst als ich mich mit einer Kollegin unterhielt, wurde mir plötzlich klar, dass dieser Zustand nicht normal war. Ich erkannte, dass mich die Ereignisse selbst gar nicht so sehr belasteten, sondern eine negative, depressive Denkweise, die mich beherrschte!
Normalerweise denke ich nicht darüber nach, ob mein Gehalt überwiesen wird und wie viel ich sparen kann. Ich weiß, dass die gelben Pfirsiche meines Vaters selten komplett verkauft werden. Er verdient nur etwas Geld dazu. Der innere Druck ging von mir aus und resultierte aus meiner Zuneigung zu ihm. Auch über Stornierungen von Bestellungen ärgere ich mich normalerweise nicht. Ich lasse den Dingen ihren Lauf. Warum war ich dann jetzt so niedergeschlagen? All diese Kleinigkeiten hatten sich gehäuft. Bevor ich sie mit positiven Gedanken betrachten konnte, hatte mich schon die negative Energie von Enttäuschung und Rückschlägen überrollt.
Nach so vielen Jahren des Praktizierens hatte ich gelernt, bei Herausforderungen nach innen zu schauen. Ich war zwar nicht immer frei von Trauer, Freude, Sorgen oder Ängsten, ich hatte aber gelernt, damit umzugehen und nicht so sehr daran festzuhalten. Ich beurteilte Situationen anhand des Fa mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Menschliche Gefühle wie schlechte Laune oder Depressionen erlebte ich nur selten, da mich die Fa-Prinzipien anleiteten.
In den letzten Jahren hatte ich jedoch diese negative Substanz, die sich unter den Menschen als Depression zeigt, nicht vollständig beseitigt. Nach Rückschlägen und Schicksalsschlägen zeigte sie sich noch. Als mir dies bewusst wurde, war ich sofort wieder klar und voller Energie und die Schwermut war wie weggeblasen!
Ich rezitierte das Mantra zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken hundertmal und aß ausreichend. Noch bevor ich das Rezitieren beendet hatte, waren die Zahnschmerzen verschwunden!
Mir ist klar geworden, dass diese negativen, depressiven Gefühle wahre geistige Wesen sind; sie gehören zu den Yin-Kräften. Sie schwächen am leichtesten die Willenskraft eines Praktizierenden und führen zu Mutlosigkeit, Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel. Nach und nach verliert man dann die Fähigkeit, positive Gedanken zu haben. Am Ende gibt man vielleicht sogar sich selbst auf.
Diese Einmischung und Verfolgung ist am schwersten zu erkennen. Wer sie nicht klar wahrnehmen kann, verliert sich leicht in den Situationen. Man will die konkreten Probleme lösen und die dazugehörenden Anhaftungen loslassen, ohne die eigentliche Ursache zu beseitigen. Sobald sich eine neue Gelegenheit ergibt, kann die Substanz den Praktizierenden erneut beherrschen.
Das Heimtückische an dieser negativen Substanz ist, dass sie in Schwierigkeiten auftritt, und so wird die Willenskraft doppelt geschwächt. Die alten Mächte wollen mit ihrer Taktik Praktizierende verfolgen und ihre Willenskraft untergraben. Dadurch sollen sie in den schwierigsten und schmerzhaftesten Momenten, in denen sie kaum noch durchhalten können, in Verzweiflung, Demoralisierung und Selbstzweifel gestürzt werden.
Wenn es Praktizierenden nicht gelingt, aufrichtige Gedanken zu bewahren, geben sie möglicherweise auf. Dadurch wird das wahrhaft Böse siegen. Gerade wenn man einen schwachen Willen hat, ist es äußerst wichtig, aufrichtige Gedanken zu bewahren. Denn unsere aufrichtigen Gedanken kommen vom Meister und dem Fa.
Das ist mein Verständnis auf meiner Ebene. Bitte weist mich freundlich auf etwaige Unstimmigkeiten hin.
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