(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende versammelten sich am 19. April auf dem Rathausplatz in Taipeh, um an den historischen Appell vom 25. April vor 27 Jahren in Peking zu erinnern und die Öffentlichkeit über Falun Dafa zu informieren. Nachdem im April 1999 in der nahegelegenen Stadt Tianjin Praktizierende festgenommen worden waren, reisten rund 10.000 Menschen nach Peking und suchten das Petitionsbüro auf, um in friedlicher Weise die Freilassung der Inhaftierten zu erbitten. Nur drei Monate später, im Juli 1999, begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine landesweite Repressionskampagne.

Bei strahlendem Frühlingswetter zog die Veranstaltung in Taipeh zahlreiche Passanten an. Die große Kundgebung, die Pressekonferenz sowie die Vorführung der Übungen fanden reges Interesse. Auch politische Vertreter ergriffen das Wort und würdigten den Mut und die Standhaftigkeit der Praktizierenden, die unbeirrt an ihrem Glauben festhalten.

Pressekonferenz am 19. April in Taipeh im Gedenken an den friedlichen Appell in Peking vor 27 Jahren 

Die Öffentlichkeit über Falun Dafa informieren

Der pensionierte Lehrer Tsai Shou-jen erinnert sich noch lebhaft an die Fernsehberichte über den Appell vor 27 Jahren. Der damalige Premierminister Zhu Rongji habe persönlich mit Vertretern der Falun-Dafa-Praktizierenden gesprochen und die Freilassung der in Tianjin festgehaltenen Praktizierenden veranlasst, berichtete er. Unmittelbar nach dieser Zusage hätten die Versammelten das Gebiet um Zhongnanhai ruhig und geordnet verlassen. 

In den Medien wurde das Ereignis später als „die größte, vernünftigste und friedlichste Petition in der Geschichte chinesischer Petitionen“ bezeichnet.

Tsai erzählte von den Berichten über den Appell, der friedlich verlief und bei dem die Straßen sauber blieben. Beeindruckt von den Nachrichten zeigten viele Menschen in Taiwan Interesse daran, mehr über Falun Dafa zu erfahren.

„Am nächsten Morgen kamen über zehn Leute zu unserem Übungsplatz im Jugendpark und baten darum, die Übungen zu lernen. Sie gaben an, sie hätten die Nachrichten gesehen. Es war das erste Mal, dass ich die Übungen so vielen Menschen gleichzeitig zeigte“, so Tsai. „Am Abend wurden wir außerdem bei einer Übungsgruppe in der Nähe meiner Schule zum Thema Glaubensfreiheit in Taiwan interviewt.“

Die breite Öffentlichkeit in Taiwan wurde quasi über Nacht auf Falun Dafa aufmerksam, fügte Tsai hinzu.

Ein historischer moralischer Meilenstein

Hsiao Sung-shan, Vorsitzender des Falun Dafa Vereins Taiwan

Hsiao Sung-shan, der Vorsitzende des Falun Dafa Vereins von Taiwan, erinnerte an den friedlichen Appell vor 27 Jahren. Er erklärte, dass die Praktizierenden, indem sie den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgten, nicht nur friedlich gehandelt, sondern den Ort auch sauber gehalten hätten. Ein damals eingesetzter Polizist habe sogar auf den Boden gezeigt und gesagt: „Seht! Was ist Tugend? Das ist Tugend.“

Hsiao betonte, Mut, Besonnenheit und Friedfertigkeit, die die Falun-Dafa-Praktizierenden während ihrer Appelle gezeigt hätten, seien ein Vorbild für die heutige Zeit. „Der friedliche Appell vom 25. April 1999 ist nicht nur ein bedeutender historischer Meilenstein, sondern auch eine Mahnung für die Zukunft. Nur wenn die menschliche Gesellschaft auf Güte und Gewissen gründet, kann sie wahren Frieden und Sicherheit erreichen“, konstatierte er.

Stadtrat: Die positive Seite der menschlichen Natur

Stadtrat Lee Chien-chang

Lee Chien-chang, Stadtrat von Taipeh, betonte, die KPCh unterdrücke weiterhin Freiheit und Menschenrechte. Er rief zu verstärkten Anstrengungen, wie etwa Kundgebungen, auf, um die Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft auf die Tyrannei der KPCh aufmerksam zu machen. Zudem lobte er die Beharrlichkeit der Falun-Dafa-Praktizierenden. „Ich habe großen Respekt vor meinen Freunden, die Falun Dafa praktizieren, und ihrem unermüdlichen Einsatz, die Verbrechen der KPCh in Taiwan und weltweit weiterhin aufzudecken“, so Lee.

Stadtrat: Starke Unterstützung in demokratischen Gesellschaften

Stadtrat Hung Chien-yi

Hung Chien-yi, ein weiterer Stadtrat von Taipeh, hat Falun-Dafa-Praktizierende über Jahre hinweg stets unterstützt. Er würdigte deren jahrelange Treue zu den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ihr friedliches Auftreten zeige die gute Seite der menschlichen Natur, so der Stadtrat.

Der Appell vom April 1999 sei im Wesentlichen eine friedliche Petition gewesen. Da sie gewaltlos gewesen sei, habe sie in demokratischen Gesellschaften weltweit Unterstützung gefunden. Doch die totalitäre KPCh habe dies nicht dulden können und ihr damaliger Vorsitzender Jiang Zemin habe im Juli 1999 die landesweite Verfolgung eingeleitet. Die KPCh fürchte, dass die Wahrheit ans Licht komme, und greife daher zu repressiven Maßnahmen, um verschiedene Gruppen zu unterdrücken, meinte der Stadtrat.

Hung beschrieb auch, wie Falun-Dafa-Praktizierende in China aufgrund ihres Glaubens misshandelt werden, unter anderem durch Zwangsorganentnahme. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Menschenrechtslage in China weiterhin aufmerksam zu verfolgen und gemeinsam an ihrer Verbesserung zu arbeiten.

Stadträtin: Inspirierende positive Kräfte in der Gesellschaft

Stadträtin Cheung Man-kit aus Taipeh

Stadträtin Cheung Man-kit beschrieb ihre Erinnerung an die Veranstaltung im vergangenen Jahr. Sie habe bei strahlend blauem Himmel an der Veranstaltung teilgenommen, die Atmosphäre sei friedlich gewesen. „Sogar die Sonne schien uns anzufeuern und uns darauf hinzuweisen, nicht zu schweigen“, berichtete sie.

Cheung betonte, die Verfolgung, die Drohungen und die Einschüchterungsversuche der KPCh seien inakzeptabel. „Das Wort ‚Frieden‘ klingt einfach, aber es ist sehr schwer, ihn wirklich zu leben. Es erfordert, die Öffentlichkeit gemeinsam voranzubringen, um eine positive Kraft zu bilden“, fuhr sie fort.

Es sei ihr eine Freude, Falun-Dafa-Praktizierende auf dem Weg des Friedens zu begleiten. Dieser Weg sei zwar schwierig, aber wichtig, da die Falun-Dafa-Praktizierenden in Festlandchina Unterstützung bräuchten. „Wir laden Freunde in Taiwan herzlich ein, diese positive Kraft in die ganze Welt zu tragen“, bekräftigte sie.

Rechtsanwalt Chen Yi-shen

Chen Yi-shen, ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für Handelsrecht der Anwaltskammer Taipeh, beschrieb den Appell der Falun-Dafa-Praktizierenden als rational und friedlich. Dennoch seien die Praktizierenden später von der KPCh umfassend unterdrückt und gefoltert worden, was eine schwere Menschenrechtsverletzung darstelle. Er betonte, dass solche friedlichen Aktivitäten in einer demokratischen Gesellschaft geschützt und nicht unterdrückt werden sollten.

Da die KPCh mit Gewalt und Lügen agiere, dürfe es laut Chen angesichts von Verfolgung und Unterdrückung keine Kompromisse geben. Die Wahrheit zu sagen, sei die beste Waffe gegen das Böse.

Rechtsanwalt Chen Youxin

Chen Youxin, Anwalt der Kanzlei Hongding, betonte, dass Falun-Dafa-Praktizierende ihren Glaubensgrundsätzen – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – gefolgt seien, um bessere Bürger zu sein. Dennoch seien sie ins Visier der Unterdrückung durch die KPCh geraten. Er zeigte sich überzeugt, dass bereits die Entscheidung, unter solch einem hohen Druck friedlich an ihrem Glauben festzuhalten, ein Zeichen von Mut sei.

„Weil Sie selbst angesichts eines so schrecklichen Regimes fest an Ihren Überzeugungen festhalten, können Sie ruhig bleiben und Ihren Glauben und Idealen treu bleiben. Das ist größter Mut“, so Chen. „Sie sind großartig! Ihre Existenz verdeutlicht die Absurdität der KPCh.“

Generalsekretär der Taiwanischen Staatsaufbaupartei würdigt Falun Dafas wichtigen Beitrag zur menschlichen Zivilisation

Ma Ying-hsiang, Generalsekretär der Taiwanischen Staatsaufbaupartei

Ma Ying-hsiang ist Generalsekretär der Taiwanischen Staatsaufbaupartei. Er wies darauf hin, dass die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh nun schon 27 Jahre andauere, mehr als ein Vierteljahrhundert. Falun-Dafa-Praktizierende weltweit würden weiterhin an ihren ursprünglichen Idealen festhalten und friedlich und vernünftig Widerstand gegen die Verfolgung leisten. Dies zeuge von großer Güte und Geduld.

„Seit 27 Jahren leisten unsere Freunde von Falun Dafa einen unvergesslichen Beitrag zur menschlichen Zivilisation. Dies ist ein moralischer Abwehrkampf, der über nationale Grenzen hinausgeht“, so Ma. „Die Falun-Dafa-Praktizierenden, die an moralischen Prinzipien festhalten, sind ein kostbarer Lichtblick in der heutigen materialistischen Gesellschaft. Es mag sich verzögern, bis sich die Wahrheit offenbart, aber die Beharrlichkeit der Falun-Dafa-Praktizierenden sorgt dafür, dass sie niemals verloren geht.“

Ma betonte weiter, dass Falun-Dafa-Praktizierende in 27 Jahren voller Blut, Tränen und Ausdauer bewiesen hätten, dass die Dunkelheit das Licht nicht dauerhaft verdecken könne. Deshalb rief er die Öffentlichkeit dazu auf, die bösartige Natur der KPCh zu durchschauen. „Die Tyrannei wird fallen; die Kraft von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht wird fortbestehen.“