(Minghui.org) Vor der Los Angeles City Hall versammelten sich am 23. April 2026 Falun-Dafa-Praktizierende, um an den 27. Jahrestag des Appells vom 25. April in Peking zu erinnern. Mit ihrer Kundgebung riefen sie die Öffentlichkeit dazu auf, dazu beizutragen, die seit nunmehr 27 Jahren andauernde Verfolgung dieser friedlichen Kultivierungspraxis für Körper und Geist durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu beenden.

Falun-Dafa-Praktizierende veranstalten am 23. April 2026 eine Kundgebung vor dem Rathaus von Los Angeles, um des 27. Jahrestags der Petition vom 25. April in Peking zu gedenken (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times)


Praktizierende zeigen die Übungen (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times
Professor Wu Yingnian, Sprecher des Falun Dafa Vereins Los Angeles, erläuterte kurz den Hintergrund des Appells vom 25. April in Peking. Er berichtete, dass die Praktizierenden nach Peking gereist seien, um die Freilassung von mehr als 40 Mitpraktizierenden zu fordern, die in Tianjin – einer Stadt 96 Kilometer östlich von Peking – verhaftet worden waren.
„Niemand rief Parolen. Die Praktizierenden standen oder saßen still da und warteten darauf, ihr Anliegen vorbringen zu können. Ihr friedliches Auftreten an jenem Tag hat sich bis heute fortgesetzt und zieht sich wie ein roter Faden durch die nunmehr 27-jährige Geschichte, in der die Praktizierenden die Verfolgung durch die KPCh aufdecken“, sagte er. Professor Wu wies darauf hin, dass die KPCh behauptet habe, die Praktizierenden hätten den Hauptsitz des Regimes „belagert“, womit sie die darauf folgende Verfolgung rechtfertigen konnte.
Frau Li aus Peking nahm am Appell vom 25. April 1999 teil. Sie erzählte: „Warum bin ich dorthin gegangen? Weil sechs Monate nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, all meine Beschwerden verschwanden. Auch mein Charakter veränderte sich, nachdem ich begonnen hatte, die Prinzipien des Dafa in meinem täglichen Leben und bei meiner Arbeit zu befolgen. Falun Dafa ist eine so gute Praktik. Wenn jemand sie angreift, muss ich meine Stimme erheben und Dafa bestätigen, indem ich den Leuten von meinen eigenen Erfahrungen berichte.“
Li erinnerte sich, dass sie bei ihrer Ankunft am Petitionsbüro des Staatsrates sah, wie zahlreiche Praktizierende ruhig entlang der Fuyou-Straße aufgereiht standen. Sie warteten bis in die Abendstunden und gingen anschließend still und geordnet wieder auseinander, nachdem die Angelegenheit geklärt war. „Die sogenannte Belagerung des Regierungszentrums entbehrt jeder Grundlage“, stellte sie klar.
Guo Shuren, ein erfahrener politischer Kommentator aus Südkalifornien, spricht auf der Kundgebung (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times)
Guo Shuren war beeindruckt, als er von dem Appell erfuhr. Er sagte, dieser Appell habe ein Beispiel in der chinesischen Geschichte gesetzt: „Alle gingen freiwillig dorthin, sie waren nicht organisiert. Sie verhielten sich bemerkenswert ruhig und ordentlich und arbeiteten perfekt miteinander zusammen. Als sie gingen, blieb kein einziges Stück Papier auf dem Boden zurück. Angesichts der Verhältnisse in China ist eine solche Leistung wahrlich selten.“
Nachdem er von Falun Dafa erfahren und verstanden hatte, worum es bei dieser Praxis geht, erklärte Guo, dass er die Praktizierenden unterstütze und die Verfolgung durch die KPCh verurteile. „Ich stehe fest an Ihrer Seite. Ob aus moralischer oder spiritueller Sicht, ich habe schon immer auf der Seite der Gerechtigkeit gestanden.“
„Unvorstellbarer Schmerz“
Professor Wu erklärte, dass bis zum 31. Januar 2026 der Tod von mindestens 5.311 Praktizierenden infolge der Verfolgung dokumentiert sei. Unzählige Praktizierende wurden inhaftiert, zu Haftstrafen verurteilt und gefoltert.
Herr Mo, ein Praktizierender aus China, erwähnte, diese Verfolgung habe seiner Familie immensen Schmerz bereitet. Seine Mutter, He Xianggu, wurde während ihrer Haft so lange gefoltert, bis sie ins Koma fiel. Sie starb am 8. November 2023.
Mo berichtete, dass seine Mutter im Jahr 1999 aufgrund ihres Glaubens und weil sie sich für Falun Dafa eingesetzt hatte, für 15 Tage inhaftiert wurde. Sie wurde in einer psychiatrischen Klinik eingesperrt und erhielt wiederholt Injektionen mit Medikamenten, die ihr Nervensystem schädigten. In den darauffolgenden 20 Jahren wurde sie mehrfach in psychiatrischen Kliniken sowie in Zwangsarbeitslagern festgehalten. Wiederholt wurde sie bis an den Rand des Todes misshandelt.
„Ich sah sie an ihr Krankenhausbett gefesselt und verstand erst später, dass sie unvorstellbare Schmerzen erlitt. Und doch lächelte sie sanft, wenn ich sie traf, und begegnete anderen mit Güte. Die brutale Verfolgung durch die KPCh hat unzähligen Familien unvorstellbares Leid zugefügt.“
Das Gewissen lässt sich nicht auslöschen
Mehrere der Gastredner bei der Kundgebung sagten, sie seien von der Friedfertigkeit und der stillen Beharrlichkeit der Praktizierenden über die Jahre hinweg tief bewegt gewesen.
Liu Yinquan, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Chinas und ehemaliger Geschichtsprofessor an einer Universität in China, spricht auf der Kundgebung (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times)
„Die Verbreitung von Falun Dafa kommt allen Menschen zugute. Dies sollte geachtet und gewürdigt werden. Einzig die KPCh – eine wahrhaft böse Kraft – ist zu einer solchen Verfolgung fähig“, erklärte Liu Yinquan, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Chinas und ehemaliger Geschichtsprofessor. Er merkte an, dass die Welt ein besserer Ort wäre, frei von Krieg, Gewalt, Mord und Raub, wenn jeder den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen würde.
Professor Liu bewundert seit vielen Jahren die Standhaftigkeit der Praktizierenden in ihrem Glauben und rief die Menschen dazu auf, die Brutalität der KPCh zu verurteilen: „Sollte eine solche Grausamkeit hingenommen werden, wäre dies eine Schande für das chinesische Volk und die gesamte Menschheit.“
Der ehemalige chinesische Menschenrechtsanwalt You Feizhu im Interview während der Kundgebung (The Epoch Times)
„Die Petition vom 25. April sowie das Praktizieren von Falun Gong sind vollkommen legal und es gibt nichts daran, das gegen das Gesetz verstößt“, erklärte der Anwalt You Feizhu. „Das Petitionsrecht ist ein durch die Verfassung gewährtes Grundrecht des chinesischen Volkes, das insbesondere die Freiheit der Bürger auf Rede, Versammlung, Umzug und Demonstration umfasst.“
You erklärte, dass die KPCh in den vergangenen 27 Jahren vorsätzlichen Mord und vorsätzliche Körperverletzung an Falun-Dafa-Praktizierenden begangen habe. „Die Geschichte lässt sich nicht verschleiern, und das Gewissen lässt sich nicht auslöschen. Das heutige Gedenken dient als Zeugnis der Vergangenheit und als Versprechen für die Zukunft“, erklärte er.
Der Appell vom 25. April schlägt ein neues Kapitel in der chinesischen Geschichte auf
Der Dichter Jiang Pingchao spricht auf der Kundgebung (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times)
Der Dichter Jiang Pingchao beschrieb den Appell von über zehntausend Menschen im Jahr 1999 in Peking als „ein wahrhaft bedeutsames Wiederaufleben des Glaubens“ – ein Ereignis, „das das chinesische Volk zum ersten Mal erlebte“.
Da Falun Dafa in über 100 Ländern von Millionen von Menschen praktiziert wird, erklärte Jiang: „Der Glaube ist der Grundstein für gesellschaftliche Reife und Stabilität. Er nährt das menschliche Herz, formt die Seele, veredelt den moralischen Charakter und bringt Harmonie und Ruhe in eine chaotische Gesellschaft.
Obwohl die KPCh Falun Gong weiterhin verfolgt, bleiben die Praktizierenden gütig und klären weiterhin über diese Brutalität auf. Ich spreche [dem Begründer von Falun Dafa] Meister Li sowie allen Falun-Gong-Praktizierenden meine tiefe Bewunderung aus.“
Dr. Li Youfu, Vorsitzender des Falun Dafa Vereins Südwest, spricht auf der Kundgebung (Screenshot mit freundlicher Genehmigung von The Epoch Times)
Dr. Li Youfu, Vorsitzender des Falun Dafa Vereins Südwest, dankte den Anwesenden für ihre Unterstützung. Er erklärte, dass Praktizierende seit nunmehr 27 Jahren weiterhin auf die Verfolgung aufmerksam machen konnten, indem sie den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen. Zugleich rief er die Menschen dazu auf, für Gerechtigkeit einzustehen, zur Beendigung der Verfolgung beizutragen und gemeinsam eine neue Zukunft zu begrüßen.
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