(Minghui.org) Ich bin Lehrerin und seit ich angefangen habe, Falun Dafa zu praktizieren, leite ich meine Schüler dazu an, bessere Menschen zu werden. Meine Anleitung basiert auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, die Falun Dafa lehrt. Indem ich diese Prinzipien auf alles anwende, was ich tue, habe ich festgestellt, dass sich alle Konflikte leicht lösen lassen.
An eine weit entfernte Schule versetzt
Am 20. Juli 1999 begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Falun-Dafa-Praktizierenden zu verfolgen. Um mich daran zu hindern, Falun Dafa zu praktizieren, wurde ich von einer Schule in meiner Heimatstadt an eine andere ländliche Grundschule versetzt. Diese lag mehr als 30 Kilometer entfernt. Zu dieser Zeit konnte ich noch nicht Fahrrad fahren, daher fuhr mich meine Familie anfangs jeden Tag mit dem Motorrad zur Arbeit und holte mich auch wieder ab.
Mir wurde klar, dass dies auf Dauer keine tragbare Lösung sein konnte. Obwohl ich bereits über 40 Jahre alt war, beschloss ich, Fahrradfahren zu lernen. Während des Lernprozesses verlor ich den Überblick darüber, wie oft ich stürzte. Jedes Mal, wenn ich stürzte, stand ich wieder auf und fuhr weiter.
Manchmal sprang die Kette heraus, manchmal brach ein Pedal, und manchmal verbog sich der Lenker. Daher schob ich das Fahrrad einfach weiter, bis ich die Schule erreichte und einen Kollegen um Hilfe bitten konnte. Während des gesamten Prozesses praktizierte ich „Ausdauer“ und bewahrte ein völlig klares und offenes Herz. Schnell war ich in der Lage, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
In einer schwierigen Klasse eingesetzt
An meiner neuen Schule wies mich die Schulleitung der schwierigsten Klasse zu. Später erfuhr ich von einem Kollegen, dass diese Gruppe in nur einem Semester bereits dreimal den Klassenlehrer gewechselt hatte. Die schulischen Leistungen der Schüler waren schlecht; ihr Verhalten war noch schlechter. Schlägereien unter den Schülern waren an der Tagesordnung, wobei es jeden Tag zu Zwischenfällen kam. Eltern kamen häufig in die Schule, um einen Aufstand zu machen.
An meinem ersten Arbeitstag kamen vier oder fünf Eltern zu mir in die Schule und fragten: „Können Sie mit diesen Kindern wirklich umgehen?“ Ich antwortete: „Warum sollte ich da nicht unterrichten können?“ Daraufhin erklärten sie mir die Probleme in der Klasse. Dort gab es zwei Kinder mit Epilepsie, die manchmal Anfälle bekamen, sobald etwas sie emotional aufwühlte. Dann wagte niemand, etwas zu sagen und keiner der Lehrer, die sie zuvor unterrichtet hatten, hatte sich getraut, die Kinder zu disziplinieren.
Diese beiden Kinder hatten nämlich die schlechte Angewohnheit entwickelt, andere zu schikanieren und suchten sich willkürlich Mädchen in der Klasse aus. Sie nahmen sich von anderen, was immer sie wollten und wenn jemand sich weigerte, rissen sie es ihm einfach weg. Niemand wagte, etwas zu sagen, denn alle hatten Angst, zur Verantwortung gezogen zu werden.
Die erste große Herausforderung mit dem Segen des Meisters bewältigt
Ich war erst seit ein paar Tagen im Dienst, als die beiden versuchten, einem Mädchen ein Lineal wegzunehmen. Als das Mädchen sich weigerte, rissen sie es ihr gewaltsam weg und schlugen sie sogar. Das Mädchen sagte aufgebracht und in Tränen aufgelöst, sie wolle nach Hause gehen und es ihren Eltern erzählen.
Nachdem ich die Situation verstanden hatte, tadelte ich die beiden Schüler. Während des gesamten Vorgangs handelte ich im Einklang mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich verlor nicht die Beherrschung; ich redete ruhig mit den beiden Schülern und lehrte sie, wie man ein guter Mensch ist.
Die beiden Kinder fingen an zu weinen und sie zeigten tatsächlich eine körperliche Reaktion; ihre Hände und Arme begannen zu zucken. Die anderen Schüler sagten: „Lehrerin, lassen Sie es einfach sein. Wenn Sie weiterreden, werden ihre Eltern kommen und Ärger machen. Was wollen Sie dann tun?“ In diesem Moment dachte ich: Es ist meine Verantwortung, Kinder zu korrigieren und zu erziehen, wenn sie etwas Falsches tun. Wenn ich es ignoriere und sie so weitermachen lasse, werden sie ruiniert. Das wäre eine Pflichtverletzung meinerseits.
In diesem Sinne bat ich den Meister, mir Kraft zu geben und ich wusste, dass es diesen beiden Kindern gut gehen würde. Dann sagte ich zu ihnen: „Solange ihr auf eure Lehrerin hört und aufhört, eure Mitschüler zu schikanieren und euch benehmt, wird alles gut.“ Ich streckte ihre Arme und rieb ihre Hände und es ging ihnen tatsächlich besser.
Später verbrachte ich zwei Unterrichtsstunden damit, der Klasse Geschichten darüber zu erzählen, wie große Persönlichkeiten der Geschichte aus der Antike und aus der Moderne, Erfolg hatten, weil sie versuchten gute Menschen zu sein. In der Folge erkannten die beiden Schüler ihren Fehler und entschuldigten sich bei dem Mädchen; der Konflikt wurde gelöst. Die Harmonie unter den Schülern war wiederhergestellt.
Lehren durch Worte und Taten
Um meine Schüler effektiv anzuleiten, gab ich ihnen ein Versprechen: Ich würde jeden Tag 30 Minuten früher zur Schule kommen und mit ihnen an der morgendlichen Lernstunde teilnehmen, in den Pausen mit ihnen spielen und mich wirklich um jeden Schüler kümmern.
Ich halte immer mein Wort und enttäusche meine Schüler niemals. Bei schlechtem Wetter, besonders bei starkem Schneefall, wenn ich nicht mit dem Fahrrad fahren kann, verlasse ich mein Zuhause über eine Stunde früher. Nur so komme ich pünktlich in der Schule an und kann mit meinen Schülern an der morgendlichen Lernstunde teilnehmen.
Einmal lag der Schnee kniehoch. Ich hüpfte und rutschte den Bergpfad hinunter und stürzte viele Male, bevor ich endlich die Schule erreichte. Meine Hose und meine Schuhe waren völlig durchnässt. Ich kam drei Minuten zu spät zu unserer vereinbarten Zeit. Ich entschuldigte mich bei den Schülern und sagte: „Es tut mir leid, ihr Lieben, ich bin zu spät.“
Zu meiner Überraschung hatten mehr als die Hälfte der Klasse Tränen in den Augen, als sie sagten: „Lehrerin, das ist schon in Ordnung.“ Ein anderer Schüler stand auf und sagte: „Lehrerin, machen Sie sich über uns lustig? Kein einziger Lehrer in der ganzen Schule ist da – wie können Sie da sagen, Sie seien zu spät?“ Ich antwortete: „Gemäß unserer vereinbarten Zeit gilt schon eine Minute Verspätung als zu spät. Wie kann ich sagen, ich sei nicht zu spät, wenn ich drei Minuten hinterherhinke?“
Ich nutzte diese Gelegenheit und sagte zu meinen Schülern: „Um ein guter Mensch zu sein, müsst ihr zuerst ehrlich und vertrauenswürdig sein. Egal, was passiert, ihr dürft niemals eure Versprechen brechen; ihr müsst immer halten, was ihr sagt.“
Von da an verband mich mit den Schülern ein außergewöhnlich enges Band. In weniger als einem halben Jahr, in dem ich diese Klasse unterrichtete, veränderte sich die Atmosphäre im Klassenzimmer vollkommen. Die Noten der Schüler verbesserten sich, das Streiten und die Beschimpfungen hörten auf und jeder in der Klasse ergreift nun von sich aus die Initiative, Gutes zu tun. Egal ob sie zu Hause oder in der Schule etwas falsch gemacht haben, sie kommen schnell zu mir und geben ihre Fehler zu.
Falun Dafa hat mich angeleitet und meine Schüler gesegnet
Jetzt unterrichte ich diese Klasse schon seit zwei Jahren. In dieser Zeit gab es viele Akte der Freundlichkeit und gute Taten. Meine Klasse ist für die Reinigung eines bestimmten Bereichs zuständig. Am Ende des Schulhalbjahres musste ich nicht einmal bestimmte Schüler für diese Aufgabe einteilen; sie taten es von sich. Wenn sie Müll sehen, gehen die Schüler selbstständig hin und heben ihn auf.
Die Schüler meiner Klasse werden häufig von der Schulleitung gelobt und der Schulleiter nennt sie sogar bei Lehrerkonferenzen als Vorbild. Er sagt oft: „Es gibt keine Schüler, die nicht erzogen werden können; es kommt ganz darauf an, wie der Lehrer sie anleitet.“
Meine Klasse wurde als „herausragende Klasse“ ausgezeichnet und ich wurde als „vorbildliche Klassenlehrerin“ gewürdigt. Noch erstaunlicher ist, dass die beiden Schüler, die an Epilepsie litten, keine schweren Anfälle mehr hatten.
Falun Dafa hat mir Weisheit und Mut geschenkt. Ich bin entschlossen, mich zu bemühen, die drei Dinge gut zu machen, meine Gelübde zu erfüllen, dem Meister nach Hause zu folgen und die Vollendung zu erreichen.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.
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