(Minghui.org) Mitglieder des Genfer Stadtrates begaben sich am Nachmittag des 21. April 2026 für eine planmäßige Sitzung ins Rathaus. Einige von ihnen verharrten vorher jedoch noch vor einer eindrucksvollen Szene neben dem Eingangsbereich: In Gelb und Blau gekleidete Falun-Dafa-Praktizierende meditierten dort still unter den Arkaden der Genfer Altstadt. In unmittelbarer Nähe waren ein Petitionstisch sowie mehrere Transparente mit Informationen über Falun Dafa aufgestellt, die die Aufmerksamkeit vorbeiziehender Touristen auf sich zogen. Manche von ihnen blieben stehen blieben und stellten Fragen.

Erinnerung an den Appell vom 25. April 1999: Praktizierende bei den Übungen am 21. April 2026 in Genf

Senator Mauro Poggia

Senator Mauro Poggia brachte seine Unterstützung zum Ausdruck und erklärte, er verstehe die Bedeutung des 25. April. Er sagte, die Welt solle den Praktizierenden weiterhin Beachtung schenken und ihre Bemühungen unterstützen, die Verfolgung in China durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufzudecken.

„Leider haben viele Tragödien, die sich heute weltweit ereignen, die öffentliche Aufmerksamkeit abgelenkt, sodass die Menschen übersehen, was in China geschieht und zunehmend auch an anderen Orten“, so der Senator. „Ich bin der Überzeugung, dass wir niemals vergessen dürfen. Wir tragen die Verantwortung, uns zu erinnern und an der Seite all jener Praktizierenden zu stehen, die weiterhin unter der Verfolgung leiden und standhaft an ihren Überzeugungen festhalten, einschließlich jener, die infolgedessen auf tragische Weise ihr Leben verloren haben. Wir stehen an Ihrer Seite und wir unterstützen Sie!“

Senator Mauro Poggia beobachtet die Verfolgung seit 20 Jahren aufmerksam. Im Jahr 2004 – noch vor seiner Wahl – gehörte er zu jenen acht Anwälten, die Praktizierende dabei unterstützten, Anzeige gegen Wang Yusheng wegen dessen Beteiligung an der Verfolgung zu erstatten.

Seit seiner Wahl im Jahr 2009 hat Poggia die Praktizierenden mehrfach unterstützt, indem er sich öffentlich geäußert und die Verfolgung verurteilt hat.

Einwohner erfahren von der Verfolgung

Mehrere Stadträte begrüßten die Praktizierenden bei der Veranstaltung und führten Gespräche mit ihnen. Sie unterzeichneten die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert, und bekundeten ihre Unterstützung. Einige Stadträte sprachen die grenzüberschreitende Unterdrückung der KPCh sowie deren Einmischung bei Shen Yun an. Sie erklärten die Ausweitung der Verfolgung durch die KPCh in westliche Länder als inakzeptabel.

Der Sitz des Großen Rates von Genf ist eine bekannte Touristenattraktion. Daher sahen viele Besucher den Praktizierenden bei ihren Übungen zu und nahmen die ausgelegten Informationen mit. Zahlreiche Besucher unterstützten die Praktizierenden mit ihrer Unterschrift unter die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert.

Menschen unterschreiben die Petition

Eine Einheimische berichtete, dass sie aufgrund einer eigenen Erfahrung Interesse an den Informationsmaterialien über die grenzüberschreitende Unterdrückung der KPCh sowie die Verfolgung habe. Sie besitzt ein Haus in der Altstadt und hatte ein Zimmer zur Vermietung ausgeschrieben. Ein junger Mann aus China mietete es an. Als sie ihn fragte, warum er das Zimmer mieten wolle, antwortete er, er beobachte die Chinesen, die die Schweiz besuchen würden, und verfasse Berichte, um diese nach China zu schicken.

Hintergrund: Was ist der Appell vom 25. April?

Falun Dafa (auch bekannt als Falun Gong) wurde erstmals 1992 von Herrn Li Hongzhi in Changchun, China, der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese spirituelle Disziplin wird heute in über 100 Ländern weltweit praktiziert. Millionen von Menschen leben entsprechend der Lehre, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert sowie fünf sanfte Übungen umfasst, und verzeichnen seitdem eine Verbesserung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens.

Am 23. und 24. April 1999 griffen Polizeibeamte in Tianjin, einer Stadt nahe Peking, Dutzende von Praktizierenden an und verhafteten sie. Diese hatten sich vor den Geschäftsräumen einer Zeitschrift versammelt, um Fehler in einem kürzlich veröffentlichten Artikel zu erörtern, der Falun Dafa angriff. Als sich die Nachricht von den Verhaftungen verbreitete und weitere Praktizierende bei den Behörden nachfragten, wurde ihnen mitgeteilt, sie müssten ihre Anliegen in Peking vorbringen.

Am darauffolgenden Tag, dem 25. April, versammelten sich rund 10.000 Falun-Dafa-Praktizierende spontan vor dem Zentralen Petitionsbüro in Peking, genauso, wie es ihnen von den Behörden in Tianjin empfohlen worden war. Die Versammlung verlief friedlich und geordnet. Mehrere Vertreter von Falun Dafa wurden zu einem Gespräch mit dem chinesischen Premierminister Zhu Rongji und Mitgliedern seines Stabes gebeten. Noch am selben Abend wurden die Anliegen der Praktizierenden beantwortet: Die in Tianjin festgenommenen Praktizierenden wurden freigelassen und alle kehrten nach Hause zurück.

Jiang Zemin, der damalige Vorsitzende der KPCh, empfand die wachsende Popularität dieser spirituellen Disziplin jedoch als Bedrohung für die atheistische Ideologie der Partei und erließ am 20. Juli 1999 den Befehl, Falun Dafa zu verbieten.

Minghui.org hat den Tod Tausender Praktizierender infolge der Verfolgung im Laufe der Jahre bestätigt. Die tatsächliche Zahl wird jedoch als weitaus höher angenommen. Zahlreiche weitere wurden aufgrund ihres Glaubens inhaftiert und gefoltert.

Es liegen konkrete Beweise dafür vor, dass die KPCh den Organraub an inhaftierten Praktizierenden fördert, welche ermordet werden, um die Organtransplantationsindustrie mit Organen zu versorgen.