(Minghui.org) Ein Ehepaar aus Shenyang in der Provinz Liaoning befindet sich weiterhin in Haft, einzig und allein, weil die beiden Falun Dafa praktizieren.
Mou Le und ihr Mann Liang Erlong wurden am 18. März 2026 festgenommen. Eine Gruppe von Zivilbeamten drang gegen 14 Uhr in ihre Mietswohnung im Bezirk Huanggu in Shenyang ein. Ohne Durchsuchungsbefehl oder Ausweis durchsuchten die Polizisten die Wohnung über vier Stunden lang. Sie beschlagnahmten den Computer, den Drucker, Kopierpapier und die Mobiltelefone des Paares.
Liang war noch nicht zu Hause, als die Polizei eintraf. Während der Razzia kam er von der Arbeit nach Hause. Er und seine Frau wurden beide zur Vernehmung und körperlichen Untersuchung in das Fallbearbeitungszentrum der Polizei von Xinmin gebracht. Xinmin gehört zum Zuständigkeitsbereich von Shenyang.
Während der Vernehmung erfuhr das Paar, dass die Beamten, die sie festgenommen hatten von der Staatssicherheit der Stadt Shenyang, der Staatssicherheit der Stadt Xinmin sowie von drei Polizeistationen (Xinnongcun, Fahaniu und Dongcheng) in Xinmin stammten.
Die Familie des Paares bemerkte, dass nach der Polizeirazzia fast 10.000 US-Dollar Bargeld verschwunden waren, und vermutete, dass die Polizei das Geld unterschlagen hatte.
Die Angehörigen konnten herausfinden, dass die Polizeistation Xinnongcun an den Festnahmen beteiligt war. Sie begaben sich dorthin, um sich nach der Rechtsgrundlage der Festnahmen zu erkundigen. Der Beamte Cui Hongshuo äußerte, sie hätten lediglich Anweisungen von Vorgesetzten befolgt, um andere Polizeibehörden bei den Festnahmen zu unterstützen.
Cui gab außerdem an, dass das Paar die Liste der beschlagnahmten Gegenstände unterschrieben habe, ebenso wie die Kommunalmitarbeiter, die bei der Polizeirazzia anwesend waren. Er verwies die Familie an das Sozialamt, um eine Kopie der Liste zu erhalten. Die Familie bestätigte später, dass die Unterschriften des Paares nicht auf der Liste standen.
Anschließend schob Cui die Schuld auf die Staatssicherheit der Stadt Xinmin. Auf die Frage der Familie, an wen sie sich wenden sollten, versprach er, sich bei der Staatssicherheit zu erkundigen. Er meldete sich jedoch nie wieder.
Die Familie kontaktierte daraufhin selbstständig den Beamten Xu Hongze vom Amt für Staatssicherheit der Stadt Xinmin. Auch Xu konnte keine Rechtsgrundlage für die Verhaftungen des Paares nennen und behauptete, er habe lediglich „Befehle befolgt“.
Die Familie beauftragte einen Anwalt. Dieser traf sich mit Liang in der Haftanstalt der Stadt Xinmin und mit Mou in der ersten Haftanstalt der Stadt Shenyang. Beide erklärten ihm, die Polizei habe keinerlei Rechtsgrundlage für die Verhaftungen oder die Hausdurchsuchung vorgelegt. Bis heute hat die Polizei die beschlagnahmten Gegenstände nicht zurückgegeben.
Liang und Mou sind überzeugt, dass Falun Dafa sie zu besseren Menschen gemacht hat. Im Jahr 2025 bemerkte Liang, dass ihm eine Firma, für die er als Auftragnehmer arbeitete, fast 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) zu viel bezahlt hatte. Er gab das Geld umgehend zurück. Seine Ehrlichkeit und Integrität gewannen ihr Vertrauen, und sie beauftragten ihn mit weiteren Projekten.
Vor dieser jüngsten Verfolgungsaktion war Mou am 10. Juli 2019 verhaftet worden. Ihre Nachbarin berichtete damals, beobachtet zu haben, wie an diesem Tag jemand ihre Tür aufbrach und hereinging. Mou wurde daraufhin hinausgetragen. Liang kehrte später nach Hause zurück und fand seine Wohnung verwüstet vor. Später wurde Mou zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) verurteilt. Ihr betagter Vater erlitt einen weiteren schweren Schlag, als Mou und ihr Mann im März 2026 erneut verhaftet wurden.
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