(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende weltweit haben in den letzten Tagen an den friedlichen Appell vom 25. April 1999 in Peking erinnert.

Am 25. April 2026 veranstalteten Praktizierende im Großraum New York einen großen Marsch und eine Kundgebung in Flushing, dem New Yorker Stadtteil mit der größten chinesischen Gemeinde, um des 27. Jahrestages des friedlichen Appells zu gedenken. Im Anschluss an den Marsch fand eine Kundgebung neben der Flushing Library statt, wo Vertreter der Kommune und andere Redner Ansprachen hielten. Sie brachten ihre Unterstützung für die Praktizierenden zum Ausdruck und lobten deren Einsatz gegen die Verfolgung.

Vor 27 Jahren, am 25. April 1999, begaben sich um die 10.000 Falun-Dafa-Praktizierende (Falun Gong) zum Zentralen Petitionsbüro des Staatsrats in Peking, um friedlich zu appellieren. Sie forderten die Freilassung der kurz zuvor in Tianjin inhaftierten Praktizierenden, ein legales Umfeld für die Ausübung von Falun Gong und die Zulassung der Veröffentlichung von Falun-Gong-Büchern. Dieses Ereignis wurde von vielen in der internationalen Gemeinschaft als der größte friedliche Protest in der chinesischen Geschichte angesehen. Der damalige KPCh-Vorsitzende Jiang Zemin verzerrte die Darstellung jedoch später als „Angriff auf Zhongnanhai“, woraufhin im Juli die landesweite Verfolgung in Gang gesetzt wurde.

Der Marsch in Flushing, angeführt von der Tian Guo Marching Band, gliederte sich in drei Abschnitte: „Falun Dafa ist gut“, „Stoppt die Verfolgung von Falun Gong“ und „Unterstützung für die 460 Millionen Menschen, die die KPCh verlassen haben“.

Falun-Gong-Praktizierende veranstalten am 25. April im Zentrum von Flushing einen Marsch zum Gedenken an den 27. Jahrestag des friedlichen Appells in Peking

Während die kraftvollen Trommelschläge der Tian Guo Marching Band die Straßen erfüllten, blieben viele Passanten stehen, um zuzusehen. Einige zückten ihre Handys, um Fotos zu machen.

An dem Marsch nahmen Menschen unterschiedlichster Herkunft teil. Martha Flores-Vazquez, eine engagierte Gemeindevorsitzende aus Flushing, die die Falun-Gong-Praktizierenden seit Langem unterstützt, und ihre Freunde marschierten neben den Praktizierenden und trugen Transparente. Auch viele chinesische Unterstützer nahmen am Marsch teil und trugen Transparente mit der Aufschrift „Unterstützt Falun Gong“. Einige berichteten, sie hätten sich extra Urlaub genommen oder seien aus anderen Bundesstaaten angereist, um an der Veranstaltung teilzunehmen und für die Glaubensfreiheit einzutreten.

Chinesische Anwohner halten Transparente zur Unterstützung der Falun-Gong-Praktizierenden (Screenshot mit freundlicher Genehmigung der Epoch Times)

Chinesischer Lehrer: Von großer Bedeutung für die Förderung des staatsbürgerlichen Gewissens

Mingzhou De, ein chinesischer Lehrer, ist vor zwei Jahren aus der Inneren Mongolei in die Vereinigten Staaten gekommen

Der chinesische Lehrer Mingzhou De reiste eigens zu der Kundgebung, um seine Unterstützung zu zeigen. Mit Blick auf den Appell vom 25. April 1999 erklärte er, dieser sei der Ausgangspunkt für das Erwachen des chinesischen Volkes gewesen. Aufgrund der großen Bedeutung des Ereignisses für China ist er überzeugt, dass zukünftige Generationen den 25. April 1999 in Ehren halten werden.

Des Ansicht nach seien die Forderungen der Praktizierenden berechtigt gewesen. „Es handelt sich um unveräußerliche Menschenrechte, die mit der chinesischen Verfassung übereinstimmen. Die KPCh unterdrückte sie jedoch brutal und verbreitete sogar Propaganda, um die Gruppe zu diffamieren.“

„Wie ein seltener Lichtschimmer in der Dunkelheit weckte der friedliche Appell von 1999 in den Herzen vieler Chinesen neue Hoffnung. Die Verfolgung führte zudem dazu, dass das chinesische Volk jegliche Hoffnung in die KPCh verlor“, fuhr De fort. Er wies darauf hin, dass sich danach viele schreckliche Ereignisse ereignet hätten, wie etwa die 27-jährige Unterdrückung von Falun Gong, einschließlich der Entnahme von Organen bei lebenden Menschen.

„Die Verbrechen, die die KPCh am Volk begangen hat, sind unzählig und unerträglich. Deshalb unterstütze ich die gerechten Aktionen der Falun-Gong-Praktizierenden nachdrücklich.“ Er fügte hinzu, dass es auch für ihn einige Zeit gebraucht habe, Falun Gong zu verstehen. Anfangs habe er nur wenig über die Praxis gewusst; später habe er von der Organentnahme an Praktizierenden durch die KPCh erfahren und miterlebt, wie seine freundlichen Nachbarn und Verwandten wegen des Praktizierens von Falun Gong verfolgt und inhaftiert wurden. Dadurch habe er begonnen, Mitgefühl für sie zu empfinden.

Als De später von den anhaltenden Bemühungen der Falun-Gong-Praktizierenden und ihrer Beharrlichkeit in ihrem Glauben erfuhr, begann er sie zu bewundern. „Ich bewundere die beständigen Bemühungen der Falun-Gong-Praktizierenden, ihre Stimme zu erheben, ihren Gerechtigkeitssinn und die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, die Falun Gong vertritt“, erklärte er. „Deshalb beteilige ich mich an vielen Aktivitäten der Falun-Gong-Praktizierenden und unterstütze sie.“

Chinesischer Blogger: Die Geduld und das Engagement der Praktizierenden sind beeindruckend

Moses, ein bekannter chinesischer Blogger, spricht an diesem Tag auf der Kundgebung, um seine Unterstützung für die Falun-Gong-Praktizierenden auszudrücken

Ein Redner auf der Kundgebung war der prominente chinesische Blogger Moses, der seine Unterstützung für die Falun-Gong-Praktizierenden bekundete. Nach der Kundgebung sagte er, der friedliche Appell von etwa 10.000 Falun-Gong-Praktizierenden vor 27 Jahren sei von großer historischer Bedeutung und ein bahnbrechendes Ereignis gewesen. „Die Geduld und das unerschütterliche Engagement der Praktizierenden für den Frieden sind wahrlich beeindruckend“, betonte er.

Im Verlauf seiner vielen Jahre in den Vereinigten Staaten, so Moses, habe sich sein Verständnis der Falun-Gong-Gemeinschaft gewandelt. Anfangs sei er von der Propaganda der KPCh beeinflusst gewesen. Doch vor sieben Jahren, als er zum ersten Mal den Marsch der Falun-Gong-Praktizierenden in New York miterlebt habe, habe sich seine Sichtweise geändert. Er erinnerte sich: „Es war ein Falun-Gong-Marsch in Manhattan am Columbus Day. Ihre ruhigen Gesichter zu sehen, die von der Kraft ihres Glaubens zeugten, hat mich tief berührt. Ich spürte, dass dies die Wirkung des Fundaments des Glaubens war.“

Er ist überzeugt, dass nur die Kraft des Glaubens den Menschen inneren Frieden und solch eine gelassene Ausstrahlung verleihen kann. Er sei jedes Mal tief bewegt gewesen, wenn er im Laufe der Jahre die Märsche der Falun-Gong-Praktizierenden gesehen habe, berichtete er. Auch der heutige Marsch demonstriere wie immer das Fundament des Glaubens. „Solche Ereignisse haben die traditionellen Tugenden der chinesischen Gemeinschaft – Güte, Rechtschaffenheit, Anstand, Weisheit und Vertrauenswürdigkeit – zum Vorschein gebracht. „Die Falun-Gong-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind die leuchtendsten Aspekte des Geistes dieser Gemeinschaft“, betonte er.

Ehemaliger Bankangestellter: Widerstand gegen Verfolgung ist die Pflicht aller Bürger

Liu Siyang, der früher in der Pekinger Hauptverwaltung einer Bank gearbeitet hat, zeigt sich tief bewegt vom Marsch der Falun-Gong-Praktizierenden

Liu Siyang, ein Chinese, der zuvor in der Pekinger Hauptverwaltung einer Bank tätig war, kam erst kürzlich von Festlandchina in die USA. Auch ihn beeindruckte der Marsch der Praktizierenden.

Liu ist der Ansicht, dass sich jeder erheben und sich den Falun-Gong-Praktizierenden im Kampf gegen die Verfolgung anschließen sollte. „Die KPCh verfolgt Falun Gong seit 27 Jahren. Ich denke, dass sich nicht nur Falun-Gong-Praktizierende, sondern alle Chinesen dieser Verfolgung entgegenstellen sollten“, erklärte er. „Denn es handelt sich um eine Verfolgung der gesamten chinesischen Nation, der traditionellen chinesischen Kultur sowie der Gerechtigkeit und des Gewissens. Ich glaube, dass wir alle gemeinsam gegen die Verfolgung des chinesischen Volkes durch die KPCh und damit auch gegen die [Verfolgung] der Menschen auf der Welt vorgehen müssen.“

Bezüglich des Appells vom 25. April 1999 erklärte Liu: „Die Forderungen der Praktizierenden waren allesamt vernünftig und spiegelten den friedlichen und rationalen Charakter von Falun Gong wider. Dies liegt daran, dass Falun Gong vor Beginn der Verfolgung staatlich anerkannt war. Es gab auch häufig positive Medienberichte darüber und Falun Gong genoss hohes Ansehen in der Gesellschaft. Die KPCh leitete jedoch anschließend eine Verfolgung von Falun Gong ein. Ich denke, die KPCh hat Falun Gong in der Tat sehr unfair behandelt und die Verfolgung war sehr schwerwiegend.“

Neue Einwanderer: Durchbrechen der Informationsblockade, um mehr über Falun Gong zu erfahren

Zhang, der kürzlich aus Shenzhen, China, nach Flushing gekommen war, sah dem Marsch an diesem Tag zu. Er wusste bereits von der Verfolgung von Falun Gong in China Bescheid. Er sagte: „Nachdem ich ins Ausland gekommen war, habe ich Falun Gong in verschiedenen Ländern gesehen, darunter in Japan und Südkorea, und zwar in einem recht großen Umfang. Daher wirkte es anders als das, was aus China berichtet wurde. Als ich diesen Marsch sah, fand ich ihn sehr gut, und ich unterstütze ihn weiterhin.“ Seit seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten hoffe er, mehr über kostenlose Online-Kurse erfahren zu können, um die Übungen zu erlernen.

Ältere chinesische Einwanderin: Hoffnung auf Rückkehr zur Moral

Frau Zhou ist eine ältere chinesisch-amerikanische Frau, die seit über 50 Jahren in den Vereinigten Staaten lebt.

Als sie den Marsch der Falun-Gong-Praktizierenden sah, freute sie sich: „Ich finde sie wunderbar; das ist wirklich eine großartige Tat. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind an sich gut; sie erhöhen die Moral der Menschen. Wenn die Moral erhöht ist, geht es uns allen besser.“

Designerin aus Manhattan: Falun-Gong-Praktizierende sind mutig

Viele Menschen, die die Veranstaltung sahen, brachten ihre Unterstützung für die Falun-Gong-Praktizierenden zum Ausdruck.

Veda Stone, Designerin in einem Technologieunternehmen in Manhattan, kam an diesem Tag an der Kundgebung vorbei. Stone drückte ihren Respekt und ihre Unterstützung für die Falun-Gong-Praktizierenden aus und äußerte, sie werde für sie beten. „Ich finde, sie [Falun-Gong-Praktizierende] sind wirklich mutig. Manche kämpfen mit Waffen, andere aber halten mit Herz und Seele durch. Ich habe großen Respekt vor ihnen und werde jeden Tag für sie beten.“

Nachdem Stone die Details des Appells vom 25. April 1999 erfahren hatte, zeigte sie sich traurig darüber, dass die friedliche und berechtigte Petition der Falun-Gong-Praktizierenden Verfolgung zur Folge hatte. „Wenn ein Regime so große Angst vor friedlichen Demonstrationen hat, zeigt das, dass es in Wirklichkeit sehr unsicher und nicht wirklich mächtig ist“, lautete ihre Ansicht.

Stone erwähnte auch, dass viele, die sich im Laufe der Geschichte für Frieden und Heilung eingesetzt hätten, verfolgt worden seien, weil manche Regime diese innere Kraft fürchten würden. „Falun Gong scheint eine sehr friedliche Praxis zu sein. Wenn ein Mensch seine innere Kraft findet und sich mit Gott verbindet, ist das eine Bedrohung für die Machthabenden, weil sie ihn dann nicht kontrollieren können“, fügte sie hinzu.

Wahrung der traditionellen Kultur

Juan Almonte, der in Manhattan arbeitet, bezeichnet den Marsch der Falun-Gong-Praktizierenden als „gut und wichtig“

Auch Juan Almonte, der in Manhattan arbeitet, kam an diesem Tag an der Veranstaltung vorbei. Er erklärte, der Marsch sei gut und wichtig, da er der Wahrung der chinesischen Kultur diene.

Almonte erzählte, er habe sich mit der traditionellen chinesischen Kultur befasst und bewundere sie sehr. Allein China habe bis zum Aufstieg des Kommunismus eine ununterbrochene Geschichte besessen. „China verfügt über eine alte Zivilisation und eine ununterbrochene Tradition mit einem kontinuierlichen religiösen Glauben, bis die Kommunistische Partei an die Macht kam“, wusste er zu berichten. „Viele Dinge, die China ursprünglich besaß, wie Religion, Philosophie, Wissenschaft und Wissen, wurden von der Kommunistischen Partei zerstört. Ich denke, das ist nicht nur ein Verlust für das chinesische Volk, sondern für die ganze Welt.“

Er erklärte weiter: „Da ein Großteil der chinesischen Kultur nicht nur für China, sondern auch für die Welt von großem Wert ist, halte ich dies für sehr wichtig.“ Genau deshalb müsse der Status quo unter der Herrschaft der KPCh geändert werden.

Almont erwähnte, er habe zuvor schon von der brutalen Verfolgung von Falun Gong in China gehört und einige Bilder davon gesehen, daher wisse er, dass die Praktizierenden schrecklicher Folter ausgesetzt seien. Er fügte hinzu: „Ich finde, jeder sollte das praktizieren dürfen, was er möchte, vor allem die Falun-Gong-Praktizierenden.“

Hintergrund: Was ist der Appell vom 25. April?

Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt, wurde zum ersten Mal 1992 in der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenige Jahre später praktizierten fast 100 Millionen Menschen in ganz China Falun Dafa. Sie profitierten von dem Kultivierungsweg, indem sich ihr Gesundheitszustand verbesserte und ihre Moral erhöhte.

Am 23. und 24. April griffen Polizisten in Tianjin, einer Stadt nahe Peking, Dutzende Praktizierende an, die sich vor einem Verlagsgebäude versammelten hatten. Dabei wollten die Praktizierenden nur die Fehler in einem kürzlich veröffentlichten Zeitungsbericht über Falun Dafa richtigstellen. Als die Verhaftung bekannt wurde und mehrere Praktizierende sich bei den Polizisten erkundigten, sagte man ihnen, dass sie ihre Beschwerde in Peking vortragen müssten.

Am 25. April versammelten sich daraufhin etwa 10.000 Praktizierende vor dem Petitionsbüro der Zentralregierung in Peking, wie ihnen die Polizisten in Tianjin es gesagt hatten. Der Appell verlief friedlich und geordnet. Einige Praktizierende trafen sich als Vertreter der Protestierenden mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji und seinen Mitarbeitern. An diesem Abend wurden ihre Sorgen angehört – die verhafteten Praktizierenden in Tianjin kamen frei und alle fuhren nach Hause.

Doch der damalige Staatschef Jiang Zemin sah die wachsende Beliebtheit der spirituellen Praktik als Bedrohung für die atheistische Ideologie der Partei. Am 20. Juli 1999 erließ er den Befehl, Falun Dafa zu verbieten.

Minghui.org hat den Tod Tausender Praktizierender in den vergangenen 27 Jahren der Verfolgung gemeldet. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer viel höher ist. Noch mehr Praktizierende wurden und werden wegen ihres Glaubens inhaftiert und gefoltert.

Es gibt konkrete Beweise, dass die KPCh den Organraub fördert. Inhaftierte Praktizierende werden wegen ihrer Organe ermordet, die zu Profitzwecken an die Transplantationsindustrie verkauft werden.