(Minghui.org) Meine Mutter begann heute Abend mit der ersten Falun-Dafa-Übung und plötzlich verspürte ich den starken Drang mitzumachen. Ich hatte gar nicht vorgehabt, die Übungen zu machen, aber mein Körper schien wie von selbst mitmachen zu wollen. In dem Moment, als ich dastand, um zu üben, kehrte Ruhe in meinen Gedanken und meinen Körper ein.

Ich folgte den Anweisungen des Meisters und war gerade dabei, die erste Übung zu machen, und zwar „Der Maitreya-Buddha streckt sich (Mi Le Chen Yao)“, als ich mich selbst plötzlich sah – als ein endloses, hoch aufragendes Gebirge, majestätisch und erhaben, so wie jene in Europa. Die Gipfel waren schneebedeckt und am Fuß erstreckte sich ein riesiger, lebendiger Wald, soweit das Auge reichte. Eingebettet in diesen Wald lag direkt vor mir ein unermesslich grenzenloser See. Der Himmel und auch der riesige See waren weit und tiefblau. Es war nicht so, dass ich mich in das Gebirge und den See verwandelt hatte, sondern vielmehr so, dass wir miteinander eins wurden – wir verschmolzen zu einem Ganzen.

All meine folgenden Bewegungen schienen diese Landschaft zu verstärken und zu erweitern. Dieses Gefühl der Ruhe, der Weite und Erhabenheit werde ich nie vergessen. Ich fühlte mich, als wäre ich Teil des majestätischen Gebirges und der Stille des Sees und nahm meinen Körper nicht mehr wahr. Stattdessen verschmolz ich mit der Landschaft, integriert in diese grenzenlose, tiefe Sphäre. Die Landschaft und ich waren in diesen unendlichen Frieden und diese Schönheit eingetaucht. Alle störenden Gedanken waren verschwunden; ich spürte eine unermessliche Stille und Reinheit. Meine Seele war völlig in diesen heiteren und erhabenen Zustand versunken, den ich zuvor noch nie erlebt hatte.

Im Internat hatte ich keine Gelegenheit, die Übungen zu praktizieren, und ließ mich leicht von anderen Menschen beeinflussen. Da ich meine Kultivierung nicht konsequent verfolgte, machte ich die Übungen nur in den Ferien, wenn ich wieder daheim war. Obwohl ich schon einige Tage zu Hause war, hatte ich die Übungen noch nicht gemacht. Der Leistungsdruck der Schule hatte mich überfordert und das wirklich Wichtige hatte ich vernachlässigt: meine Kultivierung. Aber nun wurde durch diese Erfahrung mein Horizont erweitert und Herz und Geist geöffnet. Noch kurz vor den Übungen waren meine Gedanken um alltägliche Dinge gekreist und ich war unklar und verwirrt gewesen. Doch sobald ich mit dem Üben begann, fühlte ich mich aufgeschlossen, war klar und erfrischt. Die Sorgen, die mich belastet hatten, erschienen mir plötzlich bedeutungslos. Ich spürte deutlich, wie der Meister mich ermutigte, fleißig zu üben.

Ich möchte alle Praktizierenden, die in einer ähnlichen Ausgangssituation stecken, daran erinnern: Nutzt die Zeit! Sie ist zum Üben da. Lasst Handys und andere Ablenkungen nicht zu.

Danke, barmherziger Meister!