(Minghui.org) Ein 75-jähriger Mann aus Linghai, Provinz Liaoning, starb am 23. März 2026 gegen 1 Uhr nachts. Zum Zeitpunkt seines Todes konnte er nicht mehr sprechen.
Zhou Yonglin verstarb nur 62 Tage nach dem Ende einer fünfjährigen Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Dafa. Da er bei seiner Freilassung bereits stumm war, konnte seine Familie nicht mehr erfahren, welche Folter er vor seinem Tod erlitten hatte.
Zhou und seine Frau Sun Jiping, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert, wurden am 20. Januar 2021 verhaftet. Zwei Monate später wurden sie insgeheim zu fünf Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt.
Zhou wurde am 4. Juli 2021 in das Gefängnis von Panjin gebracht, seine Frau zu einem unbekannten Zeitpunkt in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning. Drei Monate später erfuhr ihr Sohn, dass Zhou in die Abteilung 20 des Gefängnisses von Jinzhou verlegt worden war. Anfang 2024 besuchte der Sohn seinen Vater im Gefängnis und stellte fest, dass dieser stark abgemagert war. Zhou gab an, dass er, weil er sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, strengen Kontrollen unterworfen und daran gehindert würde, Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen.
Im Juli 2024 rief ein Gefängniswärter Zhous Sohn an und teilte ihm mit, sein Vater sei wegen eines leichten Schlaganfalls in das Zentralkrankenhaus der Stadt Jinzhou eingeliefert worden.
Zhous Sohn war sich nicht sicher, ob sein Vater tatsächlich einen Schlaganfall erlitten hatte oder ob die Einlieferung auf Misshandlungen zurückzuführen war. Im September 2024 erhielt er einen weiteren Anruf mit der Nachricht, dass sich sein Vater in einem kritischen Zustand befinde. Er eilte ins Krankenhaus in Jinzhou und sah seinen extrem abgemagerten Vater auf der Intensivstation. Ihm war ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre sowie eine weitere Sonde in die Nase eingeführt worden, um ihn künstlich zu ernähren.
Ein Krankenhausmitarbeiter berichtete, dass bei dem älteren Zhou ein Luftröhrenschnitt durchgeführt worden sei. Er weinte, konnte aber kein Wort hervorbringen, als sein Sohn ihn fragte, ob er ihn noch erkenne.
Anfang Oktober 2025 wurde Zhou in das Gefängniskrankenhaus Lingyuan verlegt. Seine Familie durfte ihn fortan nicht mehr besuchen. Der Antrag seiner Familie auf vorzeitige Entlassung wurde abgelehnt.
Zhou wurde am 20. Januar 2026 freigelassen. Er wurde zehn Tage lang im Krankenhaus von Linghai behandelt, doch sein Zustand besserte sich nicht. Die Ärzte erklärten, sie könnten nicht mehr viel für ihn tun, und rieten der Familie, ihn mit nach Hause zu nehmen.
Da seine Frau Sun sich noch von den gesundheitlichen Folgen der Misshandlungen erholte, die sie selbst im Gefängnis erlitten hatte, fiel es ihr schwer, Zhou zu pflegen. Er erlangte etwas geistige Klarheit zurück, blieb jedoch weiterhin schwach. Wenige Tage vor seinem Tod konnte er keine flüssige Nahrung mehr bei sich behalten.
Zhou verstarb am 23. März 2026 unter großen Schmerzen.
Vor ihrer jüngsten Verhaftung und Inhaftierung im Jahr 2021 waren Zhou und Sun seit Beginn der Verfolgung wiederholt Zielscheibe von Repressalien. Im Jahr 2000, als ihr Sohn die erste Klasse der Hochschule besuchte, wurden beide zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Frühere Berichte: Wegen seines Glaubens in Haft: 74-Jähriger aus Liaoning in kritischem Zustand – Haftentlassung verweigert Betagtes Ehepaar insgeheim zu fünf Jahren Haft verurteilt – Frau leidet unter schwerer Blutarmut
Trotz schwerer Blutarmut: 67-Jährige und ihr Mann verhaftet – Familie in Sorge
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