(Minghui.org) Minghui.org erfuhr kürzlich, dass eine 75-jährige Falun-Dafa-Praktizierende in Xiamen, Provinz Fujian, vor zwei Jahren nach einem Besuch bei einer Freundin 17 Stunden lang festgehalten wurde.
Zeng Lijuan, geboren im September 1950, wurde am 16. Februar 2023 nach 7 Uhr morgens von Zhou Bin (Dienstnummer: 220406) und anderen Beamten der Polizeistation Lujiang in ihrer Wohnung festgenommen. Sie durchsuchten ihre Wohnung etwa zwei Stunden lang und beschlagnahmten all ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien, ihren Laptop, ihr Handy und andere Wertgegenstände.
Die Polizei brachte Zeng daraufhin zum Verhör an einen streng bewachten Ort. Man beschuldigte sie, ein illegales Treffen von Falun-Dafa-Praktizierenden organisiert zu haben. Die Polizei hatte durch Überwachung herausgefunden hatte, dass sie einige Tage zuvor einen Mann namens Xie besucht hatte.
Zeng und zwei weitere Praktizierende hatten Xie tatsächlich besucht, nachdem sie von seiner Einlieferung ins Krankenhaus erfahren hatten. Die vier hatten vor dem landesweiten Vorgehen des kommunistischen Regimes gegen Falun Dafa im Juli 1999 gemeinsam die Übungen durchgeführt.
Zeng und die beiden anderen wollten Xie lediglich gute Besserung wünschen. Die Polizei des Bezirks Siming erfuhr von dem Besuch und wies die Polizeistation Lujiang an, die beiden festzunehmen.
Die Polizei brachte Zeng am Nachmittag an einen anderen Ort. Dort wurde sie mit einer Hightech-Kamera von allen Seiten fotografiert. Auch ihre Stimme und ihr Gang wurden aufgezeichnet, bevor sie erneut verhört wurde. Um 18 Uhr wurde Zeng in einen Isolationsraum gebracht. Kurz vor Mitternacht wurde ihre Tochter angerufen und gebeten, ihre Mutter abzuholen.
Zeng wurde gegen eine einjährige Kaution freigelassen. Ob weitere Anklagen gegen sie erhoben wurden, ist unklar. Eine der beiden Praktizierenden, die Xie zusammen mit ihr besucht hatten, wurde später zu einer nicht näher spezifizierten Haftstrafe verurteilt. Eine weitere Praktizierende, die Xie bei einem separaten Besuch Falun Dafa Vorträge gebracht hatte, wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Drei weitere weibliche Falun-Dafa-Praktizierende besuchten Xie nach seinem Krankenhausaufenthalt nie, wurden aber dennoch verhaftet und ihre Wohnungen durchsucht, nur weil sie ihn und Zeng kannten.
Xie verstarb später an den Folgen der Verfolgung.
Frühere Verfolgung von Zeng
Zeng begann 1997 mit dem Praktizieren von Falun Dafa und erholte sich bald von ihren verschiedenen Erkrankungen, darunter schwere Arthritis, Rheuma, Magenbeschwerden, Muskelzerrung im Lendenbereich, Knochensporne im Lenden- und Beckenbereich sowie eine Gehirnerschütterung. Sie lernte auch, persönliche Interessen leicht zu nehmen und kämpfte nicht um Beförderungen oder subventionierten Wohnraum am Arbeitsplatz. Ihr Nachbar hatte einmal ihre Familienmitglieder geschlagen, und dennoch behandelte sie ihn freundlich. Er war sehr gerührt. Sie zögerte nie, jedem in Not zu helfen, auch Fremden. Einmal machte sie einen Umweg, um einem älteren Mann, der sich verirrt hatte, den Weg nach Hause zu weisen.
Die Beamten Guo Jinlang und Xu Baoguo von der Polizeistation Gongyuan durchsuchten am 22. Juli 1999, zwei Tage nach Beginn der Verfolgung, ihre Wohnung. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und ein Porträt des Begründers von Falun Dafa.
Beamte des Polizeireviers Siming verhafteten Zeng am 28. Juli 2000 und brachten sie zur Polizeistation Gongyuan. Am folgenden Tag wurde sie für 15 Tage in Verwaltungshaft genommen und in die erste Haftanstalt der Stadt Xiamen gebracht. Dort fotografierten die Wärter sie gegen ihren Willen, bedrohten und schlugen sie.
Zeng wurde am 14. Juli 2002 von Beamten des Büro 610 in die Gehirnwäsche-Einrichtung der Stadt Xiamen gebracht. Beteiligt waren auch Beamte der Polizeibehörde des Bezirks Simining, der Polizeistation und des Straßenkomitees Wucun sowie des Straßenkomitees Wenping. Dort wurde Zeng gezwungen, ihrem Glauben abzuschwören und rund um die Uhr überwacht. Über zwei Monate später wurde sie freigelassen.
Dieselbe Behörde schickte am Nachmittag des 22. Januar 2014 Beamte zu einer Razzia in Zengs Wohnung. Sie wurde zur Polizeistation Wucun gebracht und dort unter Folter verhört. Gegen ihren Willen wurde sie gezwungen, Erklärungen zum Verzicht auf ihren Glauben zu unterschreiben. Nach Mitternacht wurde sie in die erste Haftanstalt von Xiamen eingeliefert.
Auch Zengs beiden Kinder wurden in den Fall verwickelt; die Polizei schikanierte sie am Arbeitsplatz und verursachte ihnen enormen Stress.
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